Privatkunden

Wie Sie Ihr Zuhause aufwerten können

Heim verschönern und Geld vermehren: Investitionen von Kunst bis Koi

„In Zeiten der Niedrigzinsen sind Sachwerte als Wertanlage besonders interessant”, sagt Niklas Walentowski, Mitglied der Geschäftsführung bei Walentowski Galerien. Dazu gehöre selbstverständlich auch Kunst. Der Vorteil: „Anders als bei anderen attraktiven Investments wie Oldtimern, Uhren, Schmuck oder Immobilien hat Kunst keinen Abnutzungsfaktor.” In erster Linie solle ein Kunstwerk aber immer gefallen und Freude bereiten, sagt der Kunsthändler. „Wenn sich dann auch noch die Wertigkeit entwickelt, ist Kunst definitiv das richtige Investment.“

Ist wertvolle Kunst nicht viel zu teuer?

Spektakuläre Käufe aus der Kunstwelt sorgen für Schlagzeilen. Solche Nachrichten seien der Grund dafür, warum viele Menschen den Kunstmarkt nicht greifen könnten, sagt Arne von Neubeck, Geschäftsführer und Gründer vonThe Global Fine Art. Kunst müsse aber nicht derartig teuer sein.

„Der Kauf von Kunst als Wertanlage beginnt tatsächlich schon bei wenigen hundert Euro”, erklärt von Neubeck. Käufe bis zu einem Preis von 5.000 US-Dollar seien auf dem Kunstmarkt eher die Regel als die Ausnahme. Walentowski betont ebenfalls: „Auch schon unter 1.000 Euro kann Kunst als Investment eine gute Wertperspektive bieten.“

  • Beispiel Otto Waalkes: Konkret lasse sich die Wertentwicklung von Künstlern gut am Beispiel von Komiker Otto Waalkes erläutern, sagt Walentowski. „Als wir die erste Ausstellung mit Kunst von Otto Waalkes im Jahr 2013 in Hamburg präsentierten, konnten Unikate schon ab 1.000 bis 10.000 erworben werden.” Und acht Jahre später? „Diese Unikate werden heute für 10.000 bis über 100.000 gehandelt.”

Wie erkennt man wertvolle Kunst?

Die Werthaltigkeit von Werken ergebe sich zwar aus der Bedeutsamkeit der Künstler, sagt von Neubeck. Hilfreich sei aber immer, wenn die Kunst dem Käufer auch gefalle. „Das sollte gerade beim Einstieg beachtet werden.”

Weitere Tipps des Experten:

  • Drucke in Massenauflage sind eher Poster und keine Kunstwerke im Sinne der Anlage. Limitierte und kleinere Auflagen von Drucken, Papierarbeiten oder Fotografien eignen sich aber gut als Einstieg.
  • Werke junger Künstler verdienen Unterstützung, sind aber deutlich risikoreicher. Dem steht jedoch eine deutlich höhere Ertragschance gegenüber, sollten sich die Künstler am Markt durchsetzen.

Lohnt es sich in Möbelstücke zu investieren?

Künstlerisch wertvoll und schön anzusehen sind aber nicht nur Gemälde, Zeichnungen oder Skulpturen, sondern auch Möbel. „Designermöbel sind grundsätzlich ein interessantes Asset, wenngleich für den Einstieg schwerer zu greifen und zu vergleichen als das Asset Kunst”, sagt von Neubeck. Die Bereicherung des eigenen Heims mit diesen Stücken könne bereits das Gefühl der emotionalen Rendite schaffen. „Im Sinne der Erhaltung müssen Designermöbel aber häufig in ein Lager überführt werden, weil sie einer deutlich stärkeren Abnutzung durch äußere Einflüsse unterliegen können.” Zu berücksichtigen sei auch der etwa mit Besichtigungen oder dem Versand verbundene höhere Aufwand.

Welche schönen Wertanlagen gibt es noch?

Was sich ebenfalls lohnen kann: 

Ein Blick in Großmutters Schrank

  • Es ist bekannt als weißes Gold: Porzellan. Nicht jedes alte Porzellan ist wertvoll, es muss einem gewissen Qualitätsstandard entsprechen. Die Marke des Porzellans beeinflusst den Wert maßgeblich. Zu den bekanntesten Anbietern wertvoller Stücke gehören die Porzellanmanufaktur Meissen sowie die Königliche Porzellan-Manufaktur (KPM Berlin). Beide entstanden bereits im 18. Jahrhundert, ihr Porzellan ist bei Sammlern weltweit begehrt.

Ein grüner Daumen

  • Pflanzen als Anlagemöglichkeit haben viele nicht im Blick. Dabei sind etwa beim Bonsai enorme Werte möglich. Ein Bonsai kann mittels Schnitt- und Pflegetechnik zum Kunstwerk geformt werden. Bonsais sind Teil der japanischen Gartenkunst, entstanden aus einer alten fernöstlichen Art der Gartenpraxis. Es gilt: Je älter und schöner der Miniaturbaum, desto wertvoller ist er. Interessierte sollten bedenken, dass Pflege und Gestaltung der Bäume Zeit und Geduld erfordern. Infos finden sich etwa bei Bonsaiempire, einen Händler-Überblick bietet Bonsaizone.

Die Pflege von Fischen

  • Neben den wertvollen Bonsai-Bäumchen gibt es noch eine weitere Geldanlage, die ihren Namen aus Japan hat: der Koi-Karpfen. Im Gartenteich sind die Fische nicht nur schön anzuschauen, sie werden auch als „schwimmende Edelsteine” bezeichnet. Ein Koi ist für unter 100 Euro zu haben und kann bei richtiger Pflege mehrere tausend Euro einbringen. Bewertet werden etwa die Körperform, die Farbqualität, die Schuppenqualität und die Farbverteilung sowie das Alter. Worauf es dabei ankommt, erklärt etwa Koi-Consult Robert Jungnischke auf seiner Internetseite.

Ob Kunstwerk oder ein teures neues besonderes Designer Möbelstück – mit den Krediten der ING kann man sich den Wunsch einfach, papierlos und schnell ermöglich. Ohne langes Sparen und Warten. Einfach jetzt machen. Mehr dazu auf unseren Kreditseiten

Autor: ING