Schnelle Gewinne mit Fastfood?

Langfristig schmecken viele Systemgastronomie-Aktien den Anlegern | 01.09.2017

BÖRSE ONLINE

Eine Analyse von BÖRSE ONLINE,
Martin Hintze | Werbemitteilung

„Die Systemgastronomie wächst nach wie vor. Fast täglich geht irgendwo in Deutschland ein neues System an den Start.“ Das teilt der Bundesverband Systemgastronomie mit. Und Michael Lidl, Partner bei der Beratungsgesellschaft Treugast Solutions, konstatiert im „Handelsblatt“, die Systemgastronomie wachse mit rund vier Prozent pro Jahr, während es die klassische Gastrobranche auf gerade ein Prozent bringe. Besonders gefragt: Fast-Casual-Konzepte, bei denen der Gast die Möglichkeit hat, individuelle Wünsche umsetzen zu lassen, und die stark mit frischen Produkten arbeiten.
 
Einer der international renommiertesten Anbieter in diesem Segment ist Chipotle aus Denver, Colorado. Das Unternehmen bestach lange durch enorme Wachstumsraten um 20 Prozent pro Jahr. Dann allerdings häuften sich Vorfälle, bei denen es um Salmonellen, Noroviren und Mäuse ging. Die Folge waren dramatische Kursverluste. Ein Kauf der Aktie ist erst bei stabiler Bodenbildung angezeigt.

Vapiano schlägt Hans im Glück

In Deutschland tummelt sich mittlerweile auch eine Reihe von Restaurants im Fast-Casual-Segment. Dazu gehören die Burger-Kette Hans im Glück, die „Salatmanufaktur“ Dean&David sowie der Vorreiter Vapiano, 2002 gegründet und seit einigen Wochen an der Frankfurter Börse notiert. Für Anleger ist die Story hinter dem modernen Konzept spannend: Konzernchef Jochen Halfmann will mit dem Emissionserlös vor allem auf Wachstum setzen. Bislang existieren rund 180 Vapiano-Restaurants in rund 30 Ländern; künftig sollen vor allem in Deutschland und Frankreich neue Filialen eröffnet werden. Das klingt gut, wäre da nicht die zunehmende, meist lokale Konkurrenz. Außerdem fehlen Vapiano noch die Größenvorteile, die Sparpotenziale wie für die Riesen der Schnellgastrobranche eröffnen würden. Daher ist – zumindest vorläufig – Zurückhaltung angesagt.

Das Mutterland des Fastfood ist, wie könnte es anders sein, in Sachen Schnellimbisse für Investoren besonders interessant. Für das nächste Jahr prognostizieren Beobachter der Branche in den Vereinigten Staaten einen Gesamtumsatz von mehr als 210 Milliarden US-Dollar, rund 180 Milliarden Euro. Doch auch bei den Fastfood-Giganten hat ein Umdenken eingesetzt. Subway, 1965 gegründet und mit etwa 45.000 Restaurants mittlerweile die Nummer eins der Branche, achtet darauf, dass Salate und Sandwiches möglichst frisch vor dem Gast zubereitet werden. Und McDonald’s zeigt sich nachhaltig orientiert und führt unter anderem Porzellangeschirr ein – allerdings nur für einige Heißgetränke. Dennoch: Anleger kommen am Umsatzriesen – 2016: 24,6 Milliarden Dollar – nicht vorbei. Mit Blick auf die vergangenen zehn Jahre lagen die Titel insgesamt über 225 Prozent im Plus. Das bedeutet zwar nicht, dass es auch so weitergeht, gibt aber einen Anhalt für die starke Position des Burger-Bräters. Aktionäre freuen sich zudem bereits seit 1976 über eine ordentliche Dividende.

„Where ist the beef?“

Einen starken Lauf haben auch die Titel von Yum Brands, unter anderen mit den Marken Kentucky Fried Chicken, Pizza Hut oder Taco Bell, hinter sich: Ein Kursplus von 22 Prozent auf Jahressicht und fast 245 Prozent seit 2007 sehen gut aus. Einige Analysten, etwa von der UBS, sehen weiteres Potenzial nach oben. Viele gehen jedoch davon aus, dass die Luft allmählich dünner wird. Sollte sich abzeichnen, dass die Aktie in den Sinkflug übergeht, wäre dies ein guter Zeitpunkt, Gewinne zu realisieren.
 
Die Burger-Kette Wendy’s, Erzrivale des großen Wettbewerbers McDonald’s, ist einigen Deutschen noch aus den 1980er-Jahren bekannt, als die Amerikaner versuchten, auch hierzulande Fuß zu fassen. Sie scheiterten. Doch längst hat sich der Konzern von diesem Tiefschlag erholt. Aktuell ist Vorstandschef Todd Penegor dabei, eigene Filialen an Franchise-Nehmer abzugeben. Das kostet zunächst Geld, spart aber mittel- bis langfristig Kosten. So lässt sich eine weitere Expansion besser finanzieren. Anleger können auf die Frage „Where ist the beef?“, die aus einem Wendy’s-Werbespot von 1984 stammt, getrost einen genaueren Blick auf die Aktie werfen.

Starbucks macht Anleger munter

Hohe und konstante Kursgewinne weisen die Anteilsscheine von Starbucks auf. Der Kaffee-Spezialist aus Seattle steht mit fast 21.500 Restaurants in der Weltrangliste auf Platz drei. Den Wettstreit mit der britischen, ebenfalls 1971 gegründeten Kette Costa Coffee hat Starbucks damit deutlich gewonnen. Und auch Investoren könnten mit den Aktien des Konzerns auf die Siegerstraße kommen. Voraussetzung: Das Management schafft es, die attraktive Kapitalrendite und die guten Wachstumsraten beizubehalten. Aber Koffein macht bekanntlich munter, aufmerksam und regt an. Da sollte es leichtfallen, kluge Geschäftsentscheidungen zu treffen.

[Chart] 2017-07 | Ölpreis vs. Goldpreis

Investment-Beispiele:

Chipotle

ISIN

US1696561059

Aktueller Kurs

266,02 €

KGV* (2017)

41,0

Gewinn/Aktie (2017**)

V

Dividende (2017**)

0,00 €

Dividendenrendite (2017**)

0,0%

McDonald’s

ISIN

US5801351017

Aktueller Kurs

134,34 €

KGV* (2017)

24,4

Gewinn/Aktie (2017**)

5,99 €

Dividende (2017**)

3,51 €

Dividendenrendite (2017**)

2,4%

Starbucks***

ISIN

US8552441094

Aktueller Kurs

46,09 €

KGV* (2017)

23,2

Gewinn/Aktie (2017**)

2,16 €

Dividende (2017**)

1,05 €

Dividendenrendite (2017**)

2,1%

The Wendy’s

ISIN

US95058W1009

Aktueller Kurs

12,53 €

KGV  (2017*)

31,6

Gewinn/Aktie (2017**)

0,28 €

Dividende (2017**)

0,25 €

Dividendenrendite (2017**)

1,9 %

Vapiano

ISIN

DE000A0WMNK9

Aktueller Kurs

22,10 €

KGV (2017*)

201,1

Gewinn/Aktie (2017**)

0,10 €

Dividende (2017**)

0,00 €

Dividendenrendite (2017**)

0,0%

Yum Brands

ISIN

US9884981013

Aktueller Kurs

64,53 €

KGV (2017*)

26,9

Gewinn/Aktie (2017**)

2,59 €

Dividende (2017**)

1,12 €

Dividendenrendite (2017**)

1,6%

*KGV: Kurs-Gewinn-Verhältnis; ** Prognose; *** Geschäftsjahresende 30.9.; Währungen umgerechnet in Euro; Stand: 01.09.2017


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