Ihr Geld im Februar 2021

Was ändert sich? – Was gibt es Neues? – Wo können Sie sparen?

+++ Lockdown geht in Verlängerung – und wird verschärft +++ Finanzhilfen für Betriebe in der Corona-Krise +++ Neuerungen bei Einkäufen im Internet mit Kreditkarte +++

Lockdown geht in Verlängerung – und wird verschärft

Angesichts der nach wie vor hohen Corona-Infektionszahlen kommen auf die Menschen in Deutschland stärkere Einschränkungen zu. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder einigten sich darauf, die ursprünglich bis zum 31. Januar vereinbarten Lockdown-Regelungen bis voraussichtlich 14. Februar zu verlängern und zu verschärfen.

  • Pflicht zum Tragen von Medizinischen Masken in Geschäften, Bussen und Bahnen. Erlaubt sind nur noch OP-, KN95/N95- und FFP2-Masken. Herkömmliche Alltagsmasken sind nicht mehr ausreichend.
  • Arbeitgeber sollen mehr Homeoffice ermöglichen. Das Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wird eine entsprechende Verordnung erarbeiten.
  • Kitas und Schulen bleiben bis zum 14. Februar bundesweit geschlossen. Ausnahmen kann es geben.
  • Die Corona-Überbrückungshilfen für Unternehmen werden aufgestockt und Anforderungen werden gesenkt. 
  • Weiterhin ist bei bei privaten Treffen nur eine Person erlaubt, die nicht zum eigenen Haushalt gehört.
  • Für Kreise mit besonders vielen Infektionen, den sogenannten Hotspots, sollen die Länder den Bewegungsradius der Bürger auf 15 Kilometer um den Wohnort begrenzen. Ein triftiger Grund, sich weiter zu entfernen, wäre etwa die Fahrt zum Arbeitsplatz.

 

Finanzhilfen für Betriebe in der Corona-Krise

Damit Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler angesichts der Corona-Krise nicht in finanzielle Nöte geraten, hat die Regierung ihnen Unterstützung zugesagt. Seit Anfang Januar fließen erste Gelder der Dezemberhilfen. Dabei geht es um Abschlagszahlungen, ein Vorschuss auf spätere Zahlungen.

  • Für Unternehmen, die seit dem 2. November 2020 coronabedingt geschlossen sind, gibt es die außerordentliche Wirtschaftshilfe (November- bzw. Dezemberhilfe). Der Zuschuss beträgt bis zu 75% der Umsatzhöhe des Vorjahresmonats. Diese Hilfe zielt vor allem auf Gastronomiebetriebe, Hotels, Theater und Veranstaltungshäuser. Die Wirtschaftshilfen können bis zum 31. Januar 2021 beziehungsweise bis zum 31. März 2021 beantragt werden.
  • Daneben gibt es die sogenannte Überbrückungshilfe III. Sie richtet sich an die seit dem 16. Dezember deutschlandweit geschlossenen Unternehmen, aber auch an die Firmen, die November- bzw. Dezemberhilfe erhalten haben. Die Überbrückungshilfe III erfasst Fördermonate ab Januar 2021. Sie sieht Zuschüsse zu betrieblichen Fixkosten wie Mieten und Pachten vor. Weitere Infos gibt es hier.
  • Zur Überbrückungshilfe III zählt auch die sogenannte Neustarthilfe für Soloselbstständige – hier vor allem Künstler und Kulturschaffende. Sie erhalten von Januar an eine einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 5.000 Euro für den Zeitraum bis Ende Juni 2021 als Zuschuss. Die bisherige Erstattung von Fixkosten ergänzt der Bund um eine einmalige Betriebskostenpauschale (Neustarthilfe). Das ermöglicht es Soloselbstständigen mit hohen Umsatzeinbrüchen, die mit Blick auf die Überbrückungshilfe III sonst keine Fixkosten geltend machen können, einmalig 25% des Umsatzes des entsprechenden Vorkrisenzeitraums 2019 zu bekommen.

Neuerungen bei Einkäufen im Internet mit Kreditkarte

Wer online mit der Kreditkarte einkauft, benötigt künftig neben den Daten auf der Karte eine weitere Angabe, etwa eine Transaktionsnummer (TAN). Vom 15. Januar 2021 an sind Zahlungen ab 250 Euro mit der sogenannten Zwei-Faktor-Authentifizierung freizugeben, vom 15. Februar 2021 an greift sie ab 150 Euro und von Mitte März 2021 bei allen Bezahlvorgängen. Das soll die Sicherheit beim Onlineshopping erhöhen.

Zuschüsse für klimaschonende Sanierung

Für klimaschonende Investitionen in Gebäuden können Immobilienbesitzer, aber auch Mieter ab sofort staatliche Zuschüsse von bis zu 60.000 Euro pro Wohneinheit erhalten. Das geht aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) hervor. Für eine neue Gebäudehülle, Dachflächen, den Austausch von Türen und Fenstern oder raumlufttechnische Anlagen zahlt der Staat 20% der Aufwendungen, für eine neue Heizung oder Wärmepumpe sogar bis zu 45%. Die BEG ist ein Kernelement des Klimaschutzprogramms 2030. Anträge können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingereicht werden. Weitere Infos gibt es hier.

Countdown fürs Baukindergeld: Bis Ende März beantragen

Familien mit Kindern und kleinen oder mittleren Einkommen können noch bis Ende März das Baukindergeld als staatlichen Zuschuss erhalten. Der Bund will ihnen damit angesichts der hohen Immobilienpreise den Kauf der eigenen vier Wände erleichtern. Den ursprünglich bis Ende 2020 befristeten Zeitraum für das Baukindergeld hatte der Bundestag um drei Monate verlängert, da es in der Corona-Krise zu Verzögerungen bei Immobilienkäufen und Antragsbearbeitungen gekommen ist. Im Klartext heißt das: Ist der Kaufvertrag für eine selbstgenutzte Wohnung oder ein Einfamilienhaus bis Ende März unterschrieben, ist das Vorhaben grundsätzlich förderfähig. Pro Kind können Eltern 12.000 Euro erhalten, ausgezahlt in zehn jährlichen Raten zu je 1.200 Euro.

Voraussetzung: Das jährlich zu versteuernde Haushaltseinkommen mit einem Kind darf nicht über 90.000 Euro liegen, für jedes weitere Kind dürfen 15.000 Euro dazukommen. Weitere Infos gibt es bei der KfW.

Apple mit Software-Update für iPhones und iPads

Wer ein iPhone oder iPad besitzt, sollte unbedingt ein Software-Update durchführen. Grund sind nach Angaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mehrere Schwachstellen. Diese Sicherheitslücken könnten Betrüger ausnutzen, um vertrauliche Informationen auszuspähen. Nutzer, die noch keine Aktualisierung automatisch angeboten bekommen haben, sollten ihr Gerät

  • ans Ladegerät anschließen,
  • dann WLAN aktivieren,
  • auf „Einstellungen/Allgemein/Softwareupdate“ klicken
  • und auf „Laden und Installieren“ tippen.

Anschließend sollte eine sichere Version auf dem jeweiligen Gerät sein. Den BSI-Sicherheitshinweis können Sie hier nachlesen.

Podcast: EZB Bingo

Die Europäische Zentralbank fährt in der Corona-Krise auf Sicht und will sich ihre Flexibilität erhalten, bedeutende Weichenstellungen sind also in näherer Zukunft nicht zu erwarten. Carsten Brzeski schlägt daher für den Umgang mit den EZB-Pressekonferenzen eine Variante eines beliebten Gesellschaftsspiels vor. Im Gespräch mit Sebastian Franke geht es außerdem um die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten und um neue Besteuerungsregeln, die Unternehmen durch die Krise helfen sollen.
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Sichere Passwörter verwenden

Hunderttausende Beschäftigte sind in den zurückliegenden Monaten ins Homeoffice gewechselt und arbeiten vom heimischen PC aus. Das nutzen nach Angaben des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) in Potsdam Cyberkriminelle aus. Seit Ausbruch der Pandemie seien neue Angriffsmöglichkeiten entstanden, die vielen Unternehmen zu Recht Sorge bereiteten. Der laxe Umgang mit Passwörtern sei ein großer Risikofaktor, etwa auch bei Einkäufen im Internet. Daher der Appell: Längere und kompliziertere Passwörter verwenden. Wer will, kann kostenlos einen Online-Sicherheitscheck machen. Dafür die eigene Email-Adresse auf der HPI-Website eingeben und prüfen, ob die eigenen Identitätsdaten frei im Internet kursieren und missbraucht werden könnten.

Energiespartipp: Temperatur im Arbeitszimmer

Wer coronabedingt im Homeoffice arbeitet, verbraucht mehr Energie. Heizenergie können Sie sparen, wenn Sie die Raumtemperatur gezielt nach Bedarf einstellen und nachts sowie bei längeren Arbeitspausen im Arbeitszimmer reduzieren. Bei einem elektronischen Heizkörperthermostat ist das besonders komfortabel. Sie können es programmieren und die gewünschte Raumtemperatur nach den vorab eingestellten Uhrzeiten regeln. Regelmäßiges Lüften ist für ein angenehmes Raumklima ebenfalls wichtig. Türen zu weniger beheizten Zimmer sollten Sie, außer beim Lüften, schließen. Weitere Tipps zum Energiesparen bietet die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hier.

Befreiung oder Ermäßigung beim Rundfunkbeitrag

Wegen Corona bezieht manch einer Sozialleistungen wie etwa Grundsicherung oder Arbeitslosengeld II. Betroffene können sich vom Rundfunkbeitrag befreien lassen. Das ist auch für Ehepaare und eingetragene Lebensgemeinschaften möglich. Voraussetzung: einer der Partner erhält Sozialleistungen. Für Bafög-Empfänger und Bezieher der Berufsausbildungsbeihilfe besteht ebenfalls die Option, die Gebührenpflicht vorerst auf Eis zu legen. Dadurch ist eine Ersparnis von 210 Euro im Jahr möglich. Auf Antrag kann der Rundfunkbeitrag auch ermäßigt werden. Weitere Infos gibt es hier.

Autor: ING
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