5G: Mit Highspeed ins Depot

Bald startet der neue Mobilfunk-Standard. So sind Anleger dabei. | 01.02.2019

BÖRSE ONLINE

Eine Analyse von BÖRSE ONLINE,
Martin Hintze | Werbemitteilung

Jetzt wird sie eingeläutet, die Mobilfunk-Revolution: Mit der Versteigerung der Frequenzen für den neuen Standard 5G – in Deutschland wohl in diesem Frühjahr – könnte ein Technologie-Boom einsetzen, der sowohl auf Zuliefererseite (Netz, Geräte, Komponenten) als auch bei den Anwendern für viel Phantasie sorgt. Längst sprechen Experten von einer Schlüsseltechnologie. Anleger haben die Qual der Wahl unter einer Vielzahl interessanter Einzelaktien. Und auch ein erstes Zertifikat auf den Solactive 5G Technology Performance-Index, ein Aktienkorb, ist bereits erhältlich (ISIN DE000VA9H372).

Worum handelt es sich bei dem neuen Standard 5G? Wo es 5G gibt, müssen auch frühere Versionen gewesen sein. Und tatsächlich: Landläufig als 1G werden die analogen Mobilfunk-Geräte bezeichnet, die Sprachanrufe ermöglicht haben. 2G brachte als zusätzliche Informationsebene SMS und E-Mails. 3G erscheint heute noch gelegentlich auf der System-Anzeige des Smartphones und sorgte dafür, dass mobile Daten in nennenswertem Umfang verschickt werden konnten und können. 4G entspricht dem bekannten – und mittlerweile erweiterten – LTE, das bereits seit 2010 für schnellen Datenverkehr sorgt. Doch gegen 5G sieht LTE alt aus. Zwar werden mit Modifikationen bei LTE inzwischen Downloads von bis zu 4000 Megabit pro Sekunde erreicht. 5G jedoch soll letztlich bis zu 20 Gigabit pro Sekunde durch den Äther schaufeln.

„Intelligenter“ Standard

Zugleich arbeitet der Standard 5G deutlich „intelligenter“. Zum Beispiel können bis zu eine Million Endgeräte pro Quadratkilometer gleichzeitig mit einer 5G-Station verbunden werden. Für Gebiete, in denen zahlreiche Gegenstände im Internet of Things miteinander kommunizieren sollen – etwa Flughäfen oder Häfen, aber auch Großveranstaltungen – ist das ein unverzichtbares Feature. Zugleich steigt die relative Bewegungsgeschwindigkeit auf 500 Kilometer pro Stunde, was besonders Bahnreisenden entgegenkommt. Viele mussten bisher feststellen, dass sie ab Tempo 200 kaum noch Netz hatten. Außerdem benötigt die Kommunikation zwischen Endgerät und Station weniger Energie, weil sie deutlich zielgerichteter und in kürzeren Phasen erfolgt; daher sinkt der Energieverbrauch der vernetzten Geräte. Kehrseite der Medaille: Die neuen Masten werden kaum flächendeckend verfügbar sein, da sie eine Reichweite von nur rund einem Kilometer haben.

Und das ist einer der Knackpunkte, die den zügigen Ausbau in Deutschland hemmen. Denn die Bundesregierung will verbindliche Zusagen von allen Betreibern, dass „ein wirklich flächendeckender Anschluss an die Mobilfunktechnik erfolgt“. Dies ist allerdings kaum realisierbar. Da klingt es fast wie das Pfeifen im Walde, wenn Claudia Nemat, Technologie-Vorstand bei der Deutschen Telekom, tapfer verkündet: „2019 wird ganz im Zeichen von 5G stehen.“

Erste Netze in Betrieb

Andere Länder sind viel weiter. In den USA laufen bereits einige (Test-)Netze, weitere sollen noch in der ersten Hälfte dieses Jahres in Betrieb gehen. Auch in China, Japan und Südkorea ist man Deutschland voraus. Zumal der Ausbau der Netze viel Geld kostet. Nach Branchenschätzungen wird allein die Versorgung Europas zwischen 300 und 500 Milliarden Euro kosten. Allerdings sind auch die Wachstumsaussichten enorm. Der Hardware-Spezialist Ericsson geht davon aus, dass bereits im Jahr 2023 über eine Milliarde Menschen 5G nutzen, weltweit könnten schon 2020 zwischen 50 und 500 Milliarden Gegenstände vernetzt sein. Und laut Chip-Hersteller Qualcomm wird 5G bis zum Jahr 2035 zusätzliche Technologieumsätze von 12,3 Billionen US-Dollar generieren und bis zu 22 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen.

Die Einsatzfelder der neuen Technologie sind vielfältig. Neben der Nutzung in Smartphones, Tablets und Laptops wird 5G vor allem dort zum Einsatz kommen, wo große Datenmengen praktisch in Echtzeit bewegt werden müssen. Das betrifft zum Beispiel die Kommunikation von Maschinen und Anlagen entlang der Wertschöpfungskette im Rahmen von Industrie 4.0. Auch die Landwirtschaft könnte beim Smart Farming davon profitieren, dass unzählige Daten für verschiedenste Prognosen „live“ auf den Rechnern eintrudeln. Autonomes Fahren ist ein wichtiger Bereich – nicht nur in der individuellen Personenbeförderung, sondern auch in der Logistik. E-Health könnte angesichts der kippenden Alterspyramide immer mehr an Bedeutung gewinnen, wenn medizinische Fachkräfte zahlreiche Patienten aus der Ferne überwachen. Und auch die sogenannten Smart Cities könnten noch smarter werden, wenn Tausende von Sensoren dafür sorgen, dass Müllfahrzeuge, Stromerzeuger oder Verkehrssteuerung zielgerichtet in Gang gesetzt werden.

Wann kommt Apple?

Anlegern öffnet sich somit ein breites Feld. In Frage kommen etwa Netzbetreiber wie Deutsche Telekom, der Kandidat United Internet und der US-amerikanische Vorreiter Verizon. Cisco sowie die relativ kleine Schweizer Gesellschaft Huber+Suhner sind im Bereich Netztechnik unterwegs. Anleger sollten darauf achten, dass Aktien, die in Fremdwährungen notieren, neben dem allgemeinen Kursrisiko auch ein Wechselkursrisiko beinhalten. Infineon und Qualcomm sorgen mit Hardware dafür, dass die Geräte von Ericsson, Nokia oder Samsung auch die nötige Leistung bringen. Bis „Otto Normalverbraucher“ in Deutschland abendfüllende Spielfilme in zwei oder drei Sekunden auf sein Handy laden kann, wird es allerdings dauern. Und auch sonst ist die Zahl der in Frage kommenden Endgeräte – noch – überschaubar. Beobachter sind jedoch sicher: Wenn erst Platzhirsch Apple – voraussichtlich 2020 – das erste 5G-Gerät ankündigt, startet auch diese Branche mit Gigaschritten durch.

Investment-Beispiele Aktien:

Cisco

ISIN

US17275R1023

Aktueller Kurs

41,60 €

KGV* (2019)

15,4

Gewinn/Aktie (2019**)

2,65 €

Dividende (2019**)

1,20 €

Dividendenrendite (2019**)

3,0 %

Deutsche Telekom

ISIN

DE0005557508

Aktueller Kurs

14,19 €

KGV* (2019)

13,4

Gewinn/Aktie (2019**)

1,06 €

Dividende (2019**)

0,76 €

Dividendenrendite (2019**)

5,4 %

Ericsson

ISIN

SE0000108656

Aktueller Kurs

7,78 €

KGV* (2019)

21,3

Gewinn/Aktie (2019**)

0,36 €

Dividende (2019**)

0,13 €

Dividendenrendite (2019**)

1,7 %

Huber+Suhner

ISIN

CH0030380734

Aktueller Kurs

67,34 €

KGV* (2019)

23,5

Gewinn/Aktie (2019**)

2,90 €

Dividende (2019**)

1,36 €

Dividendenrendite (2019**)

2,0 %

Infineon***

ISIN

DE0006231004

Aktueller Kurs

19,39 €

KGV* (2019)

18,8

Gewinn/Aktie (2019**)

1,03 €

Dividende (2019**)

0,29 €

Dividendenrendite (2019**)

1,5 %

Nokia

ISIN

FI0009000681

Aktueller Kurs

5,52 €

KGV* (2019)

17,9

Gewinn/Aktie (2019**)

0,31 €

Dividende (2019**)

0,21 €

Dividendenrendite (2019**)

3,7 %

Qualcomm***

ISIN

US7475251036

Aktueller Kurs

43,39 €

KGV* (2019)

12,9

Gewinn/Aktie (2019**)

3,39 €

Dividende (2019**)

2,24 €

Dividendenrendite (2019**)

5,1 %

Samsung Electronics****

ISIN

US7960508882

Aktueller Kurs

894,04 €

KGV* (2019)

9,00

Gewinn/Aktie (2019**)

4,12 €

Dividende (2019**)

1,21 €

Dividendenrendite (2019**)

3,3 %

United Internet

ISIN

DE0005089031

Aktueller Kurs

34,97 €

KGV* (2019)

13,3

Gewinn/Aktie (2019**)

2,63 €

Dividende (2019**)

1,04 €

Dividendenrendite (2019**)

3,0 %

Verizon

ISIN

US92343V1044

Aktueller Kurs

48,35 €

KGV* (2019)

11,4

Gewinn/Aktie (2019**)

4,14 €

Dividende (2019**)

2,13 €

Dividendenrendite (2019**)

4,5 %

*KGV: Kurs-Gewinn-Verhältnis; ** Prognose; *** Geschäftsjahresende 30.9.; **** GDR/Bezugsrecht – Daten beziehen sich auf Aktie KR7005930003; Fremdwährungen umgerechnet in Euro; Stand: 1.2.2019

Autor: Martin Hintze


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Kommentare (1)


Kommentare

ING

11.02.2019

Hallo G. Schneider, bitte rufen Sie uns kurz unter 069 - 50 60 30 50 an - die Kollegen schauen sich das gleich einmal an. Viele Grüße, Ihr Social Media Team