Bauarbeiter mit gelbem Helm, orangener Weste und Leiter, schaut freundlich und lächelt

Strom emissionsfrei erzeugen
So gehts

Eine Photovoltaik-Anlage verringert Abhängigkeiten und bietet direkte, finanzielle Vorteile.
  • Sie machen sich unabhängiger vom Netzstrompreis

  • Sie unterstützen die Energiewende

  • Sie erzeugen Strom emissionsfrei

  • Sie profitieren von staatlicher Förderung

    Diese und weitere Maßnahmen zur Modernisierung setzen Sie einfach und günstig mit dem Wohnkredit um​.

Photovoltaik - auf dieser Website geben wir Rat

  • Solarstrom: die Grundlagen

    Verschiedene Anlagen stehen zur Wahl. Lesen Sie mehr zu Funktionsweise, Vorteilen und Wissenswertem im Detail.

  • Ihr Dach: Machen Sie den Check

    Ausrichtung, Neigung, Verschattung. Welche baulichen Voraussetzungen gelten? Wie der Solarkataster hilft, lesen Sie auf dieser Website.

  • Maßnahmen, die sich rechnen

    Eine intelligent geplante Anlage hat das Potenzial, sich schnell zu rechnen. Sie spart langfristig Geld und fördert die Unabhängigkeit. Weiter unten erfahren Sie mehr.

  • Schritt für Schritt mit dem iSFP

    Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) planen Sie Ihre Sanierungen langfristig. Lesen Sie mehr zum iSFP und zu Förderungen am Ende der Website.

Photovoltaik im Überblick

Photovoltaik-Anlagen sind ein gut sichtbarer und für jeden leicht verständlicher Beitrag zur Energiewende.

Die Funktionsweise einer Photovoltaik-Anlage basiert auf einem einfachen, aber effektiven Prinzip: Solarzellen wandeln Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Trifft Licht auf ein Solarpaneel, löst dies den photoelektrischen Effekt aus. Dabei werden in den Solarzellen Elektronen freigesetzt, die als Gleichstrom (DC) zum Wechselrichter weitergeleitet werden. Dieser wandelt erzeugten Gleichstrom in den für den Haushalt nutzbaren Wechselstrom (AC) um.

Der Wechselrichter überwacht darüber hinaus verschiedene Parameter und optimiert die Leistung der Anlage, indem er den Punkt der maximalen Leistung () verfolgt und so den höchstmöglichen Wirkungsgrad sicherstellt.

Sie sehen: Die Technologie ist nicht besonders komplex, eine fachliche Unterstützung, um die individuell beste Lösung für Sie zu finden, dennoch angeraten. Nutzen Sie unsere Modernisierungspartner und holen Sie sich wertvollen Rat und fachmännische Planung.

Photovoltaik-Anlagen im Detail

Aufdach-Anlage

Art der Installation: Eine Unterkonstruktion wird direkt auf dem bestehenden Dach montiert und fest verankert. Darauf werden dann die Photovoltaik-Module verschraubt.

Vorteile: Besonders kostengünstige und an verschiedene Dachtypen (Schräg- , Steil-, aber auch Flachdach) anpassbare Installationsvariante. Hat jeder Fachbetrieb im Angebot, langjährig am Markt aktive Anbieter haben in der Regel viel Erfahrung mit der Installation.

Gut zu wissen: die klassische und am häufigsten installierte Variante. Beim vom klassischen Dachziegel abweichender Eindeckung (Beispiel: Schieferdach), sollte ein spezialisierter Fachbetrieb beauftragt werden, da hier entsprechend passende Befestigungsmethoden anzuwenden sind.

Indach-Anlage

Art der Installation: Bei Indachsystemen werden die Solarmodule direkt in die Dacheindeckung integriert, sodass sie einen integralen Bestandteil der Gebäudearchitektur bilden.

Vorteile: Diese Lösung wird von vielen als ästhetisch ansprechender gegenüber einer Aufdach-Anlage empfunden. Sie ist besonders sinnvoll bei einem Neubau oder einer anstehenden Dachsanierung.

Gut zu wissen: Die Anfangsinvestitionen können hier im Vergleich zu Aufdach-Anlagen höher sein.

Sonderfall Flachdach

Art der Installation: Die Module werden aufgeständert, um den optimalen Neigungswinkel und die Ausrichtung unabhängig von der Dachneigung zu gewährleisten. Sie werden ballastiert, um wind- und unwetterfest zu stehen.

Vorteile: Die Optik des Gebäudes wird in vielen Fällen nicht verändert, die Module sind von Straße und Gehweg aus oft nicht sichtbar.

Gut zu wissen: Dass sich nur Schräg-Dächer für Photovoltaik eignen, ist ein immer noch gerne geteilter Mythos. Auch auf Flachdächern können PV-Anlagen gewinnbringend betrieben werden. Allerdings ist durch die Ballastierung mit einer höheren Belastung des Dachs im Vergleich zu Schräg- und Steildach-Anlagen zu rechnen. Mehr dazu weiter unten.

Balkonkraftwerke

Art der Installation: Eine geringe Anzahl Module (2-4) werden am Balkongeländer befestigt oder auf einer geeigneten Fläche (Garagendach, Garten) aufgeständert.

Vorteile: Wenig Flächenverbrauch, auch für Mieter eine spannende Option. Schnelle, einfache und kostengünstige Möglichkeit, um die Grundlast des Haushalts zu reduzieren. Kann bei Auszug mit „umgezogen“ werden.

Gut zu wissen: Balkonkraftwerke profitieren von einer vereinfachten Anmeldung und benötigen nicht zwingend Fachpersonal für Installation und Inbetriebnahme. Sie erhalten keine Einspeisevergütung und ein Speicher lohnt sich kaum. Amortisationszeiten liegen dafür oft bei lediglich 3-5 Jahren. Einige Gemeinden und Kommunen fördern diese „Anlagen für jedermann“ mit Zuschüssen.

Solarfassade

Art der Installation: Die Module werden entweder direkt in die Gebäudehülle integriert oder als vorgehängte Elemente an der Fassade montiert.

Vorteile: Die Hauswand wird zur aktiven Energiequelle, ohne zusätzliche Dachfläche zu benötigen. Die Lösung eignet sich demnach besonders, wenn das Dach anderweitig belegt oder aus anderen Gründen nicht zur Installation nutzbar ist.

Gut zu wissen: Dass Photovoltaik nur auf dem Dach funktioniert, ist ein weit verbreiteter Irrtum. Auch vertikal installierte Module können Strom erzeugen – im Winter oft überraschend effizient, weil die tief stehende Sonne besonders gut genutzt wird.

Batteriespeicher: Schlüssel zu mehr Eigenverbrauch und Autarkie

Ein Stromspeicher macht Photovoltaik effizienter: Er speichert überschüssigen Solarstrom und stellt ihn bereit, wenn er gebraucht wird.

Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch bei ca. 25%, mit Speicher bei 60–80%. Das steigert nicht nur die Nutzung des eigenen Stroms, sondern auch die Unabhängigkeit vom Netz.

Die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen hat sich gewandelt: Statt Einspeisevergütung zählt heute der Eigenverbrauch. Netzstrom wird tendenziell teurer, selbst erzeugter Strom bleibt preisstabil. Das Solarspitzengesetz vom Februar 2025 verstärkt diesen Trend: Bei negativen Strompreisen gibt es keine Vergütung mehr – das macht einen Speicher noch attraktiver.

Fazit: PV-Anlagen mit Speicher sind eine robuste, inflationsgeschützte Investition und sichern langfristig Energiekosten.

Machen Sie den Dach-Check

Physikalische Kriterien: Ausrichtung / Neigung / Verschattung

Dachausrichtung: Viele wissen, dass die optimale Ausrichtung für den höchsten Ertrag nach Süden ist. Allerdings sind auch Dächer mit Ost- und Westausrichtung sehr gut geeignet, da sie eine gleichmäßigere Stromproduktion über den Tagesverlauf ermöglichen. Norddächer sind in der Regel weniger geeignet, da sie weniger Sonnenlicht erreicht.

Dachneigung: Der ideale Neigungswinkel für Solarmodule liegt meist zwischen 30 und 45 Grad. Abweichungen von unter 25 oder über 60 Grad können den Ertrag um bis zu 10% verringern. Flacher als 10 bis 15 Grad sollten Dachmodule generell nicht geneigt sein, damit sie vom Regen noch gereinigt werden können.

Verschattung: Schattenwurf durch umliegende Bäume, höhere Gebäude, Schornsteine, Gauben, Antennen oder Satellitenschüsseln kann den Ertrag der PV-Anlage erheblich mindern. Eine oberflächliche Einschätzung der Verschattung ist nicht ausreichend, da Schatten dynamisch sind und sich im Laufe des Tages und der Jahreszeiten ändern. Im Winter steht die Sonne tiefer, was den Schattenwurf verlängert.

Bei einer detaillierten, professionellen Analyse, die den dynamischen Schattenwurf berücksichtigt, helfen unsere Modernisierungspartner. Eine fachkundige Beratung empfehlen wir insbesondere für Besitzer von Norddächern. Je nach Effizienz der Module, kann auch bei dieser Lage eine ertragsbringende Belegung erfolgen.

Bauliche Voraussetzungen: Statik / Zustand / Alter

Statik: Eine Solaranlage stellt eine zusätzliche Last für das Dach dar. Bei Schräg- und Steildächern beträgt das Gewicht der Module meist 15 bis 25 kg/m², während bei ballastiert aufgeständerten Flachdächern sogar mit bis zu 70 kg/m² gerechnet werden muss. Bei Hausdächern, die älter als 30 Jahre sind, ist es ratsam, die Tragfähigkeit des Daches durch einen erfahrenen Statiker oder Dachdecker prüfen zu lassen.

Zustand: Das Dach sollte sich in einem stabilen und intakten Zustand befinden. Eine asbestfreie Dacheindeckung ist eine unbedingte Voraussetzung.

Alter: Idealerweise sollte das Dach eine Restlebensdauer von mindestens 25 Jahren aufweisen, um die Lebensdauer der PV-Anlage zu decken.

Tipp: Die Planung einer PV-Anlage kann der Anstoß für eine dringend notwendige Dachsanierung sein. Wenn das Dach nicht die nötige Statik oder Restlebensdauer aufweist, muss es saniert werden, bevor eine PV-Anlage installiert wird. Dies erhöht zwar die Anfangsinvestition, ist aber eine notwendige Voraussetzung für eine langfristig funktionierende und sichere PV-Anlage.

Lassen Sie sich von unseren Modernisierungspartnern beraten!

Tipp: Nutzen Sie Ihren Solarkataster

Ein Solarkataster ist ein digitales Tool, das zeigt, wie gut Dächer für Photovoltaik oder Solarthermie geeignet sind.

Per interaktiver Karte können Hausbesitzer prüfen, ob sich ihre Dachfläche für Solaranlagen lohnt. Dabei werden Faktoren wie Ausrichtung, Neigung und Verschattung berücksichtigt.

Viele Bundesländer und Kommunen stellen eigene Solarkataster online bereit. So können Sie regional prüfen, wie hoch Ihr Solarpotenzial ist, und direkt mit der Planung starten.

Eine Liste aller verfügbaren Solarkataster finden Sie hier.

Rechner: Dachfläche / Ertrag / Wirtschaftlichkeit

Es gibt diverse Tools und Anbieter die Online-Rechner bereitstellen.

Wir empfehlen folgende:

Dachfläche – Berechnen Sie die Installationsfläche mit diesem Rechner

Ertrag – Berechnen Sie den zu erwartenden Ertrag Ihrer Anlage mit diesem Rechner

Wirtschaftlichkeit – Berechnen Sie die mögliche Ersparnis mit dem Rechner unseres Modernisierungspartners 1komma5

Kosten und Amortisation

Pauschale Aussagen zu Kosten und Amortisationszeiten sind sehr schwierig. Sie hängen von vielen Faktoren ab, darunter:

  • Dem Umfang der Anlage
  • Den Kosten von Material und Arbeitszeit
  • Der Höhe von Fördermitteln
  • Der Entwicklung von Energiepreisen und der Co2-Steuer.
  • Dem Standort der Anlage

 

Daher ist ein Blick auf die Aufteilung von Investitionskosten zielführender.

Die Investitionskosten einer PV-Anlage setzen sich typischerweise wie folgt zusammen:

Planung, Installation und Netzanschluss: 30 - 40%

Solarmodule: 20 - 30%

Stromspeicher: 20 - 30% (optional, aber oft zu empfehlen)

Montagesystem und Verkabelung: 10%

Wechselrichter: 10%

 

Laufende Betriebs- und Wartungskosten:

Die jährlichen Betriebs- und Wartungskosten einer Solaranlage liegen laut Fraunhofer ISE bei etwa 1 bis 2 Prozent der Investitionskosten. Dies deckt in der Regel die PV-Versicherung, Wartung und kleinere Reparaturen ab. Eine regelmäßige Reinigung der Solarmodule ist meist nur in Ausnahmefällen notwendig, da Regen die meisten Verschmutzungen beseitigt.

Einsparungen und Wirtschaftlichkeit:

Der größte finanzielle Vorteil einer PV-Anlage ergibt sich aus dem Eigenverbrauch des selbst erzeugten Solarstroms. Der Strom vom Dach kostet in der Regel deutlich weniger als Netzstrom. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart bares Geld.

Tipp: Ist für die Installation ein Gerüst nötig, sollte geprüft werden, ob die Anbringung mit anderen Maßnahmen am Dach kombiniert werden kann. Das führt zu Kostensynergien.

Wie die Anlage optimal ausgelastet werden kann, zeigen wir im Folgenden.

Schritt für Schritt

Eine fundierte Planung ist wichtig – insbesondere, wenn Sie über die PV-Anlage hinaus weitere Vorhaben umsetzen möchten. Hier sind die wesentlichen Schritte.
  1. 1

    Individuelle Beratung und der iSFP:

    Ziehen Sie einen dena-zertifizierten Experten hinzu. Diese finden Sie in der Liste unserer Modernisierungspartner. Diese Experten unterstützen Sie bei der Erstellung Ihres individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) und übernehmen nötige Antragstellungen zur Förderung. Von der BAFA erhalten Sie für diese Leistungen eine staatliche Förderung.

  2. 2

    Maßnahme auswählen und planen:

    Basierend auf dem iSFP wählen Sie passende Maßnahmen aus​.

     

    • Wahl von Art und Umfang der PV-Anlage: Wählen Sie die für Sie passende Anlage. Prüfen Sie, ob ein Speicher sinnvoll ist und einen passenden Platz finden würde.
    • Weitere Maßnahmen: Betrachten Sie das Gebäude ganzheitlich und informieren Sie sich in unseren Ratgebern zu Dämmen & Lüften, Heizungsanlagen sowie Fenster & Haustüren.
  3. 3

    Finanzierung und Förderung beantragen:

    Staatliche Förderungen unterstützen Sie bei der Umsetzung​, Ihr iSFP informiert sogar über alle technischen Angaben, die für die Förderfähigkeit essenziell sind.

    ​Prüfen Sie Fördermittel der  KfW und der BAFA

     

    • Für die Installation von PV-Anlagen bietet die KfW das Förderprogramm 270 „Erneuerbare Energien – Standard“ an, das bis zu 100 Prozent der Kosten als Förderdarlehen finanziert. Dies umfasst nicht nur die Anschaffungskosten der Solarmodule, sondern auch die Planung, notwendige Baumaßnahmen, Installationskosten und den Anschluss an das öffentliche Stromnetz.
    • Bei diesen Anträgen ist der Zeitpunkt oft entscheidend, damit die Förderung auch gewährt werden kann. Informieren Sie sich bei der Förderanstalt oder lassen Sie sich von unseren Modernisierungspartnern helfen.​
    • Prüfen Sie Ihren Finanzbedarf und beantragen Sie ggf. einen entsprechenden Kredit. Wir bieten Ihnen den Wohnkredit und den Wohnkredit Energy an.
  4. 4

    Umsetzen und begleiten:

    Lassen Sie die Sanierungsmaßnahmen von qualifizierten Fachbetrieben durchführen. 

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    Registrierung und Steuervorteile

    • Netzgekoppelte PV-Anlagen müssen im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert und beim lokalen Netzbetreiber angemeldet werden. Diese Anmeldungen sind kostenfrei.
    • PV-Anlagen bis 30 Kilowatt Leistung (kWp) sind dauerhaft von der Mehrwertsteuer befreit. Zudem sind Einnahmen aus der Eigenstromversorgung für Anlagen bis 30 kWp seit 2022 rückwirkend von der Einkommensteuer befreit.

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