Rendite-Gewinner 2019

Die erfolgreichsten Anleger wohnen in…Münster! | 13.01.2020

Privatanlegerstudie 2019

© lechatnoir

Im Schnitt haben deutsche Anleger von Januar bis Ende November 2019 23,5 Prozent Rendite mit ihren Aktien, Fonds, Anleihen etc. gemacht – ein außerordentlich gutes Ergbenis. Die erfolgreichsten Anleger kommen aus Münster mit 28,57 Prozent Rendite
 
Wie haben sich die Wertpapier-Renditen im Jahr 2019 entwickelt? Das hat die ING in einer Privatanlegerstudie ausgewertet. Betrachtet wurden die anonymisierten Wertpapier-Depots von gut 806.000 Kunden und deren durchschnittliche Rendite von Januar bis Ende November 2019.

Städte- und Bundesländer-Ranking: Münster liegt vorne

Bei den Städten liegt Münster mit 28,57 % Rendite an der Spitze. Den zweiten und dritten Platz können sich Berlin (24,96 Prozent) und Stuttgart (24,47 Prozent) sichern, gefolgt von Karlsruhe (24,42 Prozent) und Mainz (24,36 Prozent). Die Dresdner hatten im Untersuchungszeitraum mit einer Durchschnittsrendite von 23,23 Prozent das etwas „schlechtere“ Händchen bei der Wertpapieranlage.
 
Im Bundesländervergleich hat Berlin mit einer Durchschnittsrendite von 24,96 Prozent bei der Wertpapieranlage die Nase vorn. Baden-Württemberg (24,37 Prozent) und Saarland (23,62) folgen. Den letzten Platz belegt Schleswig-Holstein mit immer noch guten 22,48 Prozent.
Ein Gefälle zwischen West und Ost gibt es nicht. Anleger in den fünf östlichen Bundesländern haben mit 23,2 Prozent fast genauso viel Plus gemacht wie diejenigen in den elf westlichen Bundesländern (23,5 Prozent).

Frauen hatten ein besseres Händchen

Weibliche Privatanleger waren 2019 mit durchschnittlich 24,11 Prozent Rendite erfolgreicher als männliche mit 23,5 Prozent. Sie weisen für den Untersuchungszeitraum einen vergleichsweise hohen Anteil von Fonds in ihren Depots auf. Dieser beträgt 25 Prozent, bei Männern sind es hingegen nur 18 Prozent. Männer setzten dafür stärker auf Einzelwerte. Der Aktienanteil in ihren Depots liegt bei rund 60 Prozent, bei den Frauen dagegen bei 53,47 Prozent. Bei beiden Geschlechtern bilden Aktien damit im Untersuchungszeitraum die absolute Mehrheit im Depot.

Am beliebtesten: Aktien

Aktien waren im Untersuchungszeitraum bei den untersuchten Depots die mit Abstand beliebteste Anlageklasse mit einem Anteil von 57,54 Prozent des Portfoliovolumens. Die viel beschworene Zurückhaltung der Deutschen gegenüber Aktien lässt sich anhand der Analyse nicht beobachten. Produkte wie Anleihen machen nur knapp fünf Prozent der investierten Mittel aus, Fonds 20,47 Prozent und ETFs 14,81 Prozent.

Anlagen variieren nach Alter

Betrachtet man die unterschiedlichen Altersgruppen der Anleger, zeigen sich signifikante Unterschiede im Anlageverhalten. ETFs waren vor allem bei den jungen Anlegern beliebt. Mit über 23 Prozent haben die unter 18-jährigen den zweithöchsten Anteil an ETFs im Portfolio. Übertroffen wird dies nur doch von den 26 bis 35-jährigen mit 23,65 Prozent. Den geringsten ETF-Anteil haben hingegen die über 75-jährigen (8,97 Prozent). Insgesamt scheinen ältere Anleger „klassische“ Anlageklassen zu bevorzugen: Sie haben im Vergleich zu den anderen Altersgruppen die größten Anteile sowohl an Aktien als auch an Anleihen im Depot. ETFs hingegen finden sich in ihren Depots am seltensten, und auch bei den Fondsanteilen finden sie sich eher im letzten Drittel wieder.

Junge Privatanleger erfolgreicher als ältere

Die Altersgruppe der 26 bis 35-jährigen legte am erfolgreichsten an. Im Durchschnitt erzielte diese Gruppe 26 Prozent Rendite. Doch auch die im Vergleich am wenigsten erfolgreiche Altersgruppe der über 75-jährigen konnte im Untersuchungszeitraum sehr gute 22 Prozent Wertzuwachs im Depot verzeichnen.
 
Starten Sie auch Sie mit Ihrem Geld gut ins neue Jahr. Schon mit 50 Euro können Sie einen Wertpapier-Sparplan eröffnen. Warum nicht einfach mal machen? Für Ihre erste Depot-Eröffnung gibt`s einen 50 Euro Amazon.de Gutschein und unsere Flat-Fee! 6 Monate lang für nur 2,90 Euro pro Order handeln.
 
Noch ein wichtiger Hinweis: Bevor Sie Wertpapiere kaufen, informieren Sie sich auch über die Risiken. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zu Verlusten des eingesetzten Kapitals führen.

Autor: ING


Ihre Meinung

Kommentare (6)


Kommentare

ING

20.01.2020

Hallo Ulf, da haben Sie absolut Recht! Daher wurde der prozentuale Zuwachs im Zeitraum der Untersuchung auch um die Ein- und Auszahlungen bereinigt. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Optimist

17.01.2020

Welche jämmerliche Wertzuwächse werden hier als Spitzenwerte aufgeführt. Wer Ende Mai sich 50 Aktien von Tesla für damals lumpige 185 Euro das Stück zulegte, der hatte zu Weihnachten das 3 fache im Depot! Und laut einem aktuellen Interview für das Handelsblatt wird der Tesla-Aktie ein Höhenflug bis auf satte 6000 USD zugetraut. Na wenn das keine (Zombie-)-Aussichten sind. Also kauft Leute, kauft … . Und die Kredite für den Aktienkauf gibt es mit Negativzinsen. Denkt daran: jeder kann dadurch Millionär werden - wenn er denn will.


Ulf

17.01.2020

Danke für die schnelle Antwort. Der prozentuale Zuwachs des Depotvolumens müsste doch eigentlich um die Ein- und Auszahlungen im Untersuchungszeitraum bereinigt werden um die Rendite zu berechnen? Ohne Bereinigung sagen die Zahlen doch überhaupt nichts über den Anlagerfolg aus. Ein Depot mit EUR 1000 Anfangsbestand und 0 EUR Erträgen hätte nach dieser ING Definition bei einer einmaligen weiteren Einzahlung von EUR 500 während des Untersuchungszeitraums eine Rendite von 50%.


Skeptiker

16.01.2020

Unter Berücksichtigung der explodierten Aktienkurse einiger Börsen-Zombies sind aus meiner Sicht die 28,57% ein sehr mickriges Ergebnis.
Da haben wohl viele Angsthasen auf zu langfristige Werte gesetzt, anstatt auf die Sieger der irrwitzigen Börsen-Pokerrunden. Ich selbst habe zwischen Sommer 1996 und Mitte 2000 damals satte 300% geschafft. Wer aber Mitte 2000 nicht ausstieg - der lag heftig daneben.


ING

16.01.2020

Hallo Ulf, die Rendite ist der prozentuale Zuwachs des Depotvolumens im Untersuchungszeitraum. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Ulf

16.01.2020

Eine Erläuterung der Erhebung der Rendite wäre nicht schlecht gewesen. Wie wurde die Rendite ermittelt? Effektivverzinsung der Depots oder Veränderung der Depotbestände? Bei 20%+... Effektivverzinsung=Rendite: Hut ab an die Anleger