Sparpläne

Stück für Stück zum Ziel

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen, heißt es im Volksmund. Ein gutes Beispiel dafür, wie man mit Disziplin und Zielstrebigkeit ans Ziel kommt, auch beim Vermögensaufbau. Sparpläne können Anleger dabei sehr gut unterstützen.

Eichhörnchen sind Sammler. Stück für Stück tragen Sie Nüsse und Samen zusammen, um sich einen Vorrat anzulegen, mit dem sie über den Winter kommen. Anleger können von den putzigen Nagern lernen, wenn es darum geht vorzusorgen. Nicht für den Winter, sondern für später. Gründe dafür gibt es reichlich: ein Haus im Grünen, die Absicherung der Liebsten oder für eine entspannte Zeit nach dem Berufsleben.

Sparen mit Plan

Wer für ein bestimmtes Ziel sparen oder ein Vermögen aufbauen will, muss oftmals klein anfangen. Doch das ist kein Problem, denn auch kleine Beträge können sich am Ende zu einem großen Ganzen summieren, sofern man sein Ziel nicht aus den Augen verliert. Sparpläne helfen dabei, diszipliniert jeden Monat einen bestimmten Betrag für den Vermögensaufbau anzusparen. Durch die Möglichkeit, die Sparraten zu reduzieren, zu erhöhen oder auszusetzen, bleibt man jederzeit flexibel und kann den Sparrhythmus den individuellen Lebensumständen anpassen.

Individuell verschieden sind in der Regel auch die Erwartungen an die Rendite und die Bereitschaft, dafür Risiken einzugehen. Sparpläne berücksichtigen dies. So lassen sich mit einem Sparplan z. B. regelmäßig Beträge auf ein Tagesgeldkonto einzahlen. Aufgrund des niedrigen Zinsumfeldes werden die Bäume bei dieser Variante allerdings nicht so schnell in die Höhe wachsen. Höhere Renditechancen, zugleich aber auch mehr Risiko bieten Wertpapier-Sparpläne. Sie ermöglichen es schon mit Sparraten ab 50 Euro in ausgewählte Wertpapiere zu investieren.

Durchschnittskosteneffekt nutzen

Das charakteristische Merkmal eines Sparplans ist es, jeden Monat einen festen kleineren Betrag anzusparen, anstatt einmalig eine größere Summe zu investieren. Bei Wertpapier-Sparplänen kann sich dies als Vorteil herausstellen. Wertpapiere wie z. B. Aktienfonds unterliegen Kursschwankungen. Wird nun regelmäßig der gleiche Betrag in einen Fonds investiert, werden bei fallenden Kursen mehr, bei steigenden Kursen entsprechend weniger Anteile an dem Fonds erworben. Auf diese Weise kann sich über einen längeren Zeitraum hinweg ein günstigerer Durchschnittspreis ergeben, als bei einer einmaligen Investition. Diesen Effekt bezeichnet man als Cost-Average-Effekt.

Hinweis: Die Beispieldarstellung erläutert den Cost-Average-Effekt. Entwickelt sich der Kurs anders als im Beispiel, kann es auch zu einem anderen Ergebnis kommen und ein einmaliges Investment einen besseren Ertrag als der Wertpapiersparplan bringen. Auch kann ein Anleger mit beiden Anlageformen Verluste erleiden. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen.

Zwar lässt sich mit einer Einmalanlage zum richtigen Zeitpunkt durchaus eine bessere Wertentwicklung erreichen als mit einer kontinuierlichen Geldanlage im Rahmen eines Sparplans. Erwischt man jedoch den falschen Zeitpunkt, kann die Wertentwicklung ebenso deutlich schlechter ausfallen. Vor diesem Hintergrund sollte man sich das mit dem Sparplan verfolgte Ziel vergegenwärtigen. Dieses besteht nicht darin, eine möglichst hohe Rendite durch den perfekten Einstiegszeitpunkt zu erzielen. Das gelingt selbst Profis nur höchst selten. Das Ziel eines Sparplans besteht vielmehr im langfristigen Vermögensaufbau. Die fortlaufende Glättung des Einstandskurses reduziert dabei das Risiko, zum falschen Zeitpunkt zu investieren.

Risiken verteilen

Die breite Auswahl an Sparplänen auf Fonds, ETFs, einzelne Aktien und Zertifikate ermöglicht es Anlegern mit mehreren Sparplänen verschiedene Anlageschwerpunkte zu setzen. Je nach Risikoneigung können dabei Anleihen oder Aktien höher gewichtet werden. Wer einen Aktienfonds bespart verteilt das Risiko von vorherein auf mehrere Schultern. Mit Zertifikate-Sparplänen auf Gold, Silber oder Öl lässt sich das Depot noch weiter strukturieren. Rohstoffe unterliegen anderen Zyklen als Aktien oder Anleihen. Die Berücksichtigung von Aktien, Anleihen und Rohstoffen kann dem Depot zu mehr Stabilität verhelfen, wenn die Verluste einer Anlageklasse durch die Gewinne einer anderen Anlageklasse verringert oder ausgeglichen werden.

Ein ideales Geschenk

Dank ihrer Vielseitigkeit sind Sparpläne zugleich ein ideales Geschenk, mit dem Eltern, Verwandte und Bekannte frühzeitig etwas für die Finanzen ihrer Schützlinge tun können. Speziell auf Kinder zugeschnittene Depots mit günstigen Konditionen und einem breiten Angebot an Wertpapier-Sparplänen bieten die Chance, dass mit den Jahren nicht nur das Kind, sondern auch sein Vermögen wächst.


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