Super Bowl 2017

Das Sport-Event der Superlative | 27.01.2017

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© wikilmages – pixabay.com

Auch in diesem Jahr setzt der Super Bowl, das Finale der National Football League (NFL), die Latte an Unglaublichkeiten und Kuriositäten hoch an. Wir haben die verrücktesten Fakten rund um das Event der Superlative für Sie zusammengestellt.

American Football wird immer beliebter

Weltweit schauen sich etwa 900 Millionen Menschen das Großereignis an den heimischen Fernsehgeräten an, nur etwa 100 Millionen weniger als beim Finale der Fußball Weltmeisterschaft 2014. In Deutschland ist die Einschaltquote des Super Bowl zwar noch lange nicht mit denen der Fußball-WM zu vergleichen, doch auch hier wird der US-Sport immer bekannter: 2016 schauten etwa 1,8 Millionen Deutsche das Endspiel der National Football League. Dies kommt der Werbeindustrie natürlich zugute – rund fünf Millionen Dollar blechen die großen US-Unternehmen mittlerweile für nur 30 Sekunden Werbezeit in der Halbzeit des Super Bowls, bei der ersten Übertragung 1967 waren es gerade einmal 37.000 Dollar.

Houston, Texas wird zur amerikanischen Metropole – nicht nur für einen Tag

In diesem Jahr findet der Super Bowl wie auch schon 2004 in Houston, Texas statt. Während damals rund 200.000 Fans an den Festivitäten rund um das Finalspiel teilnahmen, werden in diesem Jahr über eine Million Besucher erwartet. Seit dem letzten Super Bowl vor 13 Jahren haben sich die Übernachtungsmöglichkeiten fast verdoppelt, von 44.000 auf 84.000 Zimmer und auch die Veranstaltungen rund um das Spiel haben deutlich zugenommen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen für eine Austragungsstadt sind enorm, nicht nur am Tag des Super Bowls selbst. Doch nicht nur die Stadt, auch die amerikanische Wettindustrie profitiert von dem großen Sportevent: Etwa 3,9 Milliarden Dollar haben die Amerikaner im letzten Jahr auf den Super Bowl 50 gesetzt.

Das Event der Superlative

Dass die Amerikaner in mancher Hinsicht etwas ausgefallener sind als wir Deutschen, ist jedem bewusst, doch beim Super Bowl übertreffen sie sich selbst - 50 Millionen Dollar werden in Amerika allein für Lebensmittel rund um den Super Bowl ausgegeben, besonders beliebt sind Chicken Wings, Chips und Popcorn. Auch das Geschäft der Pizza-Lieferdienste boomt: Rund ein Drittel ihres gesamten Jahresumsatzes erwirtschaften sie am Austragungstag des NFL-Finales. Selbst bei den meist sehr teuren Fanartikeln sind die Amerikaner nicht geizig, rund 250 Millionen Dollar werden jährlich für Merchandise rund um die NFL-Mannschaften ausgegeben.

Auch der Wert der beiden Finalteams ist gigantisch. Nach einer Aufstellung des amerikanischen Magazins Forbes liegen die New England Patriots mit einem Wert von 3,4 Milliarden Dollar auf Platz sechs der wertvollsten Sportklubs der Welt, ihre Super Bowl Gegner, die Atlanta Falcons mit  1,67 Milliarden Dollar Mannschaftswert auf Platz 35, gleichauf mit der englischen Fußballmannschaft Chelsea. Der wertvollste deutsche Sportclub ist übrigens der FC Bayern München mit 2,68 Milliarden Dollar Wert auf Platz 12. Im Vergleich dazu fällt der materielle Wert der Super Bowl Ringe und des Pokals eher gering aus: 5.000 Dollar ist einer der insgesamt 150 vergebenen Championship-Ringe der Gewinnermannschaft wert, die Tröphäe für den Sieger gerade einmal 25.000 Dollar – der ideelle Wert ist natürlich unbezahlbar.

Super Bowl Tickets oder doch lieber ein Kleinwagen?

Bei den regulären Ticketpreisen unterscheidet sich die NFL wenig von der FIFA. Während man bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien Finaltickets ab 440 Dollar bekam, geht es beim Super Bowl ab 500 Dollar los. Wer übrigens jetzt noch ein Ticket für das Spiel der New England Patriots gegen die Atlanta Falcons ergattern möchte, muss tief in die Tasche greifen: Für rund 3.000 Dollar gibt es ein Ticket in der schlechtesten Kategorie, für einen Logenplatz muss man bis zu 320.000 Dollar pro Ticket hinlegen. Hätte man übrigens in Deutschland am Anfang der Saison (August 2016) gewettet, dass die New England Patriots den Super Bowl gewinnen und hätte damit Recht, hätte man seinen Einsatz verneunfachen können und sich so den Traum vom eigenen Super Bowl Ticket vielleicht doch noch erfüllen können...

Autor: Miriam Ott



Ihre Meinung

Kommentare (3)


Kommentare

Christian S.

30.01.2017

Der Super Bowl 2017 findet erst eine Woche später am 5.2. statt... ;-)


ING-DiBa

30.01.2017

Hallo Vici P. Dia, es gibt verschiedene Quellen zu diesem Thema. Schauen Sie z. B. einfach mal hier: www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/super-bowl-platzt-die-kanalisation-wie-viel-pizza-wird-gegessen-a-950592.html Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Vici P. Dia

28.01.2017

Danke für den Artikel.
Gibt es auch Quellen zu den Zahlen? Mir erscheint 1/3 des gesamten Jahresumsatzes an einem einzigen Tag extrem viel. Das bedeutet ja das ein Lieferdienst der sonst im Schnitt eine Pizza am Tag verkauft, am Super Bowl Tag 120 Pizzen liefert. Woher hat der denn die plötzliche Kapazität?