Wohnwagen & Wohnmobil

Caravaning im Trend – Tipps für Neulinge | 14.07.2020

Geld, das von Himmel fällt?

Sommer - das ist Urlaubs- und Reisezeit. Viele Deutsche haben ihre Ferienwohnung dann gern dabei: im Wohnwagen oder Wohnmobil. Gerade in der Corona-Zeit ist Caravaning gefragt. Was Neu-Camper beachten sollten.

Das Gefühl von Freiheit schnuppern, der Natur näher sein oder im Urlaub Kosten sparen: Es gibt viele Gründe für Ferien im Wohnwagen oder Wohnmobil. Gerade in Zeiten der Corona-Krise entscheiden sich viele Deutsche für diese Form des Reisens – weit weg von All-You-Can-Eat-Buffets und überfüllten Hotellobbys. Das Statistische Bundesamt etwa meldete jüngst einen Zulassungs-Boom: 10.460 Wohnmobile wurden im Mai dieses Jahres in Deutschland neu zugelassen – 29 % mehr als ein Jahr zuvor. Caravaning lag schon in den vergangenen Jahren im Trend. Doch angesichts der Pandemie-Einschränkungen sei der Campingurlaub in diesem Jahr für viele besonders attraktiv, hieß es in der Mitteilung. Aber bevor die Reise losgeht, stellen sich gerade für Neu-Camper einige Fragen.

Ihre Meinung zählt!

Mieten oder kaufen?

Woher bekomme ich überhaupt ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen? Und sollte ich das Fahrzeug lieber mieten – oder doch gleich kaufen? Torsten Berning, Autor einiger Wohnmobil-Ratgeber, hat dazu eine klare Meinung: „Meine Empfehlung, vor allem für Neu-Camper: Ohne Test-Urlaub im Miet-Caravan oder -Wohnmobil wird nicht gekauft.“ Außerdem komme es darauf an, wie oft man verreisen will: Mieten sei dann günstiger, wenn man nur einmal im Jahr losfährt.

Camping-Trend: Wohnmobil-Sharing

Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an Anbietern, die Urlaubsmobile vermieten. Im Trend liegt auch das Konzept des Wohnmobil-Sharings. Die Idee dahinter: Portale wie SHAREaCAMPER, PaulCamper oder Yescapa helfen Camping-Urlaubern und privaten Wohnmobilbesitzern dabei, sich zu finden. Der Mietpreis hängt von verschiedenen Faktoren ab: etwa vom Zustand, dem Alter und der Art des Mobils. Beim Anbieter PaulCamper gibt es beispielsweise einen einfachen Wohnwagen in der Hauptsaison ab 25 Euro, integrierte Luxusmodelle kosten auch mal 200 Euro pro Nacht. Der Vorteil solcher Plattformen ist, dass die Ferienhäuser auf Rädern versichert sind. Denn bei Privatvermietungen ist Vorsicht geboten: Hier müssen die Mieter laut ADAC darauf achten, dass das Wohnmobil als „Selbstfahrer-Vermietfahrzeug“ zugelassen ist. Nur dann habe man auch einen Versicherungsschutz im Schadensfall.

Anschaffungskosten bei Neuwagen

Wer viel unterwegs ist und doch in ein eigenes Fahrzeug investieren will, muss tiefer in den Geldbeutel greifen. Die Preise für neue Wohnwagen beginnen je nach Größe bei circa 8.000 Euro, für neue Wohnmobile bei circa 30.000 Euro, wie Berning berichtet. Nach oben sind aber keine Grenzen gesetzt: Auch 1,5 Millionen Euro seien möglich. „Der durchschnittliche Preis für ein Neufahrzeug lag 2019 bei ca. 72.000 Euro“, so der Autor. Wer hier Kosten sparen will, kann auch ein gebrauchtes Modell ergattern. Interessante Angebote für gebrauchte Wohnmobile starten laut Berning bei 15.000 bis 20.000 Euro. Bei günstigeren Fahrzeugen handele es sich meist um selbstausgebaute Fahrzeuge.

Worauf bei der Auswahl des Fahrzeugs zu achten ist

Doch nicht nur der Preis spielt bei der Auswahl des geeigneten Wohnmobils oder Caravans eine Rolle. Auch bei der Ausstattung gibt es laut Berning unverzichtbares Zubehör. Dazu gehört etwa:

  • eine Markise
  • ein Crashsensor, der die Gasversorgung sperrt, falls es zu einem Unfall kommt
  • ein Wasserschlauch und ein Wasserkanister
  • eine Ersatz-Wasserpumpe
  • Auffahrkeile für Unebenheiten beim Stehen
  • nach Möglichkeit ein Ersatzrad

Auch wichtig: Einen Blick in den eigenen Führerschein zu werfen. „Zunächst einmal gilt es, zu überprüfen, ob die Führerscheinklasse überhaupt das Führen des gewünschten Wohnmobils erlaubt“, sagt Bernd Stürmer vom TÜV Nord. Mit der Führerscheinklasse B kann man etwa Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen bewegen.

Mit klugem Packen für Sicherheit sorgen

Damit Urlauber mit ihrem rollenden Zuhause sicher unterwegs sind, sollten sie beim Beladen des Wohnmobils oder Wohnwagens ein paar Regeln beachten. „Richtiges Beladen ist das Beladen, das den Schwerpunkt des Fahrzeugs so tief wie möglich hält“, erklärt Stürmer.
 
Der ADAC gibt Packtipps:

  • leichtes Gepäck in den Oberschränken verstauen
  • schwere Ladung, z. B. Konserven und Getränke, unten im Fahrzeug lagern, am besten in Achsnähe

Bußgelder vermeiden

Achtung: Wer viel einpackt, kann schnell über das zulässige Gesamtgewicht kommen – und riskiert damit Bußgelder. „Das Leergewicht eines Campers mit vernünftiger Ausstattung liegt bereits bei rund 3,2 Tonnen“, sagt Stürmer. Wer Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen bewegen darf, muss hier aufpassen: „Es bleiben also lediglich 300 Kilo für die Reisenden, für Kleidung, Nahrung, Camping-Utensilien und vielleicht sogar noch Fahrräder“, warnt der Fachreferent für Fahrzeugtechnik und Fahrzeugprüfung. Laut Bußgeldkatalog werden beim Überladen ab 10 % 30 Euro fällig – ab 20 % sind es bereits 95 Euro plus ein Punkt in Flensburg. Tipp: Das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs finden Camper im Fahrzeugschein.

Mit der richtigen Reisegeschwindigkeit Kosten senken

Wer während des Urlaubs noch etwas beim Sprit sparen will, sollte nicht zu stark aufs Gaspedal treten. Den ADAC-Angaben zufolge ist eine Reisegeschwindigkeit zwischen 90 und 110 Kilometern pro Stunde ideal. Der durchschnittliche Verbrauch von Wohnmobilen liege bei 9 bis 14 Litern Diesel pro 100 Kilometer.
 
Welche Versicherung bei Beschädigungen oder Diebstahl greift und wie sich Camper im Vorfeld schützen können, lesen Sie hier.

Autor: ING


Ihre Meinung

Kommentare (2)


Kommentare

ING

21.07.2020

Hallo Uwe, mit dem Autokredit können Sie jedes neue oder gebrauchte Fahrzeug, wie z.B. ein Auto, Motorrad, Wohnmobil oder einen Wohnwagen finanzieren. Für einen Vergleich schauen Sie doch gern einfach mal hier: www.ing.de/service-kredit Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Uwe

20.07.2020

Interessant wäre es zu erfahren, wie die Zinssätze bei der ING beim Kauf eines Caravans oder Wohnmobils liegen.
Liegt der "Ratenkredit" oder "Autokrdit" zu Grunde. Gibt es Unterschiede zwischen dem Kauf von neuen oder gebrauchten Wohnmobilen oder -wagen?