Profitieren vom Megatrend „Smart Cities“

Warum sich jetzt ein Blick auf die Aktien der Branche lohnt. | 30.11.2018

BÖRSE ONLINE

Eine Analyse von BÖRSE ONLINE,
Martin Hintze | Werbemitteilung

„Städte müssen sich anpassen, um die schnell wachsende Bevölkerung aufzunehmen und gleichzeitig die damit verbundenen Umweltauswirkungen zu reduzieren.“ Das sagt Ivo Weinöhrl, der sich für die Fondsgesellschaft Pictet mit dem Thema „Smart City“ beschäftigt. Bislang allerdings sind es nur Projekte, mit denen einzelne Kommunen versuchen, einen gelungenen Start in die Zukunft zu vollziehen. Zum Beispiel in Südkorea: In der zu Incheon gehörenden Planstadt Songdo City versuchen die Behörden mit Unterstützung mehrerer Unternehmen ein Smart-City-Konzept umzusetzen. Alle Menschen in der vernetzten Stadt liefern permanent Daten, etwa individuelle Verbrauchszahlen. Die Gemeinde lässt den öffentlichen Raum per Video überwachen und liest Daten aus Multifunktions-Chipkarten aus, die für den öffentlichen Nahverkehr, Krankenversorgung oder Bankdienste genutzt werden. So lassen sich etwa Hinweise für die Energieoptimierung gewinnen. Gegenüber konventionellen Städten soll so fast ein Drittel der Ressourcen gespart werden.

Zum Beispiel in Deutschland: Seit 1. Oktober testet Heidenheim vier Monate lang gemeinsam mit Fujitsu und der CleverGroup in einem Smart-City-Versuch mehrere Anwendungen, nämlich Verkehrsflüsse, Müllentsorgung, die Gruppenbildung auf Schulhöfen und versucht, Menschen, die Unterstützung benötigen, besser zu helfen.

Zum Beispiel in Spanien: In Santander übermitteln bereits seit mehreren Jahren 12.000 Sensoren, die überall in der Stadt verteilt sind, Unmengen an Informationen an die Schaltzentrale. So können verschiedene Versorgungsanlagen optimiert gesteuert werden. Intelligente Ampeln etwa schalten auf Grün, sobald sich ein Bus nähert. Öffentliche Parks werden nur noch bewässert, wenn es trocken und kein Regen angekündigt ist. Straßenlaternen werden automatisch gedimmt, wenn niemand auf der Straße unterwegs ist. Und die Papier- und Glascontainer melden, wenn sie voll sind, und werden dann geleert. Ein Problem, das dennoch viele Smart Cities erfasst, beschreibt Antonio De Gregorio von der Beratungsgesellschaft McKinsey: „Es gibt eine große Desillusion, weil die Menschen die technischen Möglichkeiten nicht genutzt haben.“ Nun soll die verbaute Technologie eingesetzt werden, um vor allem die Lebensqualität der Einwohner zu steigern.

Städte wachsen enorm

Und da eröffnet sich für Unternehmen, die in diesem Bereich aktiv sind, ein gigantisches Potenzial. Denn während aktuell etwas mehr als die Hälfte aller Menschen rund um den Globus in Städten lebt, werden es bis zum Jahr 2050 – bei einer stark wachsenden Weltbevölkerung – fast 70 Prozent sein. Folge: Die Metropolen werden sich neue Konzepte einfallen lassen müssen, um Verkehr, Ver- und Entsorgung, Emissionen und vieles mehr in den Griff zu bekommen. Zugleich könnte sich – nach konservativen Schätzungen – der weltweite Umsatz mit Smart-City-Lösungen innerhalb der kommenden sechs Jahre auf etwa 90 Milliarden US-Dollar (79 Milliarden Euro) verdoppeln. Andere Prognosen gehen von einem Gesamtmarkt von 108 Milliarden Dollar im Jahr 2020 aus, Frost&Sullivan erwartet für den „Smart City Market“ sogar knapp 1,6 Billiarden Dollar bis zum Jahr 2025. Dabei umfasst für das Research-Unternehmen der Markt die Unterbereiche Gesundheit, Energie, Technologie, Infrastruktur, Gebäude und Transport.

Kein Wunder, dass sich immer mehr Konzerne und kleinere Anbieter in diesem Markt tummeln. Zu ihnen gehören etwa Spezialisten für Sensoren wie Apple ebenso wie Mobile-Hardware-Hersteller wie Qualcomm und Siemens oder Netzwerk-Anbieter wie Cisco. Die französische Schneider Electric beschäftigt sich mit Systemen, welche die städtische Versorgung im Energie- und Wasserbereich optimieren sollen.

Gigantische Aufgabe

Bislang sind es also überwiegend die Giganten der Branche, die das Geschäft unter sich aufteilen. Kleinere Unternehmen werden künftig ebenfalls ihr Stück am Gesamtmarkt einfordern. Allen gemeinsam ist, dass sie die Herausforderungen der Städte lösen wollen. Und dabei, heißt es bei Pictet, „spielen Innovation, Technologie, Wirtschaftswachstum, Wohlstand und der ökologische Fußabdruck eine bedeutende Rolle“. Keine kleine Aufgabe.

Investment-Beispiele:

Apple***

ISIN

US0378331005

Aktueller Kurs

157,27 €

KGV* (2019)

13,0

Gewinn/Aktie (2019**)

11,84 €

Dividende (2019**)

2,70 €

Dividendenrendite (2019**)

1,8 %

Cisco****

ISIN

US17275R1023

Aktueller Kurs

42,58 €

KGV* (2019)

15,2

Gewinn/Aktie (2019**)

2,68 €

Dividende (2019**)

1,21 €

Dividendenrendite (2019**)

3,0 %

Qualcomm*****

ISIN

US7475251036

Aktueller Kurs

51,15 €

KGV* (2019)

13,4

Gewinn/Aktie (2019**)

3,64 €

Dividende (2019**)

2,26 €

Dividendenrendite (2019**)

4,6 %

Schneider Electric

ISIN

FR0000121972

Aktueller Kurs

64,70 €

KGV* (2019)

12,7

Gewinn/Aktie (2019**)

4,94 €

Dividende (2019**)

2,48 €

Dividendenrendite (2019**)

4,0 %

Siemens*****

ISIN

DE0007236101

Aktueller Kurs

102,90 €

KGV* (2019)

14,1

Gewinn/Aktie (2019**)

7,28 €

Dividende (2019**)

3,89 €

Dividendenrendite (2019**)

3,8 %

*KGV: Kurs-Gewinn-Verhältnis; ** Prognose; *** Geschäftsjahresende 30.6.; **** Geschäftsjahresende 31.7.; ***** Geschäftsjahresende 30.9.; Währungen umgerechnet in Euro; Stand: 30.11.2018

Autor: Martin Hintze


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