Corona-Krise & Küche

Wie Sie Ihre Küche aufwerten und Geld sparen | 12.11.2020

Geld, das von Himmel fällt?

In der Corona-Krise machen sich viele ihr Zuhause heimeliger. Besonders beliebt dabei: die Küche. Vom Küchenkauf bis zum Ausprobieren neuer Rezepte – die Küche wird zum Schauplatz für ein neues “Wir-Gefühl”. Und so lässt sich das Herzstück vieler Wohnungen aufwerten und dabei Geld sparen.

Schon lange vor der Corona-Krise sprachen Trendforscher von einem Cocooning-Trend in Deutschland: Die Bürger ziehen sich immer mehr in ihre Privatsphäre zurück. Die Pandemie hat diesen Trend gezwungenermaßen verstärkt. Die Menschen verbringen mehr Zeit zu Hause, kochen wieder selbst, achten mehr auf Gesundheit und verschönern das eigene Nest.

Rückbesinnung auf Zuhause, Familie, Gesundheit

Eine Rückbesinnung vieler Menschen auf ihr Zuhause, ihre Familie und ihre Gesundheit bestätigt auch eine Studie von Lexis Research im Auftrag des Haushaltsgeräteherstellers Bauknecht. Danach hat sich in dieser turbulenten Zeit ein neues „Wir-Gefühl“ gebildet. Mehr als ein Drittel der Befragten hat demnach häufiger gemeinsam mit der Familie gekocht und gebacken.
 
Der Konsum ist der Studie zufolge auch gesundheitsbewusster und nachhaltiger geworden: Mehr als ein Drittel der Befragten gab an, dass vermehrt darauf geachtet wird, gesunde Lebensmittel einzukaufen und Abfall zu vermeiden. Und die meisten haben demnach gute Vorsätze: 87 % wollen ihre neuen Gewohnheiten auch in Zukunft weiterführen.

Stornierung eines Küchenkaufs kann teuer werden

Die Küche ist oftmals das Herz der Wohnung, Treffpunkt für Paare und Familien, der Ort wo gemeinsam gekocht, gebacken und auch gegessen wird. Eine Küche sollte bestenfalls genau an die Erfordernisse und Wünsche angepasst und ihr Kauf deshalb gut durchdacht sein - zumal eine Stornierung teuer werden kann.
 
Laut Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) „sollten Verbraucher beim Kauf einer Küche wissen, dass es bei Käufen im Ladengeschäft kein Widerrufsrecht gibt und sie an den Vertrag gebunden sind beziehungsweise im Fall der Stornierung ca. 25% des Kaufpreises zahlen müssen”. Diesbezüglich sei es schon zu bösen Überraschungen gekommen.

Wer gut plant, erlebt keine bösen Überraschungen

„Keine böse Überraschungen gibt es, wenn man sich vorab und mit dem Küchenplaner genau überlegt, was einem in der neuen Küche wichtig ist und was nicht”, sagt Volker Irle, Chef der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK). Wenn der Kunde etwa nur einmal pro Woche einkauft, benötige er einen großen Stauraum für Vorräte, ob im Kühlschrank oder im Hochschrank.
 
„Deshalb sollte man sich Zeit nehmen beim Küchenplaner, damit dieser auf die individuellen Wünsche eingehen kann”, rät AMK-Vorstand Irle. Nur so könne eine „optimale Küche” geplant werden. Hierzu gibt es von der AMK auch eine kurze Einkaufs-Checkliste.

Wenn die Küche aufgewertet werden soll

Der Küchenexperte Irle rät, sich zunächst für die Fronten zu entscheiden. „Die Fronten fallen als erstes auf und prägen das Gesamtbild der Küche.” Je nach Größe der Küche bieten sich verschiedene Lösungen an. Offene Grundrisse, wo Küche und Esszimmer in das Wohnzimmer übergehen, setzten voraus, dass die Einrichtung einheitlich wirkt, findet Irle. „Die Küchenmöbelhersteller bieten mittlerweile viele schöne Lösungen für ein einheitliches Interieur: Küchenmöbel und Wohnzimmermöbel können mit einheitlichen Fronten gefertigt werden“, sagt er.
 
In kleinen Küchen eigne sich eine L-Form. „Sie ist eine platzsparende Lösung, die trotzdem viel Stauraum bietet, etwa durch eine schwenkbare Ecklösung im Schrank.” Schon bei 15 Quadratmetern kann laut Irle eine Insel umgesetzt werden. Einige Hersteller würden elektrisch verstellbare Kücheninseln anbieten, was die Küche ergonomisch macht –und gut für die Gesundheit ist. „Ergonomisch wird eine Küche auch, wenn Hausgeräte höher eingebaut werden”, sagt Irle. So muss man sich nicht bücken, um an Backofen, Geschirrspüler oder Kühlschrank zu kommen.

Wie kann in der Küche gespart werden?

Eine ausführliche Planung hilft, Kosten zu vermeiden – nicht nur bei der Einrichtung, sondern auch in der Zero-Waste-Küche. Einfach keine Lebensmittel wegwerfen - Sophia Hoffmann hat über diese Art des Sparens in der Küche ein Kochbuch geschrieben. „Kauft pro Person nur so viel ein, wie ihr alleine tragen könnt und schaut vorher mal in den Vorrats- oder Gefrierschrank und fragt euch, was man daraus machen kann”, rät sie. Hoffmann hat ein Lieblingsrezept für die Resteverwertung: Brotlinge. Das sind Bratlinge aus altem Brot, gemixt mit Zwiebeln und Gemüseresten. Diese werden gewürzt, in kleine Pattys geformt und knusprig gebraten - Sparen kann auch schmecken.

Autor: ING


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