Flexibel, eigenverantwortlich und mobil: Die erste agile Bank Deutschlands

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ING in Deutschland können selbst entscheiden, von wo aus sie arbeiten – mobil oder im Büro. Als eines der ersten großen Unternehmen in Deutschland haben wir in einer Vereinbarung mit dem Gesamtbetriebsrat festgelegt, dass mobiles Arbeiten künftig im Rahmen der betrieblichen, gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen möglich ist.

Größtmögliche Flexibilität

Wir stellen mit dieser Gesamtbetriebsvereinbarung die Weichen für das Arbeiten der Zukunft und bieten als Arbeitgeber größtmögliche Flexibilität.

Mit diesem wegweisenden Modell setzen wir konsequent den Weg der Flexibilisierung und Eigenverantwortung fort, den wir mit der im Sommer 2019 abgeschlossenen Einnahme der agilen Arbeitsweise in der gesamten Organisation bereits eingeschlagen hatten. Wir sind damit die erste Bank in Deutschland, die die gesamte Organisationsform konsequent auf agiles Arbeiten ausgerichtet hat. Die ersten Einheiten der Bank arbeiten bereits seit August 2018 agil.

Wir gestalten Banking in einer dynamischen Welt

Warum machen wir das alles? Warum setzen wir so stark auf Agilität und lassen unsere Teams eigenverantwortlich und vom Arbeitsplatz ihrer Wahl arbeiten? Die Corona-Pandemie war dabei nur ein Beschleuniger. Sie hat unmittelbar und in einer zuvor nicht vorstellbaren Geschwindigkeit erhebliche Anpassungen an Arbeitsweisen und Arbeitsorte verlangt. Letztlich aber hat sie damit nur eine Entwicklung beschleunigt, die ohnehin im Gange war, und die es als moderne Bank aktiv zu gestalten gilt.

So hat die fortschreitende Digitalisierung auch schon vor Corona das Leben der Menschen nachhaltig verändert. Dienstleistungen und Produkte sind 24 Stunden am Tag verfügbar. Märkte und Geschäftsmodelle verändern sich so schnell wie nie zuvor, Innovationszyklen werden immer kürzer. Unternehmen und ihre Kunden begegnen sich in dieser durch Plattformen und Austausch geprägten Ökonomie als Partner auf Augenhöhe.

 

So bunt, vielfältig und dynamisch die gesellschaftliche Realität ist, muss daher auch die Arbeits- und Unternehmenswelt organisiert sein.

 

Banken bilden da keine Ausnahme. Bei der ING sind wir davon überzeugt, dass es eines grundlegenden Wandels der Organisationsstruktur und der sie tragenden Unternehmenskultur bedarf, um als Anbieter von Finanzdienstleistungen auch künftig erfolgreich zu sein. Banken müssen vor allem in der Lage sein, die sich dynamisch verändernden Wünschen der Kundinnen und Kunden schnell zu identifizieren, in unternehmerisches Handeln umzusetzen und dann in Form von passgenauen Produkten und Dienstleistungen innerhalb kürzester Zeit zurückzugeben. Erfolgsentscheidend sind vor allem ein deutlich zügigerer Time-to-Market und Time-to-Volume. Dieser grundlegende Wandel gelingt nur mit Agilität.

Was versteht man unter Agilität?

Bei Agilität handelt es sich weder um eine Strategie noch um ein Projekt. Agilität ist vielmehr eine Denkweise und Mentalität aus der Software-Welt, um Entwicklungen und Prozesse flexibler zu gestalten. Die Nähe zur Digitalisierung kommt nicht von ungefähr: Agilität ist die Antwort der Unternehmenskultur auf den digitalen Wandel. Die Zahl der Hierarchiestufen reduziert sich, interdisziplinäre Teamkonstellationen treten an die Stelle von Silos.   

Agiles Arbeiten bei der ING

Als Leitfaden für die Umsetzung dient uns der ING-eigene „One Agile Way of Working“ (OAWOW). Der OAWOW basiert auf getesteten agilen Arbeitsmethoden und ist durch Best Practices und Learnings verschiedener ING Units und anderer Unternehmen inspiriert. Er basiert auf den Prinzipien „Eigenverantwortlichkeit der Mitarbeiter*innen“, „Einbeziehung der Kund*innen“ und „Einheitliches Organisationsdesign und einheitliche Arbeitsweisen“ und wird global angewendet.

Die erste agile Bank

Während der OAWOW eher die organisatorisch-strukturelle Ebene des agilen Wandels abdeckt, definiert der „Orange Code“ die wichtigsten Verhaltensweisen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb der ING Group. Essenziell ist eine offene Fehlerkultur, eine Mentalität, sich gegenseitig dabei zu helfen, erfolgreich zu sein und Initiative zu entwickeln.

Agile Arbeitstechniken wie Scrum, Kanban und PACE geben dieser Philosophie des agilen Arbeitens den methodischen Rahmen. 

One Agile Way of Working

In „Squads“, „Tribes“, “Expertise Teams” oder “Customer Loyalty Teams” entwickeln die Mitarbeiter umsetzungsreife Ideen. Dort priorisieren die Mitglieder gemeinsam die Projekte, legen die Teilziele fest und verteilen die Aufgaben. Fortschritte, Hindernisse und Erfolge teilen alle Teammitglieder in einem so genannten „Daily Stand-up“ mit dem Team.

Der engmaschige Austausch erlaubt von Anfang an das frühzeitige Identifizieren der vielversprechendsten Vorhaben und Vorgehensweisen. Zugleich wird die End-to-end-Verantwortung jedes Einzelnen gestärkt, die Mitarbeiter bekommen einen direkteren Bezug zu ihrer Tätigkeit und deren Ergebnissen und erkennen ihren Beitrag zum Erfolg unserer Bank. 

Unsere Ziele als erste agile Bank Deutschlands

  • Mehr für Kund*innen

    Produkte und Services an sich rasch ändernde Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden anpassen

  • Schnelligkeit und Effizienz

    Produkte und Services schneller am Markt anbieten, Wertsteigerung erzielen und kontinuierlich verbessern

  • Zusammen stärker werden

    Mehr Selbstbestimmung, höhere Eigenverantwortung und wachsendes Engagement

Agile Bank: Erfahrungsberichte und Einblicke

Erfahrungsbericht Patricia

Fünf Buchstaben, die Veränderungen bedeuten: OAWOW. Patricia hat es erlebt. Sie arbeitet erfolgreich agil. In Amsterdam hilft sie als Agile Coach bei der ING allen, die noch Fragen haben. Warum das ihr Traumjob ist, erklärt sie im Interview

Erfahrungsbericht Anna

Wer als agile Greenhorn noch Fragen hat, kann sich an die Agile Coaches wenden. Anna ist eine von ihnen. Wir haben sie auf dem Weg in die Agilität begleitet und ganz persönliche Einblicke in ihre Trainings bekommen. Sieh’ selbst!