Geldanlage

Wie viel Vermögen deutsche Privathaushalte besitzen und wie sie es anlegen | 08.05.2014

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Trotz Niedrigzinsumfeld in der Wirtschaft steigt das Geldvermögen in Deutschland an. Wie viel Vermögen deutsche Haushalte besitzen und wie sie es am liebsten sparen, zeigen wir Ihnen hier.

Wie viel Vermögen haben die Deutschen?

Die deutschen privaten Haushalte haben ihr Geldvermögen innerhalb des vergangenen Jahres um etwas mehr als 4% steigern können. Die Deutsche Bundesbank hat dazu den Besitz privater Haushalte im 4. Quartal 2013 mit dem Vorjahresquartal verglichen. In diesem Zeitraum stieg das Vermögen in Deutschland von 4,95 Billionen Euro auf 5,15 Billionen Euro. Die höchsten Zuwächse verzeichneten Aktien mit mehr als 15% sowie Bargeld und Sichteinlagen (Sichteinlagen = Bankguthaben, bei denen keine Laufzeit oder Kündigungsfrist vereinbart ist) mit mehr als 9%. Ein Rückgang ist bei Termingeldern und Sparbriefen sowie festverzinslichen Wertpapieren zu verzeichnen.

Vermögen: Deutsche legen weniger als 20% am Kapitalmarkt an

Insgesamt betrachtet zeigt sich: Ihr Geld und Einkommen sparen deutsche Haushalte am liebsten klassisch und kapitalmarktfern. Die Vermögensverteilung der Deutschen sieht so aus: Knapp über 40% des gesamten privaten Vermögens in Deutschland sind in Bargeld und Sichteinlagen, Termingeldern und Sparbriefen und Spareinlagen angelegt. Etwas mehr als 36% entfallen auf Ansprüche gegenüber Versicherungen und auf Ansprüche, die aus Pensionsrückstellungen erwachsen. Kapitalmarktnah, also in festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und Investmentzertifikaten, sind weniger als 20% angelegt.

Bundesbank attestiert "Risikoaversion"

In der aktuellen Pressenotiz zur Geldvermögensbildung und Finanzierung in Deutschland im 4. Quartal 2013 interpretiert die Deutsche Bundesbank das Verhalten privater Haushalte als "von einer gewissen Risikoaversion geprägt". Trotz positiver Kapitalmarktentwicklungen sei im gesamten Jahresverlauf 2013 eine Präferenz für liquide Bankeinlagen zu beobachten. Eine Erkenntnis, die die Deutsche Bundesbank bereits seit einigen Jahren formuliert. Die Zuwächse bei Aktien z.B. seien nicht auf den Zufluss neuer Mittel zurückzuführen, sprich dass Deutsche ihr Vermögen in Aktien investieren, sondern vor allem auf Bewertungsgewinne durch steigende Kurse.

Autor: ING-DiBa


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Kommentare (1)


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ballerpiss

13.10.2015

keine