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Steuer, Geld & Co – was wichtig ist und wo Sie sparen können. Nichts verpassen, gut informiert sein, los geht’s!

Familien erhalten erste Kinderbonus-Rate

Angesichts der Corona-Krise bekommen Familien mit Kindern einen Bonus. Einen Antrag hierfür müssen Eltern nicht stellen. Für jedes kindergeldberechtigte Kind überweist die zuständige Familienkasse insgesamt 300 Euro – unabhängig vom Einkommen der Eltern. Die erste Rate in Höhe von 200 Euro fließt im September, gemeinsam mit dem Kindergeld. Die restlichen 100 Euro werden im Oktober ausgezahlt. Die Behörden berücksichtigen den Kinderbonus bei Sozialleistungen wie dem Kinderzuschlag oder dem Wohngeld nicht als Einkommen. Beim Unterhaltsvorschuss wird das Extra ebenfalls nicht angerechnet. Weitere Infos sind beim Bundesfamilienministerium nachzulesen.

Entlastungen für pflegende Angehörige bis Monatsende

Wegen der Corona-Pandemie gibt es für Angehörige von pflegebedürftigen, körperlich und geistig behinderten Menschen verstärkt Entlastungen. Folgende Regeln gelten noch bis zum 30. September:

  • Ihr bisheriges Recht auf Auszeit von bis zu zehn Arbeitstagen, um im akuten Pflegefall die Pflege zu Hause zu organisieren, dürfen Angehörige auf bis zu 20 Tage ausdehnen.
  • Entsprechend können sie das Pflegeunterstützungsgeld als Ausgleich für das durch die Pflege-Organisation ausgefallene Einkommen an bis zu 20 Tagen in Anspruch nehmen.
  • Wer für einen Angehörigen einen stationären Kurzzeitpflegeplatz sucht, findet einen solchen auch in Rehabilitationseinrichtungen und Krankenhäusern.

Weitere Infos bietet die Verbraucherzentrale NRW auf ihrer Homepage.

Neue Betrugs-Masche: Auch virtuelle Assistenten können gefälscht sein

Auf vielen Websiten können Sie Fragen eingeben und ein virtueller Assistent antwortet Ihnen - also kein echter Mensch. Achtung: Wenn der virtuelle Assistent Sie bittet, persönliche Daten abzuliefern, könnte es sich um Betrügerei handeln. Das nennt sich Phishing. Ihre Passwörter und Zugangsdaten sind geheim, auch vor uns, Ihrer Bank. Weder unsere Mitarbeiter noch unsere virtuellen Assistenten fragen Sie jemals unaufgefordert nach Ihren Zugangsdaten fürs Telefon- und Internetbanking oder TANs.

So ein Betrugsfall kann konkret folgendermaßen aussehen: Sie werden von Ihrer Bank per E-Mail oder per Textnachricht gebeten, aus Sicherheitsgründen persönliche Angaben (z.B. Ihre Mobile TAN) zu aktualisieren. Zur Aktualisierung gelangen Sie über einen Link im Text. Falls Sie nicht innerhalb von 24 Stunden reagieren, wird Ihr Konto wird gesperrt. Da Ihnen das nicht geheuer erscheint, fragen Sie beim virtuellen Assistenten nach, ob das korrekt ist. Dieser bestätigt die Richtigkeit der Nachricht und fordert ebenfalls Ihre Daten ein. Das ist Phishing. Ein ganz typisches Element ist hier auch der knappe Zeitrahmen von 24  Stunden, mit dem die Kriminellen Handlungsdruck erzeugen wollen. Da inzwischen solche Tricks schnell erkannt werden, müssen diese sich beeilen, um Ihre Daten abzugreifen. Seien Sie vorsichtig.

Vereinfachter Zugang zur Grundsicherung

Zu Beginn der Corona-Pandemie im März hatte der Gesetzgeber den Weg für einen vereinfachten Zugang zur Grundsicherung, auch bekannt als Hartz IV oder Arbeitslosengeld II, frei gemacht. Diese Regelung gilt noch bis Ende September. Wer Leistungen der Grundsicherung beantragt, muss erklären, über kein erhebliches Vermögen zu verfügen. Eine Vermögensprüfung entfällt. Nach Angaben der DGB Rechtsschutz GmbH ist Vermögen dann erheblich, „wenn es in der Summe 60.000 Euro für das erste zu berücksichtigende Haushaltsmitglied sowie jeweils 30.000 Euro für jedes weitere zu berücksichtigende Haushaltsmitglied übersteigt.“

Satte Rabatte bei Neuwagen

Sie erwägen, sich einen Neuwagen zuzulegen? Dann entscheiden Sie sich schnell – denn bei einigen Autofirmen sparen Sie die komplette Mehrwertsteuer von aktuell 16 Prozent. Dieses Angebot unterbreiten viele Hersteller bis zum 30. September.

Alten Reisegutschein umtauschen

Wer während der Corona-Krise einen Gutschein für eine ausgefallene Reise bekommen hat, sollte diesen in einen neuen, gegen eine Insolvenz abgesicherten Gutschein eintauschen. Das empfiehlt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Zum Hintergrund: Die Bundesregierung hatte Anfang Juli beschlossen, Reisegutscheine gegen eine Pleite des Veranstalters abzusichern. Muss der Anbieter etwa coronabedingt Insolvenz anmelden und kann nur einen Teil des Gutscheinwertes dem Kunden erstatten, zahlt der Staat den Restbetrag. Allerdings haben Veranstalter schon zu Beginn der Pandemie damit begonnen, Kunden Gutscheine für gestrichene Reisen zu geben – also noch vor der Neuregelung. Daher sollten Kunden jetzt den alten Gutschein umtauschen und sich so gegen Pleiten wappnen, raten die Verbraucherschützer. Ihre Hinweise:

  • Gebühren dürfen Veranstalter für das Anpassen oder Umtauschen des Gutscheins nicht verlangen.
  • Zudem muss auf dem Gutschein ein Vermerk stehen, dass er wegen der Pandemie ausgestellt wurde. Er gilt dann bis 31. Dezember 2021. Wurde er bis zu diesem Zeitpunkt nicht eingelöst, können betroffene Pauschalurlauber darauf pochen, dass sie ihre Vorauszahlungen unverzüglich erstattet bekommen.

Achtung, Shoulder-Surfer!

Aufgepasst an Geldautomaten: Immer wieder erschleichen sich Kriminelle mit Tricks Geldkarten und Geheimzahlen. Der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zufolge häufen sich bundesweit solche Fälle. Dabei schauen die Betrüger zunächst ihrem Opfer bei der Eingabe ihrer PIN über die Schulter (daher der Begriff “shoulder surfing”) und nutzen die ausgespähte Geheimzahl später, um Geld vom Konto des Ausgespähten abzuheben. So können Sie sich am Geldautomaten schützen:

  • Seien Sie aufmerksam bei der PIN-Eingabe und sorgen Sie dafür, dass Sie niemand beobachtet. Achten Sie auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu anderen Menschen. Lassen Sie sich nicht von aufdringlichen Personen oder vermeintlich Hilfesuchenden ablenken.
  • Wenn Sie sich unbehaglich fühlen, dann brechen sie besser Ihre Transaktion am Geldautomaten ab. Behalten Sie dabei unbedingt Ihre Karte im Blick.
  • Bei der PIN-Eingabe decken Sie am besten das Tastaturfeld des Geldautomaten mit Ihrer freien Hand oder etwa mit Ihrer Geldbörse ab. So geben Sie Betrügern keine Chance, an Ihre PIN-Nummer zu kommen. Weitere Tipps gibt es auf der Homepage der Verbraucherzentrale.

Podcast: Sustainable Finance – was soll das sein?

Eine Bank baut keine Autos, hantiert nicht mit giftigen Chemikalien und verbraucht eigentlich nur etwas Strom für ihre Rechenzentren. Warum sollte Nachhaltigkeit also ein großes Thema im Finanzsektor sein? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, hat sich Carsten Brzeski drei Gäste eingeladen, die bei der ING in Deutschland mit unterschiedlichen Schwerpunkten am Thema „Sustainability“ arbeiten. Claudia Beck, Tatjana Gravenstein und Marco Schoneveld erklären, wie wir als Bank an der klimafreundlichen Umgestaltung der Wirtschaft mitwirken – und gestehen ihre ganz persönlichen Nachhaltigkeitssünden. Hier gehts zum Podcast!

Chart of the Month: Die Deutschen mögen keine Schulden

Der Bundeshaushalt hat sich vorerst von ihr verabschiedet, aber bei den eigenen Finanzen gilt die „schwarze Null“ den Deutschen weiterhin als erstrebenswert: Grundsätzlich sehen sie das Schuldenmachen skeptisch. Aber vielen Verbrauchern ist gar nicht klar, dass es sich bei der einen oder anderen Bezahlform überhaupt um Schulden handelt. Zur Analyse von unserem Chefvolkswirt Carsten Brzeski

Blick in die Finanzmärkte

Carsten Brzeski berichtet im Rahmen seiner monatlichen YouTube-Beiträge unter dem Motto „Neues über die Märkte, Neues aus der Wirtschaft“ über aktuelle volkswirtschaftliche Ereignisse und Entwicklungen, Entscheidungen der EZB sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten. Neben dem Konjunkturausblick geht es in der aktuellen Folge um die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes und den Strategiewechsel der US-Notenbank.

Autor: ING