Teures Glück?

Wie viel kosten Kinder ihre Eltern durchschnittlich? | 08.06.2016

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© boggy22 - iStock

Bei einem Wunsch nach einem Baby geht es natürlich in erster Linie nicht um den Kostenfaktor. Eine Finanzplanung ist trotzdem sinnvoll. Eltern sollten wissen: Mit zunehmendem Alter kosten Kinder mehr Geld.

Was Kinder kosten – viele Schätzungen und Statistiken

Zu der Frage, was Kinder kosten, existieren viele Schätzungen und Statistiken. Das Statistische Bundesamt gibt in Berechnungen aus dem Jahr 2014 an, dass Paare mit einem Kind bis zu sechs Jahren monatlich 519 Euro für Konsumausgaben benötigen. Söhne und Töchter zwischen sechs und zwölf Jahren kosten Eltern pro Monat 604 Euro, ein Jugendlicher zwischen zwölf und 18 Jahren kostet 700 Euro. Insgesamt belaufen sich die Ausgaben pro Kind bis zum 18. Lebensjahr auf 130.000 Euro. Andere Schätzungen gehen von 180.000 Euro oder sogar von 230.000 Euro pro Kind aus – diese Summe gilt einschließlich der Kosten für die Universität.

Welche Ausgaben für Kinder anfallen

Bei einem Baby entstehen Windelkosten von 1.000 Euro sowie Betreuungskosten. Bei Jugendlichen gehören Nahrungsmittel, Kleider sowie Smartphones und andere Elektronikartikel zu den höchsten Ausgaben. Eltern müssen keine Markenprodukte finanzieren, sie müssen ihre Sprösslinge aber angemessen versorgen.

Welche Kostenfaktoren bei einem Kind wichtig sind

Kann ich mir ein Kind leisten? Diese Frage stellen sich viele. Das Kindergeld – der Staat zahlt es bis zum 25. Geburtstag des Kindes – oder das Elterngeld bringen nicht viel. Eltern müssen bei der Kalkulation, was Kinder kosten, zudem ihre Verdienstausfälle berücksichtigen, die durch die Kindererziehung entstehen. Der Wohnort spielt ebenfalls eine Rolle bei der Frage„ Was kosten Kinder?“ Einige Bundesländer bieten kostenlose Betreuungsplätze an, ansonsten zahlen Eltern für die Kinderbetreuung monatlich 500 Euro oder mehr, wenn das Kind eine private Stätte besucht.

Welche Kosten bis zum Ende des Studiums entstehen

Selbst volljährige Kinder kosten Geld, wenn diese einen Unterhaltsanspruch haben. Ist der Nachwuchs volljährig, stehen oft sogar die größten Ausgaben an. Der Hauptgrund: Studierende Kinder kosten besonders viel. Ein Bachelorstudium verschlingt rund 25.000 Euro und ein Masterstudium 17.000 Euro, wenn der Sohn oder die Tochter nicht zu Hause wohnt und monatlich rund 700 Euro für Miete und Lebenshaltungskosten ausgibt. Studiert der Sprössling länger als die Regelstudienzeit oder ist er an einer privaten Hochschule, fallen weitere Kosten an. Auch Schüleraustausche und Auslandssemester sind bei der Frage, was Kinder kosten, zu berücksichtigen.

Wie Kinder ihre Eltern finanziell entlasten können

Ein Studium geht bei Volljährigen ins Geld. Die Betroffenen könnten sich überlegen, ihre Eltern zu entlasten. Besteht ein Anspruch nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG), müssen Empfänger später nur die Hälfte zurückzahlen. Auch ein Studienkredit macht Sinn – hier haben Darlehensnehmer jedoch höhere Rückzahlungen.

Einige Kosten sind steuerlich abzugsfähig

Wer Ausgaben für die Kinderbetreuung oder Schulgebühren hat, setzt sie von der Steuer ab. Auch Ihre Kinder können Ausgaben im Studium steuerlich geltend machen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Steuerberater oder beim Finanzamt.

Autor: ING-DiBa


Ihre Meinung

Kommentare (40)


Kommentare

Hendrik

16.11.2018

Was Kinder kosten kann man nicht beziffern!
Das ist alles individuell!
Aber Kinder sind ein Kostenfaktor, dem sich der Staat annehmen sollte.

Der Staat sollte Kindergeld streichen, dafür Kinderhort, Kindergrippe, Kindergarten, Schulen -> alles mit Ganztagsbetreuung und Studium (aber nur der 1. und 2. Versuch - also Wechsel wenn es nicht gefällt oder passt) übernehmen.

Das heutige "Zusatzgeld" wird von vielen für rauchen, saufen, Drogen oder Überweisungen ins Ausland zweckentfremdet - dies ist für unseren Sozialstaat nicht förderlich.


Petra

09.06.2017

Wer bei einem Kind zuerst an die Kosten denkt der sollte lieber solo bleiben.Mit Liebe,Hilfe,Toleranz und viel viel Aufmerksamkeit wird aus jedem Erdenbürger eine selbstständige Persönlichkeit .Es muß auch Menschen geben die sich um das Wohl aller kümmern nicht nur Bänker Politiker und Millionäre. Die würden ohne all die großartigen Helfer in Ihrem Luxusleben Alt aussehen .Sie würden schlicht körperlich und geistig verhungern.Mut zum Kind auch wenn vielleicht kein Abitur drin ist.Jeder Mensch jedes Lebewesen ist das wertvollste was diese Welt hervorgebracht hat.


Jan

27.11.2016

Was hier teils erzählt wird...

Liebe Leute, gerade in jungen Jahren des Nachwuchses gilt: Gebraucht ist schlau. Wer für ein Neugeborenes einen Strampler für 20 Euro bei Benneton kauft, der hat den Schuss nicht gehört. Ebenso ein teureres Auto? Gerade bei Kindern brauche ich ein "Boxauto" bei dem es mir nicht weh tut, wenn der Innenraum fleckig und der Lack außen Macken hat. Entweder alt oder Dacia. Da sparts dann auch an der Vollkaskoversicherung ohne SB. Und Urlaub auf dem Bauernhof oder an der Ostsee ist sowieso unschlagbar!

Natürlich kosten Kinder Geld. Meine Frau kann nur noch 50% arbeiten, bekommt weniger Rente und das Kind kostet zum Unterhalt auch noch Betreuungskosten. Da bekommen wir trotz Kinder-, Mutterschafts- und Elterngeld ein dickes Minus. Aber: Es lohnt sich! Und so viel ists nun auch nicht. Wir haben trotz Kind noch eine Sparquote inkl. privater Altersvorsorge von über 30%.


Anna

30.08.2016

@Simone: Sorry, aber Kinder brauchen nicht jedes Jahr zwei Mal in den Urlaub zu fahren, teuren Klavierunterricht oder Skiurlaub! Es gibt auch Alternativen. Viele Eltern denken, sie müssen ihnen alles ermöglichen, was heutzutage möglich ist. Das sind auch nur materielle Dinge. Charlotte hat Recht: Es geht darum, Zeit mit den Kindern zu verbringen und ihnen nicht jeden Tag ein durchgeplantes Programm zu bieten. Dann ist es nicht mehr weit, bis das Kind unter Burn-out leidet. Es geht darum wie man leben möchte. Finanzen sind relativ. Natürlich gibt man Geld aus, aber das tun wir für andere Dinge auch, die überflüssig sind. Wir erwarten unser 2. Kind und da muss man einfach mit dem Geld haushalten! Stellen Sie sich vor, wir schaffen es sogar, Geld zu sparen! Viele leben einfach über ihre Verhältnisse und wundern sich, warum am Ende nichts übrig bleibt. Wir haben eine 3-Zimmer-Wohnung mit 65m² und nicht jedes Kind braucht ein eigenes Zimmer! Das war früher auch nicht so! Es kommt immer darauf an, wie man sein Kind erzieht. Vielleicht sollten Sie mal anfangen, am richtigen Ende zu sparen...?
VG


Philipp

28.08.2016

Geld ist wichtig. Die Finanzen, keine Sorgen, Wohlstand. Und Kinder verursachen Kosten, man möchte seinem Kind Nähe und Vertrauen bieten, aber auch materielle Dinge. Abe mir auf mein Kind würde ich deshalb rückblickend niemals verzichten wollen, lieber noch ein Kind dazu. Das Glück und die Zufriedenheit, welche einem die Kinder geben, kann man mit Geld doch gar nicht aufwiegen.


Charlotte

21.07.2016

Wenn man Kinder haben möchte, ist es ganz normal, dass es mehr Geld zu investieren gilt. Trotzdem kann man sich bescheiden und nicht an gängigen Lebensansprüchen ( Markenkleideung, Permanentbespaßung, teure Skiurlaube etc. )orientieren. Lieber zelten am See als ins Ausland fähren, Paddel-, Wander-, oder Radtouren am Wochenende unternehmen, nur selten ins Kino gehen, dafür gute Filme zusammen ausleihen und anschauen, gemeinsam kochen, Wohnungen mit Freunden im Urlaub tauschen, in die Bibo gehene statt Computerspiele favorisieren usw. . Eben Zeit statt viel Geld füreinander investieren. Das ,macht Familienleben aus! Und trotzdem sollte und kann man als Mutter arbeiten gehen. Das ist kein Widerspruch! Wir Frauen müssen auch an unsere Rente denken...


Daniel Goßmann

21.07.2016

3 Kinder habe ich, für welche ich Unterhalt zahle. Also bleibt mir am Monatsende nur das was man einem zum Leben lässt. Trotzdem bin ich mit meinem Leben sehr zufrieden, denn man muss einfach wissen was man möchte. Wenn man auf Materielles nicht so viel Wert legt, aber auf Nähe, Zusammensein u.s.w., dann sind Kinder einfach eine Investition. Somit sind die Kosten gleichzeitig Inestitionen.


auch Familie 3 Kinder

21.07.2016

DANKE an "Familie 3 Kinder"& RICHTIG :D .....daraus folgt: Kinder kosten immer soviel wie ich bereit bin dafür auszugeben und nicht soviel wie eine Statistik ermittelt.

Bitte in Zukunft wieder seriöse Beiträge zum Thema Finanzen - Geldanlage und Immobilienanlage

Wer möchte das Glück mit Kindern, mit Geld aufwiegen?....ICH nicht...scheiß auf die Statistik...sagt nichts aus....i.d.F. unnützes Wissen

VG
Peter (Mathematiker)


Simone

20.07.2016

Oje, dieses moralische Gesülze vieler Kommentare hier. Als ob man nicht über Geld reden dürfte, nur weil man seine Kinder liebt.
Selbstverständlich kostet es sehr viel Geld, Kinder großzuziehen. Schon allein der Urlaub: Paare ohne Kinder verdienen in der Regel beide, zahlen nur für sich selbst, und machen auch noch Urlaub außer der Saison. Familien leben häufig von nur einem Gehalt (plus ein wenig Zuverdienst), bezahlen davon für vier, und das zwangsweise immer zur teuersten Jahreszeit.

Paare ohne Kinder kaufen sich in der Regel ein kleines schickes, sparsames Auto, Familien brauchen die große Benzinschleuder.
Paare ohne Kinder kommen mit der Dreizimmerwohnung aus, Familien brauchen pro Kind mindestens ein Zimmer mehr.
Kinder brauchen nicht nur Windeln, Essen und Kleidung, sondern auch Fahrten ins Schullandheim und Skilager, bekommen Fahrräder, Klavierunterricht, Computer und Führerschein, müssen versichert und betreut werden.

Das alles von weniger Einkommen, da es in der Regel nicht möglich ist, dass beide Eltern arbeiten.

Das Kindergeld von ca. 150 EUR pro Kind ist nichts anderes als der Ausgleich des steuerfreien Existenzminimums des Kindes. Ohne dieses würden Familien nämlich schlichtweg entsprechend MEHR Steuern zahlen als Paare ohne Kinder.

Zum Dank dafür bekommen die erziehenden Frauen auch noch weniger oder keine Rente. Denn ihre Kinder zahlen die Beiträge nicht an sie, sondern an die Paare ohne Kinder, die problemlos durchgehend erwerbstätig sein und sich somit entsprechende Ansprüche erwirtschaften konnten.

Diese Aufzählung ließe sich noch nahezu endlos fortsetzen. Ich habe es nie bereut, Kinder zu haben und würde jedem dazu raten.

Aber man darf auch im Zusammenhang mit Kindern ruhig mal über Geld sprechen. Besonders, so lange Kinderlose den (ohnehin bei weitem unzureichenden) Familienlastenausgleich für eine überzogene Bereicherung halten.


Ein mitdenkender Mensch!

20.07.2016

Die einzelnen Kommentare verdeutlichen wie wenig sich viele Menschen mit dem Thema Finanzen auseinandersetzten. In dem Artikels geht es um eine sachliche Betrachtung. Jeder sollte in seinem Lebensplanung aktuelle und zukünftige Kosten berücksichtigen. Sicherlich sind diese Kosten individuell und zum Teil auch steuerbar, jedoch ist es doch unumstritten, dass die Haushaltsausgaben in einem Haushalt mit Kind hören sind als in einem Haushalt mit einem alleinstehenden Ehepaar. Die in dem Artikel angegebenen Kosten sind Durchschnittswerte und erscheinen mir realistisch. Ich glücklicher Vater eines drejährigen Sohnes und bin der Meinung es gibt nichts schöneres auf der Welt als Kinder. Betrachtet man den finanziellen Aspekt habe wir wesentlich höhere Kosten als vor unserem Kleinen. Kinderbetreuung 400€ mtl., Verdienstausfall meiner Frau ca. 450€, Kosten für Verpflegung 150€ - das sind schon 1000€ mtl. Dazu kommt der Aufwand in Kinder/Jugendzimmeteinrichtung, Freizeitgestaltung, Ausgaben für Urlaub. Später fällt noch Schuldgeld bzw. Studienkosten an. Wenn man dies alles addiert kommt man schnell die angegebenen Beträge. Also sollte man mal kurz überlegen bevor man fehlende Seriösität und Verkaufstaktik unterstellt.
Trotz des Bewusstseins, dass uns unser Sohn sicherlich einen ordentliche Betrag kosten wird haben wir uns bewußt für ein Kind entschieden und unsere Ausgabensituation an diese Lebensplanung angepasst - ich denke besser als in ein Kind kann man sein Geld nicht investieren!


H. Voigt

20.07.2016

Ich kann allen Vorrednern nur Recht geben. Auch wenn meine Kinder bereits eigene Kinder haben kann ich solche Rechnung wie dargestellt, nicht verstehen. Ich habe den Eindruck das es um eine Versicherung (Lebensversicherung) geht.
Schade liebe Ing-DIBA. Dann macht es doch offiziell als Versicherungsangebot.


Simone Baur

20.07.2016

Danke liebe Vorredner für die klaren Ansagen.


Familie 3 Kinder

20.07.2016

1. Glaube nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast.
2. Gut wir haben wegen der 3 Kinder ein größeres Haus gebaut. Soll ich die Kosten den Kindern anlasten? Es wäre auch kleiner gegangen. Wir gehen gerne Essen auch mit Kindern? Soll ich die Kosten anlasten? Wenn ich ausreichend Geld verdiene um meinen Kindern etwas zu gönnen, dann würden unsere Zahlen eine Statistik gewalltig verschieben.
3. Aber was soll ich denn mit dem Geld machen, was wir verdienen? Der Bank geben für 0% Zinsen. Nein, dann verlebe ich es lieber mit meinen Kindern. Ist außerdem viel schöner wie allein. Da ich selber aus einer Großfamilie mit mehr als 5 Kindern stamme und es bei uns nur ein Einkommen gab, kann ich mit dieser Bilanz die Statistik gewalltig nach unten drücken.
4. Daraus folgt: Kinder kosten immer soviel wie ich bereit bin dafür auszugeben und nicht soviel wie eine Statistik ermittelt.

Bitte in Zukunft wieder seriöse Beiträge zum Thema Finanzen - Geldanlage und Immobilienanlage


AG

20.07.2016

Überflüssiger Artikel, soll ich mich jetzt dagegen versichern oder einen Kredit aufnehmen?


ein anderer Vater

19.07.2016

Wir haben 4 Kinder. Wenn die Zahlen stimmen würden, hätten wir ein riesiges Minus - und wären sicher ein Sozialfall. Das Gegenteil ist der Fall. Die Zahlen sind also praktisch völliger Blödsinn.
Natürlich kosten Kinder Geld - aber egal wieviel, sie sind jeden Cent wert.
Von daher mag ich diesen Beitrag überhaupt nicht.

Man kann doch Kinder nicht mit Geld aufwiegen!!!

So macht man doch nur Angst vorm Kinderkriegen. Das finde ich gräßlich.

Liebes DIBA-Team: Daumen nach unten.


Thomas

19.07.2016

Auch auf mich macht die angegebene Rechnung einen ziemlich unseriösen Eindruck, eben weil die Kosten so gar nicht pauschalierbar sind. Wir hatten in einer kleinen Mietwohnung gewohnt und uns aufgrund des Kinderwunsches dazu entschlossen, ein Haus zu bauen, um unseren Kindern (2) ein schöneres Wohnumfeld zu bieten. Außerdem habe ich zu dem Zeitpunkt eine Lebensversicherung abgeschlossen, um meine Familie abzusichern, was ich sonst nicht getan hätte. Wie soll man denn das denn "rechnen". Bei aller deutschen Statistikwut, aber gerade so etwas wie Kinder sollten doch nicht auf eine "Ausgabe" reduziert werden - auch nicht "nur" zur Finanzplanung. Oder will man etwa alle sozial schwach gestellten Menschen dazu anhalten, keine Kinder zu bekommen, weil sie nicht finanzierbar sind?
Zum Schluss noch eine Anmerkung zur typischen Aussage, die staatlichen Hilfen seien "äußerst gering". Das Kindergeld betägt 190 €- pro Monat. Bei den von der Ing-Diba genannten Beträgen von 500 - 700 € pro Monat, die ein Kind "kostet", wären das "äußerst geringe" 27 - 38%. Auf die volle Zeit von 25 Jahren gerechnet, sind das übrigens 57.000 €. Ich weiß nicht, welche Maßstäbe die Ing-Diba hat, aber mir erscheint das nicht gerade äußerst gering!


Ines

19.07.2016

500 bis 700 Euro im Monat PRO Kind? Das kann ich nicht bestätigen. Ich habe Zwillinge und statistisch wäre das dann beinah mein gesamtes Nettogehalt... So ein Quatsch!

Genauso sind 1.000 Euro Windeln IM MONAT total überzogen! Wiegesagt, ich hatte den Doppelpack und dann hätten wir verhungern müssen, wenn der Betrag stimmen würde. Seltsam, denn wir haben ausnahmslos die "teuren" Pampers gekauft.

Und Kinderbetreuung wird nur so nebenbei erwähnt und ist bei den ganzen Zahlen nirgends mit eingerechnet. Also ich weiss ja nicht, was der Autor glaubt, wieviel Familien mit Kindern so verdienen, aber diese Zahlen sind fern der Realität!


ein Vater

24.06.2016

Die angegebenen Beträge sind utopisch überzogen und versuchen nur die lebensfremde Düsseldorfer Tabelle zu rechtfertigen. Die Angeben von jeanvauclaix kommen der Realität näher, spiegeln aber eher das Niveau der höheren Einkommensklassen. Meine Bank, die Ing Diba, sollte sich mit solch unseriösen Berichten zurückhalten. Dadurch wird schließlich nicht erreicht, daß das Kindergeld, Kinderfreibeträge oder gar der Sozialsatz für Kinder angehoben wird.


jeanvauclaix

20.06.2016

Ich empfehle jedem, selbst nachzurechnen. Ich führe seit Jahren entsprechende Statistiken und kann bislang – unser Sohn wird 14 – sagen: Diese Rechnung trifft auf uns nicht zu.

Sofern nicht direkt zuzuordnen (Kleidung; Schule; Spielzeug; Lebensqu.; Restaurant; Urlaub, Körperpfl./Medikamente; Taschengeld, Geschenke, Kindergarten und Sonstiges) trägt unser Kind ein Drittel aller Kosten, insbesondere Ernährung, Reinigungsmittel, Energie- und Nebenkosten. Miete zahlen wir nicht.

Während seiner ersten 10 Lebensjahre entstanden so auf das Kind entfallende Ausgaben von ca. 308 Euro monatlich im Zeitraum 2003-2012.
Für die nächsten drei Jahre stiegen die mtl. Ausgaben auf ca. 431 Euro. (Übrigens hauptsächlich bedingt durch mehrere sehr aufwendige Auslandsreisen.)

Rechnet man jetzt noch einen kalkulatorischen Mietanteil von ca. 100 Euro hinzu, so hätte er also bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gemessen an den Schätzungen des Statistischen Bundesamtes noch eine Reserve von ca. 55.000 Euro (oder monatlich 916 Euro). Ganz schön für einen Jugendlichen – oder?

Ach, noch etwas: Das Kind ist nicht verwahrlost, besucht mit sehr gutem Erfolg eine weiterführende Schule, betreibt ein aufwendiges Hobby und macht einen zufriedenen, wenn nicht sogar glücklichen Eindruck.


Großvater

17.06.2016

Unsere drei Kinder sind inzwischen eigenständig, teils verheiratet, mit eigenem Kind, im Ausland lebend, promoviert, gut verdienend, usw. - soviel zu den Fakten.
Was wäre unser Leben wert, wenn es diese Kinder nicht gäbe? Nichts!
Wenn man, wie in diesem Beitrag, nur die Kosten - auch noch schlecht recherchiert, wie andere Kommentator/innen bereits ausführten - aufschreibt, wird doch jede junge Familie abgeschreckt, Kinder zu bekommen. Was soll damit erreicht werden?
Bisher hatte ich von der ING-DiBa und auch von diesem Blog einen recht guten Eindruck - dieser wird hiermit erheblich in Frage gestellt. Sind andere Beiträge, die mir etwas über das Geld sagen sollen, ebenso unseriös?
Das Leben ohne Kinder ist doch wertlos, denn - um es zuzuspitzen und durch Übertreibung deutlich zu machen - wir leben, um uns zu vermehren. Es darf natürlich auch Menschen ohne Nachwuchs geben, genau so wie es Menschen mit zu viel Nachwuchs geben darf, was sich dann im Sinne eines Fortbestands der Menschheit ausgleichen wird.
Der Wert eines Menschen darf niemals in Geldwert ausgedrückt werden!


Frank

15.06.2016

Die Kommentare zeigen, dass die Berechnungen hinken. Vor Jahren hatte ich eine interessante Zusammenstellung gelesen, (zu DM Zeiten) die das Thema sehr viel umfassender betrachtete. Mit Kind wird ein größeres Fahrzeug fällig - eine größere Wohnung -Einrichtung ... Damit verbunden höhere Versicherungsbeiträge -Umzugskosten etc.
Diese Darstellung kam zu DM Zeien zu dem - für mich nachvollziehbaren Ergebnis von 1 Mio. DM bis zum 18. Lebensjahr. Nicht, dass ich die Entscheidung für oder gegen Kinder aus monetären Gründen kommentieren will-es geht mir lediglich darum diesen Ansatz der DiBa-Kalkulation zukommentieren. Er erscheint mir nicht erschöpfend zu sein.


Björn

15.06.2016

Uns trifft die größte finanzielle Belastung dadurch, dass wir aktuell ca. 30 % Verdienstausfall haben, trotz Kinderbetreuung (die alleine 420€/monatl. kostet), wir sprengen die Statistik mit 519 €/Monat u6 also locker. Es hängt mit Sicherheit damit zusammen wo man wohnt, und wie die Gemeinde/Stadt Eltern in der Kinderbetreuung unterstützt...
Dennoch will ich den kleinen Wurm nicht missen. Für kein Geld der Welt!


Anna

14.06.2016

Zu Thorsten M - ich hab auch Kinder und das ist schön. Aber wie lange haben Sie denn nicht mehr drauf geschaut, wie viel Kindergeld es gibt. Das ist der Stand von 2008. Aber das nur nebenbei, ich bin trotzdem ihrer Meinung.


Thorsten M

13.06.2016

Hallo Graf Zahl,
Ich denke mal, dass Sie keine Kinder haben. Sonst wùssten Sie, dass das Kindergeld nicht 300 € ausmacht, sondern 156€ je Kind. Und schön, dass sie als offensichtlich kinderloser finden, daß Sie die Familien finanzieren....
Haben sie mal daran gedacht, wer ihre Rente und Krankheitskosten zahlt?!? Sicherlich nicht Ihre nicht vorhandenen Kinder!
Also bitte nicht so einen Stuss schreiben, wenn man keine Ahnung hat.


Julian

13.06.2016

Ich sag mal so: Wer Kinder bekommt, trifft diese Entscheidung nicht aus finanziellen Gründen...


Big

12.06.2016

Ich möchte meine zwei Kinder nicht missen aber kosten in höhe von 700,- Eur im Monat halte ich für noch zu gering angesetzt.
Zu den bereits erwähnten Mehrkosten bei Miete ,Anschaffungen,Urlaub usw darf man auch nicht vergessen das die Ehefrau in den meisten Familien ihre Arbeit aufgibt um den größeren Haushalt ,der mehr arbeit breitet, zu versorgen.
Dadurch fäll nicht nur das Einkommen weg sondern auch die zu erwartende Rente wird geringer.


GrauKater

12.06.2016

Kinder sind zuerst die Freude und das Glück jeder Familie oder Paares. Und nicht zu vergessen: Basis einer Gesellschaft. Klar kosten sie auch (gar nicht so wenig) Geld, aber das kann doch kein wirkliches Kriterium sein ! Wer das denkt, dann bitte weiter unter der gleichen News-Rubrik: Was kostet das Leben eines Fußballfans :-(


Graf Zahl

11.06.2016

Wieso macht das Kindergald nur "einen äußerst geringen Teil der monatlichen Kosten" aus? Bei ca. 600 EUR monatlichen Kosten pro Kind sind 300 EUR Kindergeld pro Kind immerhin 50%! Ich finde 50% nicht äußerst gering, immerhin finanziert die Gesellschaft - auch Kinderlose - somit die Hälfte der Kosten mit. Eigentlich kein Grund zum Jammern. Und etwas sollte den Eltern Ihre eigenen Kinder ja auch wert sein.


Helmuth

10.06.2016

Die Kosten bis zum Ausbildungsende (inkl. Studium)
sind schon sehr realistisch mit ca 130 00.-- EUR
pro Kind dargestellt.
Es macht aber auch stolz, wenn die Ausbildung sehr erfolgreich abgeschlossen wird.
Mein Tipp , Kinder fördern aber auch fordern.


Konrad

10.06.2016

Bitte nicht vergessen: Eltern sind zur Vorbereitung ihrer Kinder auf das Leben dar. Also kein Verwöhnprogramm mit 2000 € pro Monat starten! Das wird den Kindern nicht gut tun. Auch keine ständigen Fahrdienste, Kinder müssen wieder lernen Rad zu fahren und weg von Chipstüten und Fernsehen. Ein gesunder Wert sind 500€ pro Kind und Monat. Damit sollte es klappen solange sie nicht im Studium sind.


Quax

09.06.2016

Ich halte die 519-700.- € durchaus für realistisch. Wenn ich alleine die Mehrkosten der neuen jetzt größeren Wohnung und sind schon mal 400,- € weg.
Kleidung jedes Jahr neu incl. der Schuhe. Alle 2 Jahre ein Fahrrad und dann Kindergarten, Sportverein, Eintritte und ab und zu mal einen Urlaub mit den Nebenkosten. Da habe ich die 700.- ohne Probleme beisammen.


nicole

09.06.2016

Doch, doch die Kosten stimmen schon. Und da braucht man nicht Mitglied eines Golfclubs sein oder ein Internat in England besuchen... was man als Eltern immer gerne vergisst, sind die Kosten des normalen Lebens mit Kindern, wie Wohnung, Strom, Gas, Fahrkarte, etc. Wahrscheinlich weil man es schon lange nur noch so kennt. Paare haben diese Kosten in diesen astronomischen Höhen eben nicht! Dazu kommen Urlaube in Ferienzeiten, wo man als Familie immer abgezockt wird, teure Fachbücher in der Oberstufe/Universität, Führerschein und Spritkosten, teure Jahrgangsfahrten (auch gerne ins Ausland) und nicht zu vergessen Gesundheitskosten. Denn genau wie bei den Eltern gibt es vieles, vieles nicht von der Kasse und als Mutter von zwei Brillen- und Zahnspangen tragenden Jugendlichen weiß ich wovon ich hier spreche. Der Konsum ist, obwohl immer wieder gerne als erstes zitiert, das kleinere Problem!


Günni

09.06.2016

Ich habe 2 erwachsen Kinder!
Vorab: Kinder sind es Wert!!!!
Bedenken sollte man bei den Kosten nicht nur Essen und Pampers!!
Da fließt einiges mehr ein, was man so garnicht auf dem Schirm hat.
Stichworte auszugsweise:
-grössere Wohnung + NK
-Möbel (für die Kinderzimmer und nachkauf der Zerstörten)
-Viel mehr Geschirr
-Kleidung
-Utensilien (Schule,Freizeit/Hobby,Urlaub)
-diverse fahrten überall hin (Schule,Freunde,Ärzte)
-Geburtstage (Eigene und bei Freunden)
-später Elektronik!
Es kommt was zusammen!


Ben

09.06.2016

Meine Tochtef wird im Sommer 3 - ich glaube und hoffe, dass diese Kosten zu hoch sind....


M. Heinrich

09.06.2016

Ihren! Eltern


Ollii der Mogul

09.06.2016

@Ulrike finde ich auch. Allein das Mädchen-Internat in England (IGCSE) kostet ja schon 3.245,98€ pro Kind im Monat. Dann die Flüge hin- und zurück. Man sollte schon wenigsten ca. 10.000€ pro Kind im Monat rechnen und da haben sie noch nichts Gegessen.


Ulrike

09.06.2016

700 Euro sind viel zu wenig - ich gebe für meine Tochter rund 2.000 Euro pro Monat aus.


Von und Zu

09.06.2016

Meine Kinder (Tochter 7J und Sohn 4J) zerstören wöchentlich teure Vasen und verschlucken goldene Löffel, hinzu kommen teure chinesisch Kurse und die Piloten-Ausbildung. Wer dann noch die Fahrtkosten mit Chauffeur und Nanny betrachtet kommt aber schnell über die 700€. Aus finanzieller Sicht sollte man sich das gut überlegen! Bin aber jedes mal stolz wenn ich sie auf dem Golfplatz sehe, wo sie mit Kaviar-verschmiertem Mund über die Cum-Ex-geschäfte debatieren...


flo

08.06.2016

700 Euro pro Teenager pro Monat ist viel zu hoch, soviel kann wohl kaum eine Familie zahlen.


peter2

08.06.2016

diese Kosten sind doch zu hoch, wer rechnet sowas aus?? ich weiß wovon ich spreche.