Steuerpflichtig als Rentner?

Was Sie über die Steuererklärung für Rentner wissen müssen | 08.04.2019

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© Zinkevych - istock.com

Zum 01.07.2019 werden die Renten in Deutschland um mehr als 3% erhöht. Viele freuen sich über mehr Geld in der Tasche und manche werden sich fragen: Muss ich als Rentner eigentlich eine Einkommensteuererklärung abgeben? Und welche Freibeträge stehen mir zu? Hier die Antworten.

Bürokratischer Aufwand für viele Pensionäre

Die Rentenerhöhung bringt möglicherweise nicht nur positive Folgen, sondern auch bürokratischen Aufwand mit sich: Tausende Senioren könnten zum ersten Mal in der Pflicht stehen, eine Steuererklärung zu erstellen und Steuern zu zahlen, wenn sie durch die höheren Bezüge über dem steuerfreien Existenzminimum liegen.

Ab wann ist die Steuererklärung für Rentner verpflichtend?

Für Rentner gelten dieselben Regeln wie für alle anderen Steuerpflichtigen. Trotzdem sind die Regelungen für die Steuererklärung für Rentner besonders wissenswert. Pensionäre, bei denen der Gesamtbetrag der Einkünfte den Grundfreibetrag nicht übersteigt, müssen keine Steuererklärung abgeben. Erlangen Ruheständler neben den Rentenbezügen noch andere Gewinne, z. B. wenn sie vermieten oder verpachten, fließen diese ebenfalls in die Ermittlung der Gesamteinkünfte mit ein. Das Finanzamt berücksichtigt jedoch keine Kapitalerträge, die der Abgeltungsteuer unterliegen.

Steuererklärung für Rentner: Diese Freibeträge stehen Ihnen zu

Der Grundfreibetrag beträgt ab 1. Januar 2019 für Alleinstehende 9.168 Euro und 18.336 Euro für Zusammenveranlagte. Allerdings darf kein Arbeitslohn oder Versorgungsbezug im Einkommen enthalten sein. Ansonsten kann sich eventuell eine Veranlagungspflicht aus anderen Gründen ergeben.

Wie viel Rente müssen Sie versteuern?

Aufgrund des Systemwechsels im Jahr 2005, versteuert der Gesetzgeber die Rente aus den gesetzlichen Alterssicherungssystemen und Basisrentenverträgen bis zum Jahr 2039 anhand einer Übergangsregelung, bei der das Besteuern der Leistungen und der Abzug der Altersvorsorgeaufwendungen sukzessive ansteigt. Danach sind die genannten Renten mit ihrem sogenannten Besteuerungsanteil zu versteuern. Bei Renteneintritt im Jahr 2019 liegt der Anteil bei 78%, im Jahr 2040 bei 100%. Für Ruheständler mit früherem Renteneintritt ist der Besteuerungsanteil geringer. Bei Rentnern mit Eintritt im Jahr 2005 und früher legt der Gesetzgeber einen Anteil von 50% zugrunde, der zu versteuern ist.

Vorsicht vor dem Vorwurf der Steuerhinterziehung

Eine Einkommensteuererklärung kann das Finanzamt noch für frühere Jahre einfordern. Sofern Sie trotz Pflicht zur Abgabe keine Steuererklärung einreichen, tritt eine Verjährung grundsätzlich erst nach sieben Jahren ab dem Veranlagungsjahr ein. Eine Nichtabgabe kann den Tatbestand der Steuerhinterziehung erfüllen. Eine Verjährung tritt in diesen Fällen erst viel später ein. Bei einer Steuernachzahlung für frühere Jahre setzt der Gesetzgeber Nachzahlungszinsen von 6% p. a. fest. Dieser Zins kann schnell zu einem stattlichen Geldbetrag anwachsen.

Den Aufruf zur Abgabe nicht ignorieren

Wichtig für die  Steuererklärung für Rentner: Sofern Sie das Finanzamt dazu auffordert, eine Einkommensteuererklärung abzugeben, führt das zu einer Abgabepflicht. Deshalb sollten Sie diesen Aufruf nicht ignorieren. Bei Nichtabgabe kann das Amt die Besteuerungsgrundlagen schätzen. Die Schätzungen führen in der Regel zu einer höheren Steuer als der eigentlich festzusetzenden Steuer.

Tipp: Sofern Sie eine Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung für Rentner nicht ausschließen können, holen Sie sich am besten Hilfe von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein.

Wir freuen uns, wenn dieser Artikel zum Thema Steuererklärung für Rentner hilfreich für Sie war. Wichtig: Es handelt sich hierbei um allgemeine Tipps, die eine Prüfung des Einzelfalls nicht ersetzen können. Haben Sie dazu Fragen? Dann wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater oder Ihr zuständiges Finanzamt.

Artikel aktualisiert am 08.04.2019

Autor: Claudia Eller



Ihre Meinung

Kommentare (115)


Kommentare

Marianne von Echte

04.07.2019

...danke dem ING-DiBa AG (DE) TEAM für die immer sehr
wertvollen "Tips"
Danke!!!


ING

23.04.2019

Hallo C. Rothe, die Freibeträge haben wir oben im Artikel aufgeführt. Um ganz sicher zu wissen, was in Ihrem Fall zu machen ist, erkundigen Sie sich einfach bei einem Steuerberater oder bei einem Lohnsteuer-Hilfeverein. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


C. Rothe

23.04.2019

Nachtrag: Es handelt sich in meinem Fall um eine Erwebsunfähigkeitsrente, anfangs auf Zeit, seit diesem Jahr, ist es eine Dauerrente. Beginn 10/2007 mit Netto 601€. Alleinstehend mit Grundsicherung. Eine Steuererklärung habe schon lange nicht mehr gemacht.
Ich bin nun etwas beunruhigt.


C. Rothe

23.04.2019

Wie ist es wenn man lange Zeit Hartz4 bezogen hat und nun Grundsicherung bezieht. Renteneintritt 2007 mit 601€ netto. Alleinstehend ohne weiteres Einkommen.


ING

23.04.2019

Hallo Herr Rosenow, haben Sie vielen Dank für den aufmerksamen Hinweis! Viele Grüße, Ihr Social Media Team


H. Flickenschild

22.04.2019

Sie sollten bei den Zinsnachzahlungen zu 6% darauf hinweisen, dass die Höhe der Zinsen beim Bundesfinanzhof anhängig ist und noch nicht abschließend entschieden ist.
Im Falle einer Zinsforderung kann also deren Höhe widersprochen werden.


Adalbert Rosenow

18.04.2019

Ihre Angabe:
- Bei Rentnern mit Eintritt im Jahr 2005 und früher legt der Gesetzgeber einen Anteil von 50% zugrunde, der zu versteuern ist – kann so nicht stimmen.

Richtig ist:
Für alle Rentnerinnen und Rentner, die im Dezember 2004 eine Rente erhielten,
wurden 50 Prozent der Bruttorente als steuerpflichtiges Einkommen angesetzt.
Der „Rentenfreibetrag“ ist ein fester Eurobetrag und bleibt auch in den Folgejahren unverändert.
Das gilt auch dann, wenn die Rente durch Rentenanpassungen weiter steigt.

Beispiel:
Maren K., die schon im Jahr 2004 Rente erhielt, bekam im Jahr 2005 eine Jahresbruttorente
von 12 000 Euro.
Hieraus errechnet sich ihr individueller „Rentenfreibetrag“ in Höhe von 6 000 Euro.
Im Jahr 2012 beträgt ihre Jahresbruttorente aufgrund der bisherigen Rentenanpassungen
12.753 Euro.
Ihr „Rentenfreibetrag“ bleibt trotzdem bei 6.000 Euro.
Damit steigt ihr zu versteuerndes Renteneinkommen von 6.000 Euro auf 6.753 Euro.
Aufgrund des steuerlichen Grundfreibetrages (der 2012 8.004 Euro beträgt) muss sie trotzdem keine Steuern zahlen,
da sie außer ihrer Rente keine weiteren steuerpflichtigen Einkünfte hat.

Quelle:
Auszug aus der Broschüre der Deutschen Rentenversicherung
Versicherte und Rentner: Informationen zum Steuerrecht (7. Auflage (9/2012).

Freundliche Grüße
A.Rosenow


Peter

18.04.2019

Gerade als Rentner ist man in einem Alter, in dem die Augen vielleicht nicht mehr ganz so gut sind. Deshalb, in Sachen Barrierefreiheit, sollte die Schriftgröße in solchen Artikeln doch etwas größer gewählt werden.


ING

11.04.2019

Hallo Erhard, bei dem Artikel handelt es sich um allgemeine Informationen rund um das Thema Steuererklärung. Sicherlich betrachtet jeder Leser andere Informationen als "wissenswert" - was ja auch die Vielzahl der Fragen und Anregungen zeigt. Mit Ihren Fragen zu Ihrer individuellen Steuererklärung wenden Sie sich am besten direkt an Ihren Steuerberater oder an Ihr zuständiges Finanzamt. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Erhard

10.04.2019

Es sind nur die allgemeinsten Regeln aufgeführt, doch wie
steht es mit der Einbeziehung der Wittwen-/Wittwerrente?
Viele Rentner beziehen auch solche! Gibt es da Freigrenzen
o.Ä.?
Danke


Rudolf

27.12.2017

Für eine BG Unfallrente muß man keine Steuern zahlen!!!


Ronald

07.11.2017

Die Frage von Hans Joachim, mit der BG Rente ist noch nicht beantwortet worden,sie würde mich auch intressieren. Und ob man über haupt Steuern Zahlen muss für eine BG Rente


Edmundorainer

17.08.2017

Danke für die für mich aufschlussreichen Kommentare.
Ich weiß jedoch, dass manche Rentner keine Steuererklärung abgeben
müssen, obwohl sie sehr hohe Renten haben und sogar Mieteinnahmen haben. Warum greift hier die Kontollfunktion des FA nicht bzw. warum geht das FA nicht auf diese Mitbürger zu?


Sigrid

04.08.2017

Hallo Joachim, Danke für Dein Bemühen! Diese Seite ist sehr hilfreich, leider bestätigt sie: entweder UNTER Grundfreibetrag - d. h. keine EkSt Erklärung und keine Steuer (aber ganz arm!) ODER DARÜBER: Du sitzt auch noch im Pflegebett und machst Deine komplizierte Steuererklärung. Es gibt wieder unterschiedliche Steuersätze .... Und wenn das arme alte Hirn das dann wirklich nicht mehr packt, müssen die Nachkommen neben der mehrseitigen Vermögensaufstellung zum Tag des Versterbens auch noch eine Steuererklärung für Dein letztes Lebensjahr erstellen um nicht der Steuerhinterziehung bezichtigt zu werden .... Warum zieht der Fiskus nicht gleich wie vom Lohn auch die Steuer ab!?! Da hätte man zumindest die Motivation, für die jährliche Mühe der Steuererklärung z. B. wegen der vielen teuren Medikamente und vielfältigen Zuzahlungen vom Finanzamt etwas erstattet zu bekommen .... Armes reiches Deutschland! Ich liebe es!


Sigrid

04.08.2017

Hallo


Hans Joachim

26.07.2017

hallo Sigrid,
ich denke das jeder den Grundfreibetrag bekommt,es gibt dafür eine Tabelle - https://www.Seniorenbedarf.info/Rente-versteuern.
Ich hoffe das hilft Dir weiter !!

LG


Hans Joachim

26.07.2017

Hallo, sehr gute Kommentare, ich habe viel neues erfahren.
Meine Frage :
muss BG Rente als Neurenter seid 2016 in der Steuererklärung mit angegeben werden und wenn ja wo genau ?
Wer kann eine Antwort geben ?
Gruß an Alle


Sigrid

20.07.2017

Ich bin seit 2016 " Neurentnerin" mit 8,4% Rentenabschlägen, 72% muss ich versteuern. Soweit, sogut. Was mich empört: Ich hatte es so verstanden, dass nur die Summe, die über dem Grundfreibetrag liegt, entsprechend versteuert werden muss. Weshalb steht dieser GRUNDFREIBETRAG nicht jedem zu!?! Ich habe doch als Geschiedene / Alleinerziehende doch schon mehr als genug Steuern gezahlt und u.a. auch Hartz4 Aufstocker mit finanziert! Eine Unverschämtheit, dass es in diesem Land immer mehr Menschen, insbesondere Frauen gibt, die von ihrer Arbeit nicht leben können. Gleichzeitig können kinderlose Paare, bei denen die Frau u. U. Dank Quote eine gut bezahlte Führungsposition einnimmt, von den Vergünstigungen des Ehegattensplittings provitieren. Es sei ihnen gegönnt. An dieser Stelle habe ich besonders dann ganz große Probleme, wenn attraktive Politikerinnen bestimmter Parteien die Gleichberechtigung der Frauen in Deutschland arrogant als Beispiel gebend anpreisen ....


jk

28.08.2016

Natürlich sollte man auch ein wenig vorsorgen. aber, jeden Monat z.B 500 Euro in ein Schließfach sind auch gut. Bei Riester und allem was es gibt will der Staat kontrollieren und später auch was davon haben. Die Zulagen/Zinsen sind so niedrig das sich das meiner Meinung nach nicht wirklich lohnt. 20 Jahre 500 Euro bedeutet 120 tsd. . Auch wenn es durch Inflation weniger wird, aber min. 200 + x Monate kann ich mir 500 Euro Taschengeld rechnen. Diese Rente ist sicher. Ohne das unser Finanzminister in die Tasche greift. Ich hoffe natürlich das ich es erlebe. Aber wenn nicht, bekommt meine Frau von dieser "Rente" nichts abgezogen. Das ist sicher.


ING-DiBa

30.05.2016

Hallo M.G., zu den Gepflogenheiten des Finanzamts können wir nichts sagen - am besten fragen Sie direkt dort nach. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


M.G

29.05.2016

Kann man davon ausgehen,dass Renten vor 2005 nur zur Hälfte steuerpflichtig sind ? Also ein Rentnerehepaar hat z.Bsp.34000 € Renteneinkünfte und davon sind 17000€ Zu versteuern, aber da der Freibetrag 17304€ entfällt die Abgabepflichtig?Wird das Rentnerehepaar immer vom Finanzamt angeschrieben,wenn eine Steuerpflicht besteht und noch nie eine Lohnsteuererklärung abgegeben hat?


Michael T.

05.04.2016

Was soll man sagen, die Altersarmut wird erheblich zunehmen und der einfache Bürger ist immer der Dumme, denn der Staat greift uns regelmäßig mehrfach in die leeren Taschen. Verstehen kann man das nicht, insbesondere wenn man mehr als 40 Jahre in die Kassen eingezahlt hat und am Ende nichts bleibt währenddessen für Menschen die niemals in unsere Kassen eingezahlt haben, jede Menge Geld da ist. Fair ist das nicht sondern eine Schande.


ING-DiBa

29.03.2016

Hallo Rentenanfänger15, bei dem Artikel handelt es sich um allgemeine Informationen rund um das Thema Steuererklärung. Sicherlich betrachtet jeder Leser andere Informationen als "wissenswert" - was ja auch die Vielzahl der Fragen und Anregungen zeigt. Mit Ihren Fragen zu Ihrer individuellen Steuererklärung wenden Sie sich am besten direkt an Ihren Steuerberater oder an Ihr zuständiges Finanzamt. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Rentenanfänger15

28.03.2016

An das Social Media Team,

ist es möglich diesen Artikel um das Wissenswerte aus den Kommentaren zu ergänzen
und den gesamten Text als .pdf (altes Format vor Win7) zum Download zur Verfügung zu stellen ?

Mit freundlichen Grüßen
Rentenanfänger15


ING-DiBa

15.03.2016

Hallo Herr Wilke, die meisten Steuerbescheinigungen sind schon verschickt. Am besten bestellen Sie sie kurz telefonisch: Unter 069 / 34 22 24 sind wir immer für Sie da. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Werner Wilke

15.03.2016

Wann kommt die Steuerbescheinigung für 2015?65


rapu

14.03.2016

jede info zum thema ist hilfreich
hier ist besonders die gute verständlichkeit lobenswert


Thomas

12.03.2016

Die Besteuerung ist sehr heftig, ich bekomme 2017 meine Altersrente und muss 74 % versteuern. Klasse, Geld, was ich in die Rentenkasse eingezahlt habe ist bereits versteuertes Geld und nun wird es nochmal versteuert.. Deshalb muss ich weiter arbeiten und weiter brav meine Steuern an den Staat zahlen.


Dieter Schöning

03.03.2016

Liebe Liesbeth 10,
in einem früheren Beitrag habe ich angeführt, daß man von der Rente nicht leben kann wenn die Frau nicht mitarbeitet.
Das Beispiel zeigt die getrennte Veranlagung. Nach Splittingtabelle wären es 77,-EUR mehr im Jahr.
Dann blieben, ohne die Mitarbeit der Frau, für drei Personen nach Abzug KV, Zusatz-KV und Soli monatlich netto 1431,01EUR
Werde also durch unsere Notlage noch steuerlich Bestraft. Was ist, wenn meine Frau nicht mehr arbeiten kann?
Sie bekäme gerade mal ca 90,-EUR Rente.


Liesbeth 10

01.03.2016

Zum Kommentar von Herrn Dieter Schöning:

Die angegebene Steuerklasse IV sagt mir, dass Ihre Ehefrau auch Arbeitslohn bezieht. Sie müssen also mit Ihrer Rente nicht allein für die Kosten für einen 3-Personen-Haushalt aufkommen. Bei Ihnen sind 58 % der Bruttorente steuerpflichtig. Der Prozentsatz bleibt bis zu Ihrem Lebensende. Davon gehen Sonderausgaben (z. B. Krankenversicherung) ab und persönliche Freibeträge. Der Grundfreibetrag für Ledige wurde ab 2016 auf 8.652 € und für Ehegatten auf 17.304 € erhöht. Um das zu versteuernde Einkommen für Ehegatten zu berechnen, müssen die Einkünfte und steuermindernde Kosten der Ehefrau mit einbezogen werden. Dann ist die Splittingtabelle anzuwenden.


Dieter Schöning

29.02.2016

Hier nochmal die Fakten.
49 Jahre durchgehend gearbeitet. Bruttorente 1600.-€. Nach Abzug K-Versicherung, Zusatzbeitrag KV und Pflegeversicherung bleibt eine montl. Rente von Netto 1431,- €, in der Steuerklasse -IV-, für drei Personen zum Leben + Miete.
Das zu versteuerte Jahreseinkommen beträgt 19.000,-€. Nach Abzug des Anpassungsbetrag von 1.123,-€ bleibt ein zu versteuernde Teil von 17.877,-€.
42% davon sind steuerfrei weil Renteneintritt im Jahr 2009. Bei späterem Renteneintritt sinkt der %-Satz jedes Jahr um 2%. Ab 2040 wird die Rente voll versteuert. Also, 19.000,-€ minus 7509,-€ ergibt eine steuerpflichtige Rente von 11.491,-. Nach Abzug des Sonderausgaben Pauschbetrag von 36,-€, Vorsorgeaufwendungen von 2.005,-€ und Behinderten-Pauschbetrag von 310,-€ bleibt ein zu versteuerndes Einkommen nach Grundtabelle von 9.006,-€. Da das steuerliches Einkommen über 8.354 Euro liegt, beträgt laut Finanzamt die Gesamtnachzahlung 77,-€. Dies ist ein reelles Beispiel. Bei einem Renteneintritt ab dem Jahr 2040 läge die Nachzahlung nach jetziger Steuertabelle bei € 1702,- ohne Soli von € 93,61. Herzlich Willkommen in der Altersarmut.


G.Helmhold

28.02.2016

ich bin Pensionär seit 1998,habe immer eine Einkommensteuererkärung abgegeben,bis ich ein Schreiben vom Finanzamt bekam,dass ich keine Erkärung mehr abgeben brauche,weil die Berechnung immer 0,00€ betrug.


Doris

24.02.2016

Erschreckend ! Unsozial !
Für Politiker und Beamte wären die Steuern Peanuts, aber sie sind befreit. Wieso wird der kleine "Mann", vielleicht liegt er knapp über der Grenze, doppelt besteuert, mit welchem Recht? Viele Rentner müssen den Cent 10X umdrehen und dann noch die Steuer zu bezahlen?
Warum hat er überhaupt gearbeitet, wenn er im Alter betteln muss? Ist das die schöne neue Welt, wer arbeitet, fleißig ist und spart wird bestraft?


ING-DiBa

24.02.2016

Hallo Sirabu, auch Ihnen sind wir noch eine Antwort schuldig:

Der Rentenfreibetrag gilt grundsätzlich für die gesamte Laufzeit des Rentenbezugs. Ändert sich der Jahresbetrag der Rente und handelt es sich hierbei um eine regelmäßige Anpassung – wie die jährliche Rentenerhöhung – , bleibt der Rentenfreibetrag unverändert. Änderungen des Jahresbetrags der Rente, die nicht auf einer regelmäßigen Anpassung beruhen, führen hingegen zu einer Neuberechnung des Rentenfreibetrags. Dabei ist der veränderte Jahresbruttobetrag der Rente im selben Verhältnis steuerfrei und –pflichtig, wie der Jahresbruttobetrag der Rente ohne die außerordentliche Rentenerhöhung. Der so neu berechnete steuerfreie Anteil entspricht dem Rentenfreibetrag, der fortan gilt.

Viele Grüße, Ihr Social Media Team


ING-DiBa

24.02.2016

Hallo Lola70, hier noch die Antwort auf Ihre Frage:

Die Besteuerung des Einkommens (einschließlich der Alterseinkünfte) wird regelmäßig auf der Grundlage einer Einkommensteuererklärung vorgenommen. Keine Steuererklärung muss abgegeben werden, wenn die Einkünfte der steuerpflichtigen Person (u.a. vermindert um den Altersentlastungsbetrag) in der Summe den Grundfreibetrag nicht übersteigen. Dieser liegt ab 2016 bei 8.652 Euro, für Zusammenveranlagte 17.304 Euro.

Der Besteuerungsanteil der Rente wird lediglich als Bemessungsgrundlage für die Ermittlung der Einkommensteuer herangezogen. Der nicht zu versteuernde Teil der Jahresrente gilt als eine Art Steuerfreibetrag, welcher in dieser Höhe während der gesamten Laufzeit der Rente gewährt wird.

Verkauft man eine Wohnung und liegt der Veräußerungsgewinn über dem Grundfreibetrag, können die erzielten Einkünfte eventuell einkommensteuerpflichtig sein. Dies ist jedoch an bestimmte Bedingungen geknüpft. Wenden Sie sich in diesem Fall am besten an Ihr Finanzamt. Dieses hilft Ihnen bestimmt gerne weiter.

Viele Grüße, Ihr Social Media Team


ING-DiBa

22.02.2016

Hallo Herr Linz, hallo Pinki, haben Sie vielen Dank für Ihre aufmerksamen Hinweise! Es hat sich tatsächlich leider ein kleiner Fehlerteufel eingeschlichen. Der Freibetrag für Alleinstehende beträgt seit dem 01.01.16 natürlich 8.652 Euro (und nicht 8.625 Euro). Wir korrigieren das! Danke und viele Grüße, Ihr Social Media Team


ING-DiBa

22.02.2016

Hallo Walter 80, vielen Dank für Ihre Frage! Leider können wir an dieser Stelle keine individuellen Berechnungen durchführen. Wenden Sie sich doch am besten kurz direkt an Ihr zuständiges Finanzamt. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


m.meyer

22.02.2016

schon bekannt; daher nicht hilfreich


Jörg

21.02.2016

Bezüglich Witwenrente!
Ist der Ehemann 2005 in Rente gegangen, sind 50% seiner Rente zu versteuern.
Ist der Ehemann 2010 verstorben beträgt der Besteuerungsanteil der Witwenrente auch weiterhin
50%. und nicht die für 2010 geltenden 60%.


Heinz Dieter

19.02.2016

In der VDK - Zeitung vom Februar 2016 Seite 21 ist unter der Überschrift " Mehr Rente heißt auch mehr steuerpflichtige Rentner " ein sehr informatiefer Artikel zur Steuerpflicht der Rentner zu lesen. Viele der hier gestellten Fragen werden sehr verständlich beantwortet.


Herr Ausgepresst

19.02.2016

Wer kann mir sagen , inwieweit die Altersentlastungsbeträge -ab 65 J. - sich irgenwie auswirken ?
Im Voraus besten Dank


Pinki

19.02.2016

Sie schreiben einen Freibetrag für 2016= 8.625 Euro. Ich habe mir irgendwann mal notiert, dass der Freibetrag= 8.652 Euro beträgt. Entweder habe ich einen Zahlendreher in meiner Notiz oder Sie haben sich verschrieben. Wie lautet der Freibetrag wirklich?


Kundel

19.02.2016

Es gibt auch gute und preiswerte Steuersoftware. Warum gleich zum Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein?


Horst

19.02.2016

rate allen von einer NV-Bescheinigung ab. Macht einfach eine 0,00 Einkommensteuererklärung, wenn keine so üppige Rente da ist und auch keine Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung. Da ist meistens noch eine riesen "Luft" bis man Steuer bezahlen muss. Habt ihr dann mal Gewinne aus Aktien, die über dem Freibetrag liegen, bekommt ihr entweder alle gezahlte Kapitalertragsteuer und Soli zurück, oder zumindest einen Teil. Und dieser 0,00 Betrag vorerst in der Erklärung wird bei Eingabe der Jahresbescheinigung von der Bank - einfach die Zahlen in die Einkommensteuererklärung tippen -, je
nach Höhe der Kap.Ertr.Steuer und des Solis, sich zu einem Steuer Guthaben verändern. Bitte nicht dem Finanzamt schenken.


alf

19.02.2016

ich bin vor 2005 in rente gegangen.
Die in der Zwischenzeit erfolgen Erhöhungen werden mit mehr als 50% versteuert. Ist das richtig?


Gerlinde Hafner

19.02.2016

Der Freibetrag von 8.625 € für Alleinstehende ist ja wohl lächerlich!! Und jedes Jahr müssen 2% mehr von der Rente versteuert werden! Wie sollen das die Jungen Menschen auffangen, wenn diese 100% ihrer Rente versteuern müssen? Soviel kann nicht privat vorgesorgt werden! Für die Zukunft ist die Altersarmut vorprogrammiert


Marion

19.02.2016

Irgendjemand schrieb am 18.2.16, dass es sich nicht um eine Doppelbesteuerung der Rente handele. Dem ist nicht so wie beschrieben. Wer keine Werbungungskosten über 1.800 EUR hat, bekommt keine Steuerrückzahlung. Das Soz.Vers.pflichtige und Lohnsteuerpflichtige Gehalt ist Grundlage der monatlichen Abzüge. Da ist die Steuer zum 1. Mal gezahlt, das 2. Mal wenn man schöne 45 Jahre gearbeitet und dem Staat etliche Tausend Euro vermacht hat und dann eine Rente bekommt, von der man mal gedacht hat, davon so leben zu können, wie man es sich nach den 45 Jahren auch verdient hat !!
Also doch Doppelbesteuerung. Ich will gar nicht weiter ausführen, welche Steuern man für seine Hobbys, Lebenshaltung, Fortbewegung usw. 45 Jahre lang gezahlt hat und von der Rente auch noch zahlen muss. Wir sind lediglich die Finanzierer unseres Staates.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit


Parki

19.02.2016

Ich bin seit 3 Jahren wg. Parkinson erwerbsgemindert berentet. Im ersten Jahr habe ich für 9 Monate die Rente bezogen und habe keine Nachricht über eine Besteuerung bekommen. Im zweiten Jahr musste ich auf einen Schlag die Rückzahlung des vergangenen Jahres und die Forderungen des laufenden Jahres begleichen. Da ich trotz der Erkrankung noch arbeite, bezahle ich ja auch immer noch fleißig in Steuer- und Rentenkasse ein. Manchmal frage ich mich echt, warum ich mir das antue...


Walter 80

19.02.2016

Ich bin2001 in Rente gegangen wie hoch ist mein Besteuerungsanteil?


Anita 80

19.02.2016

Mußte 2014 erstmals Steuererklärung machen.Da ich kaum was zum Absetzen hatte,mußte ich nachzahlen. Aber ich hasse die Vorauszahlung und finde...es ist eine Abzocke.........


Jürgen R.

18.02.2016

" Nicht berücksichtigt hingegen werden Kapitalerträge, die der Abgeltungsteuer unterliegen. Der Freibetrag beträgt ab 1. Januar 2016 für Alleinstehende 8.625 Euro und 17.304 Euro für Zusammenveranlagte. "
Wenn diese Aussage zutreffend ist...


Paul

18.02.2016

Wenn sich schon die Bank und "Expertenkommentare" nicht über die "richtige" Besteuerung einig sind, wie soll sich da ein Rentner auskennen. Das ganze Steuersystem ist krank und dient ausschließlich dazu, die Unter- und Mittelschicht zu schröpfen. Die Reichen lachen sich in´s Fäustchen.. Das wird dem Staat und unseren "Volksvetretern" in nicht allzu langer Zeit kräftig auf die Füße fallen.


Hubert Wassmer

18.02.2016

Im Fall der Besteuerung meiner Rente überlege ich früher als mit 63 Jahren und 8 Monaten in den Ruhestand zu gehen. Obwohl ich dadurch Rentenanspruch verliere brauche ich im Gegenzug nicht so viel Steuern bezahlen.


Marlene G.

18.02.2016

Ganz so einfach wie Sirabu rechnet ist es leider nicht:
Es werden in jedem Jahr 50 % der Rente, die im Jahr 2005 gezahlt wurde als "steuerfreier Teil der Rente" festgeschrieben. Nur dieser Betrag bleibt frei, alle Rentenerhöhungen fallen damit in die Besteuerung!


W.P.

18.02.2016

Es gibt nichts, was nicht begehrlich benutz wird, um von dem "Volk" im unteren und mittleren Einkommensbereich zur Kasse zu bitten, um dann vieles von dem mühsam verdienten Einkünften überall zu verteilen. Die Wut über unsere pol. Vertreter ist kaum auszudrücken!!!!y. MfG wp


Michael Linz

18.02.2016

ab 1. Januar 2016 für Alleinstehende 8.625 Euro und 17.304 Euro. Fehlerteufel: für Alleinstehende ist der Betrag 8.652


Braun,Margret

18.02.2016

Ich habe mir sicherheitshalber einen Steuerberater genommen, weil ich 0 Ahnung habe, wie man so etwas macht.Ich war sehr zufrieden und werde die Steuererklärung auch 2016 von dem Steuerberater machen lassen.


Sirabu

18.02.2016

Meine Frage an das Social Media Tem:
Stimmt in meinem Fall die Überschlagsrechnung bei?
Rentenbeginn: Ehefrau 1994, Ehemann 2000
Jahresbruttorente gesamt: 30.000 €
davon 50% = 15.000 €
Steuerfreibetrag gesamt= 17.304 €
Differenz: = - 2.304 €
Ergo: noch keine Rentenbesteuerung fällig ?


Stella

18.02.2016

Berechnung, ob man Steuern zahlen muss ohne nicht ist ganz einfach. Beispiel
Bruttojahresrente: € 10.000
Besteuerungsanteil: 72% entspricht € 7.200,00
Da der Grundfreibetrag für alleinstehende € 8652,00 beträgt muss keine Steuererklärung abgegeben werden


Vera Leffler

18.02.2016

vielen lieben Dank! Diese Information war sehr hilfreich! Weiter so!


Claudia Hahn

18.02.2016

Ist wirklich gut, dass Sie dieses Thema bringen. Rente und Steuern. Da lachen ja die Hühner. Könnten Sie mal als nächstes Thema bringen "Wie melke ich den Staat am Besten?" Oder "Was man Beim Auswandern bedenken sollte". Ich wandere nämlich demnächst zum 2. Mal aus. Nur blöd sag ich mir immer, dass ich beim 1. Mal hierher zurückgekommen bin in dieses schöne Land. Bringen Sie doch auch mal kleine Porträts und Vergleiche der verschiedenen Systeme zwischen der Republik und z.B. der Schweiz, Norwegen, UK, Canada, Australien, Neuseeland, USA.


Volker N.

18.02.2016

Der Kommentar von ING-DiBa am 03.02.2016 (Antwort an lehmann) ist sachlich falsch:
Nicht die (relative Größe) 72 % gelten für die gesamte Laufzeit als Besteuerungsgrundlage, sondern der im Erstbezugsjahr so ermittelte absolute
Differenzbetrag zu 100 % in €uro bleibt über die Laufzeit konstant.
Beispiel:
Im ersten Jahr erhält der Rentner ein Renteneinkommen von 10.000,00 €uro. Hiervon ist der -eventuell- zu versteuernde Anteil 7.200,00 €uro. steuerfrei sind im ersten Jahr also 2.800,00 €uro.
Sollte die Rente im Laufe der Jahre kräftig auf z.B. 20.000,00 €uro steigen, bleibt dennoch der steuerfreie Betrag bei 2.800,00 €uro.
Das heißt, daß in jenem Jahr 17.200,00 €uro zu versteuern sind - also 86% der gesamten Rente!
usw. usw. usw.
Lang lebende Rentner haben also durchaus die Chance, am Lebensende nahezu den gesamten Rentenbetrag versteuern zu dürfen.


Harald

18.02.2016

Ich stimme Anne hundertprozentig zu. Meine Beiträge zur Rente sind schon versteuert worden. Wieso wird zum zweitenmal die sowieso minimale Rente nochmal versteuert. Dies ist unsozial!!!!!


Detlef

18.02.2016

liebes Sozial Media Team,
zu der Frage von " Anonym " was sind Versorgungsbezüge , kam von Ihnen eine unvollständige Antwort. Richtig ist, dass auch Betriebsrenten als Versorgungsbezüge voll versteuer werden. Wenn schon informieren, dann bitte vollständig und richtig.


Erika

18.02.2016

Lieber Deter Schöning, so überdurchschnittlich sind die 55 rentenpunkte gar nicht. 588 Monate gearbeitet= 49 Jahre.der durchschittliche Rentenpunkt beträgt pro Jahr 1, also sind 49 Punkte normal. Besteuert wurde bis zum Systemwechsel lediglich der AN-Anteil. der mAGAnteil wurde betrieblich als Kosten abgesetzt. Daher wird bis zum Renteneintritt bis 2005 auch lediglich der

Ertagsanteil = 50 % versteuert. Doppelbesteuerung liegt also nicht vor.


Detlef

18.02.2016

Das Thema Abgeltungssteuer wird absichtlich in allen Abhandlungen vernachlässigt, so auch in Ihrem Artikel :
"Nicht berücksichtigt werden hingegen Kapitalerträge die der Abgeltungssteuer unterliegen". Damit kann man nichts anfangen. Zur Info: Alle Kapitalerträge unterliegen grundsätzlich der Steuer. Bis zu dem Sparerfreibetrag sind Kapitalerträge von der Steuer befreit. Vielen Sparer wird von den Banken bei Zinsgutschrift die Abgeltungssteuer sofort einbehalten, sofern kein Freistellungsantrag bei der Bank vorliegt.
Eine richtige Information an alle Geldanleger wäre die folgende: Sollte ihr persönlicher Steuersatz aus allen Einkünften unter 25 % liegen, so wird auf Antrag die bisher einbehaltene Abgeltungssteuer ( früher Kapitalertragssteuer) erstattet. Viele Rentner und Sparer werden hierüber mangelhaft informiert, ist wohl politisch so gewollt (abkassieren). Die Abgeltungssteuer ( 25% )wurde doch nur für" Gutbetuchte" eingeführt, nicht für den kleinen Mann.
Wer z.B. einen persönlichen Steuersatz von 40 % hat, zahlt auf seine Kapitalerträge lediglich 25 % Steuer.


Harald

18.02.2016

Mein Leben lang wurde mein Einkommen versteuert. Unter Anderem auch meine Beiträge zur Rentenversicherung. Das ich diese Beiträge bei Erreichen des Rentenalters nochmals versteuern soll ist einfach unsozial.


Heinz

18.02.2016

Die Rente ist das Resultat meiner Berufstätigkeit. Es wurden bereits Steuern abgezogen, also unsozial,undemokratisch, ungerecht. Es ist eine Doppelbesteuerung!


Horst W.

18.02.2016

Es gibt die Möglichkeit beim Finanzamt einen Antrag auf Ausstellung einer Nichtveranlagungs- (NV) Bescheinigung zu stellen. Wenn man diese bekommt braucht man drei Jahre keine EKST-Erklärung abgeben. Nach diesen drei Jahren kann man erneut einen NV-Antrag stellen und bekommt wahrscheinlich eine neue NV-Bescheinigung für weitere drei Jahre, usw. Die NV-Bescheinigungen (Kopien gibt es vom Finanzamt kostenlos) schickt man an seine Geldinstitute usw. und sie ersetzten die Freistellungsaufträge. Die Anträge entsprechen etwa einer EKST-Erklärung. Wenn man bisher als Rentner keine EKST zahlen musste ist die Wahrscheinlichkeit hoch eine NV-Bescheinigung zu bekommen.


Georg Kunert

18.02.2016

@ Jürgen G.: Vorsicht, m.E. gilt der Steuerfreibetrag nicht (wie von Ihnen besprochen) pro Monat, sondern pro Jahr! Wird auch vom social Media Team (unten) so angegeben.


Bilbo

18.02.2016

Leute mit kleiner Rente jammern in der Regel nicht. Wer sein Geld z.B. bei der Ing-DIBA anhäuft kann gar nicht genug klagen. Kann man die Steuer-Problematik nicht ohne Jammer, Jammer diskutieren?


Lola70

18.02.2016

Wie hoch ist der Grundfreibetrag? Die Vermischung von Freietrag und Grundfreibetrag hätte ich gern geklärt!
Wenn man als Altersvorsorge eine Eigentumswohnung zur Vermietung gekauft hat und diese im Alter dann verkaufen will/muss, wird dieser Betrag besteuert???


Friedhelm K

18.02.2016

Der Freibetrag von 17.304 € für ein Paar bezieht sich auf das Jahreseinkommen und nicht auf einen Monat


Elke

18.02.2016

Kann das mal bitte einer an einem Beispiel erklären?
Also Alleinstehender geht Januar 2016 in Rente und bekommt 1500 Euro Rente Brutto pro Monat. Also 18000/Jahr. Wieviel bleibt da übrig? Also wieviel Steuern bezahlt man für 12000 Euro. Werden die sofort abgezogen. Krankenkasse muss man ja auch noch bezahlen. Werden die Krankenkassenbeiträge angerechnet? Was bleibt übrig? 1500 Euro klingt ja erst mal nicht schlecht, aber wenn dann vielleicht nur 750 übrig bleiben wie beim normalen Lohn?


Udo S.

18.02.2016

Die, die hier meckern, sie hätten doch schon für ihre Rente Steuern bezahlt und von einer Doppelbesteuerung reden, haben während ihrer Erwerbstätigkeit wohl noch nie eine Steuerklärung gemacht.
Dann wäre ihnen nämlich aufgefallen, dass ihr zu versteuerndes Einkommen um die Rentenbeiträge gemindert wurde.


Wolfgang Z.

18.02.2016

Seht Euch diese Dokumentationen an, dann versteht Ihr alles: http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Die-Story-im-Ersten-Milliarden-f%C3%BCr-Mill/Das-Erste/Video?documentId=33426796&bcastId=799280


Manfred

18.02.2016

Mit den Kleinen kann man es ja machen weil die sich sowieso nicht wehren,
das wissen die da oben, und in Deutschland ist es sowieso besser wenn man Hartz 4 bekommt oder man ist Asylant, darum kümmert man sich mehr


Jürgen G.

18.02.2016

Der Freibetrag bezieht sich auf das Jahr der Veranlagung. Wenn Sie als Paar 17404 € im Monat bekommen, sind Sie natürlich Einkommensteuerpflichtig. Nur 17304 € Rente ist sehr unwahrscheinlich.


Herbert

18.02.2016

empfehle allen Rentnern, die sich nicht sicher sind, kaufen Sie sich eine Steuersoftware (gibt's für 4,99 beim Discounter und reicht vollkommen aus) und gehen mal das Programm von A-Z durch, bin 65 und für mich kein Problem, bin auch Rentner seit 2014.
Habe keine Steuer zahlen brauchen und sogar noch die gesamte gezahlte Kapitalertragssteuer und Soli zurückerhalten. Man sollte sich nur dafür interessieren, wie auch für das Bankensystem.
Wünsche viel Erfolg bei der Einkommensteuererklärung 2015


Kurt Kracher

18.02.2016

Ist zwar schön und gut das es dieses Gesetz gibt, doch es gehört einfach abgeschafft!
Im Arbeitsleben ist es nicht möglich alle Beiträge, auch die für die private Rente steuerlich geltend zu machen, da der Freibetrag zu gering bemessen ist!
Also handelt es sich hier um eine sogenannte Doppelbesteuerung.


Ulbi

18.02.2016

Die Rente ist Resultat von Lebenseinkommen- das würde schon besteuert. Es ist eine undemokratische und ungerechte Handlung, auch noch die Ruhestands ezüge mit Steuern zu belasten! Kein Wunder, wenn die Wahlbeteiligungen immer mehr sinken! WER steuert dagegen?


Dieter Schöning

18.02.2016

Habe 588 Monate gearbeitet. Meine 55 Endgeldpunkte für die Rentenberechnung sind überdurchschnittlich. Bin 01.04.2009 in Frührente gegangen. Verheiratet ein Kind 8 Jahre. Lebe an der Armutsgrenze. Frau muss hinzuverdienen. Durch den Hinzuverdienst meiner Frau zahle ich als Rentner Steuer obwohl ich früher meine Rentenbeträge schon versteuert habe. Rentner wehrt Euch. Hier läuft was schief in Deutschland. Oder wollt ihr später auch in Armut leben?


ING-DiBa

18.02.2016

Hallo Frau Linke, der Freibetrag gilt pro Jahr. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Anne

18.02.2016

Man wird nur noch abgezockt, egal bei Arbeitslohn oder Rente und die Reichen werden immer reicher.
Armes Deutschland


L. Zimmermann

18.02.2016

Dieser Artikel ist wiedermal großes Bla Bla und hilft den ohnehin verunsicherten Ruheständlern in keinster Weise.

1. Der Artikel ist unverständlich für den Normalruheständler.
2. Wiedermal kann die Frage nicht eindeutig geklärt werden: Ab wann muss der Ruheständler Steuern zahlen?

Schade um die Zeit die man ich diesen Artikel investiert hat. Von beiden Seiten Autor und Leser.


Andrea Linke

18.02.2016

Der Freibetrag beträgt ab 1. Januar 2016 für Alleinstehende 8.625 Euro und 17.304 Euro für Zusammenveranlagte. Pro Jahr oder Monat?


Gerhard

18.02.2016

es ist schon eine Schande für die Deutschen Rentner,
ein Lebenlang haben die meisten gearbeitet und den
Staat aufgebaut und als Dank werden sie vom Staat
nur ausgenommen.Der Herr Schäuble soll mal die
längst überholten Gesetze der Beamten und Minister
überarbeiten,denn die Voraussetzungen von den
50 iger Jahre,wo die Staatsbediensteten wenig Geld
erhielten ist lange vorbei.Heute kriegen sie hohe
Bezüge,Diäten und Einnahmen aus Aufsichtsräten.
Da sollen die Steuerhehörden ansetzen und nicht
bei den Kleinen Leuten die es so schon schwer genug
haben.Dann können sie auch die Flüchtlinge die auch
nur abschöpfen unterstützen.
Armes Deutschland!


Nogu

18.02.2016

Der Staat hat per Gesetz beschlossen, das Versicherungen veranschlagte Zinsen und Gewinne nicht mehr garantiert werden müssen. Aber der Versicherte muss weiterhin seine Beiträge bezahlen, ob er will oder nicht. In der TV-Sendung Kontraste wurden festgestellt ,das die Überschüsse der Versicherungen in einem Deal mit dem Staat zum Ausbau von Autobahnen und ähnlichen Einrichtungen verwendet werden. Natürlich mit Gewinn und ohne Risiko für die Versicherungen. So und genau so ist die Versteuerung der Rente einzustufen.


ING-DiBa

18.02.2016

Hallo Roland, vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihre Anregung! Gern haben wir Ihren Wunsch an unsere Kollegen weitergegeben. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Roland

18.02.2016

Das Thema "Nichtveranlagungsbescheinigung" wird gar nicht angesprochen. Kann man das evtl. nicht allgemein beschreiben ? Konkret: Wenn man zB für 2016 - 2018 eine NV-Bescheinigung bekommen hat, kann man dann davon ausgehen, dass alle bekannten Rentenbezüge / Vorsorgebezüge dem FA vorliegen und auch mit dem korrekten Ertragsanteil zusammmen mit den sonstigen Einkünften wie zB Zinserträge abgelichen wurden ?


Manfred Günther

17.02.2016

Die gesamte Rechnerei mit Prozenten und deren Darstellung ist auch Verschleierung der zu zahlenden Steuer zu Ungunsten des Rentners. Wenn z.B bei einer Rente von 12.000€ Brutto und bei ein Besteuerungsanteil von 70% festgelegt wurde so habe ich einen Steuerfreibetrag von 3.600€ (Besteuerungsanteil 70% von 12.000€ = 8.400€; Differenz = Steuerfreibetrag; 12.000-8.400€). Der Steuerfreibetrag bleibt über die gesamte Zeit des Rentenbezugs gleich groß. Bei einer angenommenen Rentenerhöhung von 5% ist dann der Besteuerungsanteil 12.600€ - 3.600€ = 9.000€. Dies entspricht ein Besteuerungsanteil von 71,43% im Folgejahr. Das geht dann immer so weiter bei jeder Rentenerhöhung. Also ist die Aussage, daß der einmal festgelegte prozentuale Besteuerungsanteil im Folgejahr des ersten Rentenbezugsgleich, falsch. Bei einer Steuererklärung kann auch ein Rentner Freibeträge und Pauschbeträge geltend machen.


Reuter

17.02.2016

Es fehlen klare Hinweise auf a) NV-Bescheinigung (Nichtveranlagung)und b) auf Kapitalerträge. Wenn Kapitalerträge ein bestimmtes Mass überschreiten, ist die Abgabe einer St.erkl. schon deshalb angeraten, um zu viel bezahlte Abgeltungssteuer zurückzuforden.


buschi

17.02.2016

ch verstehe das ganze System mit den Steuern nicht. 51 Jahre habe ich gearbeitet und immer meine Steuer vom Bruttolohn bezahlt. Warum soll man als Rentner das für sich angesparte Geld, welches man als Rente oder Pensionsbezug erhält noch einmal versteuern? Für mich ist das eine bodenlose Frechheit vom Staat aus. Dafür habe ich kein Verständnis. Aber mit den Kleinen kann man es ja machen, und die großen läßt man laufen und die Gelder ins Ausland verschieben.


Christa Thiel

17.02.2016

Die Steuerpflicht für Rentner ist sehr gut und allgemein verständlich erklärt!


Bernhard Murawski

17.02.2016

Danke, verständlich formuliert


ING-DiBa

03.02.2016

Hallo Christel, Witwenrenten (oder auch Hinterbliebenenrenten) werden gem. §22 Nr.1 S.3 Buchstabe a) i.V.m. §10 Abs.1 Nr.2 Buchstabe b) EStG genauso behandelt und orientieren sich folglich nach dem Jahr des Rentenbeginns und dem in diesem Jahr maßgebenden Prozentsatz. (bei Rentenbeginn ab 2016 gilt ein Besteuerungsanteil in Höhe von 72%). Viele Grüße, Ihr Social Media Team


ING-DiBa

03.02.2016

Hallo lehmann, gem. §22 EStG gilt der steuerfreie Teil der Rente ab dem Jahr, das dem Jahr des Rentenbeginns folgt, für die gesamte Laufzeit des Rentenbezugs. Ist also der Rentenbeginn 2016, so liegt der Besteuerungsanteil bei 72%. Dieser Besteuerungsanteil gilt dann für die gesamte Laufzeit des Rentenbezugs. Verändert sich jedoch der Jahresbetrag der Rente, ist der steuerfreie Teil der Rente anzupassen. Es sei denn, es handelt sich um regelmäßige Anpassungen. Mit der Rentenerhöhung müsste also der Besteuerungsanteil neu berechnet werden, eine volle Besteuerung sollte jedoch nicht eintreten. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Betrug

03.02.2016

Wer bitteschön kann mit runden 8600,00€ seine Lebenshaltungskosten Miete, Versicherungen, Heizung, Wasser, Strom, Lebensmittel u.s.w. bestreiten????????????????? Was soll dieser Unsinn??????


Sibille

02.02.2016

Eine bodenlose Frechheit ... diese Versteuerung! Dieser Staat ist doch einfach nur krank! Das andere erspare ich mir hier ...


Christel

02.02.2016

Werden Witwenrenten z.B.ab 2016 mit 72 % angesetzt oder ab Rentenbeginn des Verstorbenen?


lehmann

01.02.2016

Ihre Angabe mit 50 % Besteuerungdsanteil bedarf Ihre angaben mit 50% brauchen eine Ergänzung: jede Rentenerhöhung seit 2005 ist v o l l steuerpflichtig, d.h. jemand, der seit 2004 Rente bezieht, hat jetzt steuerpflichtigen Anteil von rund 55% und ab 01.07.2016 einen noch höheren


ING-DiBa

01.02.2016

Hallo Anli, ja, das gilt auch für EU-Renten. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


ING-DiBa

01.02.2016

Hallo Bernhard Z., entscheidend für den Besteuerungsanteil ist der Brutto-Jahresbetrag der Rente im Jahr nach Rentenbeginn. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


helmstreit

31.01.2016

Wohin fließen diese Steuermehreinnahmen?
Rüstung? Wirtschaftsflüchlinge, oder??


Uwe Straube

29.01.2016

Nichtveranlagungsbescheid des Finanzamtes sollte in der Aufstellung berücksichtigt werden.


Bernhard Z.

29.01.2016

Hallo was wird versteuert, Netto oder Brutto?


Anli

29.01.2016

Gilt das auch für EU- Renten?


ING-DiBa

27.01.2016

Hallo Ahnnungsloser, in den Artikel hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen. Der Ertragsanteil ist tatsächlich der Besteuerungsanteil. Wir haben es angepasst. Für jede Rente wird der anteilige Rentenbetrag gesondert ermittelt, der zu versteuern ist. Dieser zu versteuernde Anteil wird Besteuerungsanteil genannt. Bemessungsgrundlage für den Besteuerungsanteil ist der (Brutto-) Jahresbetrag der Rente im Jahr nach Rentenbeginn. Da es jedoch verschiedene Sonderregeln gibt, wenden Sie sich bei weiteren Fragen am besten an Ihren Steuerberater, bzw. das Finanzamt. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Hans D.

27.01.2016

Ich verstehe das ganze System mit den Steuern nicht. 51 Jahre habe ich gearbeitet und immer meine Steuer vom Bruttolohn bezahlt. Warum soll man als Rentner das für sich angesparte Geld, welches man als Rente oder Pensionsbezug erhält noch einmal versteuern? Für mich ist das eine bodenlose Frechheit vom Staat aus. Dafür habe ich kein Verständnis. Aber mit den Kleinen kann man es ja machen, und die großen läßt man laufen und die Gelder ins Ausland verschieben.


fiberjoe

26.01.2016

Ein Rentner der eine jährliche Rente von 16000 € bezieht und schon vor 2005 Rentner war, dürfte dann ja keine Steuern zahlen müssen.


helga kirfel

25.01.2016

Immmer gut, auf solche Sachverhalte hingewiesen zu werden. Regt zum Nachdenken und Überprüfen an.


Benthin Edmund

22.01.2016

da zahlen die Leute das schöne Geld in die Rentenkasse ein um später gut zu Leben, aber das Finanzamt will auch was haben von dem Geld was immer schön eingezahlt wurde, es ist der Kreislauf
des Geldes,die Geisel der Menschheit und und!!!


Ahnungsloser

22.01.2016

hallo,
und noch eine Frage zu diesem Thema.
Was ist der Ertragsanteil genau?
Ist der Ertragsanteil bei Rentnern von vor 2005 50% von der Bruttorente oder von dem, was man ausbezahlt bekommt?
Was ist in diesem Zusammenhang mit den Krankenkassenbeiträgen etc, die ja meist gleich einbehalten werden.

Danke


ING-DiBa

22.01.2016

Hallo anonym, unter Versorgungsbezüge versteht man in der Regel das Ruhegehalt (Pension), Witwengeld oder Waisengeld, den Unterhaltsbeitrag oder einen gleichartigen Bezug. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


anonym

22.01.2016

Was ist ein Versorgungsbezug?