Digitale Währung

Digitaler Euro: Welche Vorteile er gegenüber Bitcoins & Co. hätte | 09.10.2020

Geld, das von Himmel fällt?

Eine digitale Version des Euro könnte bald Realität werden – jedoch nicht als Ersatz für Bargeld, sondern eher als Pendant. Was den digitalen Euro von anderen Kryptowährungen wie Bitcoins und Libra unterscheidet? Er würde von der Europäischen Zentralbank (EZB) emittiert werden, die die Stabilität der Währung sichern will.

Kommt er oder kommt er nicht? Die digitale Version des Euro beschäftigt seit langem die Finanzwelt. Langsam nimmt die europäische Digitalwährung auch konkrete Formen an. Immerhin will die Europäische Zentralbank (EZB) in nächster Zeit den digitalen Euro intern testen. Parallel dazu sollen vom 12. Oktober an Bürger sowie Fachleute aus Wissenschaft und Finanzsektor zum Für und Wider befragt werden. Voraussichtlich Mitte 2021 gibt die EZB dann entweder grünes Licht für den Start eines digitalen Euro-Projekts – oder sie lässt es eben.

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Andere sind schon weiter in Sachen Digitalwährung

Während das Projekt einer Digitalwährung im Euroraum noch in den Kinderschuhen steckt, sind andere Länder schon deutlich weiter.

  • E-Krona: Das Projekt der schwedischen Zentralbank ist vergleichsweise weit vorangeschritten. In dem skandinavischen Land spielt Bargeld kaum noch eine Rolle.
  • DCEP: In China ist die staatliche Digitalwährung Digital Chinese Currency Electronic Payment seit Ende März 2020 in der Testphase.

Daneben gibt es noch weitere Initiativen.

  • Bitcoins: Diese Währung existiert nur als digitale Zeichenfolge, neue Bitcoins werden von Internet-Usern erstellt. Das Zahlungssystem arbeitet verschlüsselt über kryptografische Methoden. Daher heißen Bitcoins und andere digitale Währungen – es gibt inzwischen mehrere hundert Varianten – Kryptowährungen.
  • Libra: Diese digitale Währung will Facebook-Chef Mark Zuckerberg Ende 2020 auf den Weg bringen. Eines der Ziele von Libra: Geldtransfers sollen über Ländergrenzen hinweg schneller und günstiger werden.

Warum digitaler Euro?

EZB-Direktoriumsmitglied Fabio Panetta erläuterte in einem Blogbeitrag: „Die Einführung eines digitalen Euro kann in verschiedenen Szenarien erforderlich sein, etwa wenn die Menschen nicht mehr mit Bargeld zahlen wollen, oder in extremen Situationen wie Naturkatastrophen oder Pandemien, in denen andere herkömmliche Zahlungsdienstleistungen nicht mehr funktionieren.“
 
In dem Beitrag, der unter anderem auch in den Zeitungen „Die Welt“ und „Le Figaro“ erschienen ist, erklärte Panetta auch: „Ein digitaler Euro würde uns auch davor bewahren, dass staatliche oder privatwirtschaftliche digitale Zahlungsmittel, die aus Ländern außerhalb des Euroraums stammen oder von dort kontrolliert werden, bestehende Zahlungsmittel weitgehend verdrängen.“

Mit einem digitalen Euro könnten …

  • zum Beispiel grenzüberschreitende Zahlungen, die oft Tage dauern, binnen Sekunden getätigt sein.
  • sich finanzielle Geschäftsprozesse von Unternehmen automatisieren und damit beschleunigen lassen.

Bitcoins, Libra – womit punktet der digitale Euro?

„Ein digitaler Zentralbank-Euro hätte einen stabilen Wert, da er den Wert unserer Währung direkt abbildet und auch von der EZB emittiert würde – nur eben rein digital“, sagt Patrick Hansen vom Digitalverband Bitkom in Berlin. Zudem wäre er als allgemeines Zahlungsmittel überall akzeptiert. Damit hätte der digitale Zentralbank-Euro zwei klare Vorteile gegenüber anderen Kryptowährungen.
 
„Der Bitcoin ist zu hohen Schwankungen unterworfen, als dass er für den Zahlungsverkehr von Individuen und Unternehmen Sinn machen würde“, erklärt Hansen. Zudem akzeptieren die allermeisten Geschäfte und Dienstleister Bitcoins noch nicht als Zahlungsmittel.
 
Was Libra betrifft: Es ist noch unklar, auf welche Akzeptanz dieses Zahlungsmittel in der Geschäftswelt stoßen wird. Facebook will mit dem Projekt den bargeldlosen Zahlungsverkehr vor allem in Schwellenländern vereinfachen, da es dort keinen flächendeckenden Zugang zum Bankensystem gebe. Kritiker befürchten, dass Libra unter anderem Geldwäsche erleichtern könnte.

Welche Nachteile hätte ein digitaler Euro?

„Noch offen ist zum Beispiel, welche Auswirkungen ein digitaler Euro auf den klassischen Bankensektor haben könnte“, sagt Hansen. So könnte es bei einem digitalen Euro Bürgern möglich sein, Geld direkt bei der EZB zu hinterlegen. Bislang haben diese Möglichkeit nur gewerbliche Kreditgeber wie Banken, Regierungen und andere Zentralbanken.
 
Manch einer der Experten befürchtet nun, dass in Krisenzeiten Bankkunden ihr Geld von kommerziellen Banken auf die EZB verlagern und so Notlagen verstärken könnten. Diese möglichen Auswirkungen hängen allerdings in erster Linie von der technischen Ausgestaltung eines digitalen Euro ab.
 
Ebenfalls noch zu klären: Sind die technischen Infrastrukturen absolut (betrugs-)sicher und können die persönlichen Daten von Nutzern geschützt werden? In Sachen Datenschutz und IT-Sicherheit gibt es noch einige offene Fragen.

Autor: ING


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Kommentare (42)


Kommentare

@Reza Yaraghchian

01.12.2020

Eher ist der digitale Euro überflüssig, da dieser beliebig häufig inflatiiniert werden wird. Bitcoin ist auf 21 Mio Stück begrenzt., mehr wird es niemals geben.

Grüße,
Daniel


Reza Yaraghchian

25.11.2020

ist Kryptowährung wie Bitcoin dann nicht überflüssig wenn EU Digitalwährung da ist?


Herr und Frau Wumpftelprumpf

24.11.2020

Ohne genaue technische Details, wie der E-Euro ausgestaltet sein wird ist jede Spekulation darüber sinnlos.
Mit genauen technischen Details, wie der E-Euro ausgestaltet sein wird, ist jede Spekulation darüber sinnfrei.
Begründung: Wer hat genaues Fachwissen zu diesem Thema in der durchschnittsbevölkerung?
Ich weiß viele denken Sie checken das alles voll , meine Erfahrung besagt hingegen das genaue Gegenteil.
Sind es 3 von 10.000 wäre es eine große Menge.
Ps. Ein Großteil der Kommentare bewegt sich allerdings in die für mich richtige Richtung. Passt auf.


OSCAR249ngt ab von der Ausgestaltung

13.11.2020

1. Der Artikel ist sehr oberflächlich. Auch ist zu wenig bekannt über die Ausgestaltung eines e-€, dass eine Aussage über Chancen und Risiken möglich wäre.
2. Bargeld ist Freiheit. Kaum eine Regierung würde für die Abschaffung Aufstände riskieren.
3. Trotz des Aufwandes für Bargeld-Handling sind Barzahlungen immer noch (2019) um ca. Faktor 3-4 billiger als Kartenzahlungen.
4. Bitcoin ist im Volumen begrenzt. BTC hat eine undurchsichtige Eigentümerstruktur und ist immer wieder Gegenstand von Spekulationen. Mehrfach wurden große Mengen über Rechenzentren gestohlen. Das konnte auch durch Blockchaintechnik nicht verhindert werden.
Andere elektronische Währungen sind auch nicht problemlos.
Sollte der e-€ als parallele Währung mit den staatlichen Garantien versehen werden, könnten die Vorteile auch für normale Menschen überwiegen. Das hängt ab von der Ausgestaltung. Darüber ist noch zu wenig bekannt.
Jedenfalls sollte eine elektronische Währung nicht von einem privaten Konzern ausgegeben werden. Meine Meinung.


Anatol Bakunin

12.11.2020

zu Andreas
Ja, ja über all nur gemeine Menschen in den Regierungen und alle böse. Wer so etwas glaubt, glaubt auch an die Illuminaten


Andreas

11.11.2020

Digitale Währung ? Sind wir doch mal ehrlich , EZB. Zu einen sind die Gründe und Vorteile doch Augenwischerei und zum anderen zielt diese Einführung nur darauf ab das Bargel abzuschaffen , ganz schleichend. In Schweden ist die Infiltration dieser Idee schon in vollen Zügen.
Was ist denn die Folge kein Bargeld zu besitzen ?
Absolute Kontrolle über den Geldfluss, Kontrolle von Personen die einen nicht passen ( Kontosperrung usw. ) , besserer Regulierung des kaputten Finanzsystems .
Und gerade letztes ist der Hauptsinn dahinter .
Wie die Werbung vom WorldEconomiForum schon suggeriert; Du wirst nichts besitzen damit du die Erde rettest . So sinngemäß.


Tobi

10.11.2020

Was man hier teilweise für einen Unsinn liest... Bitcoin kann man nicht hacken (was übrigens ohne "ä" geschrieben wird), man kann auch nicht einfach Copy Paste machen und hat dann statt einem plötzlich zwei Bitcoins. Dank den revolutionären Blockchain-Technologie, die der oder die Erfinder/-in von Bitcoin erfunden hat, ist Bitcoin absolut manipulations- und fälschungssicher und auch nicht hackbar. Einfach mal ein bisschen im Internet informieren oder ein paar Videos dazu anschauen, Suchmaschinen sind euer Freund ;)
Man muss dazu aber auch sagen, dass die Qualität dieses ING-Artikel eher schwach ist, der Autor muss eher weniger Ahnung von Bitcoin und Kryptowährungen im Allgemeinen haben. Beispiel: "Bitcoins: Diese Währung existiert nur als digitale Zeichenfolge, neue Bitcoins werden von Internet-Usern erstellt." - Das ist ehrlich gesagt die schlechteste Erklärung von Bitcoin die ich je gehört habe. Aber warum sollte eine Bank auch Interesse daran haben, Ihren werten Kunden eine dezentrale, manipulationssichere und kostenfreie Alternative anzubieten, welche zudem noch zu den attraktivsten Assets zur Geldanlage zählt... ;)


Dieter 2

10.11.2020

Mit Hilfe von einem einzigen Häcker konnten neulich die US-Behörden sich in den Besitz von Bitcoin im Werte von mehr als 1 000 000 000 US-Doller bringen (diverse Medien berichteten dazu). Versucht das mal bei der Größenordnung mit Bargeld ... . Von wegen digitale Währungen sind sicher ... . Genau das Gegenteil ist der Fall.


Marco

09.11.2020

Bargeld sollte immer als Alternative bestehen bleiben. Digital = 100% Tracing and Tracking


Sofia Wagner-Triandafillidou

07.11.2020

Ich und alle meine Bekannte und Freunde..wollen bei Bargeld bleiben,Digitalisierung ist gut aber muss nicht alles übernehmen...Schade das Technology so schnell ist und begraben das Menschenleben...


Key / PIN / Passwörter

04.11.2020

Es langt aus zu wissen, wo man den key abgespeichert hat und man die einzige Person (vllt. auch noch einer Person welcher man absolut vertraut). Aber in der Tat, man geht davon aus, dass bereits 3-5 Mio Bitcoins aufgrunddessen für immer verloren gegangen sind.

Grüße,
Daniel


DerEilige

03.11.2020

Warum dauern grenzüberschreitende Zahlungen so lange, daß dafür neue Wege gebraucht werden? Die Daten sind in Sekundenbruchteilen verschickt. Eine einfache Internetseite muß auch nicht per Post bestellt werden und wird dann mit einer Frist von einer Woche geliefert. Wofür haben wir denn die ach so schöne digitale Welt, wenn nichts auf diesem Wege möglich ist?


@Daniel von Dieter 2

02.11.2020

Und das Ereignis in Kanada war sozusagen q.e.d.
Den Key der digitalen Währung hüten?
Wo sich viele Mitbürger nicht mal mehr als 10 Passwörter merken können? Und sich unglaublich viele Mitbürger sich die PIN ihrer Girocard/Kreditkarte auf der Karte notieren?
Praxisferner geht es nicht.


@Susi von Dieter 2

30.10.2020

Mehr als 70% aller Bundesbürger sind nicht bei facebook und von den 30% sind die Hälfte längst inaktiv.
Und auch bei WhatsApp überschätzen Sie maßlos die deutsche Teilnehmerzahl. Denn nicht jeder rennt so extrem willenlos den mainstream-Trends hinterher wie Sie und Ihr Umfeld. Und Geld ist außerdem etwas anderes als eine Textnachricht.
Ihren Zugriff auf Ihr digitales Geld kann man mit einem Computerbefehl vollständig sperren - bei Bargeld ist der Aufwand wesentlich größer.


Daniel

30.10.2020

@Hainer von Dieter 2

Not your key not your bitcoin. Als echter Bitcoin Besitzer hütet man seinen dazugehörigen private key wie seinen Augapfel. Kryptowährungen 1x1 der ersten Klasse.


Susi

30.10.2020

Ich finde, an jeder Meinung ist etwas Wahres dran, aber mal ehrlich: gläsern sind wir doch sowieso alle schon lange durch Facebook & Co. Ich sage nur Whatsapp seit es bei Facebook ist. Macht der Digitale Euro da noch einen Unterschied?
Aber Bargeld werde ich trotzdem immer toll finden. Schon aus nostalgischen Gründen. Außerdem hat einer der Vorkommentatoren vollkommen recht, denn schlau vererben tut man nur zu Lebzeiten. Davon wäre aber das Finanzamt nicht begeistert.


Gude

30.10.2020

Banken stellen Plattformen u.a. für spekulativen Derivatenhandel am Kapitalmarkt bereit. Das ist also "gut". Bitcoin & Co soll aber immer "böse" sein, weil es spekulativ ist. A-ha... Ich glaube Bitcoin & Co werden ihren ganz normalen Platz in einem erweiterten Finanzbewusstsein festigen können.

Klar dass Banken etwas gegen Krypto-Zahlungsmittel, -Wertaufbewahrungmittel oder -Währungen haben. Der Digitale Euro wird sicher interessant, kann aber Bitcoin & Co natürlich nicht ersetzen. Vielmehr glaube ich, dass ein digitaler Euro geradezu eine Werbung für echte, freie Kryptowährungen sein könnte.


@Hainer von Dieter 2

29.10.2020

Der von Ihnen beschriebene Crash ist real bereits vor knapp 2 Jahren passiert. Da ist in Kanada ein Admin plötzlich verstorben und da keinerlei Aufzeichnungen zum Zugang gefunden wurden, sind nun Bitcoin im Wert von rund 210 000 000 Euro für immer weg - und die rund 115 000 Besitzer dieser Guthaben sind nun hoffentlich hinsichtlich elektronischer Währungen etwas weniger euphorisch. U.a. das handelsblatt und die süddeutsche berichteten 2019 dazu.


Manfred Görke

29.10.2020

Kurz gesagt: der "Digit“ oder wie das Ding dann heißen wird, ist für mich so wertvoll wie in der "Pandemie“ eine Rolle Klopapier...
welche von einer Seite schon benutzt ist.
Will man nicht wirklich haben.


Daniel

28.10.2020

So volatil der Bitcoin sein mag, im Gegensatz zu herkömmlichen Fiatwährungen ist er nicht beliebig vermehrbar. Es wird 21 Mio geben und dann wars das.


Holger Werner

27.10.2020

Es gibt ja viele Aussagen über den digitalen Euro, aber keine Darstellung über die Ausgestaltung!
Wenn ich keine Geldscheine in die Hand nehme, weil Kartenzahlung fast überall möglich ist, zahle ich doch schon digital.
Was ist jetzt das Besondere ?


Theodor Bloem

26.10.2020

Kommt der digitale Euro, dann muss die Deutsche Bundesbank jedem Bürger ein kostenloses Girokonto anbieten. Das ist besonders für die arme Bevölkerung nützlich. Auch gibt es einen volkswirtschaftlichen Nutzen, denn es entstehen keine Kosten wegen Bargeldschaffung, Aufbewahrung, Transport, Verlust, Bankraub und Automatensprengung.


KhP

20.10.2020

Pandemie: scheint mal wieder eine vorbereitende Ausrede dafür zu sein, so bald wie möglich das Bargeld abzuschaffen.


Willi

20.10.2020

Die Stasi brauchte noch IM's um die Bevölkerung zu überwachen...
Jetzt kann fast jeder vom Schreibtisch aus kontrolliert werden, ob es sein Kaufverhalten oder seine Bewegungen sind. Leute, ich habe in China gesehen wie weit die Überwachung in die Persönlichkeitsrechte eingreifen kann, Kameras an jedem Ort. Schaut euch die Berichte über dortige Methoden und deren Auswirkungen auf den Einzelnen an.
Mit der absoluten Digitalisierung des Geldflusses und einhergehenden Abschaffung des Bargeldes sind wir immer gläserner und vom Schreibtisch (natürlich mit Computer) aus kontrollierbar. Dagegen ist Stasiüberwachung ein Witz.
Will ich nicht!!!


Jacek Jakubowski

20.10.2020

Merkwürdig finde ich, dass sich die Diskussion nur um einen Punkt hier dreht, und zwar um die Abschaffung des Bargeldes. Aber genau das soll bei der Einführung des e€ eben nicht der Fall sein. Und das steht explizit in allen bisherigen Veröffentlichungen zu dem Thema.
Und es scheint vielen nicht klar zu sein, um was es sich bei dem, ich nenne es e€, handeln soll. Es ist eben nicht wie mit EC-Karte sondern wie mit BTC zahlen. Allerdings mit der die Tatsache, dass nur die EZB die Blockchain betreiben würde. So würde ich das erwarten zumindest. Und ich denke es hätte die gleichen Vorteile wie BTC, außer dass der Wert an € gekoppelt wäre und man nicht selbst sich neue Euros schürfen kann.
Aber die Verfügbarkeit des Bargelds soll davon unberührt bleiben.
Ohne weitere konkrete Details, wie denn nun der e€ technisch realisiert sein soll, kann man hier nur spekulieren.


Taunus-Wolf

20.10.2020

Wir sind ein Ehepaar aus zwei Ländern der EU mit Konten in beiden Ländern. Überweisungen in beide Richtungen dauern einen Tag. Das ist schnell genug.
Wer schon heute BARGELDLOS zahlen will, nimmt die Giro- oder Kreditkarte. Funktioniert problemlos, auch dank (und seit) Corona.
KEINERLEI BARGELD sehe ich mit Sorge.
Per HEUTE sehe auch ich NOCH kein Problem. Aber wissen wir, wer morgen das (politische) Sagen haben wird?
Wer will, kauft sich HEUTE ein Ticket nach XXX, mit Bargeld und anonym, um an einer Demo teilzunehmen. MORGEN steht man vielleicht auf einer "schwarzen Liste", weil man eine "missliebige Meinung" vertritt. Resultat: kein Ticketkauf mit eEURO möglich.
HEUTE zahlt man sein Bier in der Kneipe bar, MORGEN nur noch mit eEURO, und ÜBERMORGEN kommt ein Brief von der Krankenkasse, die einen wegen übermäßigen Alkoholkonsums in eine Risikogruppe einstuft und einen Beitrags-Risikozuschlag verlangt.
Wie sagt Gabriele so richtig (siehe Kommentar unten): "LEUTE, PASST AUF!"


Michael Wegener

19.10.2020

Schlüssig erscheinen mir die Begründungen nicht. Ich denke, es stecken andere Absichten dahinter, als die, die publiziert werden Nämlich die Kontrolle des Staates über das Finanzvermögen der Bürger. Es wäre in erster Schritt zur Abschaffung des Bargeldes. Und ich glaube, das ist das wahre Ziel. Damit hätte der Staat die volle Kontrolle über das Finanzvermögen seiner Bürger und keine Zahlung könnte ohne seine Kontrolle stattfinden. Damit wäre der staatlichen Einflussnahme Tür und Tor geöffnet. Kein Trinkgeld ohne Kontrolle, kein Sparschwein mehr und auch Oma könnte kein Geldgeschenk mehr mit warmer Hand an ihre Enkel reichen. Klare Ablehnung. Ich bin Barzahler und werde es bleiben, solange es irgendwie geht.


Harald

19.10.2020

Die Geldwäsche wird dann noch einfacher gemacht.


Hainer

19.10.2020

Wer erlebt hat, wie Elektronik ausfällt, der weiß, was er von digitalem Geld auf seinem Smartphone hat. Bargeld muss weiterhin bestehen bleiben!


Mikael

19.10.2020

Bares ist was wahres. In Krisenzeiten baresgeld ist im Vorteil. Icland ist ein gutes Beispiel. Sie hätten kein Baregeld abheben können, hätten sie alles verloren.
Wer sich für Bitcoin und Libra entcheidet ist selber schuld. Da Spende ich lieber mein Geld an bedürftige als Facebook und co zubereichern.
Es ist ein verschleierte Verstaatlichung nicht anders.


Kesselflicker

19.10.2020

Digitale Euro ist für mich eigentlich jetzt Realität. Ich habe kein Bargeld benutzt seit März, und vorher auch selten.


Jacek Jakubowski

19.10.2020

Ich finde die Idee gut. Die meisten Bedenken der Vorkommentatoren kann ich nicht nachvollziehen. Ob ich in der Tasche eine Kupfer-Nickel-Legierung mit sich trage, oder einen kryptographischen Datensatz auf meinem Smartphone, mach grundsätzlich keinen Unterschied. Für das zweite sehe ich aber die Vorteile überwiegen.


Gabriele

19.10.2020

Ich bin sehr enttäuscht von meiner Bank, die uns den eEuro als Vorteil verkaufen will, wo es letztendlich um die Abschaffung des Bargeldes geht, was eine Katastrophe wäre. Leute passt auf!!


Gine

19.10.2020

Durch die digitale Währung ist eine absolute Kontrolle über den Geldtransfer möglich. Außerdem bräuchte man dann nur noch eine Bank. - Ich will beides nicht.


Ähm, warum?

19.10.2020

Wusste gar nicht dass es den analogen Euro digital gar nicht gibt. Beim contactless paying müssen die Scheine wohl so schnell aus der Visa Karte flattern dass man's gar nicht sehen kann.

Eine Möglichkeit wäre ja, Auslandstransfers mit dem herkömmlichen Euro binnen Sekunden zu machen... Am Internet liegt's wohl nicht dass das noch Tage dauert.


Ralph

19.10.2020

Hier geht es schlichtweg nur um Abschaffung des Bargeldes mit Kontrolle und Enteignung von Sparern. Deutschland hat schon längst nicht mehr das sagen. Grausige Entwicklung...


C. Habacht

19.10.2020

"Eine digitale Version des Euro könnte bald Realität werden – jedoch nicht als Ersatz für Bargeld, sondern eher als Pendant. "
Märchenstunde!
Es geht um die schleichende Abschaffung des Bargelds und Kontrolle/Enteignung der Bürger.
Die Insel Jersey wird immer schöner.


Randolph

19.10.2020

Bei der geplanten Abschaffung des Bargelds können Negativzinsen in beliebiger Höhe erhoben werden. Also neben Aktien reichlich sichere Währungen in physischer Form gut versteckt Bunkern.


Uwe Behrendt

18.10.2020

Dieser Artikel ist so etwas wie eine "Nicht-Information".
Ist es den Autoren möglich, vertiefend über einen eventuellen digitalen Euro zu informieren?
Zudem: Es wird ohne Begründung behauptet, in Krisensituationen würden sich Vorteile ergeben. Ist da nicht eher Bargeld vorteilhaft?
Und es wird - ebenfalls ohne Begründung - behauptet, Auslandszahlungen könnten viel schneller abgewickelt werden. Warum?
Mir ist unverständlich, warum Auslandszahlungen derzeit so lange dauern. Da werden doch keine Geldscheine versendet. Es geht doch jetzt schon alles ohne Bargeld. Ein Transfer wird doch auch jetzt digital durchgeführt. Warum dauert das drei Tage und nicht nur 3 Millisekunden???
Ich würde mich über Erklärungen freuen.


Deniz Akder

18.10.2020

Schlechte Pro Kontra Liste erstellt hätte mehr erwartet bzw. genau so eine Recherche bzw Darstellung habe ich erwartet. Dazu kommt die Vorteile
-zum Beispiel grenzüberschreitende Zahlungen, die oft Tage dauern, binnen Sekunden getätigt sein.
-sich finanzielle Geschäftsprozesse von Unternehmen automatisieren und damit beschleunigen lassen.
Welcher normal Bürger braucht das !?


Hilmar Stange

18.10.2020

Der digitale Euro hat nichts mehr mit der menschlicher Freiheit, die persönliche Gestaltung seines Zahlungsverkehr, die Menschenrechte, die Gestaltung seiner persönliches Umfeldes und die EZB blickt mit Argusaugen auf mein Konto und sie meint ich habe zuviel Geld wird es mir weggenommen. Warum sonst geht von der EU alles zur EZB? Bestimmt nicht weil sie wohltaeterin ist. Die EZB hat nicht umsonst verlangt das Deutschland sich nackig macht. Erst Deutschland zur noetigung des rettungsschirmes, dann jetz zur Zahlung von fuefhunderbillionen getrieben und anschliessend werden die Sparer nackig dastehen. Ein tolles Konzept und unsere polotik schaut zu wie das kaninchen vor der Schlange. Was soll ein fernuenftig normaldenkender burger denn davon halten. Ich finde es eine Frechheit sowas dann noch zu verlangen. Und die Kriminalität ist im Netz höher wie auf den Straßen. Warum wird kein Volksentscheid getroffen. Weil es nicht mit dem Gesetz kompatibel sprich verankert worden ist. Es heisst ja nicht umsonst unmuendiger bürger weil wir ja alle bekloppt sind nicht! So und es könnte ja auch Italien zu schlecht gehen wenn die nicht auf unsere Konten schauen können und wir brachten ebenso keine Polizei mehr es gibt ja dann auch keine Banken die überwacht werden und vieles mehr. Ich bzw. wir sind strikt gegen alle wallets, kryptos, libras und Digitales Geld, denn irgend wer schaut immer auf unsere Konten. Die Welt hat seit Menschen gedenken mit gelt gehandelt und jetzt nicht mehr?Das geht nicht gut gebt uns unsere dmark wieder oder jedes Land hat wieder sein eigenes gelt aber so nicht. Tschuess


Fritz Raupe

18.10.2020

"Er würde von der Europäischen Zentralbank (EZB) emittiert werden, die die Stabilität der Währung sichern will."

Findet den Fehler!