Finanzfrage des Monats

Muss ich für einen verpassten Arzttermin zahlen? | 30.04.2019

Die spektakulärsten Banküberfälle der letzten Jahre

© Olesia Bilkei – Fotolia.com

Jeden Monat recherchieren wir auf Ihren Wunsch hin eine neue Finanzfrage. Unsere Geldfrage im Mai lautet: Muss ich für einen verpassten Arzttermin eine Ausfallgebühr zahlen?

Oft stimmen Patienten einen Arztbesuch lange im Voraus ab. Das birgt nicht nur die Gefahr, den Termin zu vergessen. Ein weiteres Risiko: Der Termin passt, wenn es soweit ist, nicht mehr zu den restlichen Kalendereinträgen. Die Frage, ob Praxen Patienten für versäumte Arzttermine zur Kasse bitten dürfen, beschäftigt Deutschland aktuell, erst kürzlich forderte ein Ärzteverband ein solches Ausfallhonorar. Eines vorweg: Eine einheitliche Regelung gibt es dazu bislang nicht – die verschiedenen Positionen im Überblick.

Befürworter von Ausfallgebühren bei Nichterscheinen

Immer wieder kommt es vor, dass Patienten ihre Arzttermine sausen lassen. Nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) schwanke der Anteil von unentschuldigt nicht wahrgenommenen Terminen zwischen 5 und sogar 20%. Insbesondere bei versäumten Untersuchungen in Bestellpraxen, die nur feste Termine vergeben, entstehe den Praxen ein echter wirtschaftlicher Schaden, heißt es beim KBV. Vor diesem Hintergrund befürwortet es der Verband der niedergelassenen Ärzte (NAV-Virchow-Bund), von den Patienten eine Ausfallgebühr zu erheben – man wolle damit auf deren Lernerfolg setzen.

Gegner von Strafen für versäumte Arzttermine

Ganz anders sehen das die gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Der Grund: In den Vereinbarungen über Ärztevergütungen seien Zeiten, in denen Patienten nicht erscheinen, bereits berücksichtigt. Das würde bedeuten, dass Ärzte durch Ausfallgebühren doppelt kassieren, sagt der GKV. Ähnliches vermeldet auch die Deutsche Stiftung Patientenschutz. Patienten erhielten im Umkehrschluss auch keine Entschädigung für lange Wartezeiten trotz Terminvergabe. Zwar sei Termintreue natürlich wichtig – nur eben für alle Beteiligten.

Und was sagen Verbraucherschützer?

Auch bei der Verbraucherzentrale Bundesverband sieht man Ausfallhonorare sehr kritisch: Ein versäumter Routinetermin führe im Normalfall nicht zu einem Schaden für die Praxis, da ein nächster Patient behandelt werden könne. Verlangt ein Arzt dennoch eine Gebühr für Nichterscheinen oder besonders kurzfristige Absagen, sollte er nach Ansicht der Verbraucherzentrale schon bei der Terminvereinbarung transparent darauf hinweisen – rechtlich bindend ist das aber nicht.
 
Tipp: Damit es im Nachhinein nicht zum Streit zwischen Praxis und Patient kommt, empfiehlt der Bundesverband der Verbraucherzentralen, Termine möglichst schriftlich abzusagen. So habe man als Patient einen Nachweis, dass es sich nicht um vergessene Termine handele.

Doch sind Ausfallgebühren überhaupt zulässig?

Diese Frage ist derzeit weder gesetzlich geregelt, noch gibt es eine einheitliche juristische Linie, nach denen Gerichte in der Vergangenheit entschieden haben. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gibt es verschiedene Urteile zur Frage „Ausfallhonorar – ja oder nein?“.

  • Das Landgericht Berlin entschied im Jahr 2005 (55 S310/04), ein generelles Ausfallhonorar im Anmeldeformular einer Zahnarztpraxis sei nicht zulässig. In dem verhandelten Fall ging es um eine Gebühr von 75 Euro, die die Praxis erheben wollte, wenn ein Patient einen Termin nicht mindestens 24 Stunden vor dem Termin absage.
  • Anders sah dies das Amtsgericht Diepholz und urteilte 2011 (Az.: 2 C 92/11), dass eine Praxis für aufwendige Behandlungen bei Nichterscheinen oder zu kurzfristiger Absage in bestimmten Fällen ein Ausfallhonorar verlangen könne. Der Arzt müsse dabei jedoch den Schaden und damit das Honorar möglichst klein halten.
  • Das aktuellste Gerichtsurteil stammt vom Amtsgericht Bremen aus dem Jahr 2012. Das Gericht vertrat darin die Ansicht (9 C 0566/11), dass Patienten abgesprochene Termine jederzeit und vor allem folgenlos stornieren dürfen.

Die Lösungen im Konflikt

Was also tun in diesem derzeit unlösbaren Konflikt? Der GKV etwa meint, dass bei vielen modernen Praxen automatische Terminerinnerungen, zum Beispiel per SMS, längst zum Standard gehörten. Das verhindert das Risiko, Arzttermine zu vergessen. Und falls Patienten ihre Termine schlicht nicht wahrnehmen könnten, solle man diese laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rechtzeitig sowie schriftlich absagen – das gebiete die Fairness. Und es ermögliche den Praxen andere Patienten vorzuziehen oder die Termine neu zu vergeben.

Autor: ING


Ihre Meinung

Kommentare (31)


Kommentare

dr. gert klever

19.05.2019

Arzte stellen oft erhöhte Honorare in Rechnung mit Gebührenziffern 3 statt 1, so dass der Ausfall von wenigen Patienten normal finanziell keine Wirkung auf das Einkommen des Arztes hat.
Die Kassenprüfung hat oft ergeben, dass bei Addition der Zeiten inkl. der in Rechnung gestellten Untersuchungszeiten Gesamtzeiten ergeben, die kein Arzt in der Praxis zubringt.


Herta

17.05.2019

Es sollten auch die Ärzte zur Kasse gebeten werden, wenn man trotz vereinbartem Termin 45 Minuten warten muß und bei Nachfrage noch angeranzt wird


jolomi

17.05.2019

Wie schaut es denn mit Entschädigungen für die Patienten aus, die 60 min nach dem vereinbarten Termin immer noch im Wartezimmer sitzen? Wenn Ausfall-, dann auch Wartezeitentschädigung für mehr als 10 min nach dem vereinbarten Termin (mindestens 5€ je angefangene 15 Minuten). Gleiches Recht für alle! Auch Patienten haben Ihre Zeit nicht gestohlen.


Sieglinde Kurth

17.05.2019

Meine Freundin ist dement und vergisst oft ihre Termine oder ist überterminmiert. Es ärgert mich kollosal weil nicht Demente den Termin vielleicht dringend bräuchten doch wir kommen ALLE mal dorthin !!! Vielleicht hat dazu jemand eine Lösung ?


ilaup

16.05.2019

Wenn ein Termin in angemessener Zeit . abgesagt wird, dürfen keine Gebühren berechnet werden
Die Arztpraxis, hat dann genügend Zeit, einen andren Patienten zu benachrichten. Es wird dann eiskalt , doppelt kassiert.


Dietrich

16.05.2019

Termine vergessen - da muss der Arzt haften, denn der ist ja derjenige, dem Geld verloren geht. Vergessen sie aber mal einen Termin zur Zahlung ihrer Steuer, dann ist der Staat der Gnadenlose und kassiert für jeden Tag noch die überzogenen Zinsen.
Soweit sind eben alle "Schweine gleich" - sagt Georg Orwell.


G.H

16.05.2019

Ein guter Vorschlag der GkV.
Ich gehe davon aus, das eine Terminvereinbrung und zahlen der Kosten nicht eindeitig gemeint ist.
Wenn die Ärtze ebenfalls für meine Wartezeit zahlen z. B. bei Überschreitung des vereinbarten termins um 15 Min, dann ist der Vorschlag seitens des GkV in Ordnung


sanderink

16.05.2019

Arzttermine "zu verpassen" ist zunächst unsozial gegenüber anderen Patienten. Gerade gestern musste ich einen Schmerzpatienten auf heute vertrösten, da ein angemeldete Patient unerwarterterweise und unentschuldigt fernblieb. Konsequenz: auch bestellte Patienten dürften vor dem Hintergrund der Rechtssprechung und der Auffasungen der Kassen trotz Termin keinen endgültigen Anspruch auf Behandlung zum vereinbarten Termin haben, wenn ein Arzt es vorzieht, zu dem Zeitpunkt Akutpatienten zu behandeln. Im übrigen: die Kassen sollten sich nicht über zu lange Wartezeiten bei der Vergabe von Terminen beschweren wenn sie anderseits dem Patienten gegenüber das laissez faire walten lassen möchten. Genau genommen geht das Thema den Kassen gar nichts an. Dies alles auch vor dem Hintergrund der beschlossene Regelung zur Pflichtausbreitung der Sprechstunde um 5 Stunden wöchentlich. Ich bin hier in DE nur ein Gast, aber stelle wiederholt fest, dass hierzulande Gerichte (und im übrigen auch Staatsanwaltschaften) massgeblich zur Destabilisierung der Gesellschaft betragen.
Mit geschuldeter Hochachtung, S.


OnkelDr

16.05.2019

Leider ein sehr komplexes Thema, welches hier aufgrund der kurzen Artikellänge zu sinnlosen Diskussionen führt.
Man sollte beachten, dass es sich bei den genannten (und auch den vielen nicht genannten) Gerichtsverfahren zu dem Thema nicht um einfache 10min Termine handelt.
Außerdem betreffen die Aussagen der GKV nicht alle Ärzte, denn viele Behandlungen und Maßnahmen sind keineswegs durch diese "Ärztevergütungen" abgegolten, denn hierzu muss der Arzt auch erst einmal nachweisen, dass er die Behandlung für die er die Vergütung erhält, auch durchgeführt hat.
Meist geht es um Termine, die mehrstündig oder mit hohem Ressourcen-Aufwand verbunden sind und diese Ressourcen kann man meist nicht einfach so "neu einsetzen", wie dies in einigen Kommentaren schon sehr richtig geschildert wurde.
Im Grunde ist es so, dass die Wartezeiten auf Termine auch aufgrund des Egoismus der Patienten entstehen, diese Termine eben nicht abzusagen um anderen Patienten die Möglichkeit eines zeitlich günstigeren Termins zu geben.
Über Sachen wie "ich hatte einen Unfall" o.ä. muss man sicher nicht hier diskutieren, das versteht sich von selbst.
Und was die Wartezeiten in den Praxen angeht hat mehr mit der "Gesundheitspolitik" unseres Landes als mit angeblicher zu langsamer Arbeitsweise der Ärzte zu tun. Die tun nämlich (zumeist) ihr Bestes um der Patientenflut gerecht zu werden und werden von unserer Politik dafür noch mit Kürzungen "bestraft" - JA, ab einem bestimmtem Punkt werden Patienten UNBEZAHLT behandelt, da die GKV wegen "Kontingentüberschreitung" nicht mehr zahlt!!!! (ja für die GKV ist der Patient nur ein Kontingent!)
...sorry, musste mal gesagt werden...


Meschke Coaching & Consulting

16.05.2019

Ich bin selbstständige Dipl.-Psychologin und Psychotherapeutin und nehme bei Ausfallstunden (wie meine Kollegen auch) unter 24 Stunden ein 100% Ausfallhonorar, da ich die abgesagte Stunde so kurzfristig nicht neu besetzen kann, selbst in der Praxis bin und die Zeit und Arbeitsleistung dem Patienten zur Verfügung stelle.


Stalluber, Franz

16.05.2019

... alles schön und gut, wieso muss ich dann aber beim Augenarzt regelmäßig trotz Bestellung 2 Stunden im Warteraum sitzen ?...
und wie ist es, wenn ich bestellt bin, ich erscheine und der Arzt hat aus irgendwelchen Gründen geschlossen.....wie hoch kann ich dann Ausfallvergütung verlangen ?.....MfG Fr. St.


Anne

16.05.2019

Bei sehr aufwendig geplanten Untersuchungen oder großen OP- Terminen finde ich eine geringe Ausfall- Pauschale gerechtfertigt. Bei Routine Terminen oder kurzen arztbesuchen finde ich es nicht gerechtfertigt da sich die Wartezeit oftmals zwischen 10 Minuten und 2 bis sogar 3 Stunden betragen. Die Wartezeit wird auch nicht bezahlt. Je nach Stundenlohn des Patienten könnte diese höher ausfallen!


chris

14.05.2019

Bei OP-Terminen würde ich eine Absagefrist und danach Gebühr befürworten.

Im regulären Praxisbetrieb öffnet man mit Ausfallgebühren aber die Büchse der Pandora.
Denn wenn ich einen Termin habe, will ich dann auch pünktlich drankommen. Warte ich aber trotzdem 1-2 Stunden wie bei einigen Ärzten, darf ich meine Ausfallzeit dann auch berechnen. Das Gesicht des Arztes will ich sehen, wenn meine Zeit teurer ist als seine...


The_Specialist

14.05.2019

Interessante Diskussion, die wohl nicht mit einem Kurzbeitrag alle Aspekte berücksichtigen kann.

Alleine die Heterogenität der Medizin mit gänzlich unterschiedlich umfang- und kostenintensiven Behandlungen lässt gar keine einheitliche Bewertung zu.

Wie ein Kollege hier schrieb: vorbereiter OP-Saal mit ggf. gebuchtem Anästhesisten etc.: hoher materieller Aufwand der bei nicht wahrnehmen einen immensen Ausfall bedeutet.

Ich denke, es sollte doch möglich sein wenigsten den Termin abzusagen, es kann ja immer Gründe geben (Notfälle, Unfälle, Todesfälle etc. pp)

Ich denke, bei nicht vom Patienten wenigstens innerhalb 2-4h vorher abgesagten Terminen (zumindest der AB ist immer an) ist, sofern kein Unfall ursächlich ist, durchaus eine Ersatzzahlung diskutabel.

Oft kann der Termin bei rechtzeitiger Absage dann noch weiter vergeben und anders geplant werden.

Und wer behauptet, das dann "einfach so" doch andere Patienten nachrücken könnten, hat überhaupt keine! Ahnung von den Prozessen einer Praxis.

Selbstverständlich werden für umfangreiche Check-Ups oder erweiterte Diagnostika mitunter großzügige Slots geblockt, die dann durch einen Schnupfen keinesfalls kompensiert werden können.

Auch ein MRT kann man dann nicht "mal eben so" neu besetzen oder in den OP einfach jemanden von der Straße holen um ihn zu operieren.


enit

10.05.2019

Wie idiotisch ist das denn? Mir zahlt auch keiner etwas wenn mir der Arzt einen Termin absagt - so geschehen letzte Woche per AB Absage für einen Termin am 17.05. Da ich im Urlaub war, kann ich erst nächste Woche hin und einen neuen Termin vereinbaren - muss bestimmt auch wieder 4-6 Wochen warten... Da zahlt mir auch keiner was, und telefonische Erreichbarkeit ist meist ein Problem...

Und wenn ich an meine Eltern denke: Mein Vater braucht zu jedem Arzttermin eine Krankenfahrt! Es ist in der Vergangenheit schon passiert, dass der Taxibetrieb Sonntag die Fahrt für Montag Früh abgesagt hat - und es ist nicht einfach Taxibetriebe zu finden die überhaupt noch auf Kassenkosten fahren - einfach dann ein anderes Taxi bestellen geht nicht, die wollen meinst die Kosten privat haben! - also fällt der Termin mal eben ins Wasser wenn man Patient Nr. 1 ist, dann hat man keine Chance mehr den abzusagen!


Karl

10.05.2019

Bin Arzt und bin ambulant operativ tätig. Im Monat kommen ca 5 Pat nicht zum vereinbarten Op-Termin. D.h. meine Vorbereitung für die OP ist hin. Ich stehe da mit einer Op-Assistenz, die ich bezahle und der Anästhesist mit Assistenz wird auch nicht bezahlt. Ach ja, auch die Zeit, die ich in der Zeit in meiner Praxis arbeiten könnte. Soviel zum Ausgleich. Habe definitiv wirtschaftlichen Schaden. Aber unsere Gesellschaft ist zu ignorant zum Absagen. Dem Arzt tut es ja nicht weh, gleicht er ja mit anderen Pat. aus.


@x

09.05.2019

Und warum schreibst du hier dann? Warum bist dann auf dieser Plattform gelandet? Nur um zu nörgeln.
Pfpfpfpf....

(Senf abgegeben)

:-)


x

09.05.2019

...noch eine Plattform, auf der jeder seinen sinnlosen Senf abgeben kann.....


kathe

08.05.2019

ich habe einen Psychologentermin kurzfristig( 3 Std. vorher) durch plötzliches Erbrechen absagen müssen, da ich nicht in der Lage war, diesen noch an diesem Tag war zunehmen.
Ich musste auch eine Gebühr von 50,-€ zahlen.
Ich war der Meinung, dieses wird von der Krankenkasse abgedeckt.
Fand ich seltsam.


Reinhard

07.05.2019

Wenn man weiß, dass man nicht kommt hat es was mit RESPEKT zu tun - kurz anzurufen (wenn man durch kommt).
Andererseits wird kein Arzt 10 Min nix tun und warten :-)
Wenn ich bei einem Arzt mehr als 30 Minuten warten muss, gehe ich wieder - auch das ist Repekt. Bei guter Planung sollte es für Patienten keinen (kaum) Wartezeit geben. Die sog. Notfälle halte ich für eine Geschichte aus Fabel und Märchen.


Stefanie

06.05.2019

Ich hatte das selbe Problem, wie hier beschrieben. Einige Arztpraxen sind telefonisch kaum zu erreichen, geschweige denn per Mail. Ich wollte einen Termin absagen und habe mehrmals versucht, dort anzurufen. Irgendwann habe ich genervt aufgegeben und den Termin einfach sausen lassen.....


Franz

05.05.2019

Vieles was hier geschrieben wird geht wie häufig im realen Leben immer an der Wirklichkeit vorbei! Wenn mit Terminen gearbeitet wird -was ich sehr begrüße-, dann stellt sich doch zuerst die Frage: Am Tag X hätten gern eine Menge T-Patienten gern einen Arzttermin. Unterstellt, die durchschnittliche Behandlungsdauer eines Patienten beim Arzt, Facharzt, etc. dauert 10-Min (incl. Sonderfälle), dann könnten 6-T-Patienten pro Stunde einen Termin bekommen. Wenn die Praxis 8-Stunden geöffnet hat, dann gibt es 6x8= 48-T-Termine
Nach dieser durchschnittlichen Terminmöglichkeit werden nun durch das Praxismanagement die Termine vergeben!
Daneben erscheinen dann Notfälle (Nx), Patienten ohne Termin =Wartetermine (Wx) etc...
Dadurch ergibt sich zwingend folgende Logik zur Reihenfolge und Termintreue:
Bei Praxisöffnung:
1. Notfälle sind immer priorisiert.
2. Danach: Patient mit Termin T1 wird aufgerufen. Ist er nicht Termingetreu erschienen wird Patient Wartetermin W1 aufgerufen, danach T2, ist dieser auch nicht erschienen W2, danach T3 usw...
Der Praxis entstehen also keinerlei Ausfälle! Es wäre also geradezu Abenteuerlich, hier (ungerechtfertigte) Gebühren zu fordern. Anders könnte es nur sein, wenn zu fest vereinbarten Zeiten vereinbarte Leistungen zu erbringen wären!!!


notting

02.05.2019

Finde auch, dass man wenigstens sobald man weiß, dass man den Termin nicht wahrnehmen kann, Bescheid geben sollte. Leider hapert es öfters an der tel. Erreichbarkeit bzw. man erreicht keinen Anrufbeantworter, wo man draufsprechen kann. So normale Standalone-Dinger können anders als z. B. der AB im Router oder die AB-Box vom Anbieter nicht mind. 2 Anrufer gleichzeitig bedienen, wenn gerade sonst niemand telefoniert. Bzw. der Standalone-AB ist dann meist noch idiotisch angeschlossen, näml. so, dass er nix tut, wenn das Haupt-Telefon verwendet wird...
Und sichere Möglichkeiten über Internet gibt's i.d.R. nicht (normale E-Mail-Adresse reicht da nicht, muss verschlüsselt sein, ggf. auch HTTPS-Webseite).

Finde es aber auch nicht richtig eine Gebühr zu erheben, wenn man z. B. wg. einem Unfall, unerwarteter Ausfall des Fahrers (wo man nicht selber fahren kann/darf), einer Erkrankung oder so kurzfristig nicht mehr zum Arzt konnte bzw. deswegen nicht mehr in der Lage war rechtzeitig Bescheid zu geben.

Allerdings weiß ich auch, dass es viele Deppen gibt, denen gemachte Termine eher egal sind. Viele Restaurants haben ähnl. Probleme :-(

notting


Kirk

02.05.2019

Vielleicht ist es gerechtfertigt, einer Arztpraxis bei unterbliebener Terminabsage eine Entschädigung zu zahlen. Aus Gründen der Gerechtigkeit sollte das aber für beide Seiten gelten. Wie oft müssen Patienten, trotz Termin, lange Wartezeiten in Kauf nehmen! Das muss genauso sanktioniert werden. Auch die nutzlos im Wartezimmer vertane Zeit der Patienten ist etwas wert.


Christoph

01.05.2019

Die Empfehlung Arzttermine schriftlich abzusagen sollte dann auch per Mail möglich sein. Ich habe letztens einen Arzttermin absagen müssen und habe mich mit einem digitalen Anrufbeantworter ca 30 Minuten rumschlagen müssen. Als ich die Frage, ob ich mit dem Empfang sprechen möchte, bekam ich die Empfehlung: Rufen sie später nochmal an! Eine höhnische Abwieglung! Oder?


Tatjana

30.04.2019

Ich fänd es vollkommen in Ordnung. Wie lange muss man - gerade auf Facharzttermine - warten? Da gibt es mit Sicherheit auch Wartelisten wo Patienten evtl. vorgezogen werden können. Der Arzt / die Praxis hat ja schließlich auch einen Verdienstausfall andernfalls. Ich arbeite selbst in einer Physio-Praxis. Da ist es gang und gäbe das nicht rechtzeitig abgesagte Termine privat in Rechnung gestellt werden.
Ansonsten sehe ich es wie Dieter: Fast jede(r) denkt nur an sich selbst, das andere evtl. schneller einen Termin bekommen wenn ich meinen rechtzeitig absage interessiert nur noch wenige - leider!


Alexander

30.04.2019

Irgendwie selber Schuld :Ich brauche bei verschiedene Ärzten Termine .Ausser Hausarzt muss man woanders 6 Wochen bis 6 Monate Warten ,egal ob man kurz vor dem Sterben liegt vor schmerz. Dann kommt das große große anrufen erster Arzt 4 Monate Wartezeit der 2 Arzt 3 Monate der dritte ok komm in 3 Wochen . AUßER man hat ein Arbeitsunfall oder man nimmt diese igel in Anspruch dann darf man sofort kommen und bekommt einen Kaffee da :D PS: Ich weiß das viele Ärzte VIEL Leisten aber genug denken nur an Profit .


Torsten

30.04.2019

nur wenn der Arzt entsprechende Kosten nachweisen kann und keine andere Patienten versorgt.

Aber auch die Patienten sollten Geld vom Arzt bekommen. Das wird teuer!!


Norbert

30.04.2019

@Dieter

Von mir wird nicht von Untersuchungsterminen gesprochen, sondern von den normalen Arzt Terminen. Wenn man sich in die Praxis setzt.


Dieter

30.04.2019

Bei Spezialbehandlungen würde ich solche spürbare Strafzahlungen absolut befürworten. Das betrifft z.B. Infusionen, wo teure Dinge vorbereitet werden müssen (so eine Infusionslösung kann schon mal mehr als 3 000 Euro kosten und nicht haltbar sein) oder auch die viel gefragten Termine für die zeitaufwendige MRT oder CT.
Generell meine ich: wer Termine nicht rechtzeitig absagt, der ist ein Egoist und handelt sehr rücksichtslos. Da aber inzwischen 90% meiner Mitbürger keinerlei Unrechtsbewustsein mehr haben und der Egoismus ständig zunimmt, denkt die Masse der Mitbürger inzwischen wie Norbert.


Norbert

30.04.2019

Warum sollte ich für einen nicht angetretenen Arzt Termin bezahlen? Es gibt so viele Kranke und Simulanten, die Wartezimmer sind immer total voll. Wer Punkt Termin Zeit nicht da ist muss falls er doch noch kommt warten, bis der andere Patient der da war und dran kam fertig ist. BASTA oder anderes mal wieder kommen.