Aktien als Altersvorsorge?

DAX-Werte bieten langfristig Möglichkeit attraktiver Renditen | 18.04.2013

Aktien Als Altersvorsorge

Viele Deutsche werden ihren gewohnten Lebensstandard im Ruhestand allein mit der gesetzlichen Rente nicht mehr finanzieren können. Daher gewinnt die private Altersvorsorge immer mehr an Bedeutung. Bei der Planung der persönlichen Vorsorgestrategie sollte immer auch die Anlage in Aktien geprüft werden. Denn den mit der Aktienanlage verbundenen Risiken steht vor allem auf lange Sicht die Chance gegenüber, attraktive Renditen zu erzielen.

Langer Atem wurde belohnt

Trotz der vielen Aufs und Abs bei der Indexentwicklung hat dies zumindest in der Vergangenheit funktioniert. So ist der Deutsche Aktienindex (DAX) seit Ende 1992 im Schnitt um 8,3% pro Jahr gestiegen. Diese Entwicklung zeigt, dass sich Engagements am Aktienmarkt langfristig lohnen können. Aus einer Statistik des Deutschen Aktieninstituts geht hervor, dass der DAX auch in den Jahren 2003 bis 2012 im Durchschnitt um 10,2% pro Jahr gestiegen ist. Und in den zurückliegenden vier Jahren hat sich das Kursbarometer im Schnitt sogar um respektable 12,2% jährlich nach oben entwickelt. Ob das in den nächsten Jahren so weitergeht, weiß allerdings niemand.

Kursrisiken einkalkulieren

Die Teilnahme an der DAX-Erfolgsgeschichte erforderte vom Anleger zudem gute Nerven. Denn auch größere Kurseinbrüche wollen verkraftet werden. So schloss der DAX das Jahr 2002 zum Beispiel mit einem Minus von 43,9% ab.

Drei Tipps für die Aktienstrategie

Wer Aktien oder Aktienfonds in seine Altersvorsorgestrategie einbauen will, sollte deshalb vor allem drei Punkte beachten:

  1. Bis zum Ruhestand sollte es noch einige Jahre dauern. Denn je mehr Zeit für das Aktiensparen zur Verfügung steht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch größere Kursrückschläge wieder aufgeholt werden können. Gerade junge Menschen sollten sich deshalb mit Aktien als Altersvorsorge beschäftigen und dabei aus Sicherheitsgründen auf eine Streuung der Anlagegelder zum Beispiel durch den Kauf von Indexpapieren achten. Sparpläne mit festen Raten bieten die Möglichkeit, automatisch antizyklisch einzukaufen: Sind die Kurse günstig, werden mit dem gleichen Betrag mehr Anteile erworben als bei hohen Preisen.
  2. Je näher der Rentenbeginn rückt, desto stärker sollte der Aktienanteil heruntergefahren werden. Ab Mitte 50 gilt es, günstige Marktphasen zu nutzen und Aktienbestände in sichere Anlagen wie Bundesanleihen oder Spareinlagen umzuschichten. So wird Schritt für Schritt das Risiko verringert, dass ein Kurseinbruch das Ersparte kurz vor dem Ruhestand kräftig dezimiert.
  3. Wer in absehbarer Zeit größere Investitionen plant, wie etwa den Bau oder Kauf der eigenen vier Wände, sollte das dafür vorgesehene Eigenkapital nicht in Aktien investieren. Denn die Gefahr, dass der Traum vom Eigenheim durch einen Kurseinbruch platzt, ist zu groß. Die Altersvorsorge wird dann in den nächsten Jahren erst einmal per Tilgung der Schulden geschehen. Als Belohnung winkt das mietfreie Wohnen im Alter.

Ihre Meinung

Kommentare (7)


Kommentare

Dirk

22.03.2018

@Frank
Steuern werden neu geordnet, ist zwar richtig, aber die Abgeltungssteuer soll nur für ZINSerträge (S. 69 Koalitionsvertrag) abgeschafft werden, nicht für Dividenden oder Aktiengewinne. Dividenden werden aus den Unternehmensgewinnen oder dem Kapital gezahlt, mithin aus Vermögen, dass das Unternehmen bereits versteuert hat. Bis zu einer umfassenden Änderung des Unternehmenssteuerrecht können wir weiter mit 25% auf Dividenden rechnen :-)


Frank

09.03.2018

@Marcel
Du hast nicht richtig weitergelesen! Joachim sagte - Umschichten ist vorteilhaft. ALLERDINGS wenn Altersvorsorge auf Dividenden aufgebaut ist und das Kapital nicht gebraucht wird, sieht er in der Umschichtung KEINEN Sinn.

Die Steuern werden neu geordnet!
Alle Zinsen und Erträge etc. werden wieder mit dem Einkommenssteuersatz (höher als die 25%) berechnet. Ausnahme gibt es bei den Aktien, die bleiben bei den 25%.
Ich nehme an, dass die Aktienkurse dadurch demnächst weiter steigen.
Da immer mehr Leute darin keinen Sinn sehen und lieber in Aktien investieren.


Marcel

14.03.2017

Meine Altersvorsorge basiert auf Dividenden.
Dann umzuschichten ist, wie Joachim schreibt, totaler Unsinn!
Bei Renditen von 5-8 % pro Jahr muss man nur ein wenig ansparen.


Harald

01.03.2017

Ich gebe Joachim recht. Bin 67 und bleibe bei den Aktien.


Wolfgang Bertels

27.02.2017

Ich fände es gut, die Auswahl an sparbaren Aktien würde vergrößert, insbesondere auch kleinere AG's aus Mdax und Sdax wären dabei.


Frank Kaufmann

23.02.2017

Die DiBa sollte endlich Sparpläne für Kinder- und Jugendliche bis 18 Jahre bzw. Studenten anbieten ab 10,00 bis 25,00 Euro und nicht erst ab 50,00 Euro. Und für die "normalen" ein Sparplan ab 25,00 Euro, damit man sein Geld besser verteilen kann, besonders weil "normalo" ja nicht unbedingt so viel Geld zum verteilen / sparen hat.
Und an die DiBa Mitarbeiter...bitte nicht wieder "rausreden" und "quasseln" von wegen man könnte doch halbjährlich oder vierteljährlich Sparplan machen und so die Rate auch kürzen. Man will doch mtl. Komma-Genau anlegen, Stück für Stück und in mehr Firmen z.B. 10,00 Euro Siemens mtl., 10,00 Euro BASF mtl., 10,00 Euro Dt. Telekom, 10,00 Euro Apple und 10,00 Euro Disney (Walt). Das als Altersvorsorge z.B. - so kann man gut aufteilen wie immer geraten wird. Wer hat schon 5x 50,00 Euro mtl. dafür pro Firma? Also bitte versucht das mal hin zu biegen, dass man 10,00 bis 25,00 Euro pro Firma machen kann - alle anderen Danken sicherlich auch für diese Möglichkeit. Und Aktienneulinge könnten so Erfahrung sammeln und DiBa hätte wohl mögliche Folgegeschäfte a la Rahmenkredit, Autofinanzierung, Immobilienfinanzierung, Girokonto, Extrakonto, etc. etc. etc.


Joachim

22.02.2017

Wenn ich mein Kapital im Alter aufbrauchen will, ist sicherlich eine rechtzeitige Umschichtung in sichere Häfen vorteilhaft.
Wenn die Altersversorgung auf der Basis der Dividenden funktioniert und das Kapital im Alter nicht verbraucht wird, sehe ich überhaupt keinen Sinn in einer Umschichtung in festverzinsliche (heute de facto gar nicht verzinsliche) Wertpapiere.
Der Lebensplan muss nur passen.