Taschengeld + Co.

Wie Kinder den Umgang mit Geld lernen | 28.10.2013

Taschengeld

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Gerade bei jungen Leuten zählt in Finanzangelegenheiten die Meinung der Eltern, der Familie und der Freunde. Oft achten sie genau darauf, wie ihre Eltern die Finanzen regeln. Das Taschengeld bietet die Möglichkeit, den richtigen Umgang mit Geld von klein auf zu trainieren und das Thema "Finanzen" direkt in der Familie anzusprechen.

Geld kommt aus dem Geldautomaten

Diese Kinderweisheit gilt es möglichst rasch zu widerlegen. Kindern hilft es, wenn Eltern ihnen die Zusammenhänge erklären. Woher kommt das Geld? Wieso kann ich nicht unbegrenzt Geld ausgeben und was bedeutet eigentlich sparen? Diese Fragen sollte man gemeinsam mit den Kindern beantworten – und im besten Fall mit gutem Beispiel vorangehen.

Eigenes Taschengeld

Learning by doing funktioniert mit dem eigenen Taschengeld am besten. Kinder lernen damit, das Geld einzuteilen, und vor allem, dass Wünsche nicht sofort und immer verwirklicht werden können. Wichtig sind klare Regeln für das Taschengeld. Dazu zählt die regelmäßige Auszahlung, aber auch das Zulassen des selbstständigen Verwaltens durch das Kind.

Der Weg ins Geldleben

Taschengeld ist für Heranwachsende wichtig. Es bietet die Chance, sich mit dem Thema Geld bewusst, eigenständig und mit Konsequenzen auseinanderzusetzen. Dazu gehört auch, sich die Finanzen selbst einzuteilen – ohne bei Bedarf jederzeit eine Finanzspritze zu bekommen. Dafür müssen Wünsche abgewogen und Prioritäten gesetzt werden. Mit dem Taschengeld lernen Heranwachsende sehr einfach, wie schnell Geld ausgegeben ist – und wie lange es dauert, bis es wieder neues gibt.

Hilfe beim ersten Umgang mit Geld

Gleichzeitig haben Eltern die Möglichkeit, beratend zur Seite zu stehen und ihr Kind von Anfang an bei den ersten Schritten im Geldleben zu begleiten. Dazu zählt unter anderem die Anregung, einen Taschengeldplaner zu führen – gerade, wenn Kinder oder Jugendliche längere Zeit auf eine größere Anschaffung sparen wollen.

Taschengeld aufbessern?

Taschengeld sollte nicht zur Belohnung oder Bestrafung eingesetzt werden. Für besondere Leistungen oder das Übernehmen zusätzlicher Aufgaben lässt sich ein Zusatzbonus vorab vereinbaren. Für Fehlverhalten gilt es, andere Wege zu finden, als Taschengeld zu streichen. Immerhin sollen die Kinder ja lernen, sich ihr Geld einzuteilen, und dazu gehört auch, dass sie sich auf die Regelmäßigkeit der Zahlung verlassen können.

Wie viel ist angemessen?

Damit das Taschengeld auch akzeptiert wird, sollte es vom Betrag her in etwa den Vorstellungen beider Seiten entsprechen. Ist der Jugendliche zuverlässig, kann das Taschengeld auch höher sein – muss dann aber auch für die Deckung weiterer Kosten herhalten. Dazu können zum Beispiel Handyrechnung oder Markenkleidung zählen. Geht das Geld vor Monatsende aus, am besten mit dem Kind gemeinsam analysieren, wie es dazu gekommen ist und was das nächste Mal besser gemacht werden kann. Vielleicht eignen sich auch Zusatzaufgaben, die außerhalb der Routinepflichten liegen, für die Aufbesserung des Taschengeldes.


Ihre Meinung

Kommentare (1)


Kommentare

Klara

16.11.2018

Wie viel Taschengeld? -> Googeln, es gibt Tabellen von Experten, dann kann man immer noch ein klein wenig mehr geben.

1) Kleingeld in die Hand drücken.
2) Wenn es größer ist ein Bankkonto mit Service Karte.
3) Mit dem Kind den Umgang mit dem Geld lernen und praktische Beispiele geben. Damit es sieht, dass man nicht gleich alles kaufen kann und sich Gedanken macht - "Brauche ich das (jetzt) wirklich?".