Der Einfluss der Preissteigerung auf Konsumentenpläne

ING Kundenumfrage

Der Tankrabatt hat mitgeholfen, die Inflationsrate im Juni zum ersten Mal seit Januar wieder nach unten zu drücken. Ein Kritikpunkt zahlreicher Ökonomen war allerdings, dass der Preisnachlass den Anreiz zum Spritsparen konterkarieren könnte. Eine Besorgnis, die auf die große Mehrzahl der ING-Kunden nicht zutrifft, denn knapp zwei Drittel unserer Kunden berichten in unserer jüngsten Umfrage, dass sie ihre Kfz-Nutzung trotz des Tankrabatts verringert hätten oder sparsamer fahren. Nur jeder Fünfte hat dank der Steuerermäßigung seine bisherige Kfz-Nutzungsweise beibehalten.

Das sagen unsere Kundinnen und Kunden

Befragungszeitraum: 22. Juni bis 28. Juni 2022; 1.109 Teilnehmer

Ein anderes Bild zeigt sich beim Blick auf die Urlaubspläne: Trotz gestiegener Preise sind es nur wenige, die bei der Erholung Abstriche machen wollen. Ein knappes Drittel will an seinen Plänen trotz hoher Preise festhalten. Rund ein Viertel hat früh genug gebucht, um von den Preissteigerungen nicht oder nur wenig betroffen zu sein. Ebenso viele hatten allerdings von vornherein für 2022 keine Urlaubsreise geplant.

Die hohen Energiepreise scheinen mit dem Ende der Heizperiode ein wenig ihren Schrecken verloren zu haben. In unserer März-Umfrage waren es nur 15 Prozent, die angaben, keine Maßnahmen zur Reduzierung ihres Energieverbrauchs ergriffen zu haben. Im Juni stieg dieser Wert auf 41 Prozent. Im Hinblick auf den nächsten Winter dürfte der Leidensdruck aber wieder zunehmen: So erwarten 92 Prozent unserer Kunden, dass die Energiepreise dann höher liegen werden als derzeit. Im Februar waren es noch 78 Prozent. Unseren Kunden geht es damit wohl so wie fast allen Deutschen: man will sich den Sommer nicht von der hohen Inflation ruinieren lassen, naiv ist man allerdings nicht.

Autor: Carsten Brzeski
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