Kostenfalle Singlehaushalt

Zehn Tipps, wie Alleinlebende Geld sparen | 28.11.2016

20150624_Baukosten_artikel

© ALDECAstudio – Fotolia.com

Keine Kompromisse, Freiheit pur: Alleine Wohnen ist für viele angenehm. Bei den Lebenshaltungskosten hört der Spaß im Singlehaushalt oft schnell auf. Alleinlebende haben Bett, Bad und Zahnpasta für sich – und zahlen alleine. Nachfolgend zehn Spartipps für Singles.

  • Tipp eins: Grundgebühren checken

    Dem Strom-, Gas-, oder Telefonanbieter ist es gleich, ob Sie alleine oder zu viert in einem Haushalt wohnen. Für Singles lohnt es sich, einen Blick auf die Grundgebühren der einzelnen Anbieter zu werfen und zu überlegen, was Sie wirklich brauchen: Nutzen Sie in Ihrem Singlehaushalt das Festnetztelefon? Wenn nicht: Richten Sie eine Voice Over IP (VoIP) Festnetznummer fürs Mobiltelefon ein.

    Bei Gas und Strom ist es für einen Singlehaushalt ebenfalls sinnvoll, einen Anbieter zu wählen, der keine Grundgebühr hat, sondern nach verbrauchten Kilowattstunden abrechnet. Alleinlebende sind häufig außer Haus, kochen seltener und weniger als eine Familie und haben in der Regel kleinere Haushaltsgeräte. Um Kosten zu sparen, reicht es, im Alltag kleine Dinge zu ändern – zum Beispiel in nicht genutzten Räumen das Licht auszuschalten oder beim Zähneputzen den Wasserhahn zuzudrehen.
  • Tipp zwei: Haushaltsplan anlegen
     
    Für einen Singlehaushalt lohnt es sich, einen monatlichen Haushaltsplan anzulegen – und sich daran zu halten. Im Grunde gilt es, regelmäßig die Haushaltsausgaben aufzuschreiben (Miete oder Kredittilgung, Fixkosten, Supermarkt, Restaurantbesuche, Freizeitausgaben). Mit dem Plan stellen Sie sicher, dass Sie nicht mehr ausgeben, als Sie einnehmen. Und Sie sehen, wo es Sparpotenzial für den nächsten Monat gibt.
  • Tipp drei: Selber kochen
     
    Sie wissen, was drin steckt und Sie essen gesünder beim nächsten Mal, wenn Sie übrig gebliebene Portionen einfrieren. Ein Vorrat an unverderblichen Waren ist in einem Singlehaushalt ebenfalls sinnvoll. Ungenutzter Stauraum ist der perfekte Platz für Olivenöl-Kanister, Salz, Glühbirnenvorräte oder günstigere Großpackungen Toilettenpapier.
  • Tipp vier: Single-Portionen meiden
     
    Richtig Einkaufen: Fast jeder Supermarkt bietet Single-Portionen für frische Produkte wie Milch oder Butter an. Wer auf den Kilopreis achtet, erlebt eine ganz andere Form von Einkaufswunder: Die vermeintlich günstigeren Kleinpackungen sind pro Kilo oft bis zu 50 Prozent teurer. Es lohnt sich also fast immer, die normale Größe für einen Singlehaushalt zu kaufen, die Produkte in singletaugliche Portionen zu schneiden und einzufrieren. Das gilt für Butter, (H-)Milch, Käse mit hohem Fettgehalt, fast alle Gemüsesorten (vorher kurz blanchieren, das spart später Kochzeit ein), Fleisch, Brot, Kuchen, Suppen, Soßen, Nudeln oder Kartoffeln.
  • Tipp fünf: Teilen, ohne es zu spüren
     
    Nebenan lebt jemand im Singlehaushalt? Sie könnten sich den Router und das Wifi-Signal teilen. Ersparnis: 50 Prozent. Genauso ist es mit großen Portionen Olivenöl oder Essig – gemeinsam kaufen, in eine Glasflasche abfüllen und teilen. Sie müssen es nicht gemeinsam verspeisen. Ab einer bestimmten Bestellmenge liefern einige Supermärkte das Eingekaufte kostenlos nach Hause.
  • Tipp sechs: Konten und Karten prüfen
     
    Natürlich ist es bequemer, sein Konto und die dazugehörigen Bankkarten über Jahre zu behalten. Hier ist ebenfalls Sparen im Singlehaushalt möglich. Wie viel Kontoführungsgebühren fallen monatlich an? Wie teuer ist die Kreditkartennutzung? Wer Preise vergleicht oder seine Bank aktiv nach dem besten Angebot fragt, bekommt oft einen günstigeren Deal.
  • Tipp sieben: Transportkosten sparen
     
    Wer Tickets für Bus und Bahn nicht einzeln, sondern als Tages-, Wochen- oder Jahreskarte – und am besten online – kauft, zahlt weniger. Beim Autofahren lohnt es sich, ab und zu auf Carsharing-Anbieter, der minutengenau abrechnet, zurückzugreifen – oder Fahrgemeinschaften mit Nachbarn und Kollegen zu bilden und die Ausgaben für Sprit und Policen zu teilen. Das ist eine weitere Möglichkeit, im Singlehaushalt Geld zu sparen .
  • Tipp acht: Restplätze oder gleich mehrere Karten kaufen
     
    Ein weiterer Tipp für den Singlehaushalt: Einzelne Tickets für Kino, Theater oder Konzerte sind oft günstig an der Abendkasse zu kaufen. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, investiert in ein Fünfer- oder Zehnerangebot. Das lohnt sich, sofern Sie die Gesamtsumme im Voraus – und am besten online – bezahlen.
  • Tipp neun: Günstige Einzelzimmer buchen
     
    Vor oder nach Familien reisen: Singles ohne Kinder können außerhalb der Schulferien verreisen und haben damit weniger Kindergeschrei – und günstigere Einzelzimmer. Wer gerne etwas Neues ausprobiert, könnte mit einem anderen Single einen Wohnungstausch machen – im Internet finden sich viele seriöse Anbieter in aller Welt. Auf diese Art lernen Sie einen anderen Singlehaushalt kennen.
  • Tipp zehn: Schlau shoppen
     
    Beschränken Sie sich in Ihrem Singlehaushalt während der Saison auf das, was Sie dringend im Kleiderschrank oder in Ihrem Zuhause brauchen. Für alles andere warten Sie besser auf den Sale – das Glücksgefühl ist groß, wenn Sie etwas Langersehntes zum halben Preis kaufen.

All diese Tipps zusammen ergeben ein nettes Sümmchen, das Sie in Ihrem Singlehaushalt sparen – und: sie helfen, dass Sie ein besserer Nachbar, ein hilfsbereiterer Kollege und ein entspannter Reisender sind.

Autor: ING-DiBa



Ihre Meinung

Kommentare (19)


Kommentare

Kreisl

19.10.2018

Ich bin auch Single ich tausche derzeit auch Glühbirnen aus gegen LED das ist günstiger als Glühbirne.


A.K

21.01.2017

Und wie kann man noch mehr sparen da man als Rentner nur über ein halbes Gehalt verfügt? ??


Sonnenschen, Kundin der Ingdiba

10.01.2017

Ich finde es eine gute Idee. Zwei dieser Tipps lasse ich mir durch den Kopf gehen.
Gute Anregung.
Danke dafür.


unbekannt66

28.12.2016

Muß immer alles kommentiert werden?
Die Mehrzahl aller Kommentatoren erscheinen mir sehr gefrustet und gieren nach einer Möglichkeit sich zu erleichtern.
Na dann mal los.


Kunde der Ing-Diba-AG

27.12.2016

Ihr erzählt hier nur scheiß, besser wäre wenn die Ing-Diba Bank für ihren Kunden Tagesgeldkonto für immer mit 5% Rendite macht, dann kann man das Geld sparen und nochmal leben, die Bank wird immer dicker aber Kunden müssen sparen???


Sparfuchs

18.12.2016

also das ist doch ein sehr komischer Artikel der eigentlich nur unnützen Strom beim Lesen kostet und nochdazu mit z.T. sehr sehr fragwürdigen Tipps bestückt ist, z.B.:
- in nicht genutzten Räumen das Licht auszuschalten (aha ....)
- Telefon mit Router mit Nebenan teilen: meistens vom Anbieter verboten!
- Glühbirnenvorräte: die Technik v.a. bezügl. der Qualität von LED-Lampen verbessert sich so rasant dass es Unsinn ist sich einen 10-Jahres-Vorrat anzuschaffen! Wer sich vor 5 Jahren einen Sonderangebots-Karton Energiesparlampen gekauft hat steht jetzt blöd da weil die Dinger keiner mehr verwendet :-( der mit LED-Lampen nur noch 1/3 Strom verbrauchen möchte .....

Übrigens, der beste Spar-Tipp überhaupt: nach Möglichkeit KEINEN Kredit aufnehmen! Wer auf Kredite verzichtet (n kann) kann spart nicht nur sehr viele Gebühren + Zinsen sondern tappt auch nicht so leicht in die Schuldenfalle!!! UND, auch das Girokonto nie überziehen, lieber "schlau shoppen und auf einen Sale warten" und notfalls verzichten!


Nick

14.12.2016

EInzelzimmer günstiger?
Ich verreise seit 30 Jahren alleine - oft beträgt der Strafzuschlag 100%
Singles sind im 21 Jahrhundert die letzte soziale Gruppe, die von Politik und Gesellschaft toleriert noch diskriminiert wird. Da ist kei EU Parlamentarier, der sich dafür einsetzt, dass Lebensmittel nach Kilopreisen bezahlt werden, ob jetzt 100 Gramm oder 500 Gramm in der Packung sind. Dass ein Hotelzimmer Betrag X kostet, ob eine oder zwei Personen im Zimmer schlafen. Dass ich bei telefonischen Reservierungen für eine Person in Restaurants zu hören bekomme "leider ausgebucht" und wenn ich eine Minute später unter anderem Namen für zwei Personen ohne Probleme reservieren kann...
Single sein = täglich diskriminiert werden - und keinen juckts!


underdog

14.12.2016

Nicht mehr auszugeben als man einnimmt, ist immer ein guter Rat ;-) Die Tipps sind teilweise brauchbar, aber die echten Mehrkosten fallen durch das Wohnen an sich an. Aber endlich sagt mal jemand, dass nicht nur Kinder-haben Geld kosten. Single sein ist echt teuer. Kleine Wohnungen sind in der Regel wesentlich teurer pro qm als größere (und bieten meist auch wenig ungenutzten Stauraum für Großpackungen!). Auch der Platz für einen großen Gefrierschrank ist nicht unbedingt vorhanden. Nimmt man eine durchschnittliche Miete und 30 Jahre Alleinwohnen, könnte man, wenn man alle Kosten durch zwei teilen könnte, locker ein schönes Eigenheim dafür bauen. Abgesehen davon bekommt ein Alleinverdiener schlechtere Konditionen bei Krediten als ein Paar mit zwei Einkommen, selbst wenn die in der Summe nicht höher sind.
Ich bin freiberuflicher Einzelkämpfer, lebe allein und habe mein Büro in meiner Wohnung und bezahle daher sogar zweimal Rundfunkgebühren. Da lässt sich nichts mit dem Nachbarn teilen. Da soll man nicht schizophren werden! ;-)
13 Mio Singelhaushalte (zunehmend) bei 80 Mio Einwohnern heißt, über 1/3 aller Haushalte sind Singlehaushalte. Wir sind keine kleine Randgruppe!


sound99

13.12.2016

Ich bin erstaunt über das fragliche Niveau, das uns der Autor unterstellt. Die sog. Tipps sind weder von Nutzen noch entsprechen viele der Realität. Als ob Singles weniger hilfsbereit, entspannt und gut sind als "Normalos" ??


H.W.

13.12.2016

Zu Pkt. 4:
Gekochte Kartoffeln einfrieren sollte man vermeiden. Schmecken nach dem Auftauen grässlich.


mrsmiez

12.12.2016

Ich wüsste gerne, wo es günstige Einzelzimmer gibt. Der Zuschlag pro Nacht schwankt zwischen 25 EUR im Inland und 73 EUR im Ausland. Das ist unverschämt!
Wenn es überhaupt Einzelzimmer ohne oder mit wenig Zuschlag gibt, sind das Besenkammern! Ich habe mehr als 20 Jahre Erfahrung.
Bei Kreuzfahrten soll ich 80 % Zuschlag zahlen, ja esse ich denn auch für zwei oder was???


E.M.G.

09.12.2016

Die Empfehlungen helfen d. übersichtlichen Umgang der geplanten Ausgaben zu prüfen. Sparen? Renten sind i.d.R. ungeeignet dazu!!


J.M.

08.12.2016

Ich habe seit Jahren einen Haushaltsplan in elektronischer Form. Das wöchentliche Haushaltsgeld kommt in verschiedene Briefumschläge.
Weil ich anhand des Budgets sehen kann, was mir als Pensionär an finanziellem Spielraum bleibt, bleibe ich im Beruf.


training day

03.12.2016

Nr. 1 Für Leute, die nicht auf die Grundsicherung angewiesen sind.
Nr. 2 bis Nr. 4 ist was für Leute mit viel Geld.
Nr. 5 bringt nicht wirklich was.
Nr. 6 ist sowieso kostenlos.
Nr. 7 bis Nr. 8 nur bei täglicher Nutzung sinnvoll.
Nr. 9 nur für Leute mit viel Geld geeignet
Nr. 10 Wenn alle auf den Sale warten, hat man keine Freude daran.


Schlauberger 47

02.12.2016

Ich machs so wie zu meiner Studienzeit in TÜ: 250€ für 10 Tage.
Darin enthalten sind u.a. Lebensmittel, Tanken, Körperpflege,
Frisör, Fußpflege ... der Rest geht in eine schwarze Kasse für den
Urlaub. Vielleicht ist der Tipp für andere von Vorteil.


Thomas

01.12.2016

Liest sich wie ausgegraben der Artikel: Glühbirnenvorräte - die Dinger sind doch schon ne Weile verboten und gar nicht mehr erhältlich.
Punkt 7 ist auch fragwürdig - ein Abo, das nicht täglich genutzt wird ist zwar praktisch, aber teurer als EInzelkarten.


spitzl

01.12.2016

"Für alles andere lieber auf den Sale warten"
...wieder ein bisschen denglisch dazugelernt.


notting

28.11.2016

- Viele haben DSL weil Internet über Mobilfunk ist rel. teuer (insb. wenn man dauernd Videostreams kuckt etc.), d.h. der Tipp ist in der Form schlecht! Das man Preise und Leistungen vergleichen muss gilt natürlich immer!
- Beim Internet-Sharing muss man die Sache mit der Haftung bei illegalen Sachen und mitschneiden vom "Kunden" übertragenen Daten klären bzw. was ist, wenn der "Kunde" nicht zahlt, den Zugang übermäßig nutzt oder das Internet mal ausfällt.
- Nr. 4 kann aber auch umgekehrt gelten, also Familienpackungen im Vergleich zur Inhaltsmenge teurer sind.
- Gerade Nr. 7 ist kein spez. Single-Problem. Könnte man im Prinzip auf alles ausweiten wie regelm. beim Versicherungsvertreter wg. neuen Kfz-Versicherungstarifen fragen etc.
- In einer WG zu wohnen ist natürl. am billigsten, mag aber nicht jeder. Allerdings betreibe ich mit einer kleinen WG hier im Haus Waschmaschinen-Sharing. Gibt sogar 2 versch. Steckdosen daneben, die auf die jew. Stromzähler gehen. Basiert halt auf Vertrauen. Waschmittel/Entkalker kaufen muss jeder selber und waschen erst recht :-)
- Generell stellt sich öfters die Frage, ob man nicht in eine günstige Kantine/Mensa (oder andere Gastronomie) zum Essen geht. Machen ja viele, wenn sie auf Arbeit sind, aber nicht wenn sie zu Hause sind. Teilweise gibt's sogar in der Zeitung einen zusammengestellten Wochenplan mit den Tagesessen versch. Gastro-Betriebe.
So mit Einkaufen fahren, Energiekosten, Abfall und Spülen kommt was zusammen - und natürlich Faulheit bzw. dass man daheim evtl. etwas gesünder kocht ;-)

notting


Peter Dani

28.11.2016

Diese Tipps sind sehr nützlich, nur man muss sie auch befolgen, am besten ist die Ausgaben Kontrolle per Haushaltsbuch. So geschehen bei mir: vor meinen Rentnerzeit verfügte ich über Ca. 2.000 Euro. Fünf Jahre zuvor wurde mir klar, dass ich ca.1.100 Euro Rente haben werde. So, wie die gewohnten Ausgaben runterschrauben. Mit Hilfe des Haushaltsbuch gelang mir das. Zuerst alle Zahlungen aus Krediten, Teilzahlungen forcieren(Dibakredite kann man kostenfrei Sondertilgen).Kfzversicherung auf Jährliche niedrige KM Fahrleistungen umstellen(Wegfall des Arbeitwegs). Usw. Ich denke, da hat jeder sein persönliches Einsparpotential.