Günstig durch den Skiurlaub

Wintersport ist eine teure Angelegenheit – hier gibt es Einsparpotenzial │21.11.2018

Neues im Dezember

© Tom Merton - OJO_Images - istock.com

Wer vorhat, die Pisten entlang zu wedeln, muss für eine Woche Wintersport durchaus genauso viel Geld einplanen, wie für 14 Tage Sommerurlaub. Mit ein paar Tricks und Kniffen lassen sich die Kosten zumindest ein Stück weit senken.

Die Wahl des Skigebietes

Die meisten Hot-Spots für Skifahrer bietet Österreich: Riesige Skigebiete, Aprés Ski an jeder Ecke und eine Vielzahl an Unterkünften. Nur: Wo alle hinwollen, sind oft auch die Preise höher. Daher lohnt ein Blick auf deutsche Skigebiete oder Richtung Osten: Die Höhenlagen in Polen und Tschechien haben sich mittlerweile als Anlaufpunkte für Wintersportler etabliert und sind daher zwar nicht mehr so günstig wie noch vor 15 Jahren, billiger als Österreich bleiben sie allemal. Ein 6-Tages-Skipass kostet in Polen für Erwachsene um die 100 €. Auch Frankreich hat günstigere und familienfreundliche Ski-Gebiete. „Gerade für Familien reichen oft kleine, feine Skigebiete. Da lohnt sich die Suche, wenn man sparen möchte“, sagt Andreas König, Leiter des Verbraucherschutzes und Sicherheitsexperte beim Deutschen Skiverband.

Die Wahl der Unterkunft

Bei der Wahl einer Unterkunft für den Skiurlaub gilt eine Grundregel: Je dichter sie am begehrten Skigebiet liegt, desto teurer ist sie. Denn natürlich zahlt der Urlauber den Komfort mit, nur wenige Schritte vom Hotelzimmer entfernt in den Lift zu steigen. Wer bereit ist, einen kleinen Weg bis zur Piste auf sich zu nehmen, zahlt weniger. Das gilt auch für Ferienwohnungen oder Privatunterkünfte bei denen es sich zusätzlich prima selbstverpflegen lässt. Abends kochen und für mittags eine schöne Vesper vorbereiten, spart zusätzliche Kosten. Alternativ kann auch die Variante „Ferien auf dem Bauernhof“ zur Skisaison reizvoll und vor allem billiger sein. Einkalkuliert werden muss hier allerdings mehr Budget für die Verpflegung.

Die Wahl der Reisezeit

Wer an die Ferien gebunden ist, hat keine Ausweichmöglichkeit. Für flexible Ski-Fans lohnt ein Blick auf den Kalender. Von Mitte Januar bis einschließlich März ist die Skisaison am teuersten, weil gerade zum März hin die Temperaturen wieder angenehmer und die Tage länger werden. „Wer mutig ist, sollte sich vor Weihnachten trauen. Da besteht noch keine Schneegarantie, aber wenn man hoch genug geht, zum Beispiel nach Obergurgl/Hochgurgl, ist man auf der ziemlich sicheren Seite“, rät Andreas König. Er empfiehlt auch kürzere Zeitfenster, gerade für Skifahrer, die keine lange Anreise haben: „Die zweite Januarwoche ist in der Regel relativ leer, ebenso bietet sich ein verlängertes Wochenende nach Aschermittwoch von Donnerstag bis Sonntag an.“ Auch ganz zum Ende der Saison fallen die Preise wieder.

Die Wahl des Angebots

Günstige Pauschalangebote gibt es immer, nur nicht bei gleicher Verfügbarkeit. Wer sparen will, sollte ein wenig mehr Zeit für die Suche einplanen. Wer Berge in erreichbarer Nähe hat, kann günstige Tagesausflüge zum Skifahren unternehmen. Experte König kennt die Angebote: „Busunternehmen kaufen ein fünfstelliges Paket an Liftpässen und bieten dann beispielsweise einen Tagesausflug für 45 € an, das ist enorm günstig.“ Seiner Erfahrung nach sei die Zeit von zweiwöchigen Skiurlauben vorbei, „vielen Urlaubern reicht ein fünftägiger Skipass, um die verbliebenen zwei Tage zum Spazierengehen oder Entspannen zu nutzen.“ Schon sind zwei Tage Liftpass gespart!

Die Wahl der Ausrüstung

Für Kinder eine eigene Ausrüstung zu kaufen, lohnt sich kostenmäßig nicht – weil sie herauswachsen, nutzen sie diese im Zweifelsfall nur eine Saison lang. Da macht es Sinn, innerhalb des Familien- und Freundeskreises zu tauschen, sie gebraucht zu kaufen oder eben beim Skiverleih zu mieten. Auch hier gilt: Der 10 Kilometer entfernte Verleih wird günstiger sein als der neben der Gondelstation. Wer online im Voraus bucht, kann oftmals zusätzlich sparen. „Meine Kinder benutzen gebrauchte Ausrüstungen und Skikleidung. Auf dem Flohmarkt kriegt man mitunter Top-Ware an Wintertextilien für wenig Geld“, erzählt Andreas König.
 

Die Wahl des Tagesablaufs

Skifahrer, die sich nicht nach Kindern oder Kursen zu richten brauchen, können auch bei der Struktur ihres Tagesablaufs Geld sparen. Wer ausschläft, ausgiebig frühstückt und erst im Laufe des Vormittags dem Ruf der Berge folgt, kann das Mittagessen ausfallen lassen und genießt dabei mit Glück noch kürzere Schlangen an den Liften, weil alle anderen auf den Hütten pausieren. Frühe Vögel können sich umgekehrt einen Halbtagespass besorgen und als Erste auf der Piste stehen, um wieder weg zu sein, wenn die Masse Fahrt aufnimmt.

Autor: ING


Ihre Meinung

Kommentare (4)


Kommentare

Mirjam

27.11.2018

Klasse Tipps, Danke!


Janko

23.11.2018

Spartipp für den Skiurlaub - einfach mal daheim bleiben.


Olli

21.11.2018

Skifahren ist leider zu einem elitären Freizeitvergnügen geworden. Am besten kann man dass bei den Autos am Lift sehen.
Noch gönnen wir uns diesen Luxus aber bei Gesamtkosten von € 700,00 für vier Nächte bei zwei Personen (Skipässe € 220 Unterkunft € 250 Anreise € 80 Verpflegung € 150) mittlerweile nur noch 1x p. a.


Jakob

21.11.2018

Man muss nicht ständig Urlaub machen.

Es reicht ein Sommer- oder Winterurlaub...diejenigen die Sommer- und Winterurlaub machen und gelegentlich so dann noch mal verreisen, sind auch viele die jammern, dass ihr Geld nicht reicht.

Ja wie denn auch?

Sparen ist heut zu tage nicht mehr angesagt, lieber wird ein Kredit genommen.
Aber da sind auch die Banken Schuld...hohe Gebühren, keine "richtigen" Sparprodukte mehr usw.

Z.B. ING DiBa ist ja nicht schlecht, ABER:
Man sollte einen Aktien- oder Fondssparplan ab 25 Euro bekommen, nicht erst 50 Euro, damit man besser aufteilen kann oder noch besser 10,00 Euro.

Oder DiBa macht einen Gemeinschaftspool, da geben viele an, was Sie kaufen wollen wie z.B. Siemens, ING DiBa, McDonald usw. DiBa kauft in großer Menge und verteilt auf die jeweiligen Einzeldepots den anteiligen Wert.
Ob jetzt einer dann 0,00003456 Anteile Siemens und 0,0000013465 Anteile McDonald hat usw. ist dann egal, wenn man so für das Alter spart (vielleicht Rentendepot / Altersdepot - sogar vielleicht mit Sperre und Nichtverpfändungsmöglichkeit und Hartz VI oder ähnliches sicher -> also rein für das Alter, die Rente).

Dann hätten wir keine Altersarmut, weil jeder das sparen könnte was er hat oder kann...mal mtl. 10 Euro, mal 20 Euro oder Einzeleinzahlung in Höhe von 200 Euro usw.

ING DiBA -> Prüft doch mal ob ihr so was nicht hin bekommt und ohne hohen Gebühren...Gebühren wäre ja okay, aber muss Sinn machen und für den Anleger mehr Gewinn, als Abgaben oder Gebühren.
DANKE.