Olympia – die kuriosesten Siegprämien

Sotschi und seine Vorgänger von anderer Seite betrachtet | 06.02.2014

Olympia: Die kuriosesten Siegprämien

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Haben Sie sich schon einmal gefragt, welche Prämien unsere Olympioniken für Ihre Siege erhalten? Keineswegs wird immer nur Geld ausgezahlt, so manche Belohnung ist mitunter kurios. Von kostenloser Wurst auf Lebenszeit bis noch mehr Gold für die Goldmedaille ist alles dabei.

Kaum zu glauben – Wurst auf Lebenszeit

Wirklich Kurioses hat sich Weißrussland ausgedacht. Laut SPIEGEL ONLINE konnten sich die Weißrussen vor zwei Jahren in London neben einer Geldprämie von 123.000 Euro auch über einen stets vollen Bauch freuen – ausgelobt wurde Wurst auf Lebenszeit. Verantwortlich dafür zeichnet sich ein Großsponsor. Der gab auch gleich bekannt: Die individuellen Geschmäcker der Sportler werden natürlich berücksichtigt. Doppelt Gold hätten die Sportler aus Malaysia kassiert. In London winkten pro Goldmedaille nicht nur 260.000 Euro Preisgeld, sondern auch ein Goldbarren im Wert von einer halben Million Euro. Ausgedacht hatte sich diese ungewöhnliche Prämie ein Goldminenbesitzer. Letztlich blieben aber alle Barren in dessen Tresor, denn bisher konnte kein Malaysier je bei Olympischen Spielen triumphieren.
Mehr Erfolg in London hatten die Südkoreaner. Sie konnten dabei aber kaum Geld ergattern, umgerechnet 240 Euro war Platz 1 hier lediglich wert. Dafür lockt eine andere Belohnung: Die Gewinner wurden vom Wehrdienst befreit – und der dauert in Südkorea immerhin zwei Jahre.

Wer kann richtig absahnen, und wo ist nichts zu holen?

Spitzenreiter in Sachen Entlohnung waren bei den Olympischen Sommerspielen in London 2012 vor allem kleinere Verbände, wie die Dominikanische Republik, Singapur und Armenien. SPIEGEL ONLINE berichtet, dass armenische Olympiasieger unglaubliche 700.000 Euro erhalten sollten – etwa das 265-Fache des jährlichen Durchschnittseinkommens in Armenien. Dies ist mehr als an alle deutschen Athleten nach den Winterspielen in Vancouver 2010 ausgezahlt wurde. Jedoch ist nicht sicher, ob solch große Versprechen im Erfolgsfall dann auch tatsächlich gehalten würden. 2012 reichte es für die Olympioniken dieser Staaten in keiner Disziplin für Gold. Getreu dem olympischen Motto "Dabei sein ist alles" belohnt nicht jede Nation mit barer Münze. Die britischen Medaillengewinner dürfen seit den Spielen 2012 im eigenen Land ihr Konterfei auf Briefmarken begutachten. Und den Norwegern blieb nach den Spielen wirklich nur der Ruhm – ohne Briefmarkenporträt, so die Onlineausgabe des SPIEGELS.

Das erhalten unsere Sportler

In Deutschland stellt die Stiftung Deutsche Sporthilfe die Prämien für Olympioniken bereit. Laut dem Deutschen Olympischen Sportbund erhielten Olympiasieger – egal ob sie über Hürden gesprungen sind oder die Piste runterheizten – in den letzten Jahren 15.000 Euro, was im weltweiten Vergleich eher gering ist. Wie viele deutsche Sportler sich wohl insgeheim schon über einen Wechsel der Staatsangehörigkeit Gedanken gemacht haben?

Auf einfallsreiche Belohnungen dürfen wir uns mit Sicherheit auch bei den jetzigen Spielen freuen. Deutschland blieb leider unkreativ: Im Vorfeld der Olympischen Spiele in Sotschi berichtete die WELT allerdings, dass deutsche Einzelstarter für einen Sieg 25.000 Euro Sonderprämie bekommen werden. Diese stellt der DSV (Deutscher Skiverband).

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Autor ING-DiBa


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