Aktien mit Comeback-Chancen

Mit diesen Unternehmen setzen Sie auf Kurserholungen | 01.11.2018

BÖRSE ONLINE

Eine Analyse von BÖRSE ONLINE,
Martin Hintze | Werbemitteilung

„The Biggest Loser“ heißt eine deutsche Lizenz-Filmproduktion. In der Spielshow geht es darum, dass korpulente Kandidaten möglichst viel Gewicht verlieren. Wer am kräftigsten abspeckt, gewinnt die Staffel. Auch an der Börse können die größten Verlierer hervorragende Zukunftsaussichten haben. Das gilt vor allem dann, wenn die Gründe für die Kursverluste entweder nicht gerechtfertigt waren oder inzwischen ausgeräumt sind. Doch wer sind „the biggest loser“ am deutschen Aktienmarkt, die jede Menge Aufholpotenzial haben? Und: Ist dieser Investmentansatz nicht gefährlich?

„Im Rahmen einer langfristig ausgerichteten Anlagestrategie sollten Korrekturen an den Märkten als antizyklische Einstiegschancen wahrgenommen werden“, meint Michael Beck, Leiter Asset Management beim Bankhaus Ellwanger & Geiger. Beispiel MDax: Das Börsenbarometer für mittelgroße Aktiengesellschaften verlor innerhalb von sechs Wochen fast 12,3 Prozent – ein gehöriger Abschlag. Und beim Nebenwerteindex SDax fiel das Minus mit gut 15,5 Prozent noch deutlicher aus.

Catch it if you can

Da könnten Anleger beherzt zugreifen – wenn sie sich nicht an die alte Börsenweisheit erinnern: „Never catch a falling knife.“ Profis wissen allerdings: Auch fallende Messer landen irgendwann auf dem Boden. Da kann es durchaus interessant sein, noch im scheinbar freien Fall zuzugreifen. Vorsichtigere warten ab, bis sich ein eindeutiger Boden abzeichnet.

Spannend ist zum Beispiel die KPS AG aus Unterföhring bei München. Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen sieht sich als Europas führende Unternehmensberatung für die digitale Transformation. Zahlreiche Auszeichnungen (Hidden Champion, Best of Consulting, Best of 2018 Innovationspreis und andere) unterstreichen die starke Position der Bayern. Mit Blick auf die vergangenen zehn Jahre steht so auch unterm Strich ein Kursplus von üppigen 1.750 Prozent. Aber: Seit rund einem Jahr geht es mit den KPS-Titeln bergab. Vor allem Zukäufe haben auf die Marge gedrückt, die zuletzt bei elf Prozent und damit nach zwei schwierigen Quartalen wieder im zweistelligen Bereich lag. Ziel ist es, wieder auf rund 15 Prozent zu kommen.

Die KPS AG hat eine Marktkapitalisierung von knapp 260 Millionen Euro und dürfte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von etwa 170 Millionen Euro sowie einen Gewinn (Stufe Ebit) von 16,2 Millionen Euro erzielt haben. Die Analysten des Investmenthauses GBC haben jüngst ihre „Buy“-Empfehlung erneuert; sie sehen den fairen Wert des Unternehmens bei 12,50 Euro pro Aktie. Zuletzt notierte sie bei gut sieben Euro.

Neuer Chef, neue Perspektive?

Bei Leifheit, dem traditionsreichen Hersteller von Haushaltsartikeln, geht es rund. Nachdem sich der Umsatz aus Sicht der Anteilseigner unbefriedigend entwickelte, zog der Aufsichtsrat Mitte Oktober die Notbremse und trennte sich von Vorstandschef Thomas Radke. „Die Amtszeit von Herrn Radke ist mit der Strategie ‚Leifheit 2020‘ verknüpft. Im Zuge der Umsetzung dieser Strategie haben wir anfangs am Markt Erfolge erzielen können. Zuletzt aber blieb der Erfolg aus, infolgedessen wir einen Vertrauensverlust bei Aktionären und Geschäftspartnern hinnehmen mussten“, sagte dazu Helmut Zahn, der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Nun sollen einerseits Kosten gespart, andererseits das Innovationstempo erhöht werden. Mittelfristig dürfte sich das positiv auswirken. Fürs laufende Geschäftsjahr jedoch nahm der Konzern seine Prognose für das Ergebnis (Stufe Ebit) auf etwa 13 bis 14 Millionen Euro – vorherige Prognose: 16 bis 17 Millionen – zurück.

Mehr Licht

Osram ist für Analyst Sebastian Growe von der Commerzbank immer noch ein Kauf: „Ich sehe unverändert eine attraktive Investitionschance für strategische und aktivistische Investoren.“ Viele Anleger hatten zuvor kalte Füße bekommen, da die Automobilindustrie, denen der Licht-Spezialist zuliefert, vor schwierigen Zeiten steht. Aufgrund seiner Innovationsstärke und des wachsenden Bedarfs an Beleuchtungslösungen in verschiedensten Branchen sind viele Beobachter jedoch optimistisch. Die Kursziele der Experten liegen praktisch durch die Bank über den aktuellen Notierungen.

Kleine Wachstumsdelle

In Pullach bei München hat die Sixt Leasing AG ihren Sitz, nicht zu verwechseln mit der Sixt AG. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben Marktführer im Online-Vertrieb von Neuwagen sowie Spezialist im Management und Full-Service-Leasing von Großflotten. Gerade haben die Bayern mit Christoph von Tschirschnitz einen neuen Geschäftsführer an Bord geholt, der die weitere Expansion in Europa vorantreiben soll. Trotzdem haben sich Aktionäre zuletzt von den Titeln abgewendet. Grund: Derzeit geht es mit dem Neugeschäft nicht so recht voran. Dass kein Wachstum mehr in den Kurs eingepreist sei, meint Commerzbank-Analyst Christoph Blieffert allerdings, sei „haltlos“. Die vorübergehende Wachstumsdelle von Sixt Leasing sollte bis zum Jahresende überwunden sein. Angesichts einer recht attraktiven Bewertung dürfen mutige Anleger die Aktien durchaus ins Auge fassen.

Ob es für alle vier vorgestellten Unternehmen wirklich wieder bergauf geht? Die Wahrscheinlichkeit ist groß. Bei „the biggest Loser“ aus dem Fernsehen jedenfalls war es so. Eine Studie hat gezeigt, dass die Teilnehmer während der Sendung im Durchschnitt 58 Kilogramm verloren. In den folgenden sechs Jahren packten sie allerdings 41 Kilo wieder drauf.

Investment-Beispiele:

KPS***

ISIN

DE000A1A6V48

Aktueller Kurs

7,17 €

KGV* (2018)

17,9

Gewinn/Aktie (2018**)

0,38 €

Dividende (2018**)

0,32 €

Dividendenrendite (2018**)

4,7 %

Kursverlust 1Y

47,2 %

Leifheit

ISIN

DE0006464506

Aktueller Kurs

15,86 €

KGV* (2018)

15,6

Gewinn/Aktie (2018**)

0,98 €

Dividende (2018**)

0,86 €

Dividendenrendite (2018**)

5,6 %

Kursverlust 1Y

48,4 %

Osram***

ISIN

DE000LED4000

Aktueller Kurs

36,21 €

KGV* (2018)

15,6

Gewinn/Aktie (2018**)

2,27 €

Dividende (2018**)

1,04 €

Dividendenrendite (2018**)

2,7 %

Kursverlust 1Y

45,5 %

Sixt Leasing

ISIN

DE000A0DPRE6

Aktueller Kurs

12,80 €

KGV* (2018)

11,1

Gewinn/Aktie (2018**)

1,09 €

Dividende (2018**)

0,50 €

Dividendenrendite (2018**)

4,1 %

Kursverlust 1Y

32,9 %

*KGV: Kurs-Gewinn-Verhältnis; ** Prognose; *** Geschäftsjahresende 30. September; Währungen umgerechnet in Euro; Stand: 01.11.2018

Autor: Martin Hintze


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