Chinas Online-Aktien bieten Potenzial

Mit Alibaba, Baidu und Tencent können Anleger in die digitale Zukunft investieren. | 30.11.2017

BÖRSE ONLINE

Eine Analyse von BÖRSE ONLINE,
Martin Hintze | Werbemitteilung

Bei der Gartner Group stehen sie ganz oben auf der Liste „Gartner`s Top-10 der digitalen Disruptoren im asiatisch-pazifischen Raum“: Baidu, Alibaba und Tencent. Das Research-Unternehmen bewertet diese chinesischen Konzerne als Top-3 der Gesellschaften, die das Potenzial haben, bestehende Marktgegebenheiten in den nächsten Jahren Verwerfungen zu unterziehen. Mit diesem Ranking stehen die oft als BATs bezeichneten Gesellschaften auf einer Stufe mit den ganz Großen: Apple, Google, Amazon und Facebook. Und wie die amerikanischen Pendants sind die BATs an der Börse notiert. Allerdings kennen hierzulande nur wenige Anleger diese interessante Investment-Chance, wobei die Titel auf amerikanischen Kurszetteln stehen, mit dem Kauf also ein (doppeltes) Währungsrisiko einhergeht.

Gigantischer Markt

Die Basis der drei Internet-Giganten könnte kaum besser sein: Etwa 730 Millionen Menschen gehen allein in China regelmäßig online. Zugleich ist der heimische Markt durch die Regierung in Peking praktisch von der Außenwelt abgeschnitten: Facebook, Google, Snapchat, Twitter – sie alle haben dort keinen Zugang ins Netz. Und in China selbst sind die BAT-Unternehmen führend, Alibaba im Online-Handel, Baidu in Sachen Internet-Suche und Tencent beim Chatten und Online-Spielen.

Doch das reicht den BAT-Chefs nicht. So hat Alibaba das Ziel ausgerufen, in absehbarer Zeit Nutzer rund um den Globus mit bestellten Waren aus aller Welt zu beliefern – innerhalb von 72 Stunden. Und auch sonst sind die jungen Wilden aus China ganz weit vorn, wie Fabian von Heimburg, China-Chef des Bundesverbandes der Start-up-Unternehmen, im „Handelsblatt“ feststellte: „Die Bezahlprodukte von Alibaba und Tencent sind der Konkurrenz aus den USA überlegen, WeChat kann mehr als WhatsApp, und Taobao von Alibaba kann mehr als Amazon.“

Kopieren war gestern

Daher sollten Wettbewerber die BATs nicht unterschätzen. Längst haben die Unternehmen ein deutlich breiteres Leistungsspektrum als in ihrer Anfangszeit. Die neuen Tech-Riesen sind mittlerweile in mehr als 20 Sektoren tätig, online, offline und zunehmend im Hardware-Bereich. Beobachter meinen, Alibaba und Tencent hätten inzwischen nahezu jeden Bereich im Leben chinesischer Konsumenten durchdrungen. Und die Quellen ihrer Einkommen sind damit vielfältiger als bei der amerikanischen Konkurrenz. Denn letztlich verdient Apple Geld mit einer Handvoll Geräte, Google-Mutter Alphabet setzt voll auf Online-Werbung.

Dass chinesische Technologie-Unternehmen Weltmeister im Kopieren sind, ist heute nur noch ein geflügeltes Wort. Vielmehr arbeiten die Konzerne hart daran, ihre Produkte zu verbessern und zu erweitern – entweder aus eigener Innovationskraft oder durch den Zukauf von Unternehmen aus aller Welt. Kein Wunder, dass der „MIT Technology Review“ die BATs regelmäßig auf seine Liste der „Smartest companies in the world“ setzt. Beispiel gefällig? Baidu liegt im Wettstreit um das erste echte fahrerlose Auto mit Tesla mindestens gleichauf. Doch wenn die Chinesen tatsächlich im Jahr 2019 die ersten Wagen auf die Straße bringen, dürften sie die Nase eindeutig vorn haben. Und es gibt noch einen Grund für ihr Vorpreschen: Die Zeiten, da sie sich allein auf ihren Kostenvorteilen ausruhen konnten, gehören der Vergangenheit an. Um jetzt im globalen Geschäft vorne mitmischen zu können, müssen sie High-End-Produkte anbieten.

Wachstum, Wachstum, Wachstum

Die größte Phantasie bezüglich der BAT-Aktien entsteht in einem äußerst attraktiven (High-end-)Zukunftsmarkt. Es geht um Künstliche Intelligenz (KI). In diesem Sektor ist China bereits die globale Nummer zwei hinter den USA. Bis zum Jahr 2030 soll sich die Reihenfolge ändern. Dann soll KI bis zu kaum vorstellbaren 26 Prozent zum chinesischen Bruttoinlandsprodukt beitragen, dann vor allem in den Bereichen Handel, Finanzdienstleistungen sowie Gesundheit. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, sind gigantische Wachstumsquoten notwendig. Tatsächlich gehen Volkswirte davon aus, dass die weltweiten Erträge aus Künstlicher Intelligenz von 644 Millionen US-Dollar im Jahr 2016 auf 37 Milliarden Dollar 2025 nach oben schießen werden. Und: Weltweit könnte die Technologie mit allen Anwendungen im Jahr 2030 bereits bis zu 16 Billionen Dollar der globalen Wirtschaft ausmachen – ein Betrag fast in Höhe des aktuellen Bruttoinlandsproduktes der Europäischen Union.

Für ein ausgewogenes Depot können Anleger also durchaus kleinere Tranchen der aussichtsreichsten Aktien in Betracht ziehen. Und wer direkte Einzelinvestments in fernöstliche Werte scheut, der ist vielleicht mit einem Aktienkorb gut bedient (siehe Tabelle).

Investment-Beispiele Aktien:

Alibaba

ISIN

US01609W1027

Aktueller Kurs

150,04 €

KGV* (2018)

28,2

Gewinn/Aktie (2018**)

5,56 €

Dividende (2018**)

0,00 €

Dividendenrendite (2018**)

0,0 %

Baidu

ISIN

US0567521085

Aktueller Kurs

200,50 €

KGV* (2018)

30,2

Gewinn/Aktie (2018**)

6,59 €

Dividende (2018**)

0,00 €

Dividendenrendite (2018**)

0,0 %

Tencent

ISIN

US88032Q1094

Aktueller Kurs

42,95 €

KGV* (2018)

40,5

Gewinn/Aktie (2018**)

1,09 €

Dividende (2018**)

0,00 €

Dividendenrendite (2018**)

0,0 %

*KGV: Kurs-Gewinn-Verhältnis; ** Prognose; Währungen umgerechnet in Euro; Stand: 30.11.2017

Investment-Beispiele Produkt:

Open End Index Zertifikat auf Solactive China Internet Index

ISIN

DE000DB2CNT8

KAG*

Deutsche Bank

Anlageschwerpunkt

Aktien der zehn führenden chinesischen Internet-Riesen

Aktueller Preis

57,81 €

Art

Zertifikat ohne Laufzeitbegrenzung

TER**

1,50 %

Wertentwicklung (5 Jahre)***

43,6 %

*KAG: Kapitalanlagegesellschaft; **TER: Total Expense Ratio / Gesamtkosten; *** Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für künftige Kurssteigerungen; Stand: 30.11.2017


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