13 Milliarden Deutsche Mark immer noch im Umlauf

13 Milliarden Deutsche Mark immer noch im Umlauf | 04.02.2014

13 Milliarden Deutsche Mark immer noch im Umlauf


© Ichbins11/Fotolia.com

Wer kennt das nicht: Ob in einer alten Tasche, zwischen den Sofakissen oder unter dem Teppich – auch wenn die Ära der D-Mark mehr als ein Jahrzehnt zurückliegt, tauchen ab und zu vergessene D-Mark-Münzen wieder auf. Laut Bundesbank befinden sich noch über 13 Milliarden D-Mark im Umlauf.

Wo sind die 13 Milliarden?

Ein Großteil des Geldes wurde schlichtweg vergessen. So berichtete die Bundesbank von Geldscheinfunden im Wert von mehreren Tausend D-Mark, die etwa unter einer Matratze der Großeltern oder im Kohlenkeller einer geerbten Immobilie entdeckt wurden. Auch sollen schon bei Sanierungsarbeiten im Badezimmer Geldscheine unter der Badewanne zum Vorschein gekommen sein. Außerdem vermutet die Bundesbank größere Mengen des Geldes im Ausland. Vor allem im damaligen Jugoslawien sowie seinen Nachfolgestaaten und in anderen Teilen Osteuropas habe die D-Mark teilweise als Zweitwährung gedient und sei weltweit als Transaktions- und Wertaufbewahrungsmittel genutzt worden.

Wie viel D-Mark wurde bisher getauscht?

12 Jahre nach dem Währungswechsel schätzt die Bundebank, dass 13,05 Milliarden D-Mark – umgerechnet 6,67 Milliarden Euro – noch nicht eingetauscht wurden. Ende November 2013 waren noch rund 170 Millionen D-Mark-Scheine und knapp 24 Milliarden D-Mark-Münzen im Umlauf. Vor allem vom Münzgeld wollen sich viele nicht trennen: Bezogen auf den Wert des D-Mark-Bargelds zur Euro-Bargeldumstellung Ende 2001, befanden sich im November 2013 nur noch rund 4 Prozent der Banknoten im Umlauf – dagegen wurde knapp über die Hälfte der Münzen bis heute nicht umgetauscht. Der Gesamtbetrag setzt sich aus Scheinen im Wert von mehr als 6 Milliarden D-Mark sowie Münzen, die fast 7 Milliarden D-Mark wert sind, zusammen.

Wer altes Geld findet, kann dieses weiterhin gebührenfrei zum Wechselkurs von 1 Euro 1,95583 D-Mark umtauschen. Die Bundesbank wechselt in ihren Filialen oder in Ausnahmefällen postalisch über die Hauptverwaltung Mainz – allerdings geschieht der Versand auf Risiko des Kunden.

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