Weltweiter Vergleich

Deutschland hinkt beim Mobilfunk hinterher | 27.01.2020

Mobilfunkstandards

© Geber86 – istock.com 

Die Lizenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G sind versteigert. Der Ausbau des superschnellen Netzes beginnt nur langsam. Deutschland ist bei der Qualität der digitalen Infrastruktur für das mobile Telefonieren abgeschlagen.
 
Eigentlich müsste die Mobilfunkversorgung in Deutschland flächendeckend ziemlich gut sein. Denn bei der Versteigerung der Frequenzen im Jahr 2015 an Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica machte die Bundesnetzagentur verbindliche Vorgaben: Seit dem 1. Januar 2020 müssen die Mobilfunkanbieter 98% aller Haushalte bundesweit, 97% der Haushalte je Bundesland sowie 100% der Hauptverkehrswege wie Autobahnen und Zugstrecken mit schnellem mobilen Breitband der vierten Generation (4G oder auch LTE genannt) versorgen. Höhere Werte aus Stadtstaaten können also angerechnet werden, um Versäumnisse aus Flächenstaaten auszugleichen und insgesamt auf den 98%-Wert zu kommen.
 
Als Downloadgeschwindigkeit sind seit Anfang dieses Jahres mindestens 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) vorgeschrieben. Bis Ende 2022 erhöht sich der Wert auf mindestens 100 Mbit. Dabei wären technisch wesentlich höhere Datenmengen möglich. Denn bereits der Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G – UMTS) konnte bis zu 7,2 Mbit/s übertragen. Im schnellsten LTE-Netz (4G) sind es bis zu 500 Mbit/s. Beim neuen Standard 5G sollen es bis zu 10 Gbit/s werden.

Bis Ende 2021 sollen 99% der Haushalte LTE empfangen können

Im Herbst 2019 schlossen Bund und die Unternehmen Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1 Drillisch – alle ersteigerten Frequenzen für den Aufbau des neuesten Mobilfunknetzes 5G – zudem eine neue Vereinbarung, nach der bis Ende 2021 in jedem Bundesland 99% der Haushalte mit LTE versorgt werden müssen. Umgerechnet sind dies mehr als 90% der Fläche.

Mobilfunkversorgung immer noch mit großen Lücken

Soweit die Theorie. Denn die Realität sieht anders aus. Anfang des Jahres veröffentlichte die Bundesnetzagentur die aktuellen Angaben der Mobilfunkanbieter zu ihrer LTE-Abdeckung. Dabei wurden weiterhin große Versorgungslücken offenbar. Zwar erfüllten Deutsche Telekom (98,1%) und Vodafone (98,6%) die bundesweite Abdeckung von 98%, Telefónica hingegen kam nur auf 84,3%. Bei den einzelnen Bundesländern konnte nur Vodafone alle Auflagen erfüllen. Die Telekom schwächelte in zwei Bundesländern. Telefónica konnte nur in den drei Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Berlin das 97%-Ziel erreichen oder übertreffen.
 
Auch bei der vereinbarten Abdeckung der Verkehrswege gibt es große Lücken. Keiner der Anbieter konnte bislang die vollständige Abdeckung realisieren. Hier liegt die Telekom mit Werten um die 97% vor Vodafone (knapp 96%) und Telefónica (knapp 78% der Bundesautobahnen und 80% des Schienennetzes). Das sind alles Angaben der Anbieter. Die Bundesnetzagentur kündigte umgehend an, mit eigenen Messungen die Werte überprüfen zu wollen.

Zeitliche Verfügbarkeit zwischen 72% und 86%

Zudem ist eine hohe Netzabdeckung nicht alles. Denn was nützt eine theoretische Verfügbarkeit in 98% aller Haushalte, wenn diese Abdeckung nicht rund um die Uhr zur Verfügung gestellt werden kann? Wie groß die Unterschiede dabei sein können, zeigen regelmäßig die Untersuchungen des Unternehmens Opensignal. Es analysiert Daten, die mittels einer App von Mobilfunknutzern weltweit gesammelt werden. Demnach lag Deutschland laut der 2019er-Auswertung weltweit auf Platz 54 mit einer zeitlichen Verfügbarkeit des LTE-Netzes von 76,9%. Norwegen als bestes europäisches Land kommt hingegen auf 95,5%. Selbst Länder wie Serbien, Kasachstan, Bulgarien oder Rumänien liegen vor Deutschland. Weltweit an der Spitze liegt Südkorea mit 97,5%.

Deutschland bei mobiler Downloadgeschwindigkeit weltweit auf Platz 24

Auch bei der verfügbaren Download-Geschwindigkeit gibt es große Abstände zwischen den von der Bundesnetzagentur geforderten 50 Mbit/s und den Werten in der Praxis. Laut Opensignal kam die Bundesrepublik mit einem Wert von durchschnittlich 22,6 Mbit/s weltweit auf Platz 24. In Norwegen können die Nutzer mit 48 Mbit/s mehr als doppelt so schnell surfen. Allein Südkorea liegt mit 52,4 Mbit/s über der 50-Mbit/s-Schwelle.

Deutsche Nutzer meiden LTE

Die genannten Zahlen machen deutlich, dass Deutschland bei der Mobilfunkversorgung deutliches Entwicklungspotenzial hat. Vor allem für die Wirtschaft kann der neue Standard 5G erhebliche Vorteile bringen. Aufgrund sehr geringer Latenzzeiten ist dank 5G praktisch eine Übertragung von Daten nahezu in Echtzeit möglich. Das ist eine Voraussetzung, um beispielsweise autonomes Fahren sicher ermöglichen zu können. Schließlich sollte ein Auto nicht erst Sekunden nach einem per Mobilfunk übertragenen roten Ampelsignal zum Stehen kommen. Dass Deutschland im internationalen Vergleich nicht auf den vorderen Plätzen landet, hat aber auch mit den Nutzern selbst zu tun. Laut eines Berichts von Opensignal unter Berufung auf Daten der Bundesnetzagentur war Ende 2018 nur knapp die Hälfte der mehr als 100 Millionen SIM-Cards in Deutschland LTE-fähig.

Autor: ING


Ihre Meinung

Kommentare (30)


Kommentare

Tyrex

04.03.2020

immer das neueste Smartphone, ob man Netz hat ist egal


N.G.

20.02.2020

Wenn wir bei Freunden in der Dahlener Heide aufm Dorf sind, haben wir null Netz, wenn da mal was passiert, kann man niemanden anrufen und Hilfe holen, das ist echt schwach für Deutschland...


Dieter M.

18.02.2020

"Deutsche Nutzer meiden LTE", weil die Wiederverkäufer wie 1&1 bisher nicht in das LTE Netz von Vodafone und Telekom durften und die Preise schon für 3G immer noch recht hoch sind


TC

18.02.2020

Ich finde es auch wichtig das man schnelle Verbindungen hat. Es wäre gut wenn nicht jeder Anbieter sein Ding macht, sondern, das man wie in z.B. Finnland die "Kräfte" bündelt. So wird der Ausbau viel schneller klappen.
Und was ich ganz wichtig finde, die Chinesen sollten nur, wenn überhaupt unter sehr, sehr, sehr strengen Kontrollen beteiligt werden und von sehr sensiblen Bereichen ferngehalten werden sollten.


HuGo

17.02.2020

Von unseren zuständigen Politiker hört man nur," wir wollen, man sollte, man müsste", aber die Umsetzung hinkt um Jahr hinter her. Hauptsache es ist schon mal abkassiert. Bei den nächsten Wahlen jammern sie dann über die bösen Wähler. Wir haben ja nichts falsch gemacht.


Thomas

17.02.2020

Die Nutzer meiden LTE?

Dürfte zum großen Teil an der Tarifgestaltung der Anbieter liegen. Gerade Telekom und Vodafone bieten LTE fast ausschließlich mit teuren Premiumpaketen an ("Business", etc.). Und wenn der Unterschied dann in der Praxis eh kaum zu spüren ist, bleibt der Normalverbraucher dann halt beim günstigeren Vertrag, der vom Anbieter ohne triftigen Grund künstlich auf 3G begrenzt ist.


Karl-heinz

16.02.2020

Hallo! Wir wohnen hir im Dreiländereck Hessen Niedersachsen NRW nähe Bad Karlshafen! Das Handy Netz und Internet ist hir eine Katastrophe! Nix mit schnellen Internet!! Wir sind bei O 2,


Volker M.

15.02.2020

Die Umsetzung durch die Netzbetreiber hakt seit Jahren, da wir ja in einer Marktwirtschaft leben und jeder Investor erst mal prüft, ob die Investition sich lohnt. Wenn die öffentliche Hand nun mal Verträge macht, die keine konkreten Folgen hat (z.B. signifikante Strafzahlungen bei Nichterreichung der Vorgaben) brauch man sich über das Verhalten der Unternehmen nicht zu wundern. Ob da von unseren Beamten und Politikern eine härtere Gangart gefahren wird wage ich zu bezweifeln. Rang 24 ist für eine Industrienation schon ein Trauerspiel!
Ich kann mich dem Kommentar des Funkers vom 13.02.20 nur anschließen. Informiert euch über die Risiken von 5G bei neutralen Quellen z.B. bei Greenpeace. Die Industrielobby und die Politik sagt uns nicht die Wahrheit über die Risiken und legt den großen Weichspüler drüber. Hier geht es wie immer nur ums Geld.


Peter-Michael

15.02.2020

Ich bin mit dem Auto durch Südosteuropa bis In die Türkei und zurück gefahren - überall volle Suppe - man kann mit dem Smartphone alles erledigen - leider kann ich das von Deutschland nicht behaupten eine einzige mobile Katastrophe - ich höre nur dummes Gelaber von unseren Politikern.


Spreestrom

14.02.2020

Wie soll man heute Buchungen, Bankgeschäfte usw. Machen, wenn alles nur noch aufs Mobilefon abgestimmt ist und es kein Netzempfang gibt. Bei uns in Burg-Spreewald wehren sich die Leute wegen der Verstrahlung, Kinder fallen von Bäumen, weil sie glauben in der Krone Empfang zu haben, fallen herunter und niemand kann den Notarzt rufen weil es kein Funknetz gibt. Selbst Ticketbuchung mit der Bahn-App ist nicht möglich und man ist zum Schwarzfahren gewzungen und hofft, noch vor Kontrolle, eine Fahrkarte buchen zu können. Man hat fast alles auf Mobilfunk umgestellt, aber vorher nicht dafür gesorgt, dass auch Jeder Netz hat. Genau wie der Mist mir den Elektroautos die man verkaufen will aber niemand weiß, wie und wo man sie aufladen kann, Immer erst den 2. Schritt vor dem Ersten - so wie man es in der Schule gelernt hat. Oder ginf von den Politikern keiner dort hin?


Olli

14.02.2020

War zwischen 2012 und 2018 oft in Russland - Krasnojarsk, Archansk, Nowosibirsk etc.
Überall klasse Mobil-Internet Empfangs - auch weit weg von den großen Städten - fahr ich dagegen von Köln nach München mit der Bahn, habe ich viele Funklöcher - trotz zweier Mobil-SIMS - nur max. 60% der Strecke download-Potential.


Zinse

14.02.2020

In meinem Gebiet gibt es nur zu ca. 80%
eine Netzabdeckung.
Der Staat kassierte bei der Versteigerung
die Netzabdeckung ist ihm egal.


Kevin

14.02.2020

Schade, dass der Ausbau so langsam voran geht.


Roland

14.02.2020

Interessiert eh keinen von der Bank was hier geschrieben steht, hat man bei HBCI gesehen und jetzt kommen die ersten Gebühren. Bald ist die Sparkasse viel günstiger, da brauch ich kein Handy.


Kalle

14.02.2020

Im Juni 2019 waren wir auf Fünen. Auf unseren Radtouren überall 4G. Einen Sendemast haben wir nicht gesehen.


Gammelbro

14.02.2020

Willkommen in der Steinzeit. Und die Erde ist doch eine Scheibe,zumindest in Deutschland!!!


Shangri-La

13.02.2020

Es macht wirklich Spaß im Sauer.-,Siegerland,Hunsrück und der schönen Eifel unterwegs zu sein. Ich sage allen 5G Funkern u.anderen ich bin raus aus dem Sende u. Antwortbetrieb und kann ich voll auf den Verkehr konzentrieren. Aber im Ernst - Bis ich mit dem Elektroauto und Handy im 5G Betrieb bei 130 km Höchstgeschwindigkeit unterwegs sein werde fährt mich eh mein Neffe.


Lodewijk

13.02.2020

wenn man zurückdenkt , das erst ein Vater eine Stiftung gründen musste und die Bundesrepublik verklagte auf Einführung eines einheitliches Notrufsystem. (Björn Steiger Stiftung) und das mit Heute vergleicht , was hat sich den da wirklicht geändert??? die Bundesrepublik hat für mich nur noch den Status einer Duldung, akzeptieren kann ich diese Land nicht mehr.


Funker

13.02.2020

Zu der Umfrage:
Sehr wichtig – wie sonst soll ich meine Filme und Musik in kurzer Zeit herunterladen?
Hahahaha ja fast schon überlebenswichtig. Um sich dann auf nem 2 x 2 cm Bildschirm nen Film anzuschauen, dazu kann man ja dann passenderweise 1 Stück Popcorn und ein Schnapsglas Cola trinken, voll das Erlebnis.

Ich war Funker bei der Bundeswehr, daher meine Anwort:
Ich stehe dem Ganzen eher kritisch gegenüber – die gesundheitlichen Risiken aufgrund der Strahlung bereiten mir große Sorgen.
Informiert euch mal unabhängig bezüglich 5G, dann werdet ihr schnell sehen welche Wirkungen es hat.


Dieter 2

10.02.2020

@Uwe
Das ist bei vielen WLAN genauso. In Kambodscha und Laos hat bereits 2017 bei jedem kleinen Hotel das Einloggen in deren kostenfreien WLAN sofort und bestens funktioniert. Hier in der BRD darf man erstmal Geld rüber reichen und dann ist der Käse lahm und überlastet, falls es überhaupt mal funktioniert.


Uwe

09.02.2020

es ist beschämend wie Deutschland sich verhält. Schöne Reden schwingen und keine Ahnung haben. Gegen China und Russland und andere Länder rummeckern und Sanktionen verhängen da ist man ganz schnell dabei.!!!
In den Ländern funktioniert das Internet sehr gut, selbst in der Taiga und in Jakutien bei zur Zeit - 44 Celsius.


@Reinker

07.02.2020

das ist bei mir genauso. Wir sind bei Congstar und die gehören zur DTAG. Schon das 2015 gekaufte Gerät für meine Frau konnte LTE, bekam aber nur UMTS Speed. Und da der inzwischen hier existente Nachfolger mit 5G (!) kein UMTS kann, bekommt sie unterwegs Datenverbindungen nur via 2G. Bekloppter geht es nicht.


Reinker

07.02.2020

Ihre Aussage "Dt. Nutzer meiden LTE" ist so im Grundansatz nicht richtig. Es ist nicht der User, der LTE meidet, sondern der Provider, der die SIM-Karte nicht entsprechend freischaltet. Beispiel: Ich habe mir schon in 2016(!) ein LTE-fähiges Smartphone gekauft. Erst im Jan. 2020, also diesen Jahres, hat mein Provider die SIM-Karte für LTE freigeschaltet.
(aber nicht, weil ich es von Beginn an nicht beantragt hätte, sondern weil der bis dato nicht konnte). Hinter dem Provider steckt der Vodafone Mobilbetreiber, also kein NoName.


Martin S.

31.01.2020

Und wer holt die Bahn mit ins Boot?

Das Problem bei den Zugstrecken liegt meiner Meinung nach auch bei der Bahn, zumindest im Fernverkehr. So bin ich regelmäßig auf der Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main unterwegs. Diese ist schön entlang der A3 gebaut worden. Ich gehe mal davon aus, dass diese Autobahn gut mit Mobilfunk versorgt ist.

Die Zugfahrt wäre eigentlich ideal, um schon ein wenig produktiv zu arbeiten. Aaaaber: Der Zug schirmt den Mobilfunk stark ab. Und mit der neuen WLAN-Technik an Bord der ICEs lässt sich kein VPN-Tunnel zur Arbeit mehr herstellen. (Mit der alten Technik war das noch möglich.)

Hier hat die Bahn, deren Eigentümer der Bund ist, wie ich finde leider großen Mist gebaut. Der Bund fordert zwar eine entsprechende Abdeckung der Verkehrswege, und ich denke, bei wichtigen Strecken wie der A3 sowie der daran entlang führenden ICE-Strecke wird diese auch gegeben sein, aber von dem bundeseigenen Unternehmen Bahn wird durch die eingesetzte Technik alles wieder zunichte gemacht.


Neher

31.01.2020

Deutschland ist in Teilen schon in Richtung Entwicklungsland abgerutscht
Energie-Wende seit Jahren haben die Abgeordneten keine Ahnung. Beispiel: Ersatz eine Gaskessels bringt heute im Schnitt 25 % Gas-Ersparnis aber nur wenige machen das, weil die Auflagen + alternative Energie z. B. Solar nicht bezahlbar ist-Wie ahnungslos und dumm sind denn unsere gewählten Vertreter. Oder auch die einseitige Förderung der E-Autos, denn das ist Schrott von morgen, die Autofahrer haben das erkannt aber nicht die Regierung


Dieter 2

31.01.2020

@Rob
Leider sind Ihre Kenntnisse seit 2 Jahren überholt, veraltet und verwirren daher nur. 2G abschalten wird derzeit kaum ein Provider, allerdings wird aus vielen Gründen 2G mengenmäßig zurück gebaut.
Dagegen wird auf kleineren Kreuzfahrtschiffen der Luxusklasse alles unterhalb von 4G nicht mehr angeboten, aber dafür bereits 5G und zwar mit Technik von Huawei. Und da ich keinerlei Touchscreen-Geräte nutzen kann, brauche ich dafür ein Handy was 4G kann, im Changi-Airport gibt es die Dinger. Ihr Beitrag kling daher leider wie Werbung für veralteten Schrott.


Rob

30.01.2020

@Dieter 2:
Bereits der LTE(4G) Mobilfunk-Standard unterstützt von Hause aus überhaupt kein Telefonieren mehr, nur noch Datentransfer übers Internet. Daher schalten aktuelle LTE Smartphones auf GSM(2G) oder UMTS(3G) um, wenn telefoniert werden soll. Als Ersatz, wenn es irgendwann 2G und 3G nicht mehr gibt, wird von den Netzbetreibern VoLTE propagiert. Das ist im Prinzip eine ins Smartphone integrierte App, die Sprachhäppchen übers Internet schickt.


da wo ich regelmäßig wandere

28.01.2020

gibt es kein Netz. Obwohl dort jährlich (geschätzt) mehr als 100 000 Leute unterwegs sind. Beides sind Täler im Grenzgebiet zum südöstlichen Nachbarland. In dem einem Tal hat man auf ca. 1800 m absolut kein Netz - wobei dort sogar eine Landstraße und eine bestens besuchte Museumsbahn entlang führen. In dem anderen Tal (nur Wander- und Forst/Landwirtschaftsweg) hat man auf etwa 3 km keinen Netzanbieter aus der BRD, jedoch an etwa 4 bis 5 kleinen Punkten gleich 2 Netzanbieter aus Tschechien.


Bernd

27.01.2020

es soll nur die TAN aufs Handy kommen und kein Kotenübersicht


Dieter 2

27.01.2020

In BRD bekommt man ja nicht mal ein modernes Großtasten-Handy (kein Smartphone!!!) mit LTE zu kaufen - wie es ältere Leute nun mal benötigen. Statt dessen wird hier nur total überteuerte Alttechnik mit UMTS beworben und angeboten. Nur damit bleibt man dann in einigen Ecken der Welt und auf richtig guten (also kleinen) Kreuzfahrtschiffen längst ohne Verbindung. Aber so lange die Bundesbürger weiterhin fleißig ohne gründlich nachzudenken heillos überteuerte Mobilfunkverträge abschließen, wird sich daran nichts ändern. Übrigens: auch bei der längst überfälligen Abschaltung von UMTS hinken die Mobilfunkbetreiber in der BRD hinterher. Und die 2G-Reste sind immer öfter total überlastet.