Einmal um die Welt

Fünf Spartipps für die große Reise | 16.02.2018

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© Cultura RM Exclusive/Natalie

Jeder Zweite träumt laut einer repräsentativen Umfrage des Direktversicherers Hannoversche davon, sich wenigstens einmal im Leben eine richtig lange Auszeit zu nehmen und die Welt zu umrunden. Auch wenn in den Medien der Eindruck entstehen könnte, das sei mittlerweile gang und gäbe, weiß Torsten Schäfer, Sprecher des Deutschen Reiseverbands (DRV): „Weltreisen sind immer noch ein Nischenmarkt und werden meist von denjenigen gebucht, die flexibel über ihre zur Verfügung stehende Zeit verfügen können. Dazu gehören Studenten und junge Leute, die nach Ende der Schulzeit auf ihren Studien- oder Ausbildungsbeginn warten. Oder auch Rentner, die anders als Arbeitnehmer über längere Zeiträume dafür verfügen.“ Nachgefragt bei STA Travel, dem Reisebüro speziell für junge Weltendecker, bestätigt sich die Einschätzung des DRV. „STA Travel verbucht in Zentraleuropa pro Jahr etwa 5.000 der Round-The-World-Tickets mit mindestens sechs Stops“, sagt Pressesprecherin Eileen Geibig. „Es gibt aber bei uns keine 100-prozentige Auswertungsmöglichkeit. Die Dunkelziffer ist sehr groß, weil viele Round-the-World-Routen als einzelne Direktflüge eingebucht werden“. Auch Flüge mit weniger Stationen seien statistisch nicht erfassbar, fallen aber streng genommen auch in das Weltreisensegment.
 
Doch wie lässt sich eine Weltreise überhaupt finanzieren? Diese Frage werden sich, diejenigen, die es in die Welt hinaus zieht, sicherlich stellen. Grundsätzlich gilt dabei für Rucksackreisende und Rollkofferbesitzer gleichermaßen: Planung ist das A und O. Bei der ersten Planung können Reiseblogs wie blogsurfing.de gute Ideen und Tipps für den nächsten Trip geben. Wenn es dann um die genauere Budgetplanung geht sollten folgende Punkte mit einbezogen werden:

1. Wohin soll die Reise gehen?

Die meisten, die für längere Zeit verreisen, entscheiden sich ostwärts um die Welt zu fliegen. Zickzack wäre nicht nur unlogisch, sondern auch teurer. Generell gilt: Asien ist günstiger als Australien oder die USA. Obendrein schwanken die Reisekosten mitunter enorm, je nachdem ob man zur Haupt- oder- Nebensaison reist. Wen es beispielsweise nicht stört, dass öfter mal ein Regenschauer herunterkommt, der kann auch in der Regenzeit durch die Tropen reisen. Wer sich genau über Reisesaisons und klimatische Bedingungen informiert, kann so seine Reiseroute sowie die Zeitfenster in den Reiseländern der Reisekasse anpassen.
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2. Wie komme ich am besten dorthin?

Man kann sich ganz klassisch im Reisebüro beraten lassen – das ist meistens kostenlos, besser aber ist es, vorher zu fragen. Die meisten großen Flugallianzen bieten inzwischen sogenannte Around-The-World Tickets zwischen 1.500 Euro (oft nur bis 35 Jahre) und 1.800 Euro (für alle) an. Die Bedingungen: Man legt sich vorab auf eine Route mit zwischen fünf und 15 Stopps auf bis zu vier Kontinenten fest. Das klingt erstmal gut, bietet allerdings während der Reise wenig Flexibilität. Wer umbuchen oder verlängern möchte, bezahlt oft extra.
 
Tipp: großzügige Zeitfenster planen und mit regionalen Verkehrs-Anbietern inländische Routen bereisen. Aufwendiger aber möglich ist es natürlich auch, die einzelnen Etappen und Flüge mit Billigfliegern selbst zusammenstellen.

3. Was muss ich vorher organisieren?

Für Visa gilt, dass früh informieren nicht nur Stress spart, sondern sich auch finanziell lohnt. Oft können die günstigeren elektronischen Visa online vorab beantragt werden. Wichtig ist auch, die Zeitfenster von Touristenvisa ernst zu nehmen. Sonst gibt es bei der Ausreise Ärger, der durchaus Strafgebühr kostet.
 
Auch ein Besuch beim Tropenarzt ist etwas, das nicht erst in letzter Minute organisiert werden sollte. Einerseits, weil für den vollen Impfschutz manche Impfungen mehrfach injiziert werden müssen. Andererseits weil einige Krankenkassen den Großteil der Kosten für Reiseimpfungen übernehmen und sich ein Anbieterwechsel finanziell lohnen kann. Auch ein vorab organisierter Auslandskrankenschutz ist unverzichtbar. Der Versicherer übernimmt nicht nur die Arztkosten, sondern im Notfall auch den kostspieligen Rücktransport nach Deutschland.

4. Wie kann ich während der Reise zu Hause Kosten sparen?

Wer seine Wohnung untervermieten darf (vorher Vermieter fragen und wichtig: An einen Untermietvertrag denken) reduziert die Fixkosten zu Hause. Alternativ kann man vor einer langen Reise die Wohnung auch ganz auflösen und die Sachen einlagern. Weitere heimische Kostenfresser sind Verträge wie Handy, Internet, Fitnessstudio oder Zeitschriften-Abos. Am besten alles einfrieren und für Versicherungen, Steuern und sonstige Quartalsausgaben eine Terminüberweisung festlegen, damit keine teuren Versäumniszuschläge entstehen.

5. Und wie kann ich unterwegs Kosten sparen?

Das einfachste Mittel, um die Ausgaben unterwegs gering zu halten, ist bei der Unterkunft zu sparen. Man kann Schlafsäle von Hostels buchen, Couchsurfen, unterwegs gegen Kost und Logis arbeiten oder schlicht zelten. Backpacker kommen auf diese Weise in vielen Reiseländern mit einem Tagesbudget um die 35 Euro gut zurecht. Wer auf Privatsphäre, ein eigenes Bad und Internet im Zimmer Wert legt, muss hingegen mit ca. 70 bis 100 Euro planen.
 
Vulkane, Dschungel oder Kultur sollen es unbedingt sein? Vielleicht bietet es sich dafür jedoch an, in weniger teure Regionen zu reisen, die aber dasselbe bieten. Es muss beispielsweise nicht Costa Rica zum Surfen sein, auch im günstigeren Nachbarland Nicaragua lassen sich klasse Wellen reiten. Großstädte sind generell teurer – New York oder Sydney etwa schlagen pro Tag locker mit über 70 Euro für einen Alleinreisenden zu Buche. Und wer unterwegs Geld abhebt, ist am besten mit Kreditkarten von Direktbanken beraten, die kostenloses Abheben möglich machen.

Autor: ING-DiBa


Ihre Meinung

Kommentare (12)


Kommentare

Jens

16.03.2018

Was mir in diesem Beitrag fehlt, ist der Gedanke, dass bei geschickter Terminierung der Weltreise das Finanzamt einen Teil der Kosten quasi übernimmt. Wenn man die Reise übers Jahresende hinweg ansetzt und dafür mehrere Monate aus dem Job aussteigt (oder vor dem ersten Job die Auszeit nimmt), dann bekommt man in einem oder beiden Jahren mehr Einkommenssteuer-Rückzahlung als in Jahren mit 12 Monaten Arbeit. Stichwort Steuer-Progression. Vorfinanzieren muss man das natürlich leider selbst, bis im Folgejahr die Rückzahlung eintrudelt. Gute Reise! :-)


Klaus

15.03.2018

Ich bin mit einem umgebauten Laster in Südamerika Open End unterwegs.
Die Bankverbindung ist was wichtiges. Die Visacard von der Diba ist zwar prinzipiell kostenfrei, aber die meisten ATM Betreiber verlangen horrente Gebühren, also im Land schlau machen, welche Banken einen kostenfreien Service anbieten.
Wichtig für uns ist und war auch die Möglichkeit Online ins außereuropäische überweisen zu können, bei DIBA geht das.
Am meisten spart man, wenn in Ländern mit niedrigen Lebenshaltungskosten und niedrigen Spritpreisen reist.


Lars

15.03.2018

Der Satz "Und wer unterwegs Geld abhebt, ist am besten mit Kreditkarten von Direktbanken beraten, die kostenloses Abheben möglich machen." scheint ja ein Eigentor zu sein. War es doch die ING-DiBa, die mir bei der letzten Abbuchung in Bolivien 14,34 EUR abgeknöpft hat. Der Rat, die Bank zu wechseln, scheint also berechtigt zu sein. Angeblich soll ja die DKB keine Gebühren für Auslandseinsatz verlangen bzw. diese wieder zurückzuerstatten.


Andreas

28.02.2018

Ich bin gerade auf Jahres-Weltreise und kann es nur wärmstens empfehlen. Der Artikel enthält viele wertvolle Tipps, die vor bösen Überraschungen schützen (Visa, Impfungen, Regenzeit). Dafür lohnt es sich zu sparen. Grüße aus Japan


Matthias

28.02.2018

@Jonas und andere
Es geht doch gar nicht darum, dass eine Bank Geld verdienen muss und soll, außerdem hat niemand gesagt, dass die Kreditkarte umsonst sein muss, oder? Die Ing-Diba ist eine Bank und steht im Wettbewerb und wenn der Wettbewerb etwas anbieten kann, bin ich mir sehr sicher, dass es speziell die Diba auch kann. Das Modell wie es realisiert wird steht hier gar nicht zur Diskussion. Wenn man viel im außereuropäischen Ausland unterwegs ist, geht die Diba Karte halt ziemlich ins Geld.


Christiane

28.02.2018

Ich bin mit der ING-DIBa zufrieden.
Es gibt heutzutage gar nichts mehr kostenlos und das die Mitarbeiter der Banken auch bezahlt werden müssen, ist für mich logisch. Wo soll das Geld dafür denn her kommen?
Wünsche allen einen schönen Tag


Helmut N.

26.02.2018

Für eine Weltreise sparen?
Viele bekommen doch nicht mal fertig für andere Dinge zu sparen und krebsen unabsichtlich (kaum Gehalt) oder dummer weise (Luxus Auto, super toller Fernseher über 3.000,00 Euro, etc. etc.) monatlich rum oder sogar im Minus.
Wie sollte da noch einer für ein Weltreise sparen?


Harry

26.02.2018

@Thorsten

Wenn Du alles umsonst haben möchtest und nur meckern kannst...dann ja - wechsel die Bank!
Wo anders bist Du nicht so gut dran wie bei DiBa. Was die alles bietet und trotzdem sehr gute Fachkräfte hat.
Man wird immer super gut beraten und auch die Produkte sind spitze, man kann sogar sehr viel und oft schnell zurückzahlen, unverhoffter Geldsegen oder mehr eingespart und schon kannst es abzahlen und man hat dann keine Schulden mehr. Bei anderen Banken hängst Du sehr lange fest und wenn dann was ist kommst Du immer mehr und mehr in die Schuldenfalle.

Ich war lange Jahre zusätzlich noch bei der Spaßkasse und bin sehr enttäuscht wie unflexibel die doch sind. Und dazu teuer, rechne alleine mal ein Depot bei der Spaßkasse mit Depotgebühren, Kaufgebühren und zusätzlich noch für jede Position eine Gebühr.

Bei der DiBa habe ich alles was ich möchte und brauche unter einem Hut.

Und hier oder da muss man halt Abstriche machen.

Ich frage mich was Du beruflich machst und was Deine Firma "Kunden" nicht gibt, streicht oder sich anstellt wie die letzten Hinterwälder.
Also nicht aufregen....


Christoph

26.02.2018

"Und wer unterwegs Geld abhebt, ist am besten mit Kreditkarten von Direktbanken beraten, die kostenloses Abheben möglich machen."

Kleiner persönlicher Tipp:
Vor der Weltreise sollte man besser mit seinem Girokonto von der ING-DiBa zur comdirect wechseln bzw. ein Zweitgirokonto bei der Commerzbank-Tochter eröffnen. Mit der Visa-Kreditkarte der comdirect kann man nämlich weltweit kostenlos Geld abheben.


Thorsten

22.02.2018

Und wer unterwegs Geld abhebt, ist am besten mit Kreditkarten von Direktbanken beraten, die kostenloses Abheben möglich machen.

Das passt nicht in die Tipps. Soll ich die Bank wechseln?

Besser wäre, die ING würde für einen Zeitraum im Jahr (z.B. 4 Wochen) das Geld abheben oder Bezahlen mit Kreditkarte kostenlos anbieten.


Jonas

20.02.2018

@Matthias
Willst Du alles umsonst? Sei froh das abheben nichts kostet, sonst wärst vielleicht bei 2,50% oder bis zu 5% Kosten.

Mitarbeiter der Bank müssen ja bezahlt werden oder arbeitest Du umsonst und verzichtest auf Urlaubs- / Weihnachtsgeld etc.?
Du möchtest sicherlich auch keine Gehaltserhöhung.

Es gibt zur Zeit kein Geld zu verdienen....und Du willst noch mehr kostenlos? Tz....


Matthias

16.02.2018

"Und wer unterwegs Geld abhebt, ist am besten mit Kreditkarten von Direktbanken beraten, die kostenloses Abheben möglich machen."

Wie wär es wenn ihr dann auf die 1,75% Wechselkursgebühr verzichtet?