Ihre Finanzen im Februar

Von Prämie über Pauschalen bis hin zum Corona Pass

Die neue Bundesregierung verlängert die Home-Office-Pauschale – jetzt können auch Vermieter davon Gebrauch machen. Wer sich über eine Prämie freuen kann und was Sie sonst noch im Blick haben sollten, erfahren Sie hier:

Förderung für Neubaustandard 55 läuft aus

Wer energieeffizient baut, kann bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen Zuschuss beantragen. Ab dem 1. Februar 2022 gibt es von der KfW für Bauherren allerdings kein günstiges Darlehen und keinen Zuschuss mehr für das sogenannte Effizienzhaus 55. Der Grund: Die Bundesförderung konzentriert sich künftig mehr auf die energetische Sanierung von Altbauten und noch effizientere Neubauten. Geht es um die Sanierung von Altbauten, ist eine Förderung für den Umbau nach Effizienzhausstandard 55 weiter möglich.

Diejenigen, die ab dem 1. Februar Förderung für einen energieeffizienten Neubau möchten, müssen höhere Standards erfüllen – nämlich die Effizienzhaus-Stufen 40 Plus oder 40.

Ausbildungsprämie (plus) für kleine und mittlere Betriebe

Kleine und mittlere Unternehmen, die ungeachtet der Pandemie weiter ausbilden oder sogar ihre Ausbildungsplätze erhöhen, können bei der Arbeitsagentur eine Prämie beantragen. Das gilt für Ausbildungen, die zwischen dem 1. Juni 2021 und dem 15. Februar 2022 beginnen.

Die Prämie liegt bei 4.000 Euro pro Ausbildungsvertrag oder 6.000 Euro pro Vertrag, wenn ein Betrieb zusätzliche Ausbildungsplätze schafft – das nennt sich Ausbildungsprämie plus. Das Unternehmen muss den Antrag spätestens drei Monate nach erfolgreichem Ende der Probezeit bei der Arbeitsagentur einreichen. Details finden sich bei der Bundesagentur für Arbeit.

Auch Vermieter können Homeoffice-Pauschale in Anspruch nehmen

Mit der Homeoffice-Pauschale können Beschäftigte maximal 120 Tage im Jahr pro Tag fünf Euro in ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen, insgesamt also maximal 600 Euro. Diese Regelung gilt auch für Vermieter. Voraussetzung hierfür ist:

Der Vermieter oder die Vermieterin übt die betriebliche oder berufliche Tätigkeit ausschließlich in der eigenen Wohnung aus und sucht keine außerhalb liegende Betätigungsstätte auf. Das ist beispielsweise bei einer Arbeitnehmerin der Fall, die in der Woche im Büro ihrer Arbeitgeberin tätig ist und sich am Samstag zu Hause um die Hausverwaltung für ihre Vermietungsobjekte kümmert. Für diesen Tag könnte die Frau die Homeoffice-Pauschale in Anspruch nehmen, wenn sie keine anderen Wege wie etwa zum Baumarkt für das Vermietungsobjekt zurücklegt. Die Homeoffice-Pauschale ist weder auf Wochentage beschränkt noch muss eine Vermieterin oder Vermieter den ganzen Tag arbeiten.

Kümmert sich die Vermieterin indes abends nach ihrer Angestelltentätigkeit um die Hausverwaltung, kann sie für den Tag die Homeoffice-Pauschale für die Vermietungstätigkeit nicht nutzen.

Gut zu wissen: Wichtige steuerliche Unterlagen nicht sofort entsorgen

Wichtige steuerliche Unterlagen dürfen Sie nicht sofort entsorgen. Nach Angaben des Bundes der Steuerzahler gilt häufig eine zehnjährige Aufbewahrungsfrist, die mit dem Ende des Kalenderjahres beginnt, in dem die letzte Eintragung in der Buchführung vorgenommen oder die Eröffnungsbilanz oder der Jahresabschluss aufgestellt wurde.

Konkret heißt das, dass Sie nunmehr Bücher, Inventare, Bilanzen, Rechnungen und Buchungsbelege, die vor dem 1. Januar 2012 aufgestellt wurden, vernichten können – falls die Steuerbescheide endgültig sind.

Für Geschäftsbriefe und sonstige Unterlagen wie etwa Lohnunterlagen liegt die Aufbewahrungsfrist bei sechs Jahren. Solche Unterlagen von vor dem 1. Januar 2016 können Sie ebenfalls durch den Reißwolf jagen, wenn die Steuerbescheide endgültig sind.

Impfnachweis ohne Booster nur noch neun Monate gültig

Ohne Booster verlieren EU-Impfzertifikate künftig neun Monate nach der Grundimmunisierung ihre Gültigkeit. Nach Angaben der EU-Kommission tritt diese Regelung am 1. Februar 2022 in Kraft. Auffrischungsimpfungen sollten spätestens sechs Monate nach der vollständigen Impfung erfolgen. Das Impfzertifikat soll aber drei weitere Monate seine Gültigkeit behalten und erst dann ablaufen. So bleibe genug Zeit, sich eine Auffrischungsimpfung zu holen.

Chart of the Week: Die preistreibende Kraft der Gedanken

Sie haben zum Jahreswechsel Hochkonjunktur, die meisten lesen sie und die wenigsten stehen dazu, ihnen Glauben zu schenken – Jahreshoroskope. Wer hat sich nicht schon einmal dabei ertappt, insbesondere auf die rosigen Vorhersagen fürs neue Jahr Hoffnung zu setzen? Tatsächlich können Vorhersagen insbesondere dann wahr werden, wenn man sein Verhalten am Glauben an die Bewahrheitung ausrichtet. Und das gilt nicht nur für die Neujahrsprophezeiungen, sondern auch für die Wirtschaft. Zum Chart of the Week.

Podcast: Die grüne Inflation

Frisch zurück aus der Winterpause und schon wieder für unser Publikum im Einsatz: Im Gespräch mit Sebastian Franke blickt Carsten Brzeski natürlich wieder auf den Themenkomplex Inflation. Aber auch um die Neubesetzung des Präsidentenpostens bei der Bundesbank geht es in Folge 137 unseres Podcasts. Wird im Hinblick auf die Positionierung zur EZB-Geldpolitik das Leben für Joachim Nagel ebenso schwer wie für seinen Vorgänger Jens Weidmann? Jetzt reinhören. 

Ihre Zustimmung ist bis Ende Februar 2022 gefragt:

Sicher haben Sie schon gelesen, dass wir bitte Ihre Zustimmung zu unseren neuen AGB brauchen. Am besten, Sie erledigen das direkt nach dem Log-In – geht ganz schnell, versprochen. Hier gibt es mehr Infos.

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