Ihre Finanzen im April

Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, Steuervorteile, Erleichterungen bei Mietkosten und was sich sonst noch ändert

Krieg in der Ukraine, höhere Umzugspauschalen, Entlastung bei den Heizkosten für Mieter*innen und Schutz von Kleinanleger*innen vor sogenannten Futures. Das Wichtigste im April zusammengefasst: 

Kostenlose Überweisungen in die Ukraine

Wenn Sie jetzt für Angehörige oder Bekannte in der Ukraine da sein wollen, unterstützen wir Sie gerne. Überweisungen in die Ukraine sowie der Einsatz Ihrer VISA Card in der Ukraine sind für Sie ab sofort kostenlos. Wir erstatten die anfallenden Gebühren automatisch am Folgetag. Dies gilt vorerst bis zum 31.03.2022.

Weitere häufig gestellte Fragen zum Ukraine-Krieg finden Sie auf unserer Informationsseite.

UNICEF ruft dazu auf Kindern und Familien in der Ukraine zu helfen.

UNICEF ist sehr besorgt um das Leben und Wohlergehen der 7,5 Millionen Kinder im Land. Kinder und Familien in der Ukraine brauchen in der aktuellen Krise dringend Hilfe! Deshalb verstärkt UNICEF seinen Einsatz und ruft dazu auf, die Kinder zu schützen und sicherzustellen, dass humanitäre Hilfe, Familien in Not sicher und schnell erreichen kann.

Die ING ist global diesem Aufruf des UN-Kinderhilfswerks gefolgt und wird insgesamt 3 Mio. Euro direkt als Soforthilfemaßnahme zur Verfügung stellen. Von ING Deutschland werden zusätzlich 250.000 Euro zu diesem Zweck gespendet. Gleichzeitig möchten wir Ihnen hiermit ebenfalls die Möglichkeit geben für die Kinder und ihre Familien zu spenden.

Achtung neue Phishing-Maschen mit Russland-Sanktionen

Hat die ING Sie per E-Mail gebeten, persönliche Daten einzugeben, um Russland-Sanktionen gegen Sie aufzuheben? Dann löschen Sie diese E-Mail bitte sofort. Hier versuchen Kriminelle, an Ihre Daten zu gelangen. Die ING wird niemals per E-Mail Zugangsdaten oder andere vertrauliche Daten abfragen! Lesen Sie in unserem Beitrag „Achtung, Phshing!“, wie Sie sich vor solchen Betrugsversuchen schützen können. 

Podcast: Wieder keine Zinswende bei der EZB?

Die Spannung vor der EZB-Sitzung im April war groß. Würde sich die EZB der Masse anderer großer und kleinerer Zentralbanken anschließen und die Geldpolitik schneller normalisieren oder sogar die Zinsen erhöhen? Oder würde sie mit ihrem schrittweisen Ansatz fortfahren? Erst einmal bleibt die EZB ihrem vorsichtigen Normalisierungspfad treu. Was das für die kommenden Monate bedeutet, warum uns 2023 schon wieder Zinssenkungen bevorstehen und warum die Präsidentschaftswahl in Frankreich Märkte und Wirtschaft noch stärker erzittern lassen dürfte, beantwortet Chefvolkswirt Carsten Brzeski im Gespräch mit Inga Fechner.

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Entlastungspaket der Ampelkoalition

  • Einmalige Energiepreispauschale: Einkommensteuerpflichtige Erwerbstätige in Deutschland erhalten eine einmalige Energiepreispauschale in Höhe von 300 Euro als Zuschuss zum Gehalt.
  • Einmalbonus für Familien: Pro Kind gibt es einen Bonus von 100 Euro. 
  • Einmalzahlung für Sozialhilfeempänger*innen: Empfänger und Empfängerinnen von Sozialleistungen sollen aufgrund der hohen Energiepreise einmalig 100 Euro bekommen.
  • Spritpreissenkung für drei Monate: Die Energiesteuer auf Kraftstoffe wird abgesenkt. Dadurch werden die Spritpreise günstiger und zwar Benzin um 30 Cent je Liter und Diesel um 14 Cent pro Liter. 

  • Neues ÖPNV-Ticket: Die Koalition will für 90 Tage ein Ticket für 9 Euro pro Monat für den Öffentlichen Personennahverkehr einführen. Die Länder sollen dazu entsprechende Mittel bekommen. 

Finanzen in der Corona-Pandemie – was jetzt gilt

Die Zahl der Corona-Neuinfizierten sinkt aktuell, überwunden ist die Pandemie aber noch nicht. Das ist neu:

  • Corona-Bonus: Mitarbeiter*innen können von ihrem Arbeitgeber noch bis Ende März 2022 einen Corona-Bonus von bis zu 1.500 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei erhalten. Ab April 2022 fallen auf den Bonus Steuern und Sozialabgaben an.
  • Kurzarbeit: Betriebe in Deutschland können angesichts der Corona-Pandemie ihre Beschäftigten weiter mit erleichterten Regeln in Kurzarbeit schicken. Der Bundestag verlängerte diese Maßnahme um drei Monate bis zum 30. Juni 2022. So reicht es, wenn schon mindestens 10% statt wenigstens ein Drittel der Mitarbeitenden von Arbeitsausfall betroffen sind. Zudem gilt eine erweiterte maximale Bezugsdauer: Statt 24 sind es aktuell 28 Monate.

Bundesregierung will Mieter*innen bei Heizkosten entlasten

Noch ist nichts spruchreif – aber es gibt Pläne: Die Bundesregierung will mit einem Stufenmodell die Aufteilung der CO2-Abgabe fürs Heizen zwischen Mietern und Vermietern neu regeln. Vermieter*innen, die schon durch energetische Modernisierungen die CO2-Emissionen des Gebäudes gesenkt haben, sollen laut Bundesregierung prozentual weniger belastet werden.

Im Kern geht es darum, dass Mieter*innen nicht mehr als die Hälfte der Kosten für die CO2-Bepreisung zahlen. Das bedeutet für Vermieter*innen: Je unzureichender ein Gebäude gedämmt und je älter etwa die Heizung ist, umso mehr sollen Vermieter*innen für die CO2-Last aufkommen – und umso größer soll die Entlastung für Mieter*innen sein.

Das geplante Modell sieht vor, Gebäude in sieben Stufen einzuteilen, und zwar abhängig von der Höhe des CO2-Ausstoßes pro Quadratmeter im Jahr. Die komplette CO2-Abgabe fürs Heizen müssten Mieter*innen nur dann übernehmen, wenn das von ihnen bewohnte Gebäude sich in der niedrigsten und klimafreundlichsten Stufe mit einem Ausstoß von weniger als fünf Kilogramm CO2 befindet. Bei schlecht sanierten Gebäuden, also in der höchsten Stufe, müssten sie dagegen nur für 10% der CO2-Kosten aufkommen.

Finanzaufsicht strebt mehr Schutz für Kleinanleger*innen an

Beim Handel mit Finanzderivaten sollen Kleinanleger*innen besser vor großen Vermögensverlusten geschützt werden. Wie die Finanzaufsicht Bafin unlängst mitteilte, will sie hierfür Vermarktung, Vertrieb und Verkauf von sogenannten Futures mit Nachschusspflicht beschränken. Kleinanleger*innen soll es untersagt sein, hiermit zu handeln. Es geht um sogenannte Terminkontrakte, bei denen abhängig von der Kursentwicklung Anleger*innen zum Ausgleich möglicher Verluste Geld nachschießen müssen. Bei solchen Papieren ist es für Anleger*innen möglich, mit vergleichsweise geringem Einsatz hohe Gewinne zu erzielen. Aber auch hohe Verluste sind nicht ausgeschlossen.

Und übrigens: Ein WG-Zimmer in Uni-Städten kostet im Schnitt 414 Euro

Alles ist teurer geworden, auch das Wohnen. Das bekommen nicht zuletzt Studierende zu spüren. So kostet ein WG-Zimmer in einer deutschen Universitätsstadt zum Jahresbeginn 2022 im Schnitt 414 Euro pro Monat – und ist damit deutlich teurer als in den vergangenen Jahren. Das zeigt eine Studie des Moses-Mendelssohn-Instituts und des Immobilienportals WG-gesucht.de. Die höchsten WG-Mieten gibt es in München mit im Schnitt 680 Euro – gefolgt von Frankfurt, Berlin und Hamburg.

Chart of the Week: Über kurz oder lang – Richtungswechsel zur Rezession?

Staatsanleihen sind Schuldverschreibungen von Staaten, die sich am Kapitalmarkt Geld leihen und dadurch zur eigenen Finanzierung beitragen. Tatsächlich können Staatsanleihen, bzw. deren Renditen, aber sehr viel mehr sein. In der Vergangenheit war die Differenz zwischen den Renditen lang- und kurzfristiger Staatsanleihen ein guter Indikator für bevorstehende Rezessionen. Zum Chart of the Week

Aktuelles von den Märkten

Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING Deutschland, berichtet im Rahmen seiner monatlichen YouTube-Beiträge unter dem Motto „Neues über die Märkte, Neues aus der Wirtschaft“ über aktuelle volkswirtschaftliche Ereignisse und Entwicklungen, Entscheidungen der EZB sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten. In dieser Folge schildert Carsten Brzeski die Auswirkungen des Krieges auf die deutsche Wirtschaft und erklärt, warum der Krieg ein "Game Changer" ist.

Steuererklärung = Papierkram?

Nicht bei uns! Mit smartsteuer können Sie online ganz einfach Ihre Steuererklärung erledigen. Ganz ohne Steuerkauderwelsch. Versprochen.