Mehr Mut zur Aktie!

Aktien als wichtige Beimischung zum Vermögensaufbau | 05.10.2018

© psdesign1 – Fotolia.com

Auch wenn die Zahl der Aktionäre zuletzt wieder gestiegen ist – die ganz große Liebe verbindet Aktien und die deutschen Anleger noch immer nicht. Die große Mehrheit der Deutschen legt ihr Geld lieber risikoscheu auf Festgeld- und Tagesgeldkonten an – wohl wissend, dass diese Anlageform seit Jahren kaum noch eine nennenswerte Verzinsung abwirft. Schlimmer noch: Weil die Inflation inzwischen wieder Fahrt aufgenommen hat, liegt die Verzinsung oft unterhalb der jährlichen Inflationsrate. Die Gesamtrendite, die ein durchschnittlicher Privathaushalt real betrachtet – also abzüglich der Teuerung – erzielte, ist 2018 erstmals seit sechs Jahren wieder ins Minus gerutscht.

Aktien bieten Chance auf Kursgewinne und Dividenden

Aktien hingegen bieten Anlegern gerade in der aktuellen Phase, in der das Zinsniveau noch sehr niedrig ist und die Inflationsrate zulegt, eine wichtige Säule im Vermögensaufbau. So können bereits die Dividenden insbesondere der großen Standardwerte deutlich über dem Zins- und Inflationsniveau liegen. Darüber hinaus haben Anleger mit Aktien auf lange Sicht die Chance auf Kursgewinne, wie das Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts mit der Betrachtung der Kurs- und Dividendenentwicklung des DAX in den vergangenen 50 Jahren sichtbar macht. Allerdings beruht das Renditedreieck auf Wertentwicklungen in der Vergangenheit, aus denen nicht auf künftige Entwicklungen geschlossen werden kann.

Risiken nicht außer Acht lassen

Aktieninvestments unterliegen vielfältigen Risiken, die sich auf die Rendite auswirken können. Das Verfehlen der unternehmerischen Ziele kann sich dabei ebenso negativ in der Entwicklung des Aktienkurses niederschlagen wie die Gefahr von unerwarteten konjunkturellen oder politischen Veränderungen.

Mit Investmentfonds und ETFs auf den DAX oder andere internationale Aktienindizes lässt sich bequem und breit gestreut in Aktien investieren. Neben einer ausgewogenen Diversifizierung der Aktienanlagen und einem längerfristigen Anlagehorizont ist vor allem eine disziplinierte Sparanstrengung von Bedeutung. Gerade für Einsteiger und Börsenneulinge bieten insbesondere Sparpläne eine gute Möglichkeit, Aktieninvestments in kleinen Schritten in die Geldanlage einfließen zu lassen. 
Durch die regelmäßigen gleich bleibenden Einzahlungen, wird im Falle von Marktschwankungen erreicht, dass der Anleger bei fallenden Kursen mehr, bei steigenden Kursen entsprechend weniger Wertpapieranteile erwirbt und somit zu einem Durchschnittspreis kauft. Hierdurch kann das Risiko eines zeitlich ungünstigen Einstiegs im Vergleich zur Einmalanlage verringert werden.Dazu sind Fondssparpläne sehr flexibel, lassen sich die Sparraten doch in der Regel beliebig verändern oder bei Bedarf ganz aussetzen.

Fazit: Vermögensaufbau ist mehr als pures Sparen, Aktien können in einem ausgewogenen Anlagemix daher eine interessante Alternative sein.

Autor: ING-DiBa


Ihre Bewertung

War dieser Artikel hilfreich für Sie? Vielen Dank! Vielen Dank! Vielen Dank!

Ihre Meinung

Kommentare (14)


Kommentare

Frank Kappel

23.10.2018

Man sollte auch sehen dass Aktien keine Geldwerte sondern Sachwerte sind, da sie ein Anteil am Unternehmen darstellen. Aktien lassen sich in aller Regel von allen Sachwerten sie es gibt am leichtesten kapitalisieren; was Chance ist, wenn man Aktien günstig einkauft und teuer verkauft; was aber Risiko ist, wenn man Aktien zu teuer einkauft und zu billig verkauft.


Holger

22.10.2018

Mal abgesehen davon, dass die großen Gewinner des Aktienmarktes die großen Anleger sind (siehe "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" Vom 30. September: " Privatanleger unerwünscht! Wer heute Geld anlegen will hat es schwer: Sparer kommen bei Börsengängen und neuen Anleihen kommen noch zum Zug." bin ich der Meinung das ein Aktienkauf immer auch eine Entscheidung für die Förderung wünschenswerter gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Entwicklungen sein sollte. Wer sein Geld in irgendwelche undurchsichtige Depots oder Standardwerte steckt braucht sich nicht zu wundern, wenn er hinterher gegen Glyphosat oder Waffenverkäufe nach Saudi-Arabien oder wenigstens für die kostenneutrale Nachrüstung seines Dieselautomobils protestieren muss.


Shangri-La

19.10.2018

Ich habe mich 'dummerweise' auf Penny stocks eingeschoßen und keines der ausgewählten hat je Erfolg gezeigt - ich weiß jeder wird sagen hast Du die Warnungen gerade als 'Börsenanfänger' nicht verstanden - ist leicht gesagt wenn man es gewohnt ist den Rhein hoch zu schwimmen


@Sandra

19.10.2018

Wow, das war Glück...läuft aber nicht mit jeder Aktie so.....
Super....
Da sieht man, breit streuen und langer Atem zahlen sich aus, deshalb breit streuen, da nicht jede Aktie so hoch geht....vielleicht sind ja zwei, drei Perlen dabei wenn man 10 Positionen hat.
Dann kann man sich doch noch eine Wohnung oder ein Haus leisten ;-)

Dummerweise ist die 25%ige Kapitalertragsteuer auch noch zu entrichten beim Verkauf.


Sandra

19.10.2018

Also ich habe Wirecard mal für 3,52 Euro gekauft (1.000 Stück) vor 12 Jahren, also run 3.500 Euro investiert. Jetzt sind sie 175.000 Euro wert - bin am Überlegen jetzt Gewinne mitzunehmen.


ING

19.10.2018

Hallo Annika, am besten rufen Sie uns mal kurz an - die Kollegen klären all Ihre Fragen gern unter 069 / 50 500 107. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Annika

19.10.2018

Wie kann ich konkret einzelne Aktien kaufen?


ING

18.10.2018

Hallo Herr Kircher, bitte wundern Sie sich nicht, aber da Sie persönliche Daten angegeben haben, löschen wir Ihre Anfrage. Rufen Sie bitte einfach kurz die Kollegen an. Unter 069 / 50 60 30 50 klären sie gern Ihre Fragen. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Iris

17.10.2018

@Besserwisser:
Aktien /ETFs sind eine langfristige Anlagemöglichkeit. Ab 6 Jahre aufwärts, besser noch 10 Jahre aufwärts. Ist also keine Option wenn man kurzfristig an sein Kapital ran muss. Dass "Tags drauf" die Aktien, die man eben gekauft hat, fallen oder dass es Perioden mit weniger Ertrag gibt (Diesel-Skandal) muss man aussitzen (können). Das Schlimmste was man machen kann, ist in einer Krise Panik bekommen und zum bereits geringen Kurs wieder zu verkaufen. Abwarten, das erholt sich alles mit der Zeit.


Jan

17.10.2018

Ich habe für meine Mutter Aktien gekauft...die liegen schon etwas und wir kaufen immer wieder.
DiBa zeigte an, dass beim Kursfall der Gewinn nur noch bei 1,05% lag, jetzt habe ich reingesehen, knappe Woche war das...schon wieder bei 4,xx% - vorher waren sie bei 10,xx% Gewinn - kommt wieder, schade das wir kein Geld zum anlegen haben.
Immer wenn die Kurse fallen und alle jammern...dann würde ich die Aktien die ich habe nachkaufen bzw. noch andere neu.
Ich bin mit Aktien bisher sehr gut gefahren.....also irgendwas muss Besserwiesser wohl falsch machen.


Andy

16.10.2018

1. Grundwissen aus Bücher und Magazine aneignen.
Börse ist reine Psychologie.
2. Mit welchen Produkten im Leben habe ich Kontakt ? Werden die entsprechend als Aktien gehandelt?
3.Sich vorab mal einige Aktien aufschreiben und beobachten.
Verstehe ich was die machen?
4.Börsentage besuchen steht alles im Netz.
5. 1 Stunde im Monat sich mit der Geldanlage beschäftigen.
6. Es gibt Jahreszeichen an der Börse, macht dich mal schlau.
7. Glaube nicht du bist schlauer als die Börse.
8. Brauchst du mehr Wissen dann muss du weltweit Wirtschaft und
Politik verstehen.
9. Mach Onlinebanking um Kosten zu senken.
10. Ich mache das schon über 30 Jahren traue keinen Bänker die wollen nur dein Geld.
11. Es gibt keine totsicheren Tipps.
12. Setze nie alles auf eine Karte
13.Noch ein Tipp wenn es ein bisschen mehr Risiko sein soll max 10% vom Geld.
14. Zum Schluss mach nebenbei ein ETF Sparplan für euch und den Kindern.
Arbeite daran und du kannst sehr viel daraus machen.
Viel erfolg für alle.


Frank

16.10.2018

@Besserwisser
Du musst auch öfter kaufen, wie ein Sparplan und nicht ein Haufen Aktien als einmal Anlage. Auch musst du gut verteilen (Branchen etc.) und nicht in die Trends investieren wie Facebook, Amazon, Google etc. sind schon zu teuer.

Ich habe 10 Aktien Positionen und 2 Fonds. Im Augenblick durch den Fall, ist 1 Fonds und 4 Aktien Positionen im Minus.
Aber hey, glaube mir, die kommen wieder...war schon gut im Plus und du musst aber auch die Dividende sehen. Das vernachlässigen viele immer...bekommen 1x im Jahr Dividende und vergessen, dass sie sich was in die Tasche gestopft haben...sehen nur wenn die Aktie dann mal fällt.

Tipp:
Mache nicht mehr als 10 Aktien Positionen und vielleicht 5 Fonds Positionen.
Dann wenn es geht mach Sparpläne, wenn nicht dann z.B. bei DiBa max so 500 bis 1.000 Euro einmal Anlage pro Position und stocke auf 2.000 bis 5.000 pro Position auf.
Wenn du dann noch mehr anlegen kannst oder möchtest, ja dann würde ich mir überlegen, ob ich zur Streuung noch mehr Positionen anlege oder aber die vorhandenen weiter aufstocke.

Wonach suchst du dir Aktien aus? Das ist individuell...einige gehen nur nach KGV, andere nach Dividende, wieder andere nach Chart Verlauf und die angeblichen Experten nach Cashflow, Bilanzen etc. (zu Aufwendig und absolut nichts für Anfänger).

Du solltest auch ausländische Aktien ins Auge fassen...ich tippe darauf, du hast nur DAX Werte gekauft...dann sind Verluste klar.
Du musst auch Werte kaufen, die nicht so in Fonds enthalten sind, die nicht in den Fondszeitungen, Fondsmagazinen hochgelobt werden bzw. dann wieder runtergeprügelt. Die kaufen alle und auch Fondsgesellschaften müssen lt. Anlagekriterien die eine oder andere Aktie kaufen.

Denke an Aktien die seit 30 bis 60 Jahren durchweg Dividende zahlen und steigern.
z.B. USA wenn ich mich nicht irre McDonald (nicht nur Burger, machen auch in Immobilien), Johnson & Johnson, PepsiCo etc.

Such dir Aktien nach Namen, Bauchgefühl etc. raus und dann hole dir Informationen ein von ING DiBa, finanzennet.de, boerse.de etc.

Und dann nimm die Aktie, die dir gefällt, an die du glaubst und investiere, lasse mind. 5 bis 10 Jahre liegen bzw. investiere weiter.
Erst im Laufe der Zeit siehst du ob du gut gelegen bist, Glück oder Pech hattest.
Denn:
Es ändert sich immer vieles -> Terrorangriff (USA), Politiker die die Welt in Auffuhr bringen und Aktienkurse fallen lassen (Putin, Trump, Erdogan), ein Trend (Biotechnologie, Robotertechnik, Umwelt), usw.

Wovon ich meine Finger lasse, wo ich mehr Verluste gemacht habe ist Anlage in Gold und Silber.

Und niemals würde ich in Kryptowährungen (sind keine Währungen) anlegen.

Mit Aktien, ETFs, Fonds fährst du immer noch am Besten. Allerdings, achte auf die Gebühren.
Lege niemals bei einer Sparkasse ein Depot an...nimm einen online Banker oder wem ich am meisten vertraue ING DiBA -> Das Beste was es gibt. So vom Vertrauen her - und hey, wenn du überhaupt nirgends was zahlst, alles gratis hast, ist das dann sicher?
Mitarbeiter müssen bezahlt werden und ING DiBa hat sehr kompetente Mitarbeiter.


Hako

07.10.2018

Bei den Fonds-Sparplänen sollte man beachten:
Daran verdienen meist nur die Banken mit deren Fondsmanager.
Ein "normaler" festverzinster Sparplan bringt dem Kleinanleger oft mehr.
Bei allen Schönrechnereien der Banken werden die laufenden Gebühren außer acht gelassen.
Zudem muß man die Steueränderung zum Jahresanfang 2018 nun auch berücksichtigen.
Hat man mal gerade ein gutes Jahr erwischt, zahlt man auf fiktive Kursgewinne Steuern.
Dafür muß man das Geld vorhalten.
Eine Steuererstattung in schlechten Jahren kriegt man -wenn überhaupt- erst mit seinem Einkommensteuerbescheid.

Ein wesentlicher Risikofaktor bei Aktien wurde gleich ganz unterschlagen:
Trennt sich ein Großaktionär, insbesondere eine Bank, von einem Aktienpaket, fallen die Kurse und erholen sich oft auf Jahre hinweg nicht mehr.
Solche Trennungen kommen nicht mal selten vor, sondern immer, wenn ein Aktienindex neu sortiert wird (also mehrmals im Jahr).
Hier haben also auch die Banken und die Börsen ein erhebliches risikoauslösendes Moment.
(Damit kommt auch die Gegenbewegung eine Chance.
Im Vorfeld von Indexänderungen wird oft darauf spekuliert, daß eine Aktie in den Index kommt.
Das führt zu -für den Kleinanleger- oft nicht nachvollziehbaren Kurssprüngen.
-geht die Spekulation der Banken auf, bleibt meist der höhere Kurs, lagen sie falsch, fällt der Kurs meist noch unter den Kurs von dem aus ursprünglich spekuliert wurde-)

Warum wird auf diese Faktoren wohl nicht hingewiesen?

Übrigens liegt die Dividendenrendite im DAX oft unter 2% und damit entgegen der Darstellung im Artikel unter oder nahe bei der Inflationsrate.


Besserwisser

06.10.2018

Vor ein paar Jahren habe ich begonnen Aktien zu kaufen, auch weil es gerade eine Aktion gab, bei der man gebührenfrei kaufen konnte. Tags darauf sind fast alle gekauften Aktien gefallen.
Kurze Zeit später kam der Diesel-Skandal und die Autowerte sackten zusätzlich ab. Nachdem im letzten Jahr die Kurse stiegen, bin ich das Wagnis noch einmal eingegangen und prompt gaben die Aktien wieder nach. Ich werde keine mehr kaufen.