Weihnachten im Corona-Jahr 2020

Die Deutschen bleiben beim Schenken großzügig

Weihnachten, Silvester und Neujahr nahen. Doch in diesem Jahr ist vieles anders. Für die Deutschen kein Grund an den Ausgaben für die Feiertage zu sparen, zeigt eine ING-Umfrage. Und: Trotz Pandemie kann es daheim richtig gemütlich sein.

Rund um Weihnachten rücken alle zusammen. Alle Jahre wieder leben alte Traditionen und Bräuche auf: Gemeinsames Adventssingen, Punsch trinken auf dem rappelvollen Weihnachtsmarkt und ausschweifende Dinner im großen Kreis. In diesem Jahr wird daraus nichts. Wegen Corona.

ING-Umfrage: Mehrheit der Deutschen spart bei den Feierlichkeiten nicht

Beisammen sein an den Festtagen in kleinerem Kreis lautet in diesem Jahr daher die Devise. Bei den Feierlichkeiten sparen will die Mehrheit der Deutschen aber trotz Corona offenbar nicht. Nach einer repräsentativen Umfrage der ING plant mit 58% die Mehrheit der Deutschen, genauso viel oder sogar mehr Geld für das Weihnachts- und Neujahrsfest auszugeben als in früheren Jahren.

  • Ähnlich wie die Deutschen handhaben es der Umfrage zufolge die Niederländer: Nur 32% von ihnen wollen in diesem Jahr weniger in die Feierlichkeiten zum Jahresende investieren.
  • Sparsam im Vergleich dazu sind die Spanier und Rumänen: Hier hat die Mehrheit (jeweils 60%) im Visier, die Ausgaben für Weihnachten und Neujahr runterzuschrauben.

Wer bei den Kosten einen Blick speziell auf die Ausgaben für Geschenke wirft, liest, dass die Deutschen großzügige Schenker bleiben. Die Mehrheit plant laut der Umfrage, mindestens genauso viel Geld für Präsente auszugeben – für die Kinder 60% der Befragten, für Partner, Partnerin oder engere Familienangehörige 66%.

Geld und Gutscheine sind die beliebtesten Geschenke

Aber was verschenken die Menschen in diesem Jahr? Das Ranking der Präsente sieht so aus:

  • Geld (30% der Befragten)
  • Gutscheine (30%)
  • Kleidung (18%)
  • Bücher (16%)
  • Selbstgemachtes (15%)

Fast die Hälfte der Deutschen (47%) wird wegen Corona in diesem Jahr mehr online Geschenke kaufen als in Geschäften.

Weitere Ergebnisse der Umfrage:

  • 70% der Befragten wollen die Kosten für die Feierlichkeiten von ihrem laufenden Einkommen bestreiten,
  • 14% von ihren allgemeinen Ersparnissen,
  • 12% von dem Geld, das sie speziell für die Feiertage zurückgelegt haben und
  • 10% zahlen mit ihrer Kreditkarte.

Schnäppchenjagd nicht für alle relevant

In Sachen Schnäppchen ist Deutschland gespalten. Mehr als jeder dritte Deutsche (38%) gibt an, dass er in Sachen Weihnachtsgeschenken nach Angeboten Ausschau halten wird. Jeder vierte Teilnehmer (27%) antwortet indes aber auch, dass Schnäppchen-Jagd zu Weihnachten für sie uninteressant ist.

Was ein bisschen traurig stimmt: Fast die Hälfte der Deutschen (47%) gibt an, weniger Weihnachten zu feiern als sonst – weil sie Abstand halten möchten. 41% glauben, dass sie wegen Covid-19 weniger Freude haben werden in diesem Jahr. Doch auch in Zeiten von Corona gibt es Wege, eine anheimelnde Weihnachtszeit zu erleben.

So wird’s zuhause richtig weihnachtlich-gemütlich

Die Berliner Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Katharina Schiersch rät Familien, sich in den Wochen vor Weihnachten umso mehr Zeit für gemeinsame Basteln oder Backen in kleinem Kreis zu nehmen. „Auch Marzipan, Bonbons und geröstete Mandeln lassen sich einfach zu Hause herstellen“, sagt Schiersch.

Sie vermissen das typische Weihnachtsmarkt-Essen? Dann bereiten Sie doch heiße Champignons, Crêpes und Punsch in Ihrer Küche zu, rät Melanie Gräßer, Psychologische Psychotherapeutin in Lippstadt. Die kulinarischen Köstlichkeiten können dann etwa an selbstgebauten „Marktständen“ verzehrt werden. Ein weiterer Tipp von Gräßer: Ein Spiel in der Weihnachtszeit, die Home-Rallye.

Den Christbaum liebevoll dekorieren

Weihnachtszeit – viele stellen dann auch einen Christbaum etwa ins Wohnzimmer. Und welche Deko ist in diesem Jahr angesagt? Klassisches Rot und Grün? Oder eher Glitzer und Opulenz? „Beides“, sagt Gabriela Kaiser, Trendscout und –analystin aus dem bayerischen Landsberg am Lech. Sie glaubt: Viele entscheiden sich auch in diesem Jahr wieder für klassische Farben wie Rot, Grün und Gold. „Das gibt uns in unruhigen Zeiten wie jetzt Sicherheit. Da steckt ganz viel Familie, Tradition und Geborgenheit drin.“

Preise für Christbäume bleiben konstant

Übrigens: Die Preise für Christbäume sind hierzulande, wie auch schon in den vergangenen Jahren, weitgehend konstant. Der Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger in Deutschland nennt einen Laufmeterpreis für

  • Nordmanntannen von 20 bis 27 Euro
  • Blautannen von 12 bis 16 Euro
  • Fichten von 9 bis 12 Euro

Der Verband rechnet damit, dass weniger Familien über Weihnachten verreisen und mehr zu Hause mit einem eigenen Baum feiern wollen. Die beruhigende Nachricht: Es gibt genügend Christbäume für alle. Tipps rund um den Weihnachtsbaum gibt es hier

Autor: ING
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