Investments in die Zukunft

So können Anleger von der digitalen Transformation profitieren | 28.02.2017

BÖRSE ONLINE

Eine Analyse von BÖRSE ONLINE,
Martin Hintze | Werbemitteilung

Die „digitale Transformation“ ist das Trendthema der diesjährigen Computermesse CeBit (20. bis 24. März). Dabei ist es schwer greifbar. Welche Entwicklungen dazu gehören, zeigt ein Überblick über verschiedene Ausstellungsbereiche: der schnelle Mobilfunkstandard 5G, künstliche Intelligenz, Cloud Computing, Cyber Security, Drohnen, Internet der Dinge und Virtuelle Realität sind nur einige Aspekte, die in die digitale Transformation hineinspielen.
Deutlicher konkreter sind aktuelle Prognosen, die sich auf den Wandel zur „digitalen Wirtschaft“ beziehen. Allein in Europa liegt demzufolge ein möglicher Zuwachs der Bruttowertschöpfung bis zum Jahr 2025 bei 1,25 Billionen Euro. Der größte Teil entfällt dabei auf Kostenreduzierungen (43 Prozent) und Umsatzsteigerungen mit neuen Produkten (32 Prozent). 30 Milliarden internetfähige Geräte werden 2020 im Einsatz sein – eine Verdoppelung innerhalb von nur fünf Jahren. Und einen Umsatz von 1,7 Billionen US-Dollar werden „Internet of Things“-Anwendungen bis zum Jahr 2019 erzielen.

Deutscher IT-Riese

Von diesem gigantischen Potenzial können Unternehmen fast aller Branchen profitieren. Ganz vorne dabei sind Firmen, die die Konzerne mit Software oder IT-Services versorgen oder beim Wandel beraten (siehe Tabelle). Still und heimlich ist SAP mit einer Marktkapitalisierung von rund 107 Milliarden Euro zur größten deutschen Aktiengesellschaft herangewachsen. Analysten zeigen sich fast durchweg optimistisch für die Margen- und Gewinnziele der Walldorfer und räumen der Aktie noch etwa 15 bis 25 Prozent Potenzial nach oben ein. SAP profitiert zunehmend davon, dass die Kunden Software aus dem Internet, der sogenannten Cloud, mieten. Nach einem starken Geschäftsjahr setzt Europas größter Softwarekonzern auch in Zukunft auf ein starkes Wachstum in diesem Bereich. Auf nicht absehbare Frist wird der Software-Spezialist einer der großen Gewinner der digitalen Transformation bleiben.

Praktische Hilfe

Nicht ganz so rosig sieht es bei der Darmstädter Software AG aus. Das Jahr 2016 verlief etwas holprig, bevor ein hervorragendes Schlussquartal wieder für Optimismus sorgte. Insgesamt zeigte sich Vorstandschef Karl-Heinz Streibich mit den Zahlen zufrieden. Eine signifikant verbesserte Profitabilität und das starke finanzielle Fundament machen die Anteilsscheine der Software AG auch für eher zurückhaltende Anleger interessant. Immerhin stellte Streibich den Aktionären eine höhere Dividende und einen Aktienrückkauf in Aussicht. Und: In diesem Jahr soll vor allem das Zukunftsgeschäft DBP (Systemintegration, Big Data, Business Intelligence) wieder stärker wachsen.
Eine gewaltige Transformation hat auch SinnerSchrader hinter sich. Einst waren die Titel unter den Überfliegern des Neuen Marktes, heute notieren die Aktien im CDax und sind damit unter den wenigen Überlebenden der Börsenhypereuphorie. Die Internetagentur unterstützt teils sehr namhafte Kunden entweder auf dem klassischen Weg ins Internet oder bei mobilen und Shop-Lösungen. Die jüngsten Zahlen fürs erste Geschäftsquartal sehen ermutigend aus: So meldeten die Hamburger einen Anstieg des operativen Ergebnisses von mehr als 50 Prozent auf 1,3 Millionen Euro. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die prognostizierten Jahreserlöse von 56 Millionen Euro sowie der Gewinn von je Aktie von 0,35 Euro erreicht werden können. Mit Blick auf die zurückliegende Performance dürfen Aktionäre durchaus zufrieden sein: Auf fünf Jahre steht da ein Plus von knapp 240 Prozent. Das war’s dann aber auch, denn die Beratungsfirma Accenture hält mittlerweile 62 Prozent an SinnerSchrader und will nach eigenem Bekunden den freien Aktionären ein entsprechendes Übernahmeangebot machen. Bevor es zu einem „Squeeze out“ (erzwungene Rückgabe von Aktien) kommt, sollten Anteilseigner das Angebot annehmen.

Beratung und Unterstützung

„Business Transformation“ und „Prozessoptimierung“ sind die Kerngeschäftsfelder des IT-Beratungsunternehmens KPS. Viele Anleger kennen das Unternehmen nicht, dabei ist es immerhin fast 570 Millionen Euro wert – allerdings bei einem Streubesitz von nur knapp über 20 Prozent. Der große Vorteil des Leistungsspektrums liegt nach eigenen Angaben darin, dass KPS mit seiner Beratung den gesamten Lebenszyklus von Produkten abbilden kann. Das Unternehmen wird im laufenden Geschäftsjahr seinen Umsatzplan von 160 Millionen Euro – und damit ein Plus von zehn Prozent – voraussichtlich erreichen. Das operative Ergebnis könnte sogar um zwölf Prozent auf 25 Millionen Euro steigen. Angesichts der starken Prognosen zählen die KPS-Aktien zu den interessanten Nebenwerten – auch wenn der Kurs bereits stark angezogen hat, in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 1000 Prozent.
Auch bei SNP, die vollständig SNP Schneider-Neureither & Partner heißt, ging es zügig voran. Seit 2007 sind die Titel um rund 3200 Prozent nach oben geschossen. Gibt das Geschäftsmodell das her? Das Software-Unternehmen ist auf Transformationsprozesse spezialisiert. Das bedeutet: SNP hilft seinen Kunden, mit neuer IT-Struktur Kosten und Zeit zu sparen. Dabei funktioniert das Hauptprodukt „SNP Transformation Backbone“ so, dass es Änderungen der Kundensysteme automatisch analysiert und standardisiert umsetzt. Größter Referenzkunde der Heidelberger, die es auf einen Börsenwert von knapp 250 Millionen Euro bringen: der Computergigant Hewlett-Packard. Projekte bei weitere Großkunden laufen. Da die SNP-Aktien allerdings nicht mehr sehr günstig sind, sollten Anleger gegebenenfalls Schwächephasen zum Einstieg nutzen.

Falscher Begriff?

Übrigens: Wirklich passend ist der Begriff „digitale Transformation“ nicht. Vielmehr geht die Menschheit jetzt in ein Zeitalter, in der die Wirtschaft grundlegend umgestaltet wird und für deren Akteure ganz neue Gesetzmäßigkeiten gelten. Einen Abschluss – wie eben bei einer Transformation – wird dieser Wandel wohl nie erfahren. Das birgt dauerhafte Chancen – auch für Anleger.

Investment-Beispiele:

KPS***

ISIN

DE000A1A6V48

Aktueller Kurs

14,90 €

KGV* (2017)

23,3

Gewinn/Aktie (2017**)

0,61 €

Dividende (2017**)

0,34 €

Dividendenrendite (2017**)

2,4 %

SAP

ISIN

DE0007164600

Aktueller Kurs

87,95 €

KGV* (2017)

20,9

Gewinn/Aktie (2017**)

4,20 €

Dividende (2017**)

1,35 €

Dividendenrendite (2017**)

1,5 %

SinnerSchrader****

ISIN

DE0005141907

Aktueller Kurs

9,15 €

KGV* (2017)

26,2

Gewinn/Aktie (2017**)

0,35 €

Dividende (2017**)

0,24 €

Dividendenrendite (2017**)

2,6 %

SNP

ISIN

DE0007203705

Aktueller Kurs

48,37 €

KGV* (2017)

35,4

Gewinn/Aktie (2017**)

1,35 €

Dividende (2017**)

0,56 €

Dividendenrendite (2017**)

1,2 %

Software AG

ISIN

DE0003304002

Aktueller Kurs

35,08 €

KGV* (2017)

14,2

Gewinn/Aktie (2017**)

2,46 €

Dividende (2017**)

0,63 €

Dividendenrendite (2017**)

1,8 %

*KGV: Kurs-Gewinn-Verhältnis; ** Prognose; *** Geschäftsjahresende 30.9.; **** Geschäftsjahresende 31.8.; Währungen umgerechnet in Euro; Stand: 28.02.2017


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