Die teuersten Städte der Welt

Wie lange arbeiten Sie für einen Big Mac? | 13.11.2015

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Wie lange muss man in Frankfurt oder Nairobi arbeiten, um sich einen Big Mac leisten zu können? In welchen Städten lässt sich am meisten Geld verdienen? Und wo sind die Arbeitstage am kürzesten?

Bestimmte Produkte sind nahezu überall auf der Welt erhältlich – so beispielsweise ein Big Mac oder das iPhone 6. Um die Kaufkraft zu vergleichen, gibt eine Studie der Schweizer Bank UBS für 71 Städte auf 5 Kontinenten an, wie lange ein durchschnittlicher Arbeitnehmer in jeder Stadt arbeiten muss, damit er eines dieser Güter kaufen kann. Während Arbeitnehmer in Zürich bereits nach 11 Minuten genug Geld verdient haben, um sich einen Big Mac leisten zu können, müssen Angestellte in Nairobi mehr als 15-mal so lange arbeiten. Auch das iPhone 6 kann man sich als Arbeitnehmer in der Schweiz am schnellsten verdienen, nämlich in rund 21 Arbeitsstunden. In Frankfurt braucht man doppelt so lange (etwa 42 Stunden). Kiew bildet das Schlusslicht: 627 Stunden müsste ein Mensch dort für das gleiche Smartphone arbeiten.

In Zürich ist es am teuersten

Neben der Kaufkraft vergleicht die Studie außerdem die Preise in den einzelnen Städten. Zürich, Genf und New York belegen dabei die ersten 3 Plätze. Grundlage dieser Bewertung waren die Preise für einen standardisierten Einkaufskorb aus 122 Waren und Dienstleistungen, der die monatlichen Ausgaben eines europäischen Dreipersonenhaushaltes darstellt. In deutschen Metropolen zahlen Verbraucher für Waren und Dienstleistungen vergleichsweise wenig. Frankfurt, München und Berlin belegen die Plätze 30, 31, und 38. Am geringsten sind die Lebensunterhaltskosten (ohne Miete) in Bukarest, Sofia und Kiew. Werden zusätzlich die Mieten berücksichtigt, ist New York die teuerste Stadt und München rangiert vor Frankfurt.

Ukrainer verdienen am wenigsten

In Zürich, Genf und Luxemburg erhalten Arbeitnehmer den höchsten Bruttolohn pro Stunde. Allerdings wirken sich die hohen Löhne in den teuren Städten auch auf die Preise für Nahrung und Dienstleistungen aus. So zahlt man in Zürich für einen Einkaufskorb mit 39 Nahrungsmitteln 682 Euro und damit fast 5 mal mehr als in Kiew. Dafür sind in der Hauptstadt der Ukraine nicht nur die Kosten für Nahrungsmittel geringer, sondern auch das Gehalt. Hinter Nairobi und Jakarta bildet Kiew das Schlusslicht in puncto Bruttolohn. Arbeitnehmer erhalten nur 5 Prozent des durchschnittlichen Bruttolohns, den Angestellte in Zürich verdienen.

Franzosen arbeiten am kürzesten

Was die Arbeitszeiten anbelangt, haben die Franzosen am frühesten Feierabend. Sie arbeiten jährlich im Durchschnitt 1.604 Stunden. Wer hingegen viel arbeiten möchte, für den empfiehlt es sich, einen Job in Hongkong zu suchen. Denn dort werden jährlich rund 1.000 Stunden mehr gearbeitet als in Paris – und das bei 12 Ferientagen weniger. Dies entspricht einer Differenz von 4 Stunden pro Tag. Im Durchschnitt leisten Arbeitnehmer weltweit mehr als 40 Wochenstunden und haben mehr als 4,5 Wochen bezahlte Ferien. Der durchschnittliche Arbeitnehmer in Frankfurt kommt auf 1.757 Arbeitsstunden und 28 bezahlte Urlaubstage. In Berlin und München sind es sogar 29 – nur 5 Tage weniger als in der erstplatzierten Stadt Manama.

Autor: ING-DiBa


Ihre Meinung

Kommentare (8)


Kommentare

Anderl

14.06.2016

Auch sie verwechseln bei Ihren Veröffentlichungen immer die Begriffe verdienen und bekommen!


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01.05.2016

Das ist Schleichwerbung für ein Produkt, das aus mehrfacher Hinsicht nicht besonders empfehlenswert ist.


pet

20.11.2015

Das Durchschnittsgehalt von ca. 2500 Euro / Monat (50,9999 % verdienen mehr, 50,9999 % verdienen weniger, stat. Bundesamt) in Deutschland nehme und durch die Arbeitszeit von 1760 Stunden im Jahr (allgemeiner Faktor bei einer 40 Std.-Woche, abzgl. Urlaub und Feiertagen usw.) teile, dann sind das (Verheiratet, Frau verdient nichts, 2 Kinder) Netto 2,80 die ein Bigmac Kosten darf - Nettostundenlohn 12,84 Euro. Bei einem Single ohne Kinder dürfte er nur 2,40 kosten - Nettostundenlohn 11,05 Euro. Ich vermute mal die Big Macs kosten mehr.
Angeblich muss ich auch nur 25 Min. arbeiten, um zum Frisör zu gehen. Waschen und schneiden ohne Föhnen (spart 10 Euro) kostet für Frauen in der Regel aber mind. 30 Euro in meiner 45.000 Einwohnerstadt in Baden-Württemberg. Also muss der Durchschnittsverdiener mindestens 2,3 Std. dafür arbeiten. Mir ist schleierhaft auf was Zahlen diese sogenannten Statistiken beruhen. Auf jeden Fall sind sie schöngerechnet!


Rolf W.

19.11.2015

Soso lieber Hille, kann es sein, dass Sie da nur oberflächlich hingehört haben?! :-)


Harri

19.11.2015

Ein Profi-Fußballer (z.B. von BayernMünchen - Hr. Götze) soll wohl nur 3 Sekunden dafür arbeiten müssen. Der Mindestlohnempfänger braucht dafür je nach Wohnort etwa 25 Minuten, d.h. er muss 500-mal länger arbeiten.


Hille

19.11.2015

Da kann man sehen wie gut es uns geht, aber bei den grünen und linken wird nur schlecht geredet.


ING-DiBa

16.11.2015

Hallo Thomas, da haben Sie natürlich Recht - ganz so fleißig sind wir dann doch nicht ;-). Natürlich sind das 1.757 Arbeitsstunden - keine Tage! Bitte entschuldigen Sie unseren Schreibfehler. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Thomas

13.11.2015

...1.757 Arbeitstage pro Jahr in Frankfurt...
Ich weiß ja, dass die Diba echt gut ist und dort viel gearbeitet wird...aber gleich soviel?! :)