Günstig Urlaub machen trotz Inflation

Wie und wo das möglich ist

Wegfahren und den Alltag hinter sich lassen: Das wünschen sich nach dem langen Corona-Winter die meisten. Doch die rekordverdächtigen Inflationsraten der vergangenen Wochen bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Reisebranche. Auch die Urlaubskosten steigen.

Alles ist zuletzt teurer geworden: Das bekommen Deutschlands Verbraucher*innen etwa beim Einkaufen, beim Tanken oder beim Blick auf Ihre Energieabrechnung zu spüren. Im April lagen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf Basis vorläufiger Daten die Verbraucherpreise um 7,4% über dem Wert des Vorjahresmonats. Schon im März war mit 7,3% die jährliche Teuerungsrate auf den höchsten Stand seit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten 1990 geklettert.

Energiepreise sind regelrecht explodiert

Besonders gestiegen sind nach den vorläufigen Daten der Statistiker die Preise für

  • Nahrungsmittel: Sie lagen im April um 8,5% über dem Vorjahresniveau, im März waren es noch 6,2%.
  • Haushaltsenergie und Kraftstoffe: Hierfür mussten die Menschen in Deutschland im April 35,3% mehr als im Vorjahresmonat ausgeben. Im März waren es sogar 39,5%.

Übeltäter Inflation – Reisebranche ächzt unter hohen Treibstoffkosten

Zurück zum Thema Urlaub 2022: Vor allem die stark gestiegenen Energiepreise machen der Reisebranche zu schaffen.

  • Verbraucherpreisindex Reise: Allein im März haben Reisende im Schnitt 11,5% mehr als im Vorjahresmonat für Urlaub ausgeben müssen, wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat.

Die Folge der hohen Energiepreise dürfte sein, dass die Flugpreise im Laufe des Jahres steigen. Die Lufthansa hat schon steigende Ticketpreise in Aussicht gestellt.

Auch die Preise für Mietwagen haben kräftig angezogen. Dies gilt dem Vergleichsportal billiger-mietwagen.de zufolge vor allem für beliebte Urlaubsregionen im Ausland. Für die Sommermonate Juli und August müssten Reisende mit Preisaufschlägen von fast 170% in Griechenland und von knapp 120% in Spanien rechnen.

Beim Urlaub sparen – so geht’s

Natürlich können Sie viel Geld sparen, wenn Sie Urlaub außerhalb der Hauptreisezeiten machen. Doch nicht jede oder jeder ist derart flexibel, zumal, wenn schulpflichtige Kinder mitreisen.

In solchen Fällen bietet es sich an, einen Pauschalurlaub zu buchen. Hier sind die Preise noch vergleichsweise stabil. Der Grund: Die meisten Reiseveranstalter haben die Verträge für Flüge und Hotels frühzeitig unter Dach und Fach gebracht. Die gestiegenen Treibstoffpreise gehen also zumeist nicht zu Lasten der Urlaubenden.

Wie Sie sonst noch sparen können

  • Früh buchen: Je früher Sie eine Reise buchen, desto besser. Erstens können Sie dann noch zwischen mehreren attraktiven Reisen wählen. Und zweitens locken viele Anbieter mit satten Frühbucher-Rabatten. Beim Reisekonzern TUI zum Beispiel lassen sich bis zu 39% vom regulären Reisepreis sparen.
  • „Blind Booking“: Beim Blind Booking haben Verbraucher*innen die Möglichkeit, ein echtes Schnäppchen zu machen, also eine Reise, die weit unter dem Normalpreis liegt. Erst nach der Buchung erfahren Sie das Ziel Ihrer Reise oder den Namen des Hotels. Anbieter von Blind Booking sind etwa die Fluglinien Lufthansa und Eurowings.

  • Wechselkurse nutzen: Viel Geld können Sie beim Urlaub 2022 sparen, wenn Sie in Reiseländer fahren, in denen die Währung im Vergleich zum Euro schwächer und der Wechselkurs günstig ist. So sind beispielsweise in der Türkei Übernachtungen und Essen um ein Drittel billiger als in Deutschland. Laut Statistischem Bundesamt ist auch in anderen potenziellen Reiseländern das Preisniveau niedriger als in Deutschland. Dazu zählen neben der Türkei etwa die Malediven, Mexiko und die Dominikanische Republik.

  • Last Minute: Ebenfalls beim Urlaub sparen lässt es sich, wenn Sie eine Last Minute-Reise buchen. Eine klare Definition von Last Minute-Reisen gibt es aber nicht, wie es beim Verbraucherportal Finanztip.de heißt: Einige Anbieter bezeichneten die Buchung fünf oder mehr Wochen im Voraus bereits als Last Minute. Und aufgepasst: Last Minute kann günstig sein, muss es aber nicht. Eine kurzfristige Buchung kann laut finanztip.de sogar richtig ins Geld gehen, vor allem in Ferienzeiten und bei beliebten Urlaubsregionen.

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