Auf schnellen Schuhen zur Rendite

Die Sportartikler Adidas und Nike sind für Anleger aktuell sehr interessant. | 02.02.2018

BÖRSE ONLINE

Eine Analyse von BÖRSE ONLINE,
Martin Hintze | Werbemitteilung

Das wichtigste und spannendste Duell im Sportartikel-Sektor ist das zwischen der Nummer eins und dem Zweiten der Branche, der scheinbar ewige Wettkampf zwischen Nike und Adidas. Lange hatte Nike die Nase vorn, dann begannen die Herzogenauracher, sich langsam auf Augenhöhe vorzuarbeiten. Tatsächlich könnte dieses Jahr für Adidas besonders wichtig und erfolgreich werden.

Dabei spielen verschiedene Faktoren dem Dax-Konzern unter Vorstandschef Kaspar Rorsted in die Hände:

  1. Immer mehr Menschen merken, dass sie sich mit Sport wohler fühlen. Und dafür brauchen sie das passende Outfit. Während Sparfüchse dabei zu den Schnäppchen der großen Discounter greifen, kleiden sich viele Fitness-Freunde markenbewusst ein. Und da spielt Adidas in Deutschland die erste Geige.
  2. Sportliche Bekleidung hält – gerade bei Jüngeren – zunehmend Einzug ins Geschäftsleben. Sneaker und manchmal sogar die neue Generation von Jogging-Hosen sind in vielen Unternehmen längst akzeptiert, solange der Träger nicht gerade in einer Bank Kunden betreut.
  3. Sportliche Großereignisse – allen voran die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland, bei der Adidas zwölf von 32 Ländern, darunter Deutschland, den Gastgeber sowie Argentinien ausstattet – sorgen üblicherweise für einen Umsatzschub. Schließlich wollen viele Anhänger mit den aktuellen Trikots im Alltag ihre Nähe zu den nationalen Kickern zeigen.
  4. In Sachen „Maßfertigung“ ist Adidas spitze – mit 50 3D-Druckern fertigt der Konzern in Ansbach individuelle Sohlen für Laufschuhe. Bis zu 100.000 Stück könnten 2018 aus der Hightech-Fabrik kommen. Gegenüber den insgesamt gut 360 Millionen Schuhen (2017) ist das ein Klacks, und umsatzmäßig auch nur ein geringer Anteil am unterm Strich mehr als zehn Milliarden Euro großen Schuhgeschäft von Adidas. Aber: Damit beweisen die lange als nicht sehr fortschrittlich verrufenen Sportartikler hohe Innovationskraft. „Wir werden in diesem Jahr weltweit der größte Hersteller von 3D-Produkten überhaupt sein“, freut sich Adidas-Chefstratege James Carnes.
  5. Konzernchef Rorsted treibt zudem die Digitalisierung mächtig voran. Eine noch intensivere Kooperation mit dem Online-Schuhhaus Zalando soll die Umsätze im Internet-Geschäft bis zum Jahr 2020 auf immerhin vier Milliarden Euro treiben.
  6. Im Riesenmarkt USA will Adidas, das in allen anderen Regionen Anteile zwischen 15 und 20 Prozent besitzt, seine Quote von rund zehn Prozent deutlich steigern. Schon jetzt ist die Nachfrage in den Vereinigten Staaten groß, im vergangenen Jahr kam es sogar zu Lieferengpässen. Zugleich soll die Tochtergesellschaft Reebok auf solidere Füße gestellt werden und so in absehbarer Zeit wieder in die Gewinnzone vorstoßen.

Starke Zahlen aus den vergangenen Quartalen – das Jahresergebnis wird Adidas erst Mitte März vorlegen – lassen Investoren schon jetzt auf eine gute Bilanz hoffen. Rorstedt jedenfalls rechnet für 2017 mit einem Umsatzplus von etwa 18 Prozent und bleibt optimistisch: „Bis 2020 werden wir weiter stark wachsen – unsere Industrie ist eine Wachstumsindustrie.“

Nike erstarkt wieder

Für den ewigen Wettbewerber Nike sprechen allerdings ebenfalls einige Aspekte. So sollen die nächsten fünf Jahre mit Umsatzzuwächsen im hohen einstelligen Prozentbereich sowie Gewinnsteigerungen zwischen zehn und 20 Prozent für gute Laune bei den Anlegern sorgen. Zugleich dürfte die Steuerreform in den USA das Geschäft der Marke mit dem „Swoosh“ antreiben – für Nike besonders wichtig, da das internationale Geschäft zuletzt über den Erwartungen der Analysten landete, der Absatz auf dem Heimmarkt dagegen Schwächen zeigte. Und schließlich könnte ein neuer Laufschuh im Jogging-begeisterten Nordamerika ebenfalls dafür sorgen, dass die Zahlen nach oben wandern.

Auch in Sachen E-Commerce mischt Nike ganz vorn mit. Ein Deal, aufgrund dessen Amazon Nike-Produkte direkt verkauft, sorgte vor einem halben Jahr für Begeisterung bei den Beobachtern. Mit einem Umsatz von 34,4 Milliarden US-Dollar (gut 28,1 Milliarden Euro) und einem Gewinn von 4,2 Milliarden Dollar spielt Nike ohnehin ganz oben in der Sportindustrie.

Knappes Rennen

Bleibt die Frage, welche Aktie für deutsche Investoren die interessantere ist. Während beide Titel dem allgemeinen Kursrisiko unterliegen, müssen Anleger bei Nike zusätzlich das Währungsrisiko berücksichtigen. Angesichts des schwächelnden US-Dollars und aufgrund der spannenderen Ausblicke hat derzeit Adidas die Nase vorn. Vor allem bei Ausschlägen unter die Marke von 180 Euro dürfte sich der Kauf lohnen. Und wer mit den Sportaktien nicht einverstanden ist, der investiert stattdessen vielleicht in einen Laufschuh aus dem 3D-Drucker. Schmerzfreie Halbmarathons sorgen dann für viele Endorphine.

Investment-Beispiele Aktien:

Adidas

ISIN

DE000A1EWWW0

Aktueller Kurs

182,60 €

KGV* (2018)

23,6

Gewinn/Aktie (2018**)

7,92 €

Dividende (2018**)

3,10 €

Dividendenrendite (2018**)

1,7 %

Nike***

ISIN

US6541061031

Aktueller Kurs

53,89 €

KGV* (2018)

25,6

Gewinn/Aktie (2018**)

2,14 €

Dividende (2018**)

0,68 €

Dividendenrendite (2018**)

1,2 %

*KGV: Kurs-Gewinn-Verhältnis; ** Prognose; *** Geschäftsjahresende 31.5.; Dollar umgerechnet in Euro; Stand: 2.2.2018


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