Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser

Damit bleibt Ihr Banking sicher und unsere Internetseite wird auch in Zukunft optimal dargestellt.

Mehr Informationen
Bitte installieren und nutzen Sie den aktuellen Chrome Browser

Damit bleibt Ihr Banking sicher und unsere Internetseite wird auch in Zukunft optimal dargestellt.

Mehr Informationen

Chart of the Week | 14.06.2018

Die Roboter sind schon da

 

Diese Woche findet mit der CEBIT in Hannover wieder eine der wichtigsten Messen für Informationstechnik statt. Ob künstliche Intelligenz, Drohnen, fliegende Taxis oder der digitale Workspace – seit Montag können wieder neueste Entwicklungen und Trends im Digitalisierungsbereich bestaunt werden. Und die schreiten schnell und unablässig voran. 

 

Denn die nächste industrielle Revolution ist schon in vollem Gang und verändert zusammen mit den Folgen der Globalisierung unser tägliches Leben und unsere Arbeitsplätze. Wer vor Jahrzehnten eine Banklehre begann, in der Hoffnung auf eine sichere Arbeitszukunft, sieht sich heute einer anderen Realität ausgesetzt. Wer Rechtsanwalt wurde, hatte einen krisensicheren Job, bis Algorithmen Millionen von Dokumenten schneller und effizienter sichten konnten. Gleichzeitig hätten vor zehn Jahren Jugendliche, die Drohnenflieger oder App-Entwickler als Traumjob angegeben haben, nur ungläubige Blicke geerntet.

 

Wo die Reise für den gesamten Arbeitsmarkt hingehen wird, kann noch niemand guten Gewissens sagen. Ökonomen streiten sich über Methoden, Annahmen und Ergebnisse. Gerade mit Blick auf den Arbeitsmarkt, der innerhalb von zehn Jahren mit 3,9 Millionen mehr Erwerbstätigen aktuell einen einzigartigen Boom erlebt, sieht jede Studie über mögliche Arbeitsplatzverluste wie Schwarzmalerei aus.

 

Beschäftigungswachstum und Automatisierungswahrscheinlichkeit in Deutschland

Quelle: ING-DiBa Economic & Financial Analysis, Die Roboter kommen (doch nicht?), Juni 2018

Doch unser Chart der Woche zeigt, dass schon jetzt Roboter und Digitalisierung ihre Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen. Je höher die Automatisierungsmöglichkeit eines Arbeitsplatzes ausfällt, desto schwächer hat sich das Beschäftigungswachstum innerhalb der vergangenen vier Jahre entwickelt. Hinzu kommt, dass in der gleichen Periode hoch- und niedrigqualifizierte Jobs starke Beschäftigungszuwächse sahen. Während „Akademische Berufe“ bei einer Automatisierungswahrscheinlichkeit von 12% um 11% zugenommen haben und „Hilfsarbeitskräfte“ trotz einer Automatisierungswahrscheinlichkeit von 85% einen Stellenzuwachs von 7% verzeichnen konnten, ist die Anzahl der Mitarbeiter, welche in die Kategorie „Bürokräfte und verwandte Berufe“ fallen und eine Automatisierungswahrscheinlichkeit von 86% aufweisen, zwischen 2013 und 2017 nur um 2% gestiegen. Ein Indiz, dass Automatisierung und Digitalisierung die Schere auf dem Arbeitsmarkt weiter öffnen und die Mittelschicht ausdünnen könnten. 

 

Digitalisierung und Automatisierung hinterlassen schon jetzt ihre Spuren auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Die dadurch entstehenden Folgen werden die Gemüter jedoch noch lange spalten. Fluch, Segen oder beides? Auf jeden Fall bringen sie schon jetzt viele Änderungen mit sich. Auch die Veranstalter der CEBIT sind sich der ständigen digitalen Veränderung bewusst: So soll die Messe nicht mehr nur als reine Veranstaltungsmesse wahrgenommen werden, sondern startet dieses Jahr als „Europas Business-Festival für Innovation und Digitalisierung“ durch. Denn die Digitalisierung macht auch vor einer Messe für Digitales nicht Halt und erfordert eine ständige Veränderung und Anpassung.

 

Download: Die Roboter kommen (doch nicht?)