12 Hot Stocks unter 5 Euro

Diese Aktien sind heiß. Wer vorsichtig damit umgeht, kann einen zweiten Blick riskieren. | 03.11.2017

BÖRSE ONLINE

Eine Analyse von BÖRSE ONLINE,
Martin Hintze | Werbemitteilung

Sensible Anleger sollten besser gleich aufhören zu lesen. Denn es geht nicht um Dividendenrenditen oder Kurs-Buchwert-Verhältnisse. Sogar über den einen oder anderen Quartalsverlust ist nonchalant hinwegzusehen. Es geht ausschließlich darum, Aktien mit überdurchschnittlichem Kurspotenzial aufzutreiben. Lange Haltezeiten? Nein.

Sämtliche Aktien dieser kleinen Auswahl notieren unter der Schwelle von fünf Euro. Das macht sie aus „optischen“ Gründen für Anleger interessant, die schon mal eine größere Tranche erwerben. Und es sind keine Pleite-Klassiker wie Beate Uhse, der Küchenbauer Alno, Solarworld und neuerdings Air Berlin, die zuletzt bei gerade noch 15 Cent dümpelten. Ebenfalls nicht auf der Liste stehen einige Überbleibsel des Neuen Marktes, etwa Mologen, der einstige Börsenstar Intershop und die Deutsche Entertainment.

Auch im Dutzend noch billiger

  • AAP Implantate: Das Berliner Medtech-Unternehmen stellte lange vor allem orthopädische Implantate wie Knochenzement, Schrauben und Platten her. Zuletzt kam neue Phantasie in die Titel, da Vorstandschef Bruke Seyoum Alemu mit antibakteriellen Silberbeschichtungen einen Milliardenmarkt erschließen will. Der Kursverlauf deutet darauf hin, dass die Trendwende geschafft ist – seit Jahresbeginn steht ein Plus von mehr als 40 Prozent auf den Kurszetteln. Allerdings ist das kein Garant für die künftige Performance. Zudem ist die Aktie nichts für schwache Nerven: Kräftige Tagesausschläge sind nicht selten.
  • Deutsche Cannabis: Erfahrene Anleger treffen auf einen alten Bekannten. Die Gesellschaft wurde 2014 auf dem Börsenmantel der F.A.M.E. Film & Medien Entertainment errichtet. Geschäftszweck ist es, von der Legalisierung des Besitzes und Verkaufs von Marihuana in mehreren US-Bundesstaaten zu profitieren. Dazu beteiligt sich das Unternehmen an verschiedenen anderen Firmen wie der CannyPets GmbH in Hamburg. Bis daraus ein tragfähiges Business-Modell wird, ist die Deutsche Cannabis allerdings ein echter Zockerwert.
  • Elanix Biotechnologies: 2015 zog sich die bis dahin privat gehaltene Firma Elanix mit operativem Hauptsitz in Nyon in der Schweiz einen lange existierenden Börsenmantel über: den der Porta Systems. Der Tischlereikonzern war 2003 in die Insolvenz gegangen. Für Elanix ein eleganter Weg, rasch aufs Börsenparkett zu kommen. Das Unternehmen ist vor allem im Bereich Wundpflegeprodukte tätig. Das Geschäft läuft gerade erst an – in der ersten Jahreshälfte 2016 lag der Umsatz bei 0,00 Euro, 2017 waren es bis zum 30. Juni knapp 78.000 Euro. Insgesamt sollen es in diesem Jahr 300.000 bis 500.000 Euro werden. Aber: Manchmal sorgen News für deutliche Kursbewegungen. Spannender Wert mit Potenzial.
  • Greiffenberger: Der klassische Industriekonzern – vor drei Jahren erwirtschaftete das Unternehmen mit etwa 1100 Mitarbeitern noch einen Umsatz von mehr als 150 Millionen Euro – rutschte aufgrund mangelnder Profitabilität in eine immer höhere Verschuldung. Dann wurde die Gruppe mit ihren drei Teilbereichen restrukturiert und verschlankt. 2017 dürfte unterm Strich ein Geschäftsvolumen von gut 50 Millionen Euro resultieren. Die Fokussierung auf den Bereich Metallbandsägeblätter und Präzisionsbandstahl lässt Anleger auf mehr hoffen, auch ein neuer Großaktionär ist kürzlich ins Boot gekommen. Seit Januar schlug sich diese Hoffnung in einem Kursplus von 130 Prozent nieder.
  • Heidelberger Druckmaschinen: Fast 170 Jahre reicht die Firmengeschichte des Traditionskonzerns zurück. Mit der Finanzkrise brach das Geschäft ein und dem Unternehmen drohte das Aus. Jetzt allerdings zeigt sich das Management selbstbewusst. Bis zum Jahr 2022 soll der Umsatz auf rund drei Milliarden Euro wachsen, der Gewinn auf Stufe Ebitda, also vor Zinsbelastung, Steuern, Abschreibungen und Amortisation, auf 250 bis 300 Euro Millionen klettern. Das Neugeschäft soll vor allem im Digitalbereich erwirtschaftet werden. Analysten wie Peter Rothenaicher sehen es positiv und bewerten die Titel als „Kauf“.
  • Die im Jahr 2000 gegründete ITN Nanovation beschäftigt sich mit dem Filtern von Wasser. Bedarf sehen die Saarbrücker vor allem in China. Doch mit dem Sprung in den asiatischen Riesenmarkt hat es bislang nicht so recht geklappt. Vor wenigen Monaten ist nun die chinesische Firma Safbon bei ITN eingestiegen. Als Folge erhoffen sich die Deutschen Zugriff auf das Safbon-Vertriebsnetz und einen besseren Zugang in andere Länder. Falls das gelingt, könnte sich ein deutlicher geschäftlicher Aufschwung abzeichnen.
  • KHD Humboldt Wedag International: Als Tochter der Deutz AG wurde der Anlagenbauer 2001 in eine GmbH umgewandelt, später weiterverkauft und schließlich zurück an die Börse gebracht. Seither geht es mit den Titeln auf und ab, zuletzt allerdings eher aufwärts: In den ersten neun Monaten dieses Jahres gab es einen Kursanstieg um 70 Prozent. Wirklich verwöhnt sind die Aktionäre allerdings nicht – und so kam es bereits zu einem Kurssprung um 25 Prozent, als ein Kredit um drei Jahre verlängert wurde.
  • Mvise: Ein neuer Reseller-Vertrag hat den Titeln des Software-Herstellers Mvise zuletzt Schub verliehen. Der Umsatz legte zudem im ersten Halbjahr 2017 um rund 65 Prozent zu, die Auftragsbücher füllen sich. Die Analysten der SMC-Research zeigen sich optimistisch und vergeben ein „buy“ bei einem angehobenen Kursziel.
  • Ringmetall: Gleich 17 Unternehmen gehören zur Ringmetall-Gruppe. Die Holding ist Spezialist in der Verpackungsindustrie und zum Beispiel bei Fassspannringen Weltmarktführer. Mit 400 Mitarbeitern erwirtschaftet die Gruppe einen Jahresumsatz von etwa 100 Millionen Euro. Dabei arbeitet Ringmetall profitabel und zahlt Dividenden.
  • TTL Information Technology: Seit 1977 existiert das Münchner Unternehmen, das mit Technologie nichts zu tun hat, sondern als Beteiligungs-Holding im Immobiliensektor agiert. Es hat zwei Kernbereiche: die Deutsche Immobilien Chancen-Gruppe sowie die GEG German Estate Group. Der Schwerpunkt liegt demnach eindeutig auf renditeträchtigen Gewerbeimmobilien. Zuletzt machte TTL mit einer Sachkapitalerhöhung auf sich aufmerksam, die, so der Vorstand, „zum weiteren erfolgreichen Ausbau des Beteiligungsgeschäfts maßgeblich beitragen wird“.
  • UMT United Mobility Technology: Einst war die heutige UMT als Leipziger Solarpark AG im Sektor alternative Energie tätig. Heute bieten die Münchner mobile elektronische Zahlsysteme an. Und das Geschäft brummt: Im aktuellen Halbjahresbericht weist das Unternehmen Umsatzsteigerungen von mehr als 200 Prozent auf – allerdings auf recht niedrigem Niveau. Das Geschäftsvolumen von Januar bis Juni betrug gut 3,1 Millionen Euro. Das Tätigkeitsfeld von UMT ist vielversprechend, so dass die Titel durchaus Potenzial besitzen.
  • Vivanco Gruppe: Die Gründer des Hamburger Traditionsunternehmens, das 1920 aus der Taufe gehoben wurde, hießen tatsächlich de Vivanco. 1999 ging die Gruppe an die Börse, mittlerweile gehört der größte Teil des Unternehmens der chinesischen Xupu Electronics. Nostalgiker erinnern sich aber gern an die Zeiten, als es Elektronikartikel unter der Marke Vivanco bei Kaufhof, Karstadt und Co. gab. Heute erfreuen sich treue Anleger an der Kursentwicklung, die mit Blick auf die vergangenen drei Jahre bei immerhin fast 460 Prozent Plus liegt. Allerdings sind die Umsätze oft sehr dünn.

Die meisten der vorgestellten Aktien sind nur für besonders risikobewusste Anleger geeignet. In kleinen Tranchen stellen sie aber häufig eine belebende Komponente im Depot dar. Wenn auch nicht für die Ewigkeit …

[Chart] 2017-07 | Ölpreis vs. Goldpreis

Investment-Beispiele:

AAP Implantate

ISIN

DE0005066609

Aktueller Kurs

1,94 €

KGV* (2017)

V

Gewinn/Aktie (2017**)

V

Dividende (2017**)

0,00 €

Dividendenrendite (2017**)

0,0 %

Deutsche Cannabis

ISIN

DE000A0BVVK7

Aktueller Kurs

2,83 €

KGV* (2017)

V

Gewinn/Aktie (2017**)

V

Dividende (2017**)

0,00 €

Dividendenrendite (2017**)

0,0 %

Elanix Biotechnologies

ISIN

DE000A0WMJQ4

Aktueller Kurs

4,18 €

KGV* (2017)

V

Gewinn/Aktie (2017**)

V

Dividende (2017**)

0,00 €

Dividendenrendite (2017**)

0,0 %

Greiffenberger

ISIN

DE0005897300

Aktueller Kurs

2,05 €

KGV* (2017)

V

Gewinn/Aktie (2017**)

V

Dividende (2017**)

0,00 €

Dividendenrendite (2017**)

0,0 %

Heidelberger Druckmaschinen***

ISIN

DE0007314007

Aktueller Kurs

3,47 €

KGV* (2017)

14,0

Gewinn/Aktie (2017**)

0,24 €

Dividende (2017**)

0,00 €

Dividendenrendite (2017**)

0,0 %

ITN Nanovation

ISIN

DE000A0JL461

Aktueller Kurs

1,09 €

KGV* (2017)

V

Gewinn/Aktie (2017**)

V

Dividende (2017**)

0,00 €

Dividendenrendite (2017**)

0,0 %

KHD Humboldt Wedag International

ISIN

DE0006578008

Aktueller Kurs

2,29 €

KGV* (2017)

V

Gewinn/Aktie (2017**)

V

Dividende (2017**)

0,00 €

Dividendenrendite (2017**)

0,0 %

Mvise

ISIN

DE0006204589

Aktueller Kurs

4,31 €

KGV* (2017)

41,5

Gewinn/Aktie (2017**)

0,10 €

Dividende (2017**)

0,00 €

Dividendenrendite (2017**)

0,0 %

Ringmetall

ISIN

DE0006001902

Aktueller Kurs

3,91 €

KGV* (2017)

21,6

Gewinn/Aktie (2017**)

0,19 €

Dividende (2017**)

0,06 €

Dividendenrendite (2017**)

1,5 %

TTL Information Technology

ISIN

DE0007501009

Aktueller Kurs

2,06 €

KGV* (2017)

V

Gewinn/Aktie (2017**)

V

Dividende (2017**)

0,00 €

Dividendenrendite (2017**)

0,0 %

UMT United Mobility Technology

ISIN

DE0005286108

Aktueller Kurs

1,64 €

KGV* (2017)

122,6

Gewinn/Aktie (2017**)

0,00 €

Dividende (2017**)

0,00 €

Dividendenrendite (2017**)

0,0 %

Vivanco Gruppe

ISIN

DE000A1E8G88

Aktueller Kurs

4,38 €

KGV* (2017)

6,2

Gewinn/Aktie (2017**)

1,30 €

Dividende (2017**)

0,00 €

Dividendenrendite (2017**)

0,0 %

*KGV: Kurs-Gewinn-Verhältnis; V: Verlust; ** Prognose; *** Geschäftsjahresende 31.3.; Stand: 3.11.2017


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