Gemeinsame Wohnung

Mit dieser Checkliste entspannt zusammenziehen │ 19.06.2018

glückliches Paar beim Umzug

© Gary Burchell - gettyimages.de

Eine gemeinsame Wohnung ist ein großer Schritt und sollte ein wirklich schöner Moment in Ihrem Leben sein. Damit diese gemeinsame Erfahrung nicht zur Zerreißprobe wird, finden Sie hier Tipps, um das Zusammenziehen stressfrei zu gestalten.

1. Die Wohnungssuche

Die Wohnungssuche ist der Startschuss für die kommende gemeinsame Zeit. Aber die Suche an sich kann sich natürlich auch schwierig gestalten. Ob Sie einen Makler beauftragen oder selbst im Internet nach geeigneten Unterkünften suchen, ist dabei Ihnen überlassen. Sie sollten sich aber vorher einig darüber sein, was in Frage kommt und was nicht.
 
Die perfekte Wohnung zu finden, ist nämlich häufig schwierig – besonders, wenn Sie unterschiedliche Vorstellungen haben. Am besten, Sie sprechen vorher darüber, was die neue Wohnung haben muss und was eher „nice to have“ ist. Natürlich macht es auch Sinn, sich eine Mietobergrenze zu setzen. Und schon fällt die Auswahl der Besichtigungsobjekte leichter.
 
Bei Abschluss eines Mietvertrages sollten Sie darauf achten, dass dieser auf beide Partner lautet. Nur so sind Sie gleichberechtigte Mieter und übernehmen jede Haftung gemeinsam. Sollten Sie sich wider Erwarten doch einmal trennen, haben Sie beide Anspruch auf die Wohnung. Keiner kann einfach auf die Straße gesetzt werden.

2. Der Umzug

Der Umzug will gut geplant sein. Wenn Sie Ihren Hausrat zusammenwerfen, sollten Sie sich zuerst einen Überblick verschaffen. Was haben Sie doppelt und was muss neu angeschafft werden? Oder wollen Sie sich gar eine komplett neue Einrichtung gönnen?
 
Sowohl der bestehende als auch der neu angeschaffte Hausrat muss transportiert werden. Sie können hier eine Umzugsfirma beauftragen oder selbst den kompletten Umzug managen und auf die Hilfe von Freunden und Bekannten hoffen. Das ist zumindest die günstigere, dafür aber die anstrengendere Variante. Bevor Sie den Umzug aber genauer planen, sollten Sie Ihre alte Wohnung fristgerecht kündigen. Passiert dies nicht, belasten doppelte Monatsmieten Ihren Geldbeutel.
 
Wie Sie beim Umzug bare Münze sparen können, erfahren Sie hier.

3. Behörden, Versicherungen und Co.

Der Umzug ist geschafft, die Wohnung ist nun endlich heimelig. Trotzdem müssen Sie noch an einige Dinge denken. In Deutschland herrscht Meldepflicht, das bedeutet, dass man sich innerhalb von zwei Wochen auf die neue Adresse ummelden muss. Bei Ummeldung werden dann auch alle persönlichen Papiere, wie der Personal- und Reisepass aber auch die Fahrzeugpapiere umgeschrieben. Im Zuge dessen sollten Sie auch daran denken überall Ihre Adresse zu ändern, bei Ihren Banken, beim Arbeitgeber und allen relevanten Ansprechpartnern.
Damit Ihre Post auch nach dem Umzug an der richtigen Stelle landet, sollten sie zu Anfang auch unbedingt einen Nachsendeauftrag bei der Post stellen – so geht nichts verloren.
Bei Versicherungen kann es sich lohnen, einen Blick auf Ihre Policen zu werfen. In manchen Fällen können Sie sparen, wenn Sie Versicherungen zusammenlegen. Zudem werden Sie auch nur noch einen Internet- und Telefonvertrag brauchen. Hier gilt es, Anbieter zu vergleichen und Neukundenboni mitzunehmen.

4. Kein Streit ums liebe Geld

Um Geld kann man sich schnell mal streiten. Das sollte Ihre neugewonnene Zweisamkeit aber nicht überschatten. Um das zu verhindern, wird häufig geraten für gemeinsame Ausgaben ein Gemeinschaftskonto einzurichten. Miete, Lebensmittel und Nebenkosten können Sie dann direkt davon bezahlen, ohne aufrechnen zu müssen.

Autor: Linda Ruppel


Ihre Meinung

Kommentare (1)


Kommentare

Bernd C.

28.06.2018

Ein wunderbar naiver Artikel! Den Mietvertrag sollte auf jeden Fall nur einer unterschreiben. Denn wenn einer auszieht kann sich dank der gesamtschuldnerischen Haftung der Vermieter bei einer der beiden Personen bedienen. Nicht einmal der Mietvertrag kann ohne Zustimmung gekündigt werden.
Ähnliches gilt beim Gemeinschaftskonto: Auch nach der Trennung kann der Zugriff auf das Konto nicht verwehrt werden. Eine einseitige Kündigung geht auch nicht und die Bank kann sich dank der gesamtschuldnerischen Haftung aussuchen, wer für die Schulden aufkommt.
Daher mein Rat aus leidvoller Erfahrung: Von Anfang an für klare Verhältnisse schaffen anstatt Verbindlichkeiten von vornherein zu vergemeinschaftlichen.