Steuerfreigrenzen beachten

Für Schnäppchen aus dem Ausland fallen oft hohe Zollgebühren an | 02.04.2014

2014-04-02 | Zollgebühren

Wer am Zoll die Steuerfreigrenze für Auslandsware überschreitet, ohne dies zu melden, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Welche Grenzen gelten und was noch zu beachten ist.

Zur Ferienzeit verschlägt der günstige Dollarkurs immer mehr Schnäppchenurlauber in die USA. Ob Freizeitbekleidung oder Technik, vieles ist dank des starken Euros auf der anderen Seite des Ozeans günstiger als hierzulande. Wer die Steuerfreigrenzen aus dem Auge verliert, für den drohen vermeintliche Urlaubsschnäppchen schnell zur Kostenfalle zu werden – am Zoll fallen Zollgebühren an.
 
Was passiert, wenn Sie mit Ihrem Einkauf die Steuerfreigrenze überschreiten und welche Richtlinien für Tabak, Alkohol und Kaffee gelten, das verrät die Infografik.

Steuerfreigrenze pro Person

Wer aus einem EU-Land nach Deutschland kommt, hat keine Zollgebühren zu befürchten. Ware für den persönlichen Gebrauch dürfen Sie ohne steuerliche Abgaben mitbringen.
 
Für Flug- und Seereisende, die aus Nicht-EU-Staaten nach Deutschland einreisen, gilt eine Steuerfreigrenze von 430 Euro pro erwachsene Person (Kinder unter 15 Jahren 175 Euro). Zollgebühren fallen hier nicht an. Sie denken, dass Sie bei zwei erwachsenen Reisenden die Steuerfreigrenze addieren und zum Beispiel einen Anzug für 600 Euro ohne Steuern einführen können? Das ist ein Irrtum. Das Splitten der Steuerfreigrenzen ist nicht erlaubt.

Personen, die mit einem Binnenschiff, privaten Flug- oder Wasserfahrzeug einreisen, gelten nicht als Flug- beziehungsweise Seereisende. Für sie gilt eine Steuerfreigrenze von 300 Euro pro Person.
 
Bei Alkohol und Tabakwaren ist mit Blick auf die Zollgebühren nicht der Warenwert, sondern die Menge entscheidend. Die genauen Zahlen verrät die Infografik.

In Sachen Zollgebühren lohnt sich Schummeln nicht

Wer eine Freigrenze überschreitet und versucht, ohne zu zahlen, am Zoll vorbeizukommen, macht sich der Steuerhinterziehung schuldig. Und Unwissenheit in Sachen Zollgebühren schützt nicht vor Strafe: Wer trotz zu verzollender Ware den grünen Flughafenausgang "Nichts zu verzollen" nimmt, dem drohen Konsequenzen.
 
Die konkrete Strafe für den Reisenden, der keine Zollgebühren zahlt, hängt vom Einzelfall ab. Bei kleineren Delikten kommt der Beschuldigte mit einem Bußgeld davon, in schwerwiegenden Fällen können Haftstrafen drohen.

Autor: ING