Seriöse Energieberater finden

Wie Sie energieeffizient bauen und sanieren │19.07.2019

Energieberater finden

Energieverbrauch senken, Kosten sparen und das Klima schonen – ein Energieberater zeigt auf, wie Sie Ihr Haus energetisch optimal bauen oder sanieren. Zuschüsse dafür kommen von Bund und Ländern.

Die Heizkosten in Ihrem Haus sind überdurchschnittlich hoch? Das ist ein guter Grund, einen Energieberater zu engagieren. Gleiches gilt, wenn Sie ein Eigenheim bauen und aus Kosten- und Klimaschutzgründen das Beste herausholen möchten. Wollen Sie ein fertiggebautes Haus kaufen, klärt ein Energieberater, welche energetischen Schwachstellen das Gebäude hat.

Seriöse Energieberater finden

Einen Energieberater einzuschalten, kann sich also lohnen – doch Vorsicht: „Die Berufsbezeichnung Energieberater ist nicht geschützt“, sagt Peter Pannier von der Deutschen Energie Agentur (dena) in Berlin. Theoretisch kann sich jeder – vom Architekten oder Ingenieur über Heizungsbauer oder Dachdecker bis hin zum Schornsteinfeger – Energieberater nennen. Wer unabhängige und versierte Fachleute sucht, findet sie im Netz auf der Webseite „Energie-Effizienz- Experten“. Das Portal betreibt die dena in enger Kooperation mit

  • dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi),
  • dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und
  • der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Vor einer Aufnahme in die Liste müssen die Energieeffizienz-Experten ihre Qualifikation nachweisen. Eine passende Ausbildung mit Meisterabschluss, ein technisches Studium oder der Abschluss zum staatlich geprüften Techniker sind ein Muss. Die Experten benötigen außerdem einen Nachweis, dass sie sich im Bereich des energieeffizienten Bauens und Sanierens weitergebildet haben und sich alle drei Jahre fortbilden. Mit Referenzen belegen sie außerdem ihre praktische Arbeit.

Wo Energieberater helfen können

In einigen Fällen reicht es, sich in Sachen richtiges Heizen und Lüften telefonisch beraten zu lassen. Das ist beispielsweise über eine Verbraucherzentrale möglich. Verbraucherschützer verlangen für eine Kurzberatung im Schnitt 30 Euro. Ist die Sache komplexer, kommt ein Energieberater ins Haus. Er untersucht beispielsweise die Konstruktion sowie die Gebäudehülle und sieht sich das Heizsystem an. Auf Basis dieser Daten erstellt der Energieberater einen Bericht. Er unterbreitet Vorschläge, welche Schritte für einen optimalen Energieverbrauch sinnvoll sind. Ebenfalls klärt er über staatliche Förderprogramme auf und stellt bei Bedarf einen Antrag auf Kredite oder Zuschüsse bei der BAFA oder der KfW.
 
„Wer einen Energieberater sucht, sollte mehrere gelistete Experten anmailen und sich jeweils einen Kostenvoranschlag einholen“, rät Pannier. Wie teuer die Beratung ist, hängt von den individuellen Begebenheiten vor Ort ab. Bauherren und Immobilienbesitzer müssen im Schnitt mit knapp 1.000 Euro rechnen. „Die Kosten können aber auch höher sein“, sagt Pannier. 

Fördermöglichkeiten ausloten

Der Bund und teilweise die Länder und Kommunen bezuschussen

  • energieeffizientes Bauen und Sanieren sowie
  • die Kosten des Energieberaters.

Voraussetzung dafür, dass Kosten im Rahmen von Förderprogrammen bezuschusst werden, ist eine unabhängige Beratung, wie sie die im dena-Portal gelisteten Energieeffizienz-Experten leisten.
 
„Die Bafa übernimmt 60% der förderfähigen Beraterkosten – für ein Ein- bis Zweifamilienhaus sind das maximal 800 Euro“, erläutert Pannier. Beim Planen und Bauen übernimmt die KfW-Bank noch einmal 50% der Kosten. Insgesamt ist ein Zuschuss bis 4.000 Euro pro Vorhaben möglich. In einigen Bundesländern existieren zusätzlich Förderprogramme für die Energieberatung.
 
Tipp: Einen Überblick über Fördermöglichkeiten gibt es hier.

Autor: ING


Ihre Meinung

Kommentare (6)


Kommentare

Helmut

01.08.2019

Die Vorschrift, einen Energieausweis bei Vermietung oder Verkauf einer Wohnung oder eines Hauses nachzuweisen, ist absoluter Schwachsinn! Kein Mieter oder Käufer wird seine Entscheidung vom Inhalt des Energieausweises abhängig machen. Davon abgesehen, kann jedermann nach Besichtigung selbst abschätzen, ob ein Objekt mehr oder weniger Heizung benötigt. Also nur Verteuerung des Wohnens und Gängelung der Bürger!


ING

24.07.2019

Hallo Tim Utke Thranow, am besten rufen Sie mal unsere Kollegen unter 069 / 50 500 109 an und sprechen über die Möglichkeiten. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Tim Utke Thranow

23.07.2019

Guten Tag,

ich werde ein Haus bauen ab 08.2021 oder erst in 05.2022. Die Fa. heisst EBK kommt aus dänemark. Das haus hat eine größe von 139 M. Was kann ich sparen. Habe ein Grundstück in Medelby bei Handewitt. MFG
Tim Utke Thranow


ING

23.07.2019

Hallo Kirk, vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir werden den fehlenden Link schnellstmöglich ergänzen. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Kirk

23.07.2019

"Tipp: Einen Überblick über Fördermöglichkeiten gibt es hier."

Wo genau? Es ist kein Link angegeben.


seit den vielen Maßnahmen zur Wärmedämmung

19.07.2019

explodiert das Thema "Schimmel im Haus/Wohnung".
Obendrein ist das deutsche Baurecht ein extrem kompliziertes Thema an dem viele verzweifeln und viele auch scheitern. Und genau das öffnet Scharlatanen Tür und Tor. Außerdem wurde durch die viele Vorschriften im deutschen Baurecht das Bauen extrem verteuert.