Diese 10 Dinge müssen Sie vor der Gründung wissen
Die meisten Fehler passieren nicht nach der Gründung – sondern davor.
Genau darüber haben unsere Gründungsberater Miguel und Daniel gemeinsam mit Für Gründer gesprochen: Welche Stolperfallen in der Praxis immer wieder auftauchen – und wie man sie vermeidet.
Hier kommen die wichtigsten Tipps aus dem Webinar – kompakt, ehrlich und aus der Praxis.
Lieber zuhören? Dann hier gibt’s das Webinar zum Anschauen.
1. Eine gute Idee reicht nicht
Ohne Finanzierung geht es nicht.
Viele starten motiviert, aber ohne klaren Finanzplan. Ein Klassiker: Man verlässt sich auf vage Zusagen und investiert eigenes Geld. Und am Ende fehlt die Finanzierung.
Klassische Optionen:
- Eigenkapital
- Bankfinanzierung
- Förderprogramme (z. B. KfW, EXIST)
- Gründungszuschuss bei Gründung aus der Arbeitslosigkeit
- Venture Capital & Business Angels
Ohne Plan für Ihre Liquidität wird es schnell eng.
2. Vorsicht vor teuren „Abkürzungen“
Nicht alles, was teuer ist, bringt Sie weiter.
Gerade am Anfang gibt es viele Angebote – und nicht alle sind sinnvoll.
Typische Fallen sind „Fördermittelpakete“ mit frei verfügbaren Infos oder Coachings ohne echte Betreuung
Unser Tipp: Erst selbst informieren, dann gezielt investieren.
Das hilft wirklich:
- Kostenlose Tools & Vorlagen nutzen
- Beratung bei IHK oder HWK einholen
- Nur kaufen, was Sie wirklich brauchen
Einfach starten schlägt kompliziert planen.
3. Die richtige Rechtsform entscheidet
Und schützt Sie im Ernstfall.
Schnell als Einzelunternehmerin oder -unternehmer starten ist einfach – kann aber riskant sein.
Denn: Sie haften privat.
Worauf es ankommt:
- Haftung
- Steuern
- Finanzierung
- Wachstum
Die falsche Entscheidung heute kann später teuer werden.
Weiterlesen? Das sind die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Rechtsformen.
4. Kennen Sie Ihren Markt
Nicht nur Ihre Idee.
Eine gute Idee allein reicht nicht. Entscheidend ist, ob sie zum Markt passt.
Das brauchen Sie:
- Klar definierte Zielgruppe
- Verständnis für Kundenbedürfnisse
- Markt- und Trendkenntnis
Ihr Business muss ein Problem lösen – nicht nur Ihnen gefallen.
5. Marketing beginnt früher, als Sie denken
Sichtbarkeit ist kein „Später-Thema“.
Schon früh geht es darum, zu testen: Funktioniert Ihre Idee im echten Leben?
Wichtig ist jetzt:
- Präsenz zeigen mit eigener Website oder auf Social Media
- Erste Reaktionen und Aufträge einsammeln
- Feedback ernst nehmen
Der Markt gibt Ihnen schnelles, ehrliches Feedback. Nutzen Sie das.
6. Verträge sind Pflicht
„Wir regeln das später“ wird oft teuer.
Ohne klaren Vertrag riskieren Sie, für Ihre Leistung nicht bezahlt zu werden.
Deshalb:
- Immer schriftlich arbeiten
- Auf klare Verantwortlichkeiten achten
- Wenn nötig, früh rechtliche Unterstützung holen
Ein Vertrag ist Ihre Absicherung.
7. Wachstum bewusst steuern
Schneller ist nicht automatisch besser.
Mehr Aufträge können schnell zur Überforderung führen – finanziell und operativ.
Das hilft:
- Wachstum planen
- Zahlungsflüsse im Blick behalten
- Prozesse regelmäßig anpassen
Gesundes Wachstum ist planbar – und nötig.
8. Liquidität schlägt Umsatz
Der Kontostand entscheidet.
Viele scheitern nicht an der Idee, sondern am Cashflow.
Darauf kommt es an:
- Realistische Einnahmen
- Volle Kostentransparenz
- Puffer einplanen
- Zahlen regelmäßig prüfen
Wenn das Geld nicht reicht, hilft auch Wachstum nicht.
9. Kosten im Griff behalten
Viele kleine Ausgaben summieren sich schnell.
Tools, Abos, Services,… das wird schnell unübersichtlich. Und Sie haben doppelte und ungenutzte Tools und Chaos in Ihren Prozessen.
Besser:
- Weniger Tools, dafür die richtigen
- Klare Strukturen
- Regelmäßige Checks
Effizienz spart Geld – jeden Monat.
10. Versicherungen bewusst wählen
Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig.
Viele sind entweder über- oder unterversichert.
Diese Fragen helfen bei der Auswahl von Versicherungen:
- Was habe ich bereits?
- Wo liegen meine Risiken?
- Was ist in meiner Branche üblich?
Absicherung sollte durchdacht sein – nicht zufällig.
Bonus: Steuern & Rücklagen
Das vergisst man am Anfang schnell mal.
Geld kommt rein – aber ein Teil gehört dem Staat.
Wichtig:
Nicht jeder Euro gehört Ihnen. Planen Sie das von Anfang an ein.
Fazit: Gründen ist kein kurzer Sprint
Sondern braucht Planung und Ausdauer.
Erfolg hängt selten an der Idee, sondern an Planung und Umsetzung.
Das ist immer wichtig – in der Gründungsphase und danach:
- Finanziell denken
- Realistisch planen
- Unterstützung nutzen
- Entscheidungen hinterfragen
Noch mehr Tipps für die Gründung?
Vereinbaren Sie eine Erstberatung mit unseren Gründungsberatern. Das geht vor der Gründung und im ersten Gründungsjahr. Wir helfen mit Antworten rund um Finanzen, Geschäftsmodell, Skalierung und mehr.