Mobilität der Zukunft

Ein Elektroauto mieten – so geht’s | 22.05.2019

Ein Elektroauto müssen Sie weder kaufen noch leasen – Sie können es auch einfach mieten. Doch ist Carsharing oder die klassische Autovermietung die lohnenswertere Variante? Wir klären auf:

Es gibt gute Gründe, ein Elektroauto zu fahren. Wer seltener oder unregelmäßig mit dem Auto fährt, für den rechnen sich allerdings weder die Anschaffungskosten noch die vergleichsweise hohen monatlichen Leasingraten. Gerade bei Elektro-Autos sind viele Autofahrer zudem unsicher: Wie praktisch sind diese im Alltag und wie klappt das Aufladen?

Die Lösung: Mieten Sie sich doch einfach ein E-Auto. Das ist nicht nur unkompliziert und flexibel – hier können Sie sich obendrein nach Lust und Laune durch die Modelle testen. Die wichtigsten Fragen im Überblick.

Kann ich E-Autos über die Autovermietung mieten?

Möglich ist das beispielsweise über große Autovermieter wie Sixt. Dort können Interessierte Modelle wie etwa einen BMW i3 online mieten.

Ein Kosten-Beispiel: Sie wollen ein Wochenende mit einem BMW i3 von Sixt durch die Lande ziehen. Der Basis-Mietpreis beträgt pro Tag 42,99 Euro – inklusive 750 Freikilometer für zwei Tage. Für jeden zusätzlichen Kilometer werden 0,25 Euro berechnet. Wer will, kann Zusatzleistungen wie etwa Vollkasko- und Diebstahlschutz sowie einen Personen-Unfall-Schutz mitbuchen.

Wie lade ich das Elektroauto auf?

Laden können Sie das gemietete E-Auto an einer der öffentlichen Stationen. Zu diesen Ladesäulen finden Sie oft auch im Handschuhfach der Fahrzeuge eine Karte. Von den Autovermietungen gibt es in der Regel ebenfalls eine Übersicht möglicher Ladeorte.

Dennoch gilt: Nutzer eines Elektroautos sollten ihre Fahrt gut planen. Sonst besteht die Gefahr, dass sie unterwegs fieberhaft nach einer (freien) Ladestation suchen müssen. Wer Ladesäulen bei Stadtwerken und öffentlichen Einrichtungen nutzen will, sollte wissen, dass sie für externe Nutzer nur zu bestimmten Zeiten frei zugänglich sind.

Werden E-Autos über Carsharing-Anbieter angeboten?

Wer es lieber stationsungebunden mag, der kann sich bei einem der großen Carsharing-Anbieter nach einem Elektroauto umsehen. Interessierte können sich online oder per App registrieren. Sobald die Fahrerlaubnis und die Adresse validiert sind, sehen Nutzer auf dem Smartphone, welche Autos in ihrer Nähe verfügbar sind, können diese reservieren und unmittelbar starten. Geöffnet und abgeschlossen werden die Elektro-Autos ganz unkompliziert mit den jeweiligen Apps.

Vorteil von Carsharing: Ist die Mietzeit zu Ende, darf das jeweilige Fahrzeug nach dem Prinzip des sogenannten Free Floating überall im öffentlichen Parkraum abgestellt werden.

Was kostet das Carsharing von E-Autos?

Abgerechnet wird etwa bei Car2Go oder DriveNow nicht nach Kilometern und fixer Anmietzeit, sondern nach gefahrenen Minuten oder auch Stunden.

Ein Kosten-Beispiel: Bei DriveNow kostet etwa ein BMW i3 Rex pro Minute 0,36 Cent. Die Batterie des Fahrzeugs schafft bis zu 300 Kilometer, bevor sie wieder aufgeladen werden muss. Daneben gibt es auch Stundenpakete: Drei Stunden Fahren und Parken kosten bei maximal 80 Kilometern 29 Euro, neun Stunden Fahren und Parken inklusive 200 Kilometer schlagen mit 79 Euro zu Buche.

Neben den großen Carsharing-Anbietern bestehen auch kleine wie etwa Cambio, book-n-drive oder teilAuto am Markt. Viele verschiedene Elektroautos im Carsharing-Bereich bietet Ruhrauto-E an. Hier können Nutzer E-Fahrzeuge wie etwa das Tesla Model S, den Opel Ampera oder den Volkswagen Golf GTE anmieten.

Grundsätzlich gilt: Die Preise bei Autovermietern und Carsharing-Anbietern variieren, es gibt unterschiedlichste Tarifmodelle. Zudem sind gerade bei den Carsharing-Anbietern oft Anmeldegebühren fällig, die ebenfalls unterschiedlich hoch ausfallen.

Fazit: Volles Fahrvergnügen

Gerade kürzere Strecken mit dem E-Auto sind spontan und flexibel über Carsharing-Angebote nicht nur komfortabler, sondern auch günstiger. Auf eine längere Mietdauer gesehen, fallen die Preise im Vergleich zu den klassischen Autovermietern jedoch etwas höher aus. Daher lohnt es sich für längere Fahrten und Strecken, den kleinen Umweg zu den Stationen der Autovermieter auf sich zu nehmen. Mieter von E-Autos sollten nicht vergessen, sich vorab über Ladestationen zu informieren.

Autor: ING


Ihre Meinung

Kommentare (20)


Kommentare

Peter St.

20.06.2019

Mein Renault ZOE verbraucht ca.15 kWh/100km.Strom aus der Solar Anlage vom Dach.
Ein Verbrenner verbraucht ca. 6ltr/100km, das sind ca . 54 kWh/100km.und schadet noch der
Umwelt.
Lieber Geld für Solaranlagen als für Sprit
ausgeben. Bitte Mal nachdenken!


Christoph besitzer eines BMW I3 94ah

02.06.2019

@Tom.
Und begriffstutzig man als Deutscher sein kann, aber genau deswegen hinkt Deutschland in allen technologischen Entwicklungen zurück und ist dort nur ein Entwicklungsland. Und deswegen in der Steinzeit. Deutschland produziert zur zeit 40% Erneuerbare Energie, alle E-Autofahrer benutzen Ökostrom die meisten haben sogar eine Pv-Anlage auf dem Dach. Deutschland schaltet zur zeit Windräder meist ab weil wir viel zu viel Strom produzieren und diesen verschenken/dafür bezahlen müssen das das Ausland diesen abnimmt. Nur mal so. Die leidige Thematik Kinderarbeit bzw Kobalt abbau. nur 8-12% des heutigen Verbrauchs von Kobalt bzw Lithium wird für Elektroautos benötigt der Rest steckt in Laptops, Smartphones, Katalysatoren in Verbrenner Fahrzeugen. usw usw. Desweiteren können Elektroautos der nächsten Generation als Pufferspeicher mit V2G unser Stromnetz entlasten die Spitzen verflachen und wenn Strom wieder benötigt wird wieder abgeben, auch eine Technik die nur die Asiaten entwickelt haben. Achja das Stromnetz hält das nicht aus???? Komisch im achso tollen Schwellenland China fahren heute schon über 400000 Elektrobusse über 1Mio Elektrotaxis mit dementsprechend vielen Ladestationen meist Schnelllader, naja die jammern nicht das ihr super netz zammbricht??? Ironie off. In Deutschland fahren zur Zeit ca 150t Elektroautos bzw Hybride und 10 Elektrobusse. Willkommen in der Steinzeit. Ich fahre seit 9.3.19 meinen I3 habe seitdem 8300 km abgespult für grade mal 192€. aber tankt ruhig den teuren sprit für 1,50-1,70 bald eher 2€, genießt es wenn Tanker im Ozean untergehen und irgendeinen Sandstrand verseuchen, schaut zu wenn eine Deep Orizon wieder in die Luft geht und Milliarden an Liter Rohöl in die Meere gelangen. Schaut zu wenn Tankstellen in Flammen aufgehen oder sogar explodieren, wenn Raffinierien wie zuletzt in Ingolstadt den Bewohnern um die Ohren fliegen.

Der Menschenverstand ist in den letzten 10-15 Jahre so rapide in den Keller gegangen das kann man kaum glauben.


Dieter @ Karl Gassen

31.05.2019

Bitte warum lesen Sie nicht auch mal andere Beiträge hier - statt nur zu schreiben? Wasserstoffautos pur sind und bleiben nun mal eine Illusion von ungebildeten Laien und sehr dummen Journalisten. Und ansonsten verkauft Toyota bereits seit Jahren PKW mit Brennstoffzelle in der BRD - den Toyota Mirai. Und auch Nissan und die Koreaner verkaufen seit Jahren solche Autos in der BRD. Nur dann finden Sie mal zuerst eine Tankstelle und vor allem erschrecken Sie bitte nicht beim Preis und beim notwendigen Parkverbot in allen Garagenanlagen.
Aber die sehr lauten Hinweise vom VW-Chef, dass es künftig keine billigen Autos mehr unter 35 000 Euro geben wird und das sich künftig nicht mehr jeder ein Auto leisten kann, denn haben Sie vermutlich auch konsequent überhört und negiert.


Karl Grassen

30.05.2019

Was ist mit Wasserstoffautos,ich würde sagen leider schlecht denn die großen Stromkonzerne verdienen ja nicht daran und das wird unsere Regierung nicht zulassen


Zerstörung der Umwelt

30.05.2019

Erst macht die Politik gemeinsam mit der Industrie ganze Länder kaputt, lässt den Regenwald roden, um dann mit Lösungen aufzuwarten, nachdem alles zerstört ist. Tolle Sache, wie mein Schachtelsatz. Ist das Politik für den Bürger? Wir sind doch nur noch Ameisen in einem verkorksten System. Und Grete ist doch auch nur noch eine Marionette im Spiel der Giganten.


Robbi

29.05.2019

Hallo Ing-Kundin,
das E-Auto mit Solardach , -Motorhaube und Türen können Sie ab nächstem Jahr für vorrauss. 25.500,- € incl. Batterie bei einem Unternehmen in München kaufen und 2021 in Schweden abholen oder sich liefern lassen. Kucken Sie mal unter https://sonomotors.com/de .
Ich weiß zwar nicht wie alt Sie sind, wünsche Ihnen aber, dass Sie das noch erleben.


Manfred

29.05.2019

Man sollte sich nicht nur auf E-Autos beschränken. Ist auch wieder nur so ein Trend (der sicherlich nach hinten los geht - denn woher soll der ganze Strom denn kommen? Was kostet der ganze Ladensäulenaufbau? Wie sieht das denn aus wenn überall alle drei Meter eine Ladesäule steht?)


Dieter

29.05.2019

Mal technische Hinweise: auch Autos mit Brennstoffzelle benötigen unbedingt einen Akku. Denn eine bezahlbare Brennstoffzelle ist in der Leistungsabgabe nicht so extrem schnell regelbar, wie Fahrzeuge das nun mal benötigen. Und außerdem muss ja auch die Energierückgewinnung beim Bremsen bezahlbar und platzgünstig gespeichert werden können. Dafür kann man Elkos aus Platzgründen bisher nicht mal in Eisenbahnfahrzeugen verwenden.
Und das Problem der Verfügbarkeit von Lithium wird in der Zukunft dank Akku auf Basis Keramiktechnik weniger problematisch. Allerdings sind Keramikakku bei gleicher Kapazität wesentlich schwerer, aber auch haltbarer.


Otto

28.05.2019

Der VW Chef sagte es schon laut und deutlich, aber keiner wollte es hören: es wird sich nicht mehr jeder ein E-Auto leisten können. Wozu auch? Dank Digitalisierung der Wirtschaft werden immer weniger Arbeitskräfte benötigt. Und der überflüssige Rest wird mit Tittytainment ruhig gestellt. Aber von der kommenden 20:80 Gesellschaft hat die Masse hier in dem Forum wohl noch nie etwas gehört. Und all jenen, die da immer von der Brennstoffzelle als Allheilmittel träumen, wünsche ich mal das Erleben einer Knallgasexplosion aus mehr als 100 m Entfernung. Vielleicht beginnt Ihr dann endlich wieder mit dem selbständigen Denken und auch mit dem Nachdenken.


Fridolin

28.05.2019

Ja genau.
Was ist mit der Batterie Miete, wenn man die hochrechnet zahlt man doch auch wieder ein Haufen Geld. Zum Kaufpreis des Autos oben drauf.


Herbert

27.05.2019

Der Kaufpreis für E-Autos ist viel zu hoch und dann soll man auch noch einiges monatlich für die Batterie Miete hin legen....so ein Schmarrn.


Karl

27.05.2019

Bin Günters Meinung...die Brennstoffzelle wird zu sehr vernachlässigt. Da muss bezahlbares Auto kommen. an die 60.000 bis 80.000 für ein Auto ist unerschwinglich.

Warum nur noch Wohnung / Haus und Auto für Vermögende????

Wo bleibt der sogenannte Volkswagen?????


Tom

27.05.2019

Ich finde die E-Autos prima.

Man muss sich nur mal die Vorteile durch den Kopf gehen lassen. Das Lithium und das notwendige Cobalt werden überwiegend in Minen in Afrika und Südamerika gefördert. Der notwendige Strom wird teilweise aus Atomkraftwerken aus dem Ausland importiert. Deutschland ist also beim Klimaschutz da fein raus.

Bei notwendigen 10 Kilogramm Lithium pro Auto-Akku benötigen wir auch nur 438.000 Tonnen Lithium, um unsere Flotte umzurüsten. Die Produktion - und damit die Arbeitsplätze der Kinder in den Minen - ist damit für die nächsten 10 Jahre gesichert.

Und erst die Arbeitsplätze unser Bauindustrie. Schließlich bräuchten wir nochmal knapp 28.000 Windräder, um unsere Elektroautos mit Strom zu versorgen. Ich würde sagen, da muss der ein oder andere Wald eben nochmal dran glauben. Oder wir setzen die Dinger wieder aufs Meer und wundern uns, warum Wale immer am Land schwimmen wollen.

Wenn es soweit ist, können wir ja dann auch zur Abwechslung mal donnerstags für das Klima auf die Straße gehen.


Günter

26.05.2019

Die beste Lösung, die zur Zeit erkennbar ist, heißt für mich eindeutig Brennstoffzelle !!!


T-Jay

26.05.2019

Es gibt mittlerweile bereits die ersten Verfahren zum Recycling von Lithium-Batterien. Somit kann auf langfristige Sicht verhindert werden, dass Autobatterien nur ein Abfallprodukt werden und das Problem der Lithium-Knappheit kann auch eingedämmt werden. Informieren Sie sich doch mal, liebe "ING-Kundin".


@Uwe Christian Brandt

25.05.2019

Anfrage im falschen Artikel.
Hättest unter im Juni beachten rein schreiben können.


Ing-Kundin

24.05.2019

Hallo Jürgen,
***Warum keine Segel auf ein Autodach und sich vom Wind wie ein Boot auf der Straße treiben lassen?***
Tolle Idee. Ich warte noch auf Autos mit Solardächern. Werde ich wohl nicht mehr erleben. E-Autos sind genauso umweltschädlich wie Benziner. Und wo landen die ganzen Batterien? In Afrika?


ING

24.05.2019

Hallo Herr Brandt, Überweisungsvorlagen können Sie jederzeit bei uns im Internetbanking anlegen. Unter „Vorlagen“ finden Sie die Übersicht Ihrer Überweisungsvorlagen. Klicken Sie anschließend auf „Neue Vorlage“ und geben Sie auf der folgenden Seite die gewünschten Daten ein. Bestätigen Sie noch kurz die Anlage - und schon ist alles erledigt. Diese Vorlagen werden dann übrigens auch direkt in unsere Banking to go App übernommen, sollten Sie diese nutzen. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Uwe Christian Brandt

24.05.2019

Vermisse eine (vollständige) Speicherung meiner getätigten Überweisungen, die mir bei bei Neuüberweisungen auf meinen Abfruf hin zur Verfügung stehen sollten.
Sofern nicht die wenigen systemisch angebotenen letzten Optionen genutzt werden, muss ich jedes Mal alle Daten neu eingeben (z.B. bei Arztrechnungen, Bestellungen u.a.m.)
Das sollte doch (wie z.B. bei den Sparkassen gängig) möglich sein, oder?


Jürgen

24.05.2019

Probleme beim E-Auto:

- Kaufpreis (sehr hoch)
- Batterie wird geliehen, zahlt man Miete
- Wo sind Ladestationen
- Reichweite
- Wo kommt der Strom her wenn 50% bis 80% mit E-Autos fahren?

Wie Umweltbewusst ist so ein E-Auto wirklich? Der Strom muss ja wo her kommen.
Und bei so einer Menge, dann wohl wieder aus dem Ausland mit Atomkraftwerken. Na Bravo!

Warum keine Segel auf ein Autodach und sich vom Wind wie ein Boot auf der Straße treiben lassen?