Frührente

Mit der richtigen Strategie früher in Rente gehen | 29.08.2016

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© Zinkevych - istock.com

31 Millionen Menschen in Deutschland bekommen Jahr für Jahr denselben Brief – und zwar von der gesetzlichen Rentenversicherung. In Ihrer „gesetzlichen Renteninformation“ können Sie einiges nachlesen:

  1. Den Rentenanspruch im Fall einer Erwerbsminderung
  2. Den bisher erworbenen Rentenanspruch ohne weitere Einzahlungen
  3. Den Rentenanspruch, wenn bis zur Regelaltersgrenze weiter wie bisher eingezahlt würde

Mit welchem Alter diese Grenze erreicht ist, steht in dem Brief. Seit 2012 hebt der deutsche Staat das Rentenalter schrittweise von 65 Jahren auf 67 Jahre an. Jedes Jahr um einen Monat, ab 2023 um jährlich zwei Monate. Das heißt, ein heute 45-jähriger Arbeitnehmer, der 1970 geboren ist, arbeitet noch bis 2037.

Frührente ab wann?

Viele wollen oder schaffen es aus gesundheitlichen Gründen nicht, bis zum regulären Renteneintrittsalter zu arbeiten. Früher in Rente gehen oder Altersteilzeit ist allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Die Rentenkasse unterscheidet zwischen „besonders langjährig Versicherten“ und „langjährig Versicherten“. Wer mindestens 45 Jahre ununterbrochen in die Rentenkasse einzahlt, kann ohne Einbußen mit 63 Jahren früher in Rente gehen.

Das trifft auch für langjährig Versicherte zu. Mit mindestens 35 Betriebsjahren müssen diese allerdings Abschläge bis zum Lebensende hinnehmen. Die gute Nachricht lautet indes: Wer seinen Vorruhestand langfristig plant, kann einen Teil der zu erwartenden Lücke mit einer flexiblen Teilrente clever schließen.

Wie groß ist die Lücke bei einem früheren Rentenbeginn?

Für jeden fehlenden Monat vor der Regelaltersgrenze zieht die Deutsche Rentenversicherung 0,3% ab, wobei die Kürzung auf 14,4% gedeckelt ist. Bei Schwerbehinderten auf 10,8%. Würde der 45-jährige Arbeitnehmer Jahrgang 1970 anstatt im Jahr 2037 bereits 2033 früher in Rente gehen, müsste er auf 14,4% seiner Rente verzichten. Bei einer angenommenen regulären Monatsrente von 1.800 Euro bekäme er knapp 260 Euro weniger pro Monat.

TIPP für alle, die früher in Rente gehen wollen

Mit dem „Rentenbeginn- und Rentenhöhenrechner“ der Deutschen Rentenversicherung und Ihrer jährlichen Renteninformation können Sie in wenigen Minuten den frühesten und den regulären Beginn Ihrer Rente sowie die Höhe Ihrer monatlichen Bezüge ausrechnen. Somit können die, die früher in Rente gehen möchten, rechtzeitig Vorkehrungen treffen.

Abzüge für den Vorruhestand schrittweise ausgleichen

Wer 55 Jahre oder älter ist und mit 63 Jahren früher in Rente gehen möchte, kann der Rentenversicherung mit Ausgleichszahlungen die zu erwartenden Abzüge abkaufen – und frühzeitig seine Altersvorsorge sichern. Das ist zwar nicht ganz billig, lohnt sich aber in den meisten Fällen. Der Betrag – zahlbar in Jahres- oder Halbjahrestranchen sowie als Einmalzahlung – hängt vom Alter und Einkommen ab und erreicht schnell eine mittlere fünfstellige Höhe. Auf Anfrage rechnet die Rentenversicherung den Betrag aus. Wichtig zu wissen: Abschläge auszugleichen, geht bis zum Rentenbeginn. Die Rentenversicherung zieht die vier Jahre, die ein 63-jähriger Rentner bis zu seinem 67. Geburtstag nicht mehr arbeitet, dennoch ab.

Flexible Teilrente mit 63

Für einen gleitenden Übergang in den Ruhestand gibt es eine Alternative: Arbeitnehmer können mit dem Einverständnis ihres Arbeitgebers Teilrente beantragen. Sie arbeiten kürzer, erhalten dafür aber weniger Geld. Die Rentenkasse zahlt die Teilrente bis zu zwei Jahre vor Beginn der Vollrente aus. Abhängig von der Verdienstgrenze entweder zu einem Drittel, der Hälfte oder zwei Drittel der Rente. Gleichzeitig zahlen Teilrentner weiterhin geringere Beiträge ein. Die reguläre Rente verringert sich ab 67 somit unwesentlich.

Autor: ING-DiBa


Ihre Meinung

Kommentare (39)


Kommentare

Klaus

19.11.2017

Solange der Staat bei Engpässen in die Rentenkasse greift und Leuten die 40 Jahre auf die Einzahler und deren Regierungsform abgeledert haben, volle Bezüge auszahlt dürfte es gar keine Abzüge geben. Die Gelder die für Tornado. Kampfflugzeuge in den 80ern aus der Rentenkasse genommen wurden sind bis heute nicht zurück gezahlt worden. Außer bei unserer Rentenversicherung kann niemand der keinen Versicherungsvertrag und die Laufzeit des Vertrags nicht voll hat von einer Versicherung profitieren. Das sind die Finanziellen Mittel die jetzt durch Kürzung der Renten (aber nur derer die ihr Leben lang hart gearbeitet haben)
reingeholt werden müssen. Jemand der bis 30 studierte mit den ganzen Semesterferien um nach seinem Studium z.B. Volkswirtschaft dumme Sprüche loszulassen und den Arbeitern noch sagt seine Arbeitskraft sei zu teuer der vernichtet Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze und gut gehende
Firmen. Der müsste Normalerweise bis 74 arbeiten um
die gleichen Beschaeftigungszeiten zu haben wie jemand der mit 16 anfing und mit 61 aufhört. Als Versicherung die Rentenkasse gesehen müsste eine Beitrag Zeit von 40 Jahren genug sein um in den Genuss
der vollen Rente zu kommen da wären auch die letzten Arbeitslosen weg. Der Fachkräftemangel kommt auch von den super studierten aus den Management Büros die verpeilen das ihr Personal aelter wird und sie den Nachwuchs ausbilden müssen und nicht drauf hoffen das die Regierung die Lebensarbeitszeit erhöht das ihr Versäumnis nicht auffällt.


Helmut

20.10.2017

Ich arbeite seit ich 16 bin. Wenn ich 45 Jahre einzahlen müsste um in Rente gehen zu können, dann sollte ich meiner Rechnung nach bereits mit 61 in Rente gehen können. Bisher waren es für Männer die Rente mit 65 Jahren, also 4 Jahre mehr und nun sind es bis 67 Jahre.
Voll der Betrug!!!
Am Besten ich stelle einen Sarg in der Arbeit hinter mir auf und arbeite bis ich Tod nach hinten wegkippe, dann kann man gleich zumachen und wegtragen.
Das muss geändert werden!!! Wer ab 16 J. anfängt, der soll auch mit 60 in Rente können.
Studierte müssen halt dann länger arbeiten oder freiwillig eher mit Abschlägen dann gehen. Das wäre Gleichberechtigung - verdienen ja dann auch viel mehr...
Habe ja vorher nichts geleistet....und sich selber für Studium entschieden.


FZ

16.10.2017

Die Einzahlung an die Rentenversicherung als Ausgleich für vorzeitigen Rentenbeginn ist sehr hoch. Die Einzahlungen sind Bruttoeinzahlungen. Der Rentenbezug muss mindestens 15 Jahre erfolgen bevor es sich lohnt. Hinzu kommt noch , dass für die zusätzlichen eingezahlen Beträge noch Krankenversicherung Pflegeversicherung und Steuern zu zahlen sind. Somit muss man schon über 20 Jahre Rente beziehen, bevor sich das lohnt. Da kann man das Geld auch sparen und den Rentendifferenzbetrag monatlich vom Konto nehmen und dies wäre dann Netto. Und bei einem Heimplatz reicht auch die erhöhte Rente nicht aus. Das muss dann jeder für sich entscheiden.


UT

08.11.2016

Das Rentensystem ist nur zu retten wenn endlich ALLE, Beamte und Pensionäre eingeschlossen, in die Kasse einzahlen. Dabei sollte die Rente (für Alle) nach der Anzahl der Arbeitsjahre, und nicht nach dem Einkommen berechnet werden. Denn eine Putzkraft in einer Schule, die Toilettenfrau, Kassiererinnen, Altenpleger und und und ...... arbeiten genau so hart und unter teilweise extremeren Bedingungen als wie z.B Pilot oder Abgeordneter. Sie verdienen, sorry erhalten, nicht das Schwarze unter dem Fingernagel für ihre Arbeit.
Dann werden diese Einkommensgruppen auch noch durch unsere "Volksvertreter" verspottet, indem man vorschlägt für das Alter vorzusorgen.
Würde man die Renten/Pensions-höhe deckeln, so könnte die Rente für untere Einkommensgruppen angehoben werden und denjenigen die sich ein Leben lang abgebuckelt haben etwas Wertschätzung zukommen lassen.

UT


D.

16.10.2016

Ein sehr übersichtlicher, verständlich geschriebener Artikel. Weiter so!!!


Max

06.10.2016

Wer 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, kann heute erst mit 63 Jahren und 2 Monaten abschlagsfrei in Rente gehen. Im Jahr 2017 sind es schon 4 Monate und jedes weitere Jahr später 2 Monate zusätzlich, bis die 65 Jahre erreicht sind, dann ist dieses Rentenmodell ausgelaufen!


Sandhase

04.10.2016

Ich bin als SB mit 50% Behinderung (Herklappenersatz und Bypässe 2x, sowie psychischer Erkrankung mit 60 Jahren und 7 Monaten als Maschinenbauingenieur nach annähernd 45 Arbeitsjahren mit 10,2% Abzügen in Rente gegangen. Die Rente beträgt jetzt 1085 € Brutto!
Was kriegt dagegen ein vergleichbarer Ingenieur, der paar km weiter westlich gearbeitet hat? Solche Unterschiede nach 27 Jahren Deutsche Einheit ist doch eigentlich fatal, oder?


Christa Hecht

03.10.2016

In den Artikel haben sich zwei sprachliche (vielleicht sogar gedankliche) Fehler eingeschlichen.

1.
Im Absatz "Wie groß ist die Lücke?" steht: ....wobei die Kürzung auf 14,4 % gedeckelt ist. Ich halte diese Aussage für falsch. Es ist keine Deckelung, sondern dieser Prozentsatz entspricht genau den 0,3 % Abschlägen für 48 Monate des vorzeitigen Bezugs der Altersrente!

2.
Weiter steht im Absatz "Abschläge ausgleichen" ... Die vier Jahre, die ein 63-jähriger Rentner bis zu seinem 67. Geburtstag nicht mehr arbeitet, werden dennoch abgezogen. Das ist falsch! Es wird nichts (!!) abgezogen, sondern nichts mehr eingezahlt. Wer nicht mehr rentenversicherungspflichtig arbeitet und auch keine Rentenersicherungsbeiträge mehr zahlt, kann keine weiteren Ansprüche erwerben! Das ist ganz logisch.

Es ist mir unverständlich wie solche falschen Aussagen zustande kommen. Damit wird ein falsches Bild erzeugt.


Hr.Hans G. Hahn

28.09.2016

Ich bitte sie doch die Aussage der Deckelung des max. Abzug`s von 14,4 % zu überprüfen, dieser liegt bei 18% nach meinen Information.


DaController

26.09.2016

Solange die Rentenversicherung nicht eine echte Solidargemeinschaft wird, und wirklich alle (also auch Beamte, inkl. Politikern und Unternehmer) zur Mitgliedschaft und Beitragszahlung verpflichtet werden, solange wird das Rentensystem weiter kränkeln.


meine Meinung

25.09.2016

Tut mir leid, aber wer hier noch der DDR hinterherjammert, sollte bitte am 03.10. zur Arbeit für einen sozialen Zweck verpflichtet werden.
Unabhängig davon versucht unser Rentensystem nur dem demographischen Wandel Rechnung zu tragen. Die Gleichung mit weniger Beitragszahlern und mehr Rentenempfängern führt automatisch zu einer längeren Lebensarbeitszeit (wenn man nicht den Beitrag auf 25% oder mehr erhöhen möchte). Das sind die Grundrechenarten, nicht immer "die Bösen" da oben aus der Politik.


Fabi

25.09.2016

Also : wir brauchen eine Rentenreform , mit 63 sollte für alle Schluss mit arbeiten sein . Erst recht wenn bei diesem Alter die 45 Beitragsjahre erreicht sind. Und die Renten müssen steigen und ein Niveau haben von dem man leben kann , es sollte 75 Prozent betragen des Netto Durschschnittslohn / Gehalt aller Beitragsjahre. Wie wird das Finanziert ? Ganz einfach , ein Rentensoli in dem alle zusätzlich einzahlen , weniger Verschwendung von Steuergelder , und und und , unsere Politiker sollten mal wissen , was es heißt :mit dem deutschen Durschschnittslohn , nämlich 2900 € Brutto über die Runden zu kommen . Das reicht gerade mal für Essen und Trinken


Stöckl Norbert

24.09.2016

Gut dargestellt. Zu erwähnen ist noch: Zurzeit ist das "Abkaufen" bei der Rentenversicherung historisch günstig, weil der Beitragssatz relativ niedrig ist.


Axel H.

23.09.2016

Hallo alle zusammen,
Ich finde es beschämend, dass im reichen Deutschland, Rentner besteuert werden. Rentner die dazu beigetragen haben das Deutschland eines der reichsten Länder geworden ist. Aus lauter Dankbarkeit an die fleißigen Landsleute wird das Rentenalter angehoben und die Rente Jahr für Jahr gekürzt.
Vielen Dank an alle Politiker die mit sicheren Altersbezügen dazu beigetragen haben.


Trüde

23.09.2016

Es ist traurig, dass Frauen, die ihr ganzes Leben gearbeitet haben und nebenbei auch noch Kinder großgezogen haben und den kompletten Haushalt etc. bewerkstelligt haben, mit 65 - 67 erst in Rente gehen können. Zu DDR-Zeiten konnten alle Frauen mit 60 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Und das war ja auch ausreichend. Denn eine Frau hatte und hat immer noch zwei volle Berufe mit Haushalt, Kindererziehung und ihren Beruf.


Kathi

22.09.2016

War leider nicht sehr hilfreich, da schon hinlänglich bekannt. Ich hatte auf wirksamere Ratschläge gehofft.


D.

22.09.2016

Die Aussage das eine Teilrente nur 2 Jahre vorher möglich ist stimmt nicht ganz. Bereits ab dem 63 Lebensjahr bzw 61 Lebensjahr bei Schwerbehinderung ist eine Teilrente möglich .


Roswitha

22.09.2016

Sehr hilfreich, trifft aber für Beamte, die mit 63 ihre 45 Arbeitsjahre erreicht haben und einen anteiligen rentenbeitrag erhalten nicht zu.


Cornelius

22.09.2016

Sinnvoll wäre noch Hinweis, dass die Ausgleichszahlung aus einer Abfindung gezahlt werden kann und sich die Abfindung und somit die Steuerlast verringert. Bei mir beteiligt sich das Finanzamt so mit 40 % an der Ausgleichszahlung.


Erika Ludigs

22.09.2016

....... d.h. geb. Juli 1955 Rente ab 1.2.2019 wenn 45 Beitragsjahre erfüllt sind.


Peter Geissler

22.09.2016

Die Aussage, dass ein Arbeitnehmer mit 45 Beitragsjahren mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen kann, stimmt nur für die Jahrgänge 1952 und älter. Ab Jahrgang 1953 erfolgt eine stufenweise Anhebung. D.h. Arbeitnehmer ab Jahrgang 1964 profitieren von dieser Regelung nicht mehr und können frühestens mit 65 Jahren abschlagsfrei in den Ruhestand. Leider wird in der Öffentlichkeit und in den Medien über die abschlagsfreie Rente falsch und unvollständig berichtet, sodass es für viele Rentenantragsteller, die kurz vor dem 63. Lebensjahr stehen, eine Überraschung geben wird.


ING-DiBa

14.09.2016

Hallo KK, unser Tipp: Wenden Sie sich am besten an eine Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung: http://tinyurl.com/hmd88qd Viele Grüße, Ihr Social Media Team


KK

13.09.2016

Gibt es denn einen unabhängigen und kompetenten Berater, der einem bei dem Plan, vor Erreichen des Rentenanspruches das Arbeiten aufzuhören, mit den entsprechenden Kalkulationen und Erfahrungswerten unterstützen kann? Natürlich gegen ein angemessenes Entgelt, ich möchte ja eine unabhängige Beratung. Der Internet-Dschungel ist m.E. zu undurchsichtig und die eigene Situation immer sehr individuell.


beeet

12.09.2016

Ich stimme Rainer absolut zu. Der Artikel ist sehr unprofessionell und oberflächlich. Man muß zunächst einmal die Begrifflichkeiten verstehen. "Ohne Abschläge" bedeutet nicht, daß man die gleiche Rente erhält als jemand, der länger gearbeitet hat. Es tritt nämlich ein Doppeleffekt ein. Die sogenannten "Abschläge" bezeichnen den Teil, der üblicherweise für die mutmaßlich längere Bezugsdauer der Rente abgezogen würde. Dieser wird bei Schwerbehinderten und langjährig Versicherten wohl nicht in Abzug gebracht. Es ergibt sich jedoch trotzdem eine Rentenminderung um die Beiträge des Zeitraumes, in dem nicht mehr einbezahlt wurde. In dem Beispiel aus dem Artikel werden dann nämlich aus den 260,-- Euro Minderbezug schnell über 400,-- im Monat. Und auch die Personen, die "ohne Abschläge" früher in Rente gehen können, werden am Ende trotzdem spürbar weniger bekommen, als sie vielleicht denken. Wie schon beschrieben: am besten auf der Seite der DRV die Rente berechnen lassen und die Abzüge für KV und evtl. Steuern und weitere Dinge in Erfahrung bringen. Dann kann jeder für sich selbst entscheiden, wann es für ihn reicht. Macht aber wirklich erst Sinn, wenn man mindestens 58 Jahre alt ist, ansonsten kann sich in der verbleibenden Zeit so viel ändern, wenn denen in Berlin wieder lustige Sachen einfallen....


Hans Jürgen

11.09.2016

Ich glaube mal gehört zu haben das es in der Schweiz so läuft, das sie dort mehr Mehrwertssteuer bezahlen , und dadurch die Rentenkasse finanziert wird . Es zahlen also auch die Rentner hierdurch immer noch ein!bei uns hingegen fällt dieser Beitragszahler beim erreichen des Rentenalters ,weg! da es bei uns bekannt ist, das die Rentensituation sich verschlechtert, die Zeichen sind vorhanden, müsste hier die Rente mal überholt, überarbeitet werden! Schon fast die Hälfte der Rentner lebt am Existenzminimum, viele bräuchten Zuschuss vom Amt ! Diese holen es sich aus Scham aber nicht! Eine steigende nachgelagerte Besteuerung für Rentner verschlechtert das Auskommen im Rentenalter und gehört nicht zu einer Verbesserung! hier sind die dafür zuständigen GEFORDERT ! Mehr Geld in der Tasche, in der Rentenzeit, kommt auch der Wirtschaft zu gute, schließlich kann niemand etwas mitnehmen.....


Rainer Cz.

10.09.2016

Die Aussage mit 63 Jahren und 45 Beitragsjahren ohne Abschläge in Rente gehen zu können,ist falsch.
Mit steigendem Jahrgang verlängert sich die Arbeitszeit weit über das 63 Lebensjahr hinaus.
Ihr Artikel ist schlecht recherchiert und voll von pauschalen Falschaussagen.
Korrigieren Sie ihn bitte, um keine falsche Hoffnung auf eine Rente mit 63 und 45 Beitragsjahren zu wedcken.


Klaus

05.09.2016

Danke für Ihre interessanten Hinweise.

Letztlich hat jede Person Ihren eigenen und
individuellen Lebenslauf resp. Ihre eigene Lebenssituation. Manches geplant, manches ungeplant.

Daher kann jede Person auch nur für sich prüfen, was machbar ist.

Ob der Gesetzgeber jemals oder irgendwann etwas Plus/Minus ändern wird, ist nicht genau vorhersagbar. Gut: günstiger wird es nicht werden.
Also: wenn Erwerbsminderungsgründe vorliegen, nicht zu viel Zeit lassen.

Ein BGE für Alle hätte produktive Vorteile, also Vorteile in Bezug auf die Einsparung von Administration und Kontrollen über Kontrollen über Kontrollen. Glaube ich.


Wolfgang

05.09.2016

Sehr geehrter Herr Günther,
nehme Ihre Rechtfertigungen zum Beamtentum und den Akademikern zur Kenntnis, nehme an das Sie zu dieser Gattung gehören.
Zu Ihren Ausführungen über den Werdegang der Akademiker bis zum erreichen des Abschlusses mit 30 Jahren und als Dr. mit 32 Jahren, lag dieser der Allgemeinheit grob ausgedrückt auf der Tasche.
Mit einer Ausbildung zum Juristen oder Arzt sowie Politiker oder höherer Beamter wird man immer noch im sozialen Netz unterstützt.
Sobald aber nun ein Abschluss vorhanden ist, verabschiedet man sich aus dem Sozialen Netz, indem man privatversichert ist oder Pensionsfähig wurde.
Ich halte es für gerecht wenn hier die privaten Leistungen welche bezogen wurden zurück erstattet werden, obwohl solche wenn man als Selbstständiger tätig ist wieder abzugsfähig ist.
Die Pensionsfähigkeit berechtigt zum Bezug von 76% seiner letzten Nettobezüge als Pension!
Ein Rentner wäre glücklich wenn er solche Berechnungsgrundlagen hätte.
Zur Lebensarbeitszeit, bin zur Zeit 58 Jahre alt und habe 44 Beschäftigungsjahre, es ist schön das es die 63er Regelung gibt, aber wenn Sie für mich zu tragen kommt, habe Ich auch 49 Beschäftigungs-jahre.
Als Beamter wäre Ich bestimmt schon lange in Pension. Als Akademiker werde Ich selbst mit einer längeren Lebenserwartung als die Statistik ausweist nicht in der Lage zu sein die Beschäftigungszeit zu erarbeiten, geschweige den überhaupt arbeitend zu erreichen.
Selbst unser Herr Schäuble welcher betont die Bevölkerung soll länger arbeiten wird dies nicht erreichen.
Über die Finanzierung der Altersversorgung unser Elitären möchte Ich mich nicht auslassen, da dies zu umfangreich wäre.
Mit freundlichen Grüssen


Günther

04.09.2016

Sehr geehrter Herr Pyroex,
Sie sind offenbar nur sehr gering über die Verhältnisse in Deutschland informiert.
Wir haben ein Umlagesystem. Das heißt, dass die Versicherungssumme, die heute über Einzahlungen in die Rentenversicherungskasse hereinkommt im Prinzip am nächsten Rentenzahltag entsprechend der Zahl der erworbenen Anspruchspunkte an die heute lebenden Anspruchsberechtigten ausgereicht wird. Es gibt immer wieder Informationen darüber das in der Rentenkasse Reserven für z.B. einem Monat vorhanden sind. Das heißt, dass das Geld, welches im August eingenommen wurde erst im Oktober ausgezahlt werden wird. Es wird kein Geld durch die Rentenkasse "angelegt". Da die Zahl der berufstätigen Beitragszahler wegen immer geringerer Geburtenrate kleiner, die Lebenserwartung der Empfänger immer größer wurde, glaubte man die Leistungen kürzen zu müssen weil das Umlagesystem einfach auf Dauer keine 70, 80, 90% des letzten Nettolohnes leisten konnte. Schon heute wird aus Mitteln des Bundeshaushalts, also Steuern aller Bürger ( Lohn - und Einkommenssteuern, Kapitalertragsteuern, Erbschaftssteuer, Mehrwertsteuer...) eine hohe Summein in die Rentenkasse eingezahlt. Ich weiß nicht aus welchem Topf. Das ist aber nicht so wichtig. Wichtig ist, dass es eine EINZAHLUNG ist.
Falsch ist Ihre hahnebüchene Behauptung, der Staat bediene sich um seine Immer größere Zahl an Beamten zu verwöhnen. Deutschland hat mit 10 % eine im EU-Vergleich gering Zahl an Staatsdienern, auch wenn es seit 2013 vielleicht ein paar mehr geworden sein sollten, was ich nicht glaube. Bahn und Post sind in Kapitalgesellschaften umgewandelt worden. Es gibt unter den Mitarbeitern keine Beamten, nur Kollegen, die Ihren Beamtenstatus bereits erworben hatten und natürlich nicht .aberkannt bekommen. Lehrer werden nicht zwangläufig verbeamtet. Polizei, Feuerwehr und ähnliche der öffentlichen Sicherheit dienende Berufe haben einen Beamtenstatus mehr als verdient. Es gibt auch andere Systeme, z.B. in der Schweiz. Dort beruht das Rentensystem auf drei Säulen. Der Rentenkasse, (Selbständige sind wohl ausgenommen), Eigener Vorsorge und einer betrieblichen Rentenkasse.In die Basiskasse zahlen sowohl der Arbeitgeber als auch jeder Angestellte je 5% des Bruttolohnes ein. Eigene Vorsorge und betriebliche Rentenkasse erfordern eigenen Leistungen. Bei beiden kann man nur ernten, was man gesäht hat.
In Deutschland werden Renten zunehmend besteuert. Auch da gelten Freibeträge, so dass von einem großen Teil der Rente keine Steuer fällig ist. Seit dem Beschluss das Renteneintrittsalter zu erhöhen, kann man einen jährlich zunehmenden Anteil des Bruttolohnen in eine private Altersvorsorge einzahlen. Da sollte man allerdings nicht auf den nettesten Vertreter hereinfallen sondern sich gut beraten lassen, z.B von der Verbraucherberatung und nicht vom Rudi von der XYZ Bank, weil man den ja kennt. Nutzen Sie Ihren Computer einfach mal um echte Informationen zu bekommen.. Egal was jetzt noch kommt. Ich werde nichts mehr von mir geben.
Deutlich wird aber, dass viel mehr an Öffentlichkeitsarbeit geleistet werden muss, um insbesondere junge Menschen rechtzeitig auf das enorm wichtige Thema hinzuweisen.
Mit freundlichen Grüßen


Günther

02.09.2016

Die Welt vom 14.11.2013:
Deutschland, ein Land von Beamten, unter der Fuchtel von Verwaltung und unzähligen Vorschriften: Denkste. Zumindest sieht es in den meisten Industrieländern noch schlimmer aus, wenn man den Anteil der Beschäftigten im öffentlichen Sektor mit der Zahl aller Berufstätigen vergleicht.

Denn in Deutschland arbeiteten 2011 knapp elf Prozent der Erwerbspersonen im öffentlichen Sektor. Dieser Wert ist seit zehn Jahren stabil geblieben und liegt fünf Prozentpunkte unter dem Durchschnitt in der Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Das geht aus der OECD-Studie "Government at a Glance" (Regierung auf einen Blick) hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Auffällig ist, dass in Skandinavien der Staat als Arbeitgeber eine wesentliche größere Rolle spielt. 2011 haben in Norwegen und Dänemark 30 Prozent aller Berufstätigen für den Staat gearbeitet – fast doppelt so viel wie der OECD-Schnitt von 16 Prozent. In Schweden waren es 26 Prozent. Dagegen beschäftigt der öffentliche Dienst in Korea, Japan, Griechenland und Mexiko jeweils nur neun Prozent oder weniger der Berufstätigen.
Wir haben einUmverteilungssystem. Die Rentenbeiträge, die heute hereinkommen, werden am Monatsersten ausgezahlt. Der Staat gibt jetzt bereits nicht uberhebliche Zuschüsse. In landern, in denen allein eine Rentenkasse einzahle,, z. der Schweiz gibt es aber mehrer Säulen Basisrente, ganz wichtig: EIGENE Vorsorge und ich glaube auch betriebliche Altersvorsorge. Beilanglähriger Beschäftigung ein ordentliches Rentenniveau. in Deutschland kann man vor Steuern Geld für die Rente anlegen ( seit der sozialdemikratischen Absenkung des allgemeinen Renteniveaus, welche wegen der demographischen Entwicklung nicht zu vermeiden war. Also sparen und kostengünstig z.B. mit ETFs anlegen. Keine übermotorisierten Autos, die eigentlich viel zu teuer sind fahren, Urlaub mit dem Fahrrad oder auf Balkonien. Ich war mit meinen Kindern auch nur wenige Male verreist. Es hat ihnen nicht geschadet.


Brigitte Baldauf

02.09.2016

Danke, für diesen Hinweis. Das Thema Teilrente war mir unbekannt; ich kannte nur Lohn- bzw. Geldwertkonten. Die Kombination beider könnte sich lohnen! (+Schwerbehinderung)


Pyroex

02.09.2016

Das eigentliche Problem sind die immer mehr werdenden Beamten und deren Pensionsansprüche. Unser Rentensystem kann auf Dauer nur funktionieren indem alle dort einbezahlen damit meine ich Solidarbeitrag von Rechtsanwälten, ÄRZTEN
etc. Denn das Studium wurde ja auch vom arbeitenden Volk finanziert. Diese Klientel ist aber von Beitragszahlungen befreit da die Gehälter nicht der Versicherungspflicht unterlegen. Wenn ich 50Jahre meine Beiträge von mir und Arbeitgeber hätte anlegen können wäre ich heute Millionär. Nein nichts wurde verzinst etc. im Gegenteil der Staat hat sich immer daraus bedient für den Haushalt. Klar sind ja auch alles Beamtete. Es gibt keinen Politiker mehr der Handwerker war etc. Nein es sind meistens Juristen die dem Maurer erzählen er solle z.Zt. Bis 67Jahren arbeiten.Wo Leben diese Volksvertreter? Das derzeitige Rentensystem beruht nur auf Rentenkürzung es kommt noch schlimmer wenn die Renten demnächst sukzessive versteuert werden. Das Solidarsystem kann nur funktionieren wenn alle in 1System einbezahlen. dh. Beamte,Rechtsanwälte,etc.
Ansosten droht allen unwissenden Hartz4.
Aber Peter Hartz geht es gut.


Günther

01.09.2016

Ich werde vielleicht mißverstanden.
1. Ein Mensch der bis 35 an der Uni rumhängt, vorrausgesetzt er hat sich auch Anfang 20 immatrikuliert ist für diesen Berufsweg ungeeignet. 2.Die "Besserverdienenden" zahlen maximale Lohnsteuern, maximale Krankenversicherungsbeiträge, Soli, Rentenbeiträge. Diese eventuell in Form von Kammerbeiträgen. Das ist häufig mehr als das Doppelte von irgendwas. Insofern frage ich mich ob Herr Benjamin überhaupt schon einmal aktiv am Arbeitsmarkt beteiligt war, denn dann wüßte er dass, Beiträge gestaffelt nach Einkommen erhoben werden. Das ist ein richtiges von mir begrüßtes Prinzip.
3. Ich kenne junge Leute, die 20 Jahre sehr sparsam waren und sich trotz eines nichtakademischen Berufes als 35jährige mit Freundeshilfe ein Häuschen errichten.
4. Man muss sparsam sein, wenn man finanzielle Ziele erreichen will. Dazu ruft dieser Artikel auf und nicht dazu auf andere zu zeigen und zu meinen, sie sollten den Lebensabend von 40 Zigaretten und X Bierchen pro Tag, Schnitzel zum Frühstück in der Kantine - Kollegen mit noch höheren Beiträgen unterstützen. Mit dem oben aufgeführten Lebensentwurf kommte man gerne auf 20€ am Tag, 100€ pro Wochen, 400€ im Monat.
Na gut, ich habe übertrieben aber setzen Sie diese und auch geringere Zahlen in einen Zinseszins -Rechner ein. Sie werden bemerken dass ein solcher Lebensstil nicht nur die Gesundheit sondern auch ein Vermögen verspielt. Und bitte keine weiteren Ausfälle gegen Akademiker


Cassel

01.09.2016

HTTPS wird nicht geladen.
Achtung, bitte b.B. darauf achten, dass sich die Seite der DRV als "https" öffnet. Gerade erhalte ich hier nur eine ungesicherte Verbindung. Ggf. das https:// vor das "www." einfügen. Schliesslich gibt man hier Persönliches ein.


Martina Sommer

01.09.2016

Leider funktioniert der Link zum Rentenbeginn- und Rentenhöhenrechner nicht.


Benjamin

31.08.2016

@Günther: Ein Akademiker der bis 35 studiert hat, sollte doppelt soviel einzahlen und bis 80 arbeiten.
Man kann immerhin schon mit ein paar und zwanzig fertig sein.


Guenther

31.08.2016

Lieber Herr Pyroex !
Die "Akademiker" leben aber bis "35" in sehr notdürftigen Verhältnissen,müssen sich teilweise verschulden und bei Berufsstart einen Teil des BAFÖG zurückzahlen. Kluge Menschen- und nur die sollte studieren- machen das ABI mit 19, waren früher 2Jahre imsozialen Dienst oder wer´s brauchte bei der Bundeswehr. Mit spätestens 22 ein fünf-, maximal sehsjähriges Studium. Da ist man noch nicht 35. Auch nicht, wenn man noch 2 Jahre füe eine Promotion dranhängt.
Wer bis 35 studiert hat entweder keinen Plan vom Leben oder will sich nicht eingestehen, dass er doch lieber die Realschule besuchen und einen ordentlichen Beruf hätte ergreifen sollen. Liebe Eltern prügeln Sie nicht jeden mittelmäßig Begabten auf das Gymnasium und jammern dann, das man unbedingt das G13 braucht. Denken Sie an das Wohl Ihres Kindes und das der Gesellschaft. Wenn 5% eines Jahrganges sofort das Abi machen und nicht 30% wäre es für alle Beteiligten besser. Die großartigen Möglichkeiten, zu einem späteren Zeitpunkt die Hochschulreife ( Betonung: Reife) zu erwrben müssen natürlich weiter bestehen, vielleicht sogar ausgebaut werden.
Damit niemand meine Worte falsch versteht: Ich schätze jeden Menschen, jeden Beruf gleich wert. Nur die Summe ermöglicht die Existenz unserer Gesellschaft..


Birgit

31.08.2016

Wenn ich 63 bin habe ich mit Lehrzeit 47 Jahre gearbeitet. Davon werden 2 Jahre als Erziehungsurlaub gerechnet. Ich bin Jahrgang 1967. Frage an die Diba: wann kann ich ohne Abschläge in Rente gehen ? Tatsächlich mit 63?


Pyroex

31.08.2016

Die Angaben sind falsch, bin selber Bj 61 und arbeite schon seit meinem 15 Lebensjahr. In den 3 Lehrjahren habe ich schon richtig gut verdient.. Bekäme meine 45 Jahre locker zusammen, darf aber erst mit 64 und 9Monaten in Rente. Alles ist eine Mogelpackung der Regierung. Man sollte mal die Akademiker in den Focus nehmen bis 35 studieren und mit 60 in Rente? Wie soll das funktionieren? Bei den Ausgleichszahlungen immer die Lebenserwartung betrachten ob es sich dann noch lohnt. Das letzte Hemd hat keine Taschen♿