Smart Home – das steckt hinter dem Trend

Vernetztes Zuhause = Komfort im Alltag

Immer mehr Menschen tun es: Sie vernetzen ihre Haushaltsgeräte und ihre Haustechnik miteinander – und machen so aus ihrem Zuhause ein Smart Home. So können sie von unterwegs via Smartphone oder Tablet zum Beispiel daheim die Heizung aufdrehen, das Licht einschalten oder den Geschirrspüler starten.

  • Smart Home: Übersetzt heißt das so viel wie „intelligentes Zuhause“. Technische Lösungen sollen nicht nur den Komfort steigern – es einem also zum Beispiel ermöglichen, auch im tiefsten Winter nach der Arbeit in ein wohlig-warmes Heim zu kommen – sondern auch für mehr Energieeffizienz und Sicherheit sorgen.

Den Trend zum schlauen Zuhause lässt sich auch in Zahlen messen: 41% der mindestens 16 Jahre alten Bundesbürger*innen hatten 2021 vernetzte Geräte daheim – 4% mehr als im Jahr zuvor und 10% mehr als 2019. Das ergab eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.269 Personen.

Smart-Home-Systeme lassen sich unkompliziert installieren und erweitern

„Das Zuhause der Zukunft ist smart“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Die meisten Smart-Home-Systeme ließen sich unkompliziert zu Hause einsetzen, installieren und beliebig erweitern. Zudem werden die Geräte der verschiedenen Hersteller Rohleder zufolge zunehmend kompatibel, so dass sie sich miteinander vernetzen oder über eine gemeinsame Plattform steuern lassen.

Welche Smart-Home-Anwendungen im Trend liegen

Die Bitkom-Befragung zeigt auch auf, welche Smart-Home-Anwendungen besonders beliebt sind:

  • Lampen und Leuchten: Die meistgenutzte Smart-Home-Anwendung – 29% der Bundesbürger*innen hatten sie 2021 bereits, im Jahr 2020 waren es erst 21%. Damit lassen sich eine oder mehrere Lampen auch aus der Ferne ein- oder ausschalten beziehungsweise dimmen.
  • Videoüberwachung: Mit einer smarten Kamera, die alles aufzeichnet, haben Sie Ihr Zuhause von innen wie von außen immer im Blick. Sie können von überall via Internet auf Ihr Haus-Netzwerk zugreifen und checken, ob alles in Ordnung ist. 23% der Bundesbürger*innen nutzten 2021 bereits ein solches System (2020: 16%).
  • Alarmanlage: Bei Ihnen steigen Einbrecher ein, aber Sie sind gerade unterwegs? Mit einer intelligenten Alarmanlage können Sie sich sofort per Smartphone benachrichtigen lassen. Darauf verließen sich 2021 schon 21% der Bundesbürger*innen (2020: 18%).
  • Rollläden oder Markisen: Ideal für alle, die von unterwegs online die Rollläden an den Fenstern oder die Markise an der Terrasse hinauf- oder herunterziehen wollen – so entsteht für potenzielle Langfinger erst gar nicht der Eindruck, dass niemand zu Hause ist. 13% der Bundesbürger*innen nutzten sie 2021 (2020: 11%).
  • Heizkörper und Thermostate: Sie können die Temperatur in der Wohnung optimal anpassen – etwa abhängig davon, ob gerade das Fenster zum Lüften geöffnet ist oder wie viele Personen im Raum anwesend sind. 17% der Bundesbürger*innen hatten sie 2021 bereits installiert (2020: 15%).
  • Roboter: Ob zum Staubsaugen oder zum Rasenmähen – für beides gibt es Roboter, die diese Aufgaben weitgehend selbstständig erledigen. Für Rasenmäher-Roboter hatten sich 2021 16% der Bundesbürger*innen entschieden (2020: 8%), für Staubsauger-Roboter 13% (2020: 9%).

Worauf bei der Auswahl des Smart-Home-Systems achten?

Es gibt offene und geschlossene Systeme. Offene Systeme punkten damit, dass Sie Smart-Home-Lösungen von verschiedenen Anbietern miteinander kombinieren können. Bei geschlossenen Systemen können dagegen nur Geräte des jeweiligen Systemanbieters genutzt werden. Verbraucherschützer*innen raten daher, ein offenes System zu nutzen – denn wenn es von einem Anbieter keine technische Lösung für eine bestimmte Aufgabe gibt, kann nicht auf die Technik eines anderen Herstellers zurückgegriffen werden.

Smart Home – was kostet das?

Die Kosten für Smart-Home-Systeme sind unterschiedlich. Ausschlaggebend ist, welche Vernetzungstechnik Sie wählen und wie viele Endgeräte Sie einbinden wollen. Wer sich für vernetzte Technik auf Basis von Funkstandards entscheidet, muss Verbraucherschützern zufolge für Einstiegsangebote mehrere hundert Euro zahlen. Teurer sind kabelbasierte Systeme, die laut Verbraucherschutz mehrere tausend Euro kosten.

  • Übrigens: 65% der Smart-Home-Nutzerinnen und Nutzer sprechen laut Bitkom mit ihrem Zuhause – entweder per stationärem Sprachassistent wie Google Home oder Amazon Echo oder per Sprachassistent auf dem Smartphone, dem Tablet oder der Smartwatch.

Wieviel Energie können Sie im Smart Home sparen?

Mit Smart-Home-Anwendungen lässt sich zwischen 9% Heizenergie in der Wohnung und 14% im Haus einsparen. Das ergab eine im Mai 2020 veröffentlichte Studie des Öko-Instituts im Auftrag der Verbraucherzentrale NRW. Diesem Einsparpotenzial stehe jedoch ein höherer Stromverbrauch für die intelligenten und vernetzten Geräte gegenüber, der je nach Komfort, Sicherheitsausstattung und Wohnungstyp zwischen 3% und 19% Prozent liege.

  • Tipp: Idealerweise informieren Sie sich schon vor dem Kauf, wie viel Energie sich mit bestimmten Geräten in Ihrem Haushalt einsparen lässt. Das Öko-Institut empfiehlt, sich individuell ein Rechen- und Entscheidungstool zu erstellen. Dort tragen Sie Ihre Eckdaten ein und ermitteln so mögliche Einsparpotenziale bei der Heizenergie sowie den höheren Stromverbrauch der smarten Geräte. Wenn Sie beide Werte gegenüberstellen, können Sie sehen, ob sich die geplante Smart-Home-Anwendung wirklich lohnt.

So wird Ihr Smart Home sicher

Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) können alle internetfähigen Geräte potentiell Ziele für Cyberkriminelle sein. So können Sie sich schützen:

  • Achten Sie darauf, dass Geräte und dazugehörige Apps immer auf dem neuesten Stand sind. Installieren Sie verfügbare Updates immer zeitnah.
  • Wählen Sie ein starkes Passwort, das aus Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen besteht.
  • Router-Netzwerke für PC und Smart Home sollten getrennt sein. So können Cyberkriminelle nicht automatisch auf den Computer zugreifen, wenn sie den Zugang zum Smart-Home-System oder -Gerät gehackt haben und umgekehrt.

Und: „Gerade bei Smart-Home-Geräten sollte man nicht unten in die Ramschkiste greifen, sondern auf nach internationalen Standards zertifizierte Produkte achten“, empfiehlt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Rohleder. Sie machten Smart-Home-Anwendungen gegen Angriffe von außen „ausgesprochen sicher“.

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