Microsoft Windows 7 Support

Warum Sie jetzt dringend wechseln sollten │12.02.2020

Support-Ende für Windows 7

© kantver – Fotolia

Am 14. Januar 2020 gab es zum letzten Mal ein Sicherheitsupdate für Windows 7. Alle danach gefundenen Lücken werden nicht mehr geschlossen. Was heißt das für Sie als Nutzer? Wie lange können Sie Windows 7 noch weiter nutzen?

Wenn Sie das wirklich möchten, bleibt alles beim Alten: Windows 7 funktioniert weiterhin. Da neu entdeckte Sicherheitslücken jedoch nicht mehr geschlossen werden, sollten Sie damit schon heute nicht mehr ins Internet gehen. Funktionelle Einschränkungen gibt es nicht. Allerdings ist das Betriebssystem auf dem heutigen Stand eingefroren und wird nicht weiterentwickelt. Über die Zeit werden zu Windows 7 zugehörige Dienste eingestellt, bzw. Software nicht mehr weiterentwickelt. So endet z.B. der Support für Office 2010 ebenfalls in diesem Jahr.

Zeit für einen Download

Microsoft behebt keine Sicherheitslücken mehr. Der Code, den Windows 7 verwendet, steckt jedoch teilweise auch in seinen Nachfolgern. Während bekannte Schwachstellen bei den aktuellen Betriebssystemen behoben werden, bleiben sie bei Alt-Systemen offen. Gehen Sie mit einem veralteten Betriebssystem oder Browser ins Netz, machen Sie es Cyber-Kriminellen viel leichter, Schadsoftware auf Ihren Rechner einzuschleusen bzw. über Ihren Rechner zu verbreiten – oder Ihre Rechnerkapazität für kriminelle Zwecke zu nutzen. Davor schützt auch die beste Antiviren-Software nur bedingt. Sie sollten einen Wechsel also nicht hinauszögern.

Alternativen zu Windows 7

Auch wenn sich viele Nutzer dagegen sträuben: Wollen Sie bei Windows als Betriebssystem bleiben, führt kaum ein Weg an Windows 10 vorbei. Sie können zwar auch auf Windows 8.1 umsteigen, damit haben Sie aber nur „kurz“ Ruhe. 2023 endet nämlich auch bei diesem System der Support. Im Gegensatz zu Windows 8.1 ist das Update auf Windows 10 weiterhin kostenfrei möglich. Zwar galt das kostenlose Update-Angebot von Microsoft offiziell nur ein Jahr, der Aktivierungsschlüssel von Windows 7 funktioniert aber auch bei Windows 10. Sie können entweder ein Update auf Windows 10 durchführen oder eine Neuinstallation machen. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Gerät den Hardwareanforderungen von Windows 10 genügt, können Sie sich kostenlos den Windows 10 Update Assistenten herunterladen und prüfen, ob ein Update möglich ist. Die Anforderungen von Windows 10 sind nicht besonders hoch, sollte Ihr PC oder Laptop allerdings schon 8-10 Jahre auf dem Buckel haben, kann eine Neuanschaffung durchaus sinnvoll sein.

Sichern Sie auf jeden Fall vor der Aktualisierung / Neuinstallation Ihres Betriebssystems Ihre Daten.

Muss es Windows 10 sein?

Nein. Wenn Ihnen Windows 10 aus irgendwelchen Gründen nicht gefällt, Sie aber weiterhin einen PC nutzen möchten, ist auch ein Wechsel auf z.B. Linux möglich oder – wenn Sie auf einen PC / Laptop von Apple wechseln möchten - macOS. Setzt Ihr PC aber schon Staub an, weil Sie im Alltag hauptsächlich Ihr Tablet oder Smartphone nutzen, können Sie jetzt vielleicht komplett wechseln und sich das Windows Update einfach sparen.

Wie lange „hält“ ein Betriebssystem?

Der Support für die bisherigen Windows-Versionen war auf je 10 Jahre begrenzt. Windows 10 hat aufgrund der regelmäßigen, automatischen Aktualisierungen kein Datum für ein Support-Ende. Anders verhält es sich bei Betriebssystemen für mobile Geräte. Gerade bei älteren Smartphones werden vom Hersteller oft keine Updates mehr angeboten. So kommt man um den Kauf eines neuen Geräts nicht herum, wenn man weiterhin sicher im Netz unterwegs sein möchte.

Schützen Sie Ihre Zugangsdaten

Egal, ob es um Ihre Bankgeschäfte, Interneteinkäufe oder Ihre sozialen Netzwerke geht: Halten Sie Ihr Betriebssystem und Ihren Browser aktuell. Damit haben Sie einen der wichtigsten Schritte getan, um sich selbst vor Missbrauch durch Dritte zu schützen. Was Sie sonst noch tun können, lesen Sie hier

Autor: ING


Ihre Meinung

Kommentare (15)


Kommentare

es geht auch anders

18.02.2020

Es gibt inzwischen mehr als 350 verschiedene Linux-Distri und beim letzten Weltkongress konnten die sich nicht mal mehr auf eine einheitliche Verzeichnisstruktur einigen - bitte was soll nun an Linux auf dem Desktop gut sein? Wobei die Linux-Server weltweit sowieso die Virenschleudern sind, weil deren Admin nur glauben sie hätten Ahnung von Linux.
Ich nutze das legendäre Mainboard ASUS P5AB von 1998 mit einem AMD K6-3+ 550. Darauf läuft BeOS. Für BeOS gibt es nicht mal Schadsoftware und es unterstützt meine 23 Jahre alten Scanner und Drucker von Canon, dessen Tinte ich seit 20 Jahren selbst nachfülle.
Und der uralte Browser von BeOS ist so genial, damit kann -wie auch jetzt- der Gegenstelle einreden man sei mit Win10 und dem Edge unterwegs.


norofax

17.02.2020

Windows 7 lässt sich mit der zugehörigen Lizenz auch auf Windows 8.1 updaten. Das ist zwar nicht schön, aber immerhin besser als die Datenkrake Windows 10. Parallel läuft auf meinen Rechnern Linux Mint 19.3.


die Märchen werden immer toller

17.02.2020

in den hiesigen Märchen gibt es den Defender nun sogar WinXP und Win7. Und das tollste selbst für MS-DOS, WfW, WIN95-WinME, NT3+4 und W2K gibt es laut hiesigen Märchen noch immer ständig aktualisierte gute unabhängige Sicherheits-Antivirenprogramme. Meint der Märchenerzähler etwa den System-Schredderer Norton? Oder doch Dr. Salomon?


Jochen

16.02.2020

Bin mit meinem Windows XP gerne im Netz unterwegs. Änderungen werden keine Übernommen. Dafür muss ich den "Blue Screen" bei jedem Neustart über mich ergehen lassen! Die "offenen" Dateien sind natürlich nur so lange sicher, wie sie nicht auf dem System verbleiben.


kleinert

15.02.2020

was sie sonst noch tun können, lesen sie "hier" - das funktioniert jedoch nicht.
Es lässt sich wunderbar mit Linux arbeiten. Allerdings funktioniert die App meiner Bank nur mit Windows


Eduard Müller

15.02.2020

Ich habe noch einen PC und einen Laptop, die beide mit Windows 7 laufen. Nun sind beide Geräte nach dem "endgültigen" Supportende schon zweimal mit Updates für den Windows-Defender mit Sicherheitsupdates versorgt worden. Nicht schlecht. Übrigens wurde ein anderer PC von mir nach dem Ende von XP bis dato mit Defender-
Updates versorgt und läuft immer noch. Auf allen "alten" Computern ist ein gutes, unabhängiges Sicherheits-Antivirusprogramm aktiv.
Bisher sind KEINE Katastrophen zu vermelden... Mein Rat: Keine Panik nötig!


Dietmar Gemüth

15.02.2020

Schon lange Windows Tschüss gesagt. Bin gern selber Herr meiner Hardware. Linux, kann ich nur weiterempfehlen.


Udo

15.02.2020

Nimmt die auf der Straße jemand das Handy ab, kann er Dank App auf dein gesamtes Vermögen zugreifen.
Bislang konnte er dir nur abnehmen was du in der Börse dabei hattest.
Oder glaubt hier irgendjemand, dass der Gangster ein Problem damit hat, ein Photo von deinem Gesicht zu machen um sich zu autorisieren?


ChrisP

15.02.2020

Der Support für Windows 10 ist sehr wohl begrenzt. Für die aktuelle Version 19-09 endet der am 11. Mai 2021 (18 Monate ab der Freigabe, siehe https://support.microsoft.com/de-de/help/13853/windows-lifecycle-fact-sheet). Danach muß eine neue Version aufgespielt werden, was teilweise über Windows Update geschieht und im Grunde der Neuinstallation des Betriebssystems entspricht. Die heißt dann auch wieder Windows 10 mit der neuen Versionsnummer - die nächste ist vermutlich 20-03.


Dottore

14.02.2020

Schließe mich meinem Vorredner an, auch für mich ist Linux erste Wahl. Ich habe zwar noch Windows 7 auf einer zweiten Festplatte, nutze es aber immer seltener, zum Surfen kommt es ohnehin nicht mehr in Frage.


Realist

14.02.2020

Jetzt werden hier wieder massenhaft Lobeshymen auf Linux und auf den Mac folgen. Obwohl Linux auf dem Desktop seit 20 Jahren trotz aller fanatischer Lobeshymnen nicht über einen Marktanteil von 3% gekommen ist und gegenwärtig die Menge an erfolgreicher Schadsoftware für den Mac regelrecht explodiert (Heise Security).
Übrigens: der IE 11 auf Windows 7 wird schon massiv und erfolgreich durch Schadsoftware attackiert. Da hilft auch keine Sicherheitssoftware.


Clemens Kampmann

14.02.2020

wäre schön wenn sie direkt vertrauenswürdige und von der ing für gut befundene möglichst kostenlose Download-Link angeben bei denen nicht noch irgendwelche Spam-ware mit runter geladen werden muss


RolandW

14.02.2020

Leider habe ich mit einem gebrauchten PC, den ich auf Windows 10 umgestellt habe, nicht so gute Erfahrungen gemacht. Insbesondere an Tagen, in denen die Funktionsupdates kommen (2 x im Jahr), kann ich ihn oft einige Stunden nicht nutzen, bis er die Updates halbwegs verdaut hat. Deshalb werde ich wohl noch - mit entsprechender Vorsicht - ein paar Monate bei Win7 bleiben und dann entscheiden, ob ich mit Linux (Ubuntu) oder Win10 weitermache. Ich finde es sehr bedauerlich, dass es (abgesehen von der Rest-Zeit mit Win8) kein Windows-Betriebssystem mehr gibt, bei dem man einfach nur Sicherheitsupdates bekommt und nicht ständig Features, die den Rechner vollstopfen ohne dass man sie wirklich braucht.


Lukas

14.02.2020

Zum Thema Linux-Betriebssysteme ist Linux Mint zu empfehlen. Vor allem für Linux-Neulinge, die von Windows kommen, gestaltet sich der Umstieg leichter, da das Design und viele Funktionen Win7 ähneln.
Außerdem benötigt es weitaus weniger Hardwareressourcen als Win10 und ist daher auch gut für ältere Rechner geeignet.


Leo Tolstoi

14.02.2020

Benutze schon seit vielen Jahren mit wachsender Begeisterung Linux!
Dadurch auch keine Microsoft-Spionage und Windows-Neukauf-Zwänge mehr. Wunderbar!