Stepstone Gehaltsreport 2020

Wo und in welcher Branche Deutschlands Topverdiener arbeiten | 09.03.2020

Würden Sie Haustürbetrüger erkennen?

Das durchschnittliche Bruttojahreseinkommen von Deutschlands Führungskräften ist deutlich gestiegen, das der Fachkräfte leicht gesunken. Das geht aus dem StepStone Gehaltsreport 2020 hervor. Doch beim Lohnniveau gibt es regionale Unterschiede – und: In manchen Berufen verdienen Arbeitnehmer mehr als in anderen.

Der Spruch ist weit verbreitet: Über Geld spricht man nicht. 128.000 vollzeitbeschäftigte Fach- und Führungskräfte taten es doch – und offenbarten dem Jobportal StepStone für den Gehaltsreport 2020 ihre Einkommenssituation. Das Ergebnis: Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt über alle Berufe und Regionen Deutschlands hinweg liegt 2020 bei 58.785 Euro. Das ist ein Plus von 695 Euro gegenüber dem Bruttojahresgehalt (58.090 Euro) im Gehaltsreport 2019. Zu dem durchschnittlichen Bruttogehalt gehören auch variable Anteile wie Boni, Prämien und Sonderzahlungen.

Das sind die Top-Verdiener 2020 in Deutschland

Wer mit Abstand am meisten verdient? Das sind laut StepStone Gehaltsreport im Vergleich der Berufsgruppen die Ärzte mit einem durchschnittlichen Spitzenverdienst von 92.316 Euro. Auf den nächsten Rängen folgen die

  • Finanzexperten: 76.354 Euro
  • Juristen: 70.042 Euro
  • Bankfachleute: 65.006 Euro
  • Ingenieure: 64.541 Euro

Betrachtet man die Durchschnitts-Gehälter gesamter Branchen, liegt der Bankensektor auf Platz eins:

  • Banken: 69.703 Euro
  • Pharmaindustrie: 69.515 Euro
  • Fahrzeugbau und –zulieferer: 68.778 Euro
  • Chemie- und Erdölverarbeitende Industrie:  66.972 Euro
  • Konsum- und Gebrauchsgüter: 65.789 Euro

Ein Studienabschluss lohnt sich finanziell

Was sich mit Blick aufs Gehalt langfristig in jedem Fall auszahlt, ist ein Studienabschluss. Schon nach drei bis fünf Jahren Berufserfahrung verdienen Akademiker im Schnitt gut 15.000 Euro im Jahr mehr als diejenigen ohne akademischen Abschluss (55.985 Euro gegenüber 40.913 Euro). Nach 25 Jahren ist diese Diskrepanz besonders deutlich: Akademiker bekommen im Schnitt ein Jahresbruttogehalt von 94.493 Euro, Nichtakademiker im Schnitt nur 59.544 Euro.

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Arbeitnehmer mit Personalverantwortung verdienen spürbar mehr

Hat ein Arbeitnehmer Personalverantwortung, schlägt sich dies spürbar im Gehalt nieder. Personalverantwortliche kommen auf ein durchschnittliches Bruttojahresgehalt von 74.744 Euro und verdienen damit spürbar mehr als im Vorjahr (2019: 67.868 Euro). Die Führungskräfte erhalten damit im Schnitt über 24.000 Euro mehr als Fachkräfte ohne Personalverantwortung, die auf 50.317 Euro kamen und sogar weniger als im Vorjahr verdienten (2019: 51.176 Euro).

Auch auf die Größe eines Unternehmens kommt es an

Egal, ob mit oder ohne akademischen Abschluss: Mitarbeiter in großen Unternehmen mit mindestens 1.000 Beschäftigten verfügen im Schnitt immer über ein höheres Einkommen als Angestellte kleiner und mittelständischer Firmen.

Das sind die regionalen Gehaltsunterschiede

Im Gehaltsvergleich der Bundesländer hat nach wie vor Hessen die Nase vorn. Fach- und Führungskräfte erzielen dort ein Durchschnittsgehalt von 64.335 Euro (2019: 65.296 Euro). Auf den nächsten Rängen mit einem durchschnittlichen Einkommen oberhalb der 60.000-Euro-Marke folgen Bayern mit 62.243 Euro (2019: 62.172 Euro) und Baden-Württemberg mit 61.677 Euro (2019: 62.375 Euro).
 
Auf dem untersten Rang der 16 Bundesländer landet, wie auch im Vorjahr, Mecklenburg-Vorpommern, wo der Verdienst im Schnitt bei 45.135 Euro (2019: 42.063 Euro) lag.
 

Die durchschnittlichen Brutto-Jahresgehälter in den Bundesländern

Die durchschnittlichen regionalen Brutto-Jahresgehälter für Fach- und Führungskräfte im Überblick (in Klammern die Zahlen von 2019)

  1. Hessen: 64.335 Euro (65.296 Euro)
  2. Bayern: 62.243 Euro (62.172 Euro)
  3. Baden-Württemberg: 61.677 Euro (62.375 Euro)
  4. Hamburg: 59.111 Euro (60.774 Euro)
  5. Nordrhein-Westfalen: 58.815 Euro (58.846 Euro)
  6. Rheinland-Pfalz: 55.933 Euro (55.275 Euro)
  7. Saarland: 55.692 Euro (54.710 Euro
  8. Bremen: 55.786 Euro( 57.881 Euro)
  9. Berlin: 54.392 Euro (54.247 Euro)
  10. Niedersachsen: 54.150 Euro (53.545 Euro)
  11. Schleswig-Holstein: 52.563 Euro (52.105 Euro)
  12. Thüringen: 48.334 Euro (44.102 Euro)
  13. Sachsen: 47.292 Euro (43.096 Euro)
  14. Sachsen-Anhalt: 46.890 Euro (42.340 Euro)
  15. Brandenburg: 46.575 Euro (45.066 Euro)
  16. Mecklenburg-Vorpommern: 45.135 Euro (42.063 Euro)

In diesen Städten arbeiten Deutschlands Spitzenverdiener

Die Stadt Frankfurt am Main behauptet im Vergleich zum Vorjahr ihren Spitzenplatz: In der hessischen Metropole mit ihrem starken Bankensektor liegt der Bruttojahresverdienst im Schnitt bei 70.974 Euro (2019: 73.170 Euro). Es folgen die Städte München in Bayern mit 67.425 Euro (70.625 Euro) und Stuttgart in Baden-Württemberg mit 66.444 Euro (68.016 Euro).
 
In dem Ranking der zehn Städte mit den höchsten Durchschnittseinkommen ist …

  • Baden-Württemberg neben Stuttgart mit Ulm (65.214 Euro) auf Rang vier und mit Heidelberg (61.577 Euro) auf Rang zehn vertreten.
  • Nordrhein-Westfalen mit Düsseldorf (63.700 Euro) auf Rang fünf, mit Bonn (63.634 Euro) auf Rang sechs und mit Essen (61.836 Euro) auf Rang acht präsent.
  • Hessen neben Frankfurt am Main mit Darmstadt (63.287 Euro) auf Rang sieben dabei.
  • Rheinland-Pfalz mit Mainz (61.663 Euro) auf Rang neun vertreten.

Top-Gehälter sind nicht der einzige Job-Anreiz

Ein sehr gutes Einkommen ist wichtig, aber auch nicht alles. Das hat StepStone schon im Jahr 2017 herausgefunden. Demnach sind nur 15 Prozent der Beschäftigten bereit, im Gegenzug zu einem äußerst attraktiven Gehalt Abstriche bei der Unternehmenskultur zu akzeptieren. Mit anderen Worten: Neben Geld sind beispielsweise auch flexible Arbeitszeiten und ein guter Umgang miteinander wichtige Faktoren.
 
Aus Sicht von StepStone ist dies ein genereller Trend: Das Gehalt spielt nach wie vor eine entscheidende Rolle bei der Jobwahl. Allein ausschlaggebend ist es aber längst nicht mehr.
 
Den StepStone Gehaltsreport 2020 im Detail gibt es hier.

Autor: ING


Ihre Meinung

Kommentare (27)


Kommentare

missbrauchte Fachkraft

18.05.2020

Ich bin zutiefst enttäuscht über die aktuelle Situation im Bezug auf die Entlohnung der "systemrelevanten Berufe" Als Krankenpfleger direkt an Coronapatienten zu arbeiten und im Anschluss, solch ein Gehaltsreport zu lesen macht mich wütend. Andererseits gilt nach wie vor der Leitsatz "Augen auf bei der Berufswahl "...


Thea

16.05.2020

Ich habe gerade die Kommentare gelesen und mich gefragt zu welchem Text die gehören? Dem obigen?
Tja, passt wenig. Egal, aber kommentiert?


ING

06.04.2020

Hallo Herr Almohamad, sicherlich wundern Sie sich, wo Ihr Kommentar geblieben ist. Sie haben Ihre persönlichen Kontaktdaten angegeben, daher haben wir ihn zu Ihrem persönlichen Schutz nicht veröffentlicht. Gern können Sie einen neuen Kommentar einstellen, bitte ohne Ihre Daten, oder schicken Sie eine E-Mail mit Ihrem Anliegen an info@ing.de. Vielen Dank, bleiben Sie gesund! Viele Grüße, Ihr Social Media Team


@Anonym

03.04.2020

Dann erklären Sie mir bitte mal, warum die 2 Beamten, die unter Verdrehung des Beamtenrechts bei uns beschäftigt waren und noch sind, über die Nettogehälter ihrer Arbeitskollegen im Angestellten-Verhältnis nur lächeln konnten. Qualifiziert für den Job waren/sind die überhaupt nicht, aber man konnte die beiden halt nicht mehr als Beamte tagtäglich auf die Menschheit loslassen.
Dazu kommt: uns Angestellte konnte man täglich wegen geringerem Bedarf feuern, Beamte kann man nur einer rechtskräftigen Verurteilung von mehr als 2 Jahre Bewährung entlassen - selbst ein Polizist kann also beim Einkaufen klauen. Der Beamten-Job ist nun mal absolut krisensicher. Und das hat heutzutage immer mehr Wert.


Anonym

03.04.2020

Also ich kann nur sagen, dass Beamte im gehobenen Dienst (egal ob Verwaltung, IT, usw.) nach Abzug der PKV völlig unterbezahlt sind. Es ist eine Schande, wie der Staat seine eigenen Mitarbeiter bezahlt!
Da bekommt jeder Hilfsarbeiter mehr, so ist die Realität.


Dieter 2

01.04.2020

@fraglich
Also ich hatte 2018 schöne 56.552 Euro Brutto - damit lag ich satte 10 000 Euro über den Landesdurchschnitt (Land BB) . Da ist das Gute. Auf der anderen Seite der Medaille steht aber, das ich damit laut einem Beratungsunternehmen für meine Tätigkeit nur 42% des im alten Bundesgebietes üblichen Durchschnittsgehaltes bekam.


Chris. H.

01.04.2020

Ihre Umfrage mit der Auswahlmöglichkeit „Joa, schon okay“ wirkt sehr unprofessionell. Schließlich sind sie eine Bank und sollten etwas mehr Seriösität ausstrahlen. Ansonsten wirkt der Versuch hip und modern zu sein an dieser Stelle sehr unbeholfen.


@karlo

31.03.2020

Ihr Beitrag ist für Million in diesem Land eine massive Beleidigung. Und Sie zeigen mit ihrem Beitrag, dass Sie von der Komplexität der Gesellschaft und den Abhängigkeiten voneinander keinerlei Ahnung haben. Wo bitte funktioniert denn heute noch etwas ohne IT oder EDV? Selbst die Läden blieben leer, sie hätten keinen Strom mehr und auch kein Wasser, alle (!) Telefone wären Sondermüll, ihre Girocard würde nicht mehr funktionieren, auch kein Kassensystem. Und schalten sie mal die IT in einem Krankenhaus ab - das verstehen sie eh nicht. Aber gerade in der EDV und der IT kann man vieles aus dem Home Office machen.


Realist

30.03.2020

so mancher träumt hier im Forum ganz schön große Träume, obwohl die tägliche Praxis genau anders herum aussieht.
Aber zumindest fehlt hier bisher der politisch korrekte Lügner.


karlo

28.03.2020

vielleicht zeigt sich ja in Folge von Corona am Lohn das man Geld nicht fressen kann und die ganzen sinnlosen sogenannten Fachkräfte sind ja sowieso schon daheim oder im sogenanten Homeoffice , weil sie ja sowieso vollkommen unwichtig sind und die Menschen die wirklich wichtige Dinge erschaffen (Handwerker, Krankenschwestern, Lkw Fahrer usw.) werden endlich vernünftig entlohnt.


Realist

26.03.2020

@fraglich
Ihre pauschale Aussage stimmt leider so nicht. So wird die Stadtverwaltung der hiesigen ex. Großstadt bereits seit 1992 zu 100% nach Westtarif bezahlt! Dafür ist diese ostdeutsche Stadtverwaltung auch die mit Abstand faulste und unfähigste Stadtverwaltung einer (ehemaligen) ostdeutschen Großstadt und 1999 wurde deren damaliger OB im deutschen Fernsehen öffentlich als dümmster und unfähigster OB einer deutschen Großstadt bezeichnet. Übrigens schiebt diese Stadt ca. 330 Millionen Euro Schulden vor sich her, angehäuft zwischen 1990 und 2001. Danach verschwanden die Berater aus den alten Bundesländern und der OB.


xy

26.03.2020

Wer investieren will, braucht keine Superkräfte

"Mit den Fondshelden der ING fällt die Entscheidung leicht. Finden Sie Ihren Helden unter den vielfältigen Investmentmöglichkeiten!"

Haha
Dann bemühen Sie sich indem sie die an Landen die super Topverdiener.
Warum soll ich die idiotische Eigen-Fonds der Ind-Diba kaufen (die nur auf hohe Margen aus ist) wenn ich bessere Fonds finde.


fraglich

25.03.2020

Hier wird überhaupt nicht berücksichtigt, dass in vielen Teilen der neuen Bundesländer nicht nach Tarif gezahlt wird.
Und selbst Branchen, die nach Tarifvertrag zahlen - schauen Sie sich dies bitte einmal genauer an - Tarif 2008 (und das im Jahre 2020)!!
Einzige Ausnahme Ärzte und Pflegekräfte ... alles andere wird abgespeist, als sei es der letzte Dreck. Ja auch Betriebswirte haben studiert und sollten qualifikationsentsprechend entlohnt werden und nicht nach 15 Jahren Berufserfahrung mit 2000 EUR monatl. brutto abgespeist werden


Heinz

25.03.2020

Edgar hat sowas von recht! Diese Angaben sind utopisch!!! Kein Elektriker, Verkäufer, Metallbauer usw. bekommt so viel brutto.


Tom

25.03.2020

Was man verdient ist heutzutage völlig belanglos, wichtig ist was man erbt, denn auf diese Weise werden die Vermögen geschaffen. So mancher Landbewohner wird per Geburt auch ohne höhere Ausbildung Millionär, während viele Akademiker ein Leben lang ein kleines Haus für ihre Familie abbezahlen.


Stefan

25.03.2020

Ein sehr treffendes Zitat, wie ich fand, gerichtet an Kollegin Diplom.-Sozialpädagogin mit 20 Jahren Berufserfahrung: "Für das was ihr verdient (gut 30.000,- brutto), fasst bei uns (VW) eine Putzfrau noch nicht mal den Besen an."


TLB

25.03.2020

Ob ich das mal alles glauben soll??
Die meisten "normalen" Bürger die ich so kenne haben einen Bruttoverdienst von 1600 - 5000 € / Monat.
Die ist auf das Jahr gerechnet 19.200 € - 60.000 €.
Hier geht es von der Zahnarzthelferin, Schlosser, Dachdecker, Klempner, Elektriker, Taxifahrer, Krankenschwester, Verkäufer/in, Polizeibeamter, Verwaltungsangestellte/r, Busfahrer/in, Pflegefachkräfte, Gärtner,Lehrer...……
Teilweise natürlich auch Nacht- und Wechselschicht.
Ich denke es handelt sich bei den Gruppen wahrscheinlich auch um das Groh unserer Bevölkerung.
Wie können den dann nur die angegebenen Durchschnittsgehälter Zustandekommen??
Es können doch nun wirklich nicht unsere schlecht bezahlten und viel arbeitenden (redenden) Politiker sein, oder?? :-)


edgar

24.03.2020

also ich wohne in mv, arbeite aber woanderds.
alle eure durchschnittsverdienstzahlen sind vollkommen unrealistisch.
ich verdiene wirklich sehr gut und bin zufrieden.
den durchschnittsverdienst in mv, sowie auch in anderen bundesländern für fachkräfte im handwerk, bau oder dienstleistungssektor allgemein, also alles, ausser industrie und verwaltung liegt eher bei um die 30.000 p.a.
mal mehr, mal weniger.

will mal wissen, wo maurer, klempner, bäcker, fleischer, verkäufer, tischler, kfz mechaniker, busfahrer, lkw fahrer, zugbegleiter, landschaftsgärtner, arzthelferin, dachdecker, maler, sekretär, sachbearbeiter, hausmeister, heizungsbauer, elektriker, kellner, fensterbauer, forstwirt, landwirt, fischer usw. verdient ?

daher bitte mal die klientel der befragten ändern, oder deren bruttogehaltsangaben nicht als netto werten und daraus einen neuen bruttolohn kreieren.


Claudia

23.03.2020

Wir Krankenschwestern- selbst mit Fachausbildung- verdienen einfach viel zu wenig. Man sollte das Gehalt der tagtäglichen Leistung und Verantwortung gegenüberstellen....
Kein Wunder, dass diesen Beruf kaum noch jemand machen möchte. Das bedeutet: noch mehr Arbeit und Überstunden!
Vielleicht wachen die Politiker durch Corona endlich auf!!! Eure Taschen sind größtenteils voll! Es reicht!


Karl

22.03.2020

Wenn ich diesen Müll sehe wird mir einfach schlecht! Da werden noch die einzelnen Bundesländern aufgezählt und welche Unterschiede es gibt. Tatsächlich ist das doch in Deutschland so das jeder gleich ist und unterschied zwischen Mann und Frau gibt es trotzdem! Was ist denn in diesem so sauberen und menschlich, humanitären Deutschland los eigentlich gar nichts was die Wahrheit betrifft! ?????


Nobody

22.03.2020

@ Rentner: die "Kollegen" die euch mit solchen dämlichen Sprüchen vollgetextet haben, spiegeln die Dummheit der Deutschen wieder. Das sind nebenbei auch nicht die Leistungsträger unserer Gesellschaft. Mich stört schon sehr sehr lange die absolut überzogenen Gehälter die in der Industrie verdient werden. Da bekommen Leute für stumpfsinnige, jedoch offensichtlich notwendige Arbeiten am Fließband Gehälter und Zuschläge gezahlt, über die manche Akademiker, Handwerksmeister, etc. nur staunen können. Aber genau diese Leute, die oben erwähnten, bekommen bald ihre Quittung!


Ein Mitbürger

22.03.2020

Ich frage mich ehrlich gesagt wie eine seriöse Bank einen derartigen Unsinn veröffentlichen kann. Eine Erhebung mit 128.000 Befragten ist in keinster Weise repräsentativ. Ferner ist die Abgrenzung der Umfrage schwammig. Fach- und Führungskräfte ? Was heißt das genau ? Wenn eine Lagerfachkraft, sprich ein Gabelstaplerfahrer diese Zahlen liest kommen dem die Tränen, denn der Kollege verdient im ganzen Leben nie so viel wie da angegeben ist.
Wer die angegebenen Zahlen betrachtet und ein bisschen mitbekommt was die Menschen um einen herum so verdienen der merkt sofort, dass hier was nicht stimmt. Ein ein Blick auf die Seite des statistischen Bundesamtes und das BIP hilft. Das durchschnittliche monatliche Bruttogehalt eines vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers in DE lag 2017 bei rund 3.800 Euro = 45.600. Betrachtet man alle Arbeitnehmer (inkl. Teilzeit, geringfügig Beschäftigte) landet man bei rund 2.900 Euro/m = 34.800. Und zwischen 2017 und 2019 ligt nicht so viel Zeit, dass die Gehälter derart gewachsen sind. Und es gibt Menschen die verdienen weit unter dem Durchschnitt. (siehe Kommentar: @Loddel). Also Vorsicht mit solchen "Gehaltsreports". Ferner glaube ich, dass die "Topverdiener" in unserem Land über solche Gehaltsangaben nur schmunzeln, das diese in Realität weit mehr verdienen. Was den Lageristen oder die Krankenschwester die absolut auch eine FACHKRAFT ist die Zornesröte ins Gesicht treibt, da diese sich hier Tag täglich abrackern und ihr Einsatz finanziell viel zu gering honoriert wird.


Egal

21.03.2020

Die Umfrage ist sicher nicht repräsentativ. Diejenigen mit niedrigem Gehalt werden es eher seltener genannt haben.
Ich bin auch unterhalb des angeblichen Durchschnitts. Bekomme aber tatsächlich auch weniger, als nach TV-L für meine Tätigkeit gezahlt werden würde.


Dipl.-Ing. Hans F.

21.03.2020

Die Durchschnittsbildung verzerrt das Bild. Wenn man in der chemischen Industrie oder im Fahrzeugbau (wo ich 25 Jahre Einblick habe) zu den Führungskräften mit Personalverantwortung zählt, geht man mit min. 100.000€ brutto pro Jahr nach Hause, plus häufig noch mit Aktien- oder Erfolgsboni und Firmenrentenprogram.
Da müssen eine Reihe sehr viel geringerer Gehälter eingerechnet worden sein. Aussagekräftiger wären Einkommensspannen “von - bis”.


@Loddel

19.03.2020

In der Tabelle steht der Durchschnitt. Früher sagte dazu der Volksmund "Im Durchschnitt war der Dorfteich 30 cm tief - und trotzdem ist die Kuh darin ertrunken".
Der Durchschnittsdeutsche besitzt 251.300 Euro -Sie auch? Dank Ehefrau und 2 Kindern seit Ihr also Millionäre! So wie der Durchschnittshaushalt in der BRD.


Loddel

19.03.2020

Wenn man die Gehälter hier so liest, dann wundere ich mich, wie immer über den öffentlichen Dienst wegen dessen Besoldung hergezogen wird. Ein Beamter A12 mit Personalverantwortung wäre nach der Tabelle gerade mal im unteren Bereich der Gehälter angesiedelt.

Kenne auch einen IT-Supporter, der würde sich über die angegeben Gehälter freuen, der geht mit einem Jahresgehalt bei Vollzeit mit 21000 Euro brutto nach Hause.


Rentner

09.03.2020

Ende 2010 wurde bei uns eine Beratungsanalyse eingestellt von Professor Dr. Gora. Danach war unser Niederlassung sehr ertragsreich, denn die Masse der dort tätigen Mitarbeiter bekam ja nur 37% des marktüblichen Lohnes. Gleichzeitig erzählte man aber uns Ossis, wir bekämen jetzt 100% Westgehalt. Im Ergebnis dessen bekomme ich auch nur 40% des üblichen Rente meiner Kollegen im Westen. Lehrgänge besuchten wir gemeinsam mit Kollegen aus dem Westen. Die meinten offen zu uns "Für Euer bisschen Gehalt wurden wir morgens nicht mal unseren Hintern aus dem Bett heben". Wir waren im gleichen Unternehmen beschäftigt … . Unsere Niederlassungen im Osten erzeugten 70% des gesamten Gewinns des Unternehmens.