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StepStone Gehaltsreport 2021

Wo und in welcher Branche der Verdienst am höchsten ist

Wo arbeiten Deutschlands Spitzenverdiener? Und in welchen Berufen lässt sich wie viel Einkommen erzielen? Antworten auf solche Fragen liefert der große StepStone Gehaltsreport.

Der Verdienst ist oftmals Verhandlungssache. Wer sich orientieren und wissen will, welche Gehälter in Branchen, Berufsgruppen oder Regionen in Deutschland im Durchschnitt gezahlt werden: Im Gehaltsreport 2021 des Jobportals StepStone wird er fündig. Einen solchen Bericht hat StepStone nun das zehnte Jahr in Folge veröffentlicht.

Deutliches Plus für Führungskräfte

57.000 Euro brutto im Jahr - so hoch ist das durchschnittliche Jahresgehalt von Beschäftigten in Deutschland. Das fand StepStone bei der Analyse der Gehaltsdaten von 250.000 Arbeitnehmern heraus. Wer Führungskraft ist, kommt im Schnitt auf 66.100 Euro brutto im Jahr und damit auf rund 16 % mehr als der Durchschnitt.

Zum durchschnittlichen Bruttojahresgehalt zählen auch variable Anteile wie Boni, Provisionen und Prämien.

Die im Schnitt höchsten Jahresbruttogehälter erzielen:

  • Ärzte mit 89.500 Euro
  • Finanzexperten (etwa Vermögensberater oder Controller) mit 73.800 Euro
  • Juristen mit 68.600 Euro
  • (Unternehmens-)Berater mit 64.100 Euro
  • Banker mit 62.700 Euro

Ganz unten in diesem Ranking sind die Berufsgruppen Administration und Sekretariat mit 43.800 Euro, Handwerk und technische Berufe mit 44.700 Euro sowie Verkauf mit 45.100 Euro.

Übrigens: Wie hoch das Gehalt von Beschäftigten mit Personalverantwortung ist, hängt in hohem Maße von der Zahl der unterstellten Mitarbeiter ab. Mit bis zu vier unterstellten Mitarbeitern verdienen Führungskräfte im Schnitt 57.300 Euro. Diejenigen, die Verantwortung für mindestens 100 Mitarbeiter tragen, kommen auf ein Gehalt von im Schnitt 96.400 Euro.

So sieht der Verdienst in einzelnen Branchen aus

Wer sich die Gehälter gesamter Branchen anschaut, stellt fest, dass Deutschlands Schlüsselindustrien das Ranking anführen:

  • Banken (69.600 Euro)
  • Pharmaindustrie (69.400 Euro)
  • Fahrzeugbau und –zulieferer (68.500 Euro)
  • Chemie- und erdölverarbeitende Industrie (66.200 Euro)
  • Luft- und Raumfahrt (65.900 Euro)

Auf den untersten Plätzen rangieren die Bereiche Hotel, Gastronomie & Catering mit 40.100 Euro, das Handwerk mit 41.100 Euro sowie Personaldienstleistungen mit 47.400 Euro.

Ein Studium wirkt sich positiv auf die Gehaltshöhe aus

Wer studiert, startet in aller Regel später ins Berufsleben – erzielt aber ein deutliches höheres Einkommen als Beschäftigte ohne einen akademischen Abschluss:

  • Mit Studium: 65.900 Euro durchschnittliches Jahresbruttogehalt
  • Ohne Studium: 49.200 Euro durchschnittliches Jahresbruttogehalt

Unterschiede gibt es auch zwischen den einzelnen Abschlüssen: Frauen und Männer mit einem Masterabschluss erhalten im Schnitt über 7.000 Euro jährlich mehr als Bachelorabsolventen.

Mit welchen Studiengängen die höchsten Gehälter locken

Durchschnittliche Jahresbruttoeinkommen sowie die jährlichen Einstiegsgehälter im Schnitt:

  • Medizin und Zahnmedizin: 100.800 Euro (Einstiegsgehalt: 59.500 Euro)
  • Rechtswissenschaften: 78.000 Euro (Einstiegsgehalt: 52.300 Euro)
  • Wirtschaftsingenieurwissenschaften: 72.000 Euro (Einstiegsgehalt: 52.800 Euro)
  • Ingenieurwissenschaften: 71.000 Euro (Einstiegsgehalt: 50.800 Euro)
  • Wirtschaftsinformatik: 70.100 Euro (Einstiegsgehalt: 50.900 Euro)

Das Schlusslicht bei diesem Ranking bilden Akademiker des Studiengangs Design, die im Schnitt auf 49.200 Euro (Einstiegsgehalt: 40.500 Euro) kommen. An vorletzter Stelle stehen die Studiengänge Philosophie und Geisteswissenschaften mit 52.000 Euro (Einstiegsgehalt: 36.500 Euro).

Beim Gehalt kommt es auch auf Unternehmensgröße an

Ebenfalls eine Rolle bei der Höhe des Gehalts spielt die Unternehmensgröße. Konzerne etwa zahlen besser als Startups. Als Faustregel gilt: je größer ein Unternehmen, desto höher die Gehälter. Arbeitgeber mit maximal 50 Mitarbeitern zahlen laut StepStone Gehaltsreport 2021 ein Jahresgehalt von im Schnitt 48.000 Euro. Bei einem Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten können Arbeitnehmer mit knapp 20.000 Euro mehr Jahresgehalt kalkulieren.

Teils erhebliche regionale Gehaltsunterschiede

Im Gehaltsvergleich der Bundesländer steht – wie in den Vorjahren – Hessen an oberster Stelle. Beschäftigte erzielen dort ein Durchschnittsgehalt von 60.936 Euro. Auf den nächsten Rängen mit einem durchschnittlichen Einkommen oberhalb der 60.000-Euro-Marke folgen Baden-Württemberg mit 60.182 Euro und Bayern mit 60.013 Euro. Auf dem untersten Rang der 16 Bundesländer landet Brandenburg mit 47.008 Euro.

Die durchschnittlichen Bruttojahresgehälter in den Bundesländern im Überblick:

  1. Hessen 60.900 Euro
  2. Baden-Württemberg 60.200 Euro
  3. Bayern 60.000 Euro
  4. Hamburg 58.000 Euro
  5. Nordrhein-Westfalen 57.000 Euro
  6. Rheinland-Pfalz 54.200 Euro
  7. Bremen 54.200 Euro
  8. Saarland 54.000 Euro
  9. Berlin 53.400 Euro
  10. Niedersachsen 53.400 Euro
  11. Schleswig-Holstein 51.300 Euro
  12. Thüringen 49.000 Euro
  13. Sachsen 48.000 Euro
  14. Sachsen-Anhalt 48.000 Euro
  15. Mecklenburg-Vorpommern 47.400 Euro 
  16. Brandenburg 47.000 Euro

In diesen Städten arbeiten Deutschlands Spitzenverdiener

Im Städteranking hat – ebenfalls wie in den Vorjahren – die Stadt Frankfurt am Main die Nase vorn: In Hessens Metropole beträgt der Bruttojahresverdienst im Schnitt 66.500 Euro.

  • Frankfurt/Main 66.500 Euro
  • Stuttgart 66.200 Euro
  • München 65.200 Euro
  • Düsseldorf 61.500 Euro
  • Bonn 61.000 Euro

Ein attraktives Gehalt ist toll – aber es nicht alles

Keine Frage: Das Gehalt ist und bleibt ein entscheidender Faktor bei der Jobsuche. Klar ist aber auch: Geld ist nicht alles. Nur 15 % der Beschäftigten sind nach einer StepStone Studie vom Oktober 2020 bereit, für ein sehr attraktives Gehalt Abstriche bei der Unternehmenskultur zu akzeptieren – das ist nahezu der gleiche Wert wie bei einer Befragung aus dem Jahr 2017. Neben Geld sind Faktoren wie ein wertschätzendes Miteinander und flexible Arbeitszeiten wichtig.

Den StepStone Gehaltsreport 2021 gibt es auch im Detail

Angaben zur Studie: Analysiert wurden rund 250.000 Gehaltsdaten, die im Zeitraum Januar 2019 bis September 2020 erhoben wurden. Bei der Auswertung wurden nur die Angaben derjenigen berücksichtigt, die in Vollzeit arbeiten. Sämtliche Gehaltszahlen beziehen sich auf das Durchschnitts-Bruttojahresgehalt inklusive Boni, Provisionen, Prämien etc.

Autor: ING