Steuererklärung in Zeiten von Corona

Was Sie jetzt wissen müssen | 07.05.2020

Würden Sie Haustürbetrüger erkennen?

Kurzarbeit, Homeoffice: Die Corona-Krisentage wirken sich auch auf die Steuererklärung von Arbeitnehmern aus – allerdings auf die, die im Jahr 2021 für 2020 zu erstellen ist. Aktuell steht zunächst die Steuererklärung für 2019 an. Was dabei wichtig ist:

Die Steuererklärung machen – nur die wenigsten bezeichnen dies als eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen. Doch für viele ist es ein Muss - und unter dem Strich lohnt sich der Aufwand. Denn die meisten bekommen Geld vom Finanzamt zurückerstattet. In der Corona-Zeit gelten einige Besonderheiten.

Fristen

Wer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, muss die Unterlagen bis zum 31. Juli 2020 abgeben.

  • Diejenigen, die sich beim Ausfüllen der Unterlagen von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein unterstützen lassen, haben mehr Zeit: In diesen Fällen verlängert sich die Abgabefrist automatisch bis Ende Februar 2021. Weil im Jahr 2021 der letzte Februartag ein Sonntag ist, muss die Erklärung spätestens bis Montag, 1. März 2021, dem zuständigen Finanzamt vorliegen.
  • Neu in Corona-Krisenzeiten: Wer wegen der Pandemie Probleme hat, seine Steuererklärung fristgerecht abzugeben, sollte sich mit seinem Finanzamt in Verbindung setzen. „Die Finanzämter sind gehalten, großzügig mit Anträgen auf Fristverlängerung zu verfahren“, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler in Berlin.

Ihre Meinung zählt!

Kontaktaufnahme mit Finanzamt, Steuerberater & Co.

Im Zuge der der Corona-Pandemie sind die Finanzämter, Steuerberater-Kanzleien und Lohnsteuerhilfevereine für den allgemeinen Publikumsverkehr weitgehend geschlossen. Wer Fragen hat oder Hilfe benötigt, sollte den gewünschten Ansprechpartner aber per Telefon, Telefax, Email oder Brief erreichen können. Die Finanzverwaltung empfiehlt derzeit nach Angaben der Bundessteuerberaterkammer, Anträge über das Onlineportal Elster einzureichen. Über Elster können Sie neben der Steuererklärung auch

  • Anträge auf Fristverlängerung für die Abgabe der Steuererklärung stellen,
  • eine Anpassung der Vorauszahlungen beantragen oder
  • einen Einspruch gegen einen Steuerbescheid einreichen.

Übrigens: Ein Steuerberater-Suchdienst auf der Webseite der Bundessteuerberaterkammer hilft dabei, einen Steuerberater in der Nähe zu finden.

Kleiner Exkurs: Bei Kurzarbeit kann sich Steuerklassen-Wechsel lohnen

Das Kurzarbeitergeld wird auf Basis der aktuellen Steuerklasse berechnet. „Unter Umständen kann es sich daher für Ehepaare lohnen, die Steuerklasse zu wechseln, um ein höheres Kurzarbeitergeld zu erhalten“, sagt Klocke. Wer etwa bislang die Steuerklasse V hat und nun Kurzarbeitergeld erhält, sollte ausloten, ob sich ein Wechsel in die Steuerklasse IV oder III lohnt. Die Änderung der Steuerklasse müssen Wechselwillige beim Finanzamt beantragen, sie gilt dann ab dem nächsten Monat.
 
Beachten Sie, dass der Ehepartner natürlich auch eine andere Steuerklasse erhält. Das wirkt sich auf seinen Nettolohn aus. Prüfen Sie vorab mit Hilfe eines Rechners, welche Folgen der Steuerklassenwechsel auf das Familieneinkommen hat. „Nach Ende der Kurzarbeit kann man problemlos wieder in die früheren Steuerklassen zurück wechseln“, so Klocke. Seit dem Jahr 2020 kann ein Wechsel der Steuerklasse mehrfach im Jahr erfolgen.

Zurück zur Steuererklärung 2019: Worauf Sie achten sollten

Sie fragen sich sicherlich, unter welchen Umständen Sie vom Fiskus Geld zurückbekommen. Das ist bei folgenden Ausgaben der Fall:

  • Werbungskosten: Lagen diese oberhalb des Arbeitnehmerpauschbetrags von 1.000 Euro, können Sie Werbungskosten absetzen. Haben Sie sich etwa ein neues Laptop für die Arbeit zugelegt? Bis zu 952 Euro inklusive Mehrwertsteuer können Sie auf einen Schlag gegenüber dem Fiskus geltend machen. Ein teureres Gerät müssen Sie über mehrere Jahre abschreiben. Arbeiten Sie häufiger von zu Hause aus? In dem Fall können Sie 20%der Telefon- und Internetkosten als Werbungskosten geltend machen – allerdings nicht mehr als 20 Euro im Monat. Ebenfalls zu den Werbungskosten zählen etwa die Kosten für Fachbücher, Fachzeitschriften, Fortbildungskurse – und etwa auch Gewerkschaftsbeiträge.
  • Handwerkerkosten: Haben Sie im Jahr 2019 Handwerker damit beauftragt, in Ihrer Wohnung etwa die Fliesen zu erneuern, die Wände zu streichen oder die Heizung zu warten? Dann können Sie bis zu 6.000 Euro Lohn und Fahrtkosten aus den Rechnungen in Ihrer Steuererklärung angeben. Der Handwerker muss Lohn und Arbeitskosten in der Rechnung getrennt ausgewiesen haben – und Sie müssen das Geld vor dem 31. Dezember 2019 an den Betrieb überwiesen haben. Das Finanzamt erstattet Ihnen dann ein Fünftel der Arbeitskosten.
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen: Sie haben 2019 zum Beispiel eine Haushaltshilfe, eine Putzfrau, eine ambulante Pflegekraft oder einen Babysitter beschäftigt? Wenn Ihnen der Auftragnehmer eine Rechnung präsentiert hat und Sie ihm das Geld auf sein Konto überwiesen haben, können Sie in Ihrer Steuererklärung einen Betrag bis zu 20.000 Euro geltend machen. Auch hier bekommen Sie vom Fiskus ein Fünftel zurück.
  • Spenden und Mitgliedsbeiträge: Wer 2019 für wohltätige Zwecke gespendet hat, kann dies ebenfalls absetzen. Das gilt auch für Mitgliedsbeiträge an bestimmte gemeinnützige Vereine oder eine Partei. Mitgliedsbeträge für Parteien können Sie zu 50% direkt von Ihrer Steuerschuld abziehen.
  • Sonderabschreibung bei Vermietung von neuem Wohnraum: Mal angenommen, Sie haben 2019 an Ihrem Haus angebaut und diesen Anbau vermietet. In einem solchen Fall können Sie als Vermieter in den Genuss einer Sonderabschreibung kommen. Zu den regulären 2% der Baukosten haben Sie die Möglichkeit, zusätzlich 5% der Baukosten in Ihrer Steuererklärung geltend zu machen. So bekommen Sie womöglich mehrere hundert Euro erstattet.
  • Beruflich bedingter Umzug: Sind Sie 2019 aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt oder Region gezogen? Die Kosten können Sie bei Ihrer Steuererklärung absetzen. Ihr Kind benötigt an der Schule im neuen Ort Nachhilfeunterricht? Auch das dürfen Sie gegenüber dem Fiskus geltend machen.
  • Doppelte Haushaltsführung: Sie haben einen neuen Job in einer anderen Stadt begonnen, aber Ihre Familie wollte nicht umziehen? Bei einer doppelten Haushaltsführung können Sie bis zu 1.000 Euro im Monat als Unterkunftskosten absetzen. Wenn Sie sich für den zweiten Wohnsitz Bett, Schrank, Hausrat & Co. zulegen mussten, dürfen Sie die Beträge hierfür ebenfalls in Ihrer Steuererklärung angeben.

Wofür Sie keine Steuern zahlen müssen

9.168 Euro Ihres Jahreseinkommens sind steuerfrei. Ebenfalls steuerfrei:

  • Das Jobticket, das Sie 2019 von Ihrem Arbeitgeber bekommen haben.
  • Das Dienst-E-Bike, das Sie von Ihrem Arbeitgeber zusätzlich zum Gehalt erhielten.

Zu guter Letzt: Pauschalierte Herabsetzung bereits geleisteter Vorauszahlungen für 2019

Viele Steuerpflichtige haben in der Corona-Krise deutlich geringere Einkünfte aus Gewinnen, Vermietung und Verpachtung als in den Vorjahren. Wie hoch konkret ihr Verlust für 2020 sein wird, ist derzeit nicht absehbar, da die weitere wirtschaftliche Entwicklung ungewiss ist. Betroffene können beim Finanzamt beantragen, dass ein pauschal ermittelter Verlustrücktrag aus dem Jahr 2020 auf das Vorjahr erfolgt. Dadurch können Finanzämter bereits im Jahr 2019 geleistete Vorauszahlungen erstatten. Sie haben Fragen hierzu? Ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein kann Ihnen helfen.
 
Wir freuen uns, wenn dieser Artikel zum Thema Steuern hilfreich für Sie war. Wichtig: Es handelt sich hierbei um allgemeine Tipps, die eine Prüfung des Einzelfalls nicht ersetzen können. Haben Sie dazu Fragen? Dann wenden Sie sich einfach an Ihren Steuerberater oder Ihr zuständiges Finanzamt.

Autor: ING


Ihre Meinung

Kommentare (35)


Kommentare

Gerd Richter

03.07.2020

Ich mache es seit der Wende (Empfehlung wegen Bausparvertrag und -kredit) erst mit Papier und seit Jahren mit ELSTER. ES ist zwar beim ersten Mal etwas langwierig, aber in den Folgejahren wird alles übernommen und die Korrekturen sind in kurzer Zeit absendebereit. Es gibt auch einen Onlinehilfe.


Barbara

25.06.2020

Ich habe schon Anfang März schriftlich den Antrag auf Verlängerung gestellt, aber leider bis heute keine Antwort des Finanzamts erhalten.


ING

22.06.2020

Hallo Grace O´Malley, wir sagen besten Dank für Ihren Kommentar und den Wunsch! Wir leiten diesen gerne an unsere Kollegen weiter. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Grace O'Malley

19.06.2020

Ich wünsche mir, ich könnte vom Online Banking alle meine Ein und Ausgaben in einem Schuss runterladen (dh ein PDF oder noch besser, ein Doku in diesem Format den die Steuerberater nutzen). Das würde mir so viel Zeit und Geld sparen!


ING

16.06.2020

Hallo sunshinedealer, Sie wundern sich bestimmt, wo Ihr Kommentar geblieben ist. Da Sie aus Versehen Ihre E-Mail-Adresse angegeben haben, wurde er von uns nicht veröffentlicht - rein zu Ihrem persönlichen Schutz. Gern können Sie ihn nochmal einstellen, achten Sie aber bitte darauf, keine persönlichen Angaben zu machen. Vielen Dank für Ihr Verständnis und viele Grüße, Ihr Social Media Team


Dr.Werner Altwein

11.06.2020

Ich würde mir gern die Kosten des Steuerberaters sparen,habe aber zu wenig Ahnung.Ich nehme an,dass meine Steuererklärung relativ einfach ist,Altersruhegeld ca 36.000 E und Kapitalerträge.Dafür fast Euro 2000.- kommt mir etwas reichlich vor.


Die Börse hat immer Recht?

11.06.2020

Die Börse ist längst von der Wirtschaft abgekoppelt und real nur noch ein Tummelplatz für Zocker. Und nur wer sehr viel Spielgeld riskieren kann, der kann auch richtig fett gewinnen. Und bitte wer von Euch kann schon mal 10 Millionen Euro ohne mit der Wimper zu zucken riskieren? Aber Ihr seit ja nicht mal ansatzweise bereit von z.B. Jerome Kerviel und Kweku Adoboli etwas zu lernen. Und jene Zeiten wo man mit der DTAG Aktie eine S-Klasse erzocken konnte, die sind längst vorbei. Aber kauft ruhig die Lügenmärchen von einem der als Bäcker betriebswirtschaftlich gescheitert ist und dann als Betrüger einige Jahre ntv und N24 als angeblicher Börsenguru beeindrucken konnte.


Andy

10.06.2020

@Malia
Für Euch ein paar Tipps. Ich bin kein Guru. Und das wird auch nicht die ING vermitteln.
Hin und her macht Taschen leer.Es gibt kein Optimal. Ihr müsst ein Plan haben, aber nicht sowas.
Ihr müsst Aktien besitzen die kontinuierlich steigen und das über sehr viele Jahre. Viele Unternehmen verbrennen Geld und sind auf dauer nur Rohrkrepierer.
Und es gibt keine Geheimtipps!
Hört nicht auf irgend welche Börsengurus!!!!
Wer kann Charts lesen? Die meisten eben nicht!
Wer kennt die Börsensprache? Die meisten eben nicht.
Lasse die Finger weg von Optionsscheine!
Und die Börse hat immer recht!

Es gibt Aktien die Performern jedes Jahr zwischen 30% und 100% über solche Aktien spricht man gar nicht oder wenig. Dadurch laufen alle hinterher, nur deswegen werden Aktien oft aufgebläht. Fortgeschrittene begleiten sowas mit Optionsscheine und setzen 1 Stop.
Macht nur das was Ihr versteht, Ihr seit die ersten die sagen an der Börse verliert man sein ganzes Geld.
Viel Erfolg


@Malia

10.06.2020

träum weiter


Malia

09.06.2020

@Realist.
Wer einen Stop bei seinen Aktien gesetzt hat, bei dem wurden die Aktien verkauft, im Optimalfall mit Gewinn. Dann konnte man gut wieder einsteigen. Der Verlauf von z. B. Tesla, PayPal, prosieben zeigt doch dass die Krise nur von minimaler Dauer war.


Realist

09.06.2020

:) Also nehmt Euch ein Beispiel an Andy. Der ist laut Eigendarstellung sogar weit klüger als all jene Superreichen, die in den ersten Monaten des Jahres nicht nur Milliarden, sondern sogar Billionen an der Börse verloren haben. Andy ist auch weit klüger, als die vielen professionellen Vermögensberater, die aktuell eine schwierige Situation sehen. Und Andy ist auch klüger als jener weltbekannte Börsenguru, der neuerdings lieber auf einem Haufen Bargeld als auf Aktien und Co sitzt. Und vergesst bitte nicht eine alte Weisheit: nur Dummköpfe werden aus Schaden nicht klug.


Andy

08.06.2020

@ Andy
Bei solchen Fragen ist mir klar das 0 -Kenntnisse vorliegen. Aber dafür gibt es ja Information bei der ING. Es geht nicht darum wie ich schnell Geld verdiene, es geht darum die Finanzwelt zu verstehen. Das ist viel Psychologie, ich habe nur pass daran das meiner Familie und Freunden zu Vermittel und das kostet 0 nichts.
Jeder hat sein Glück selbst in der Hand.
Alle die nur wissen wollen wie das Funktioniert werden stranden.
Ich bin schon lange ein zufriedender ING -Kunde.
Also Fachliteratur lesen.
Das gilt nur für mich:
Übrigens ich habe viel ausgebombte Aktien gekauft, wenn der allerletzte Börsianer schreit und die Kanonen donner, bin ich der erste der Aktien kauft und für fortgeschrittene auch mit Optionsscheine hebelt.
Viel erfolg.


@Andy

08.06.2020

Bitte von wem bekommen Sie Provisionen für das Verbrennung von Geld in Aktien und Fonds? Oder zeigen Sie mir mal bitte nur 3 kleine Leute, die damit wohlhabend geworden sind.


JF_75

07.06.2020

Liebe Diba,
dieser "zusätzliche Service" ist unnütz, da die Infos verkürzt und unvollständig sind. Ebenso viele andere vermeintliche "Mehrwertleistungen". Werden hierfür die neu eingeführten Kontogebühren eingesetzt? Bleiben Sie bei dem, was sie groß und erfolgreich gemacht hat: eine Direktbank. Ansonsten droht Ihnen das gleiche Schicksal wie den Sparkassen...


Andy

05.06.2020

Hallo ING gib doch Anregungen wo Ihr die Kunden ins Boot bekommt. Das sind von euch Schlagwörter die man schnell ausgiebig im Netz findet und sich jedes Jahr wiederholen.
Anregungen die Geldwert sind, Ihr seit eine Bank und kein Finanzamt.
Ihr müsst vermitteln Kunden fesseln, aber nicht mit trockenen Stoff.

Ihr müsst mehr Stärken ausspielen, erklärt die Wirtschaft und die Finanzwelt. Wie kann ich mein Geld jetzt anlegen. Erklärt doch einfach, was ist in den letzten Monate passiert und wie kann die Zukunft aussehen. Gerade jetzt kann man verstärkt in Fonds und Aktien investieren.
Erklärt doch Anlegern einfach z.B. was ist der Buchwert einer Aktie? Es wird überall nur Schwarz gemalt. Leider ist die übertriebene Party am Aktienmarkt bald vorbei, aber vor 3 Wochen hätte man Fonds und Aktien kaufen müssen und erklärt doch einfach mal warum.
Ich selbst erkläre Familien, Freunden was sich gerade abspielt und kann Sie fesseln und erreiche das Sie in Fonds und Aktien investieren.
Lasst euch mal was einfallen.


HK_1982

30.05.2020

Sehr geehrte ING, ich bin langjähriger Kunde. Die Wortmeldungen vieler Leser zur Qualität sind bezeichnend. Lassen Sie doch diese Kolumnen oder Hinweise einfach weg. Das schadet dem Ruf Ihres Unternehmens oder setzen Sie einen Fachmann an das Thema.

Schöne Pfingsten!


Doris

29.05.2020

ich musste als Erbe meiner 2018 verstorbenen Mutter nachträglich für sie die Steuererklärung einreichen , für die Jahre 2015, 2016, 2017, 2018, nach 14 Tagen war sogar die Berechnung und eine Nachzahlung von 1437,00€ fällig. Ich find es sowas von erbärmlich, das von Toden im Nachhinein noch Steuer eingetrieben wird, sollen sich an die Großverdiener halten, die wissen wie sie um die Steuer drumherum kommen.


@Hülya

29.05.2020

Ihr Beitrag ist wohl nicht nur für mich unglaubwürdig. Denn Sie schreiben "zur Verfügung stellen müssen" - das geht juristisch gar nicht. Und dann noch gleich die ganze Wohnung - inklusive Schlafzimmer und Kinderzimmer? Na hoffentlich erstattet das Finanzamt dann auch gleich noch Anzeige wegen Verstoß gegen die Kontaktregeln und Unmöglichkeit der Einhaltung der Hygieneregeln. Das brachte sogar so mancher Kleinstadt schon 400 000 Euro zusätzliche Bussgeldeinnahmen ein.


ING

29.05.2020

Hallo Hülya, bestimmt kann Ihnen Ihr Steuerberater weiterhelfen - oder das für Sie zuständige Finanzamt. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Hülya

29.05.2020

Ich habe 8 Wochen lang meine Wohnung als Homeoffice, Vorlesungssaal und Meetingraum zur Verfügung stellen müssen und dabei Strom, Internet, Drucker, Laptop usw. benutzt und Räume besetzt. Kann man dies auch später mit der Steuererklärung 2020 irgendwo geltend machen? Aber egal was wir machen werden, die Finanzämter werden einen Weg finden, einiges wie die Fristverlängerung abzuschmettern.


@notting

28.05.2020

Erfahrung: Rentner werden schriftlich zum Einreichen einer Steuererklärung aufgefordert. Dagegen passiert es bei Nichtrentnern schon mal, dass Sie plötzlich schriftlich aufgefordert werden Ihre bestehende und im Schreiben genannte Steuerschuld bis zu einem im Schreiben genannten Termin zu begleichen. Und bedenken Sie bitte immer: Nichtwissen schützt keinesfalls vor Strafe - das gilt auch für die nicht abgegebene Steuererklärung!


ING

28.05.2020

Hallo notting, im Zweifelsfall kann das Finanzamt Ihnen diese Frage sicher schnell beantworten. Zur Steuererklärung verpflichtet sind Sie z.B., wenn Sie oder Ihr Ehepartner ein Einkommen erzielt haben, das nach Steuerklasse V, VI oder IV mit Faktor besteuert wurde. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


notting

27.05.2020

"Wer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist"

Und woher soll man das wissen? Da war doch letztes Jahr irgendwas, dass die Finanzämter nun ohne Vorwarnung Zuschläge verhängen, wenn man zu spät abgibt? Aber was ist, wenn man bisher nie eine Steuererklärung gemacht hat oder erst Jahre später weil freiwillig? Was ist, wenn dem Finanzamt einfällt dass man doch zügig die Steuererklärung machen soll? Gibt's dann eine Vorwarnung?

notting


ING

27.05.2020

Hallo Manfred, hallo zusammen, schade, dass der letzte Satz missverständlich verstanden wurde. Korrekt ist: Laut §35a EStG können 20% der Aufwendungen steuermindernd angesetzt werden, höchstens jedoch 1.200 Euro. Das heißt, insgesamt können Rechnung bis zu 6.000 Euro (20% von 6.000 Euro = 1.200 Euro) in der Steuererklärung angegeben werden. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Theo

27.05.2020

zum Kommentar von Gisela:
20% von max. 6000€ werden direkt von der Steuer abgezogen, somit richtig. Das sind aber nicht 2000€ - sondern max. 1200€


Franz

26.05.2020

zu Manfred 26.5.20: Du hast wohl ein Problem mit der Sprache.
Die 20 % vom Arbeitslohn der Handwerker mindern die Steuer, das ist doch gleichwertig mit einer Erstattung. Die Bemessungsgrundlage, aus der die Steuer ermittelt wird, bleibt unberührt, vom Ergebnis werden die 20 % abgezogen, die Steuer also gemindert.


Gisela

26.05.2020

Zum Kommentar von Manfred vom 26.05.2020: Die 20% der Arbeitskosten für Handwerkerleistungen bis zum Höchstbetrag von 6000 EURO Leistung mindern die Steuerlast bis maximal 2000 EURO. Stimmt also doch. Es sei denn, man hat keine oder auch nur eine geringe Steuerlast, dann fällt die Erstattung geringer aus. Sehr ärgerlich.


Helmut

26.05.2020

Mein Antrag auf Fristverlängerung wurde Gnadenlos abgelehnt. Der "nette" Finanzbeamte besteht auf dem 31. Juli.


Manfred

26.05.2020

Zu den abziehbaren Webungskosten "Handwerkerkosten: ... Das Finanzamt erstattet Ihnen dann ein Fünftel der Arbeitskosten".
Dazu ist zu sagen: Ziemlich falsch!
Das FA erstattet eben nicht 20% der Handwerker-Arbeitskosten, sondern es werden 20% davon steuerlich mindernd angerechnet.
Und das ist ein ziemlicher Unterschied.


@Joachim

25.05.2020

Weniger Steuereinahmen bedeutet weniger Einnahmen für Bund und Länder. Bitte wo wollen Sie bei den Bundesausgaben und den Länderausgaben kürzen? Zumal relevante Mehrausgaben für das Militär versprochen sind.
Also bitte werden Sie mal konkret. Fordern ist nämlich sehr einfach, umsetzen ist mehr als schwierig bis unmöglich.


JOACHIM

21.05.2020

DIE STEUERN MÜSSEN BIS 50000 euro MASSIV
GESENKT WERDEN::::::::::::::::::AUF 10 PROZENT:::::
MIT EINER ORDENTLICHEN HAUSHALTSFÜHRUNG IST
DAS MACHBAR::::::::UND DER FREIBETRAG MUSS AUF
12000euro RUNTER:::::::::::::


Realist

20.05.2020

In der Auflistung fehlt leider eine entscheidende steuerliche Änderung hinsichtlich Verlusten an der Börse. Die daraus entstehende steuerliche Mehrbelastung dürfte bei einigen Millionen Bundesbürgern die Freude am Spekulieren an der Börse gewaltig mindern.


Dieter 2

20.05.2020

Für immer mehr Rentner dürfte die Steuererklärung ein wachsendes Horrorerlebnis werden.


Steuermann

17.05.2020

Schön wäre es, wenn es so wäre: Neu in Corona-Krisenzeiten: Wer wegen der Pandemie Probleme hat, seine Steuererklärung fristgerecht abzugeben, sollte sich mit seinem Finanzamt in Verbindung setzen. „Die Finanzämter sind gehalten, großzügig mit Anträgen auf Fristverlängerung zu verfahren“, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler in Berlin.
Ich habe einen Antrag zur Fristverlängerung auf Ende September 2019 gestellt. Wurde im "netten" Stil von einer Finanzbeamtin Finanzamt Leipzig abgeschmettert! Soviel zur Praxis der Finanzämter in Corona-Zeiten.


Kurt Ziegert

16.05.2020

Zum Jobticket ist die Angabe "nicht zu versteuern" zwar richtig, aber unvollständig. Der geldwerte Vorteil des Jobtickets wird nicht mehr als Arbeitsentgelt versteuert. Das ist richtig. Jedoch wird die in den Werbungskosten die anrechenbare Entfenrungspauschale für den Weg zur Arbeit um den geldwerten Vorteil des Jobtickets gemindert. also wird das Jobticket statt direkt künftig eben indirekt versteuert.